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Aufbruch
Verstaubt ruht Mauerwerk im zögernden Aufbruch, stellt sich dem Straßenwind entgegen. Fenster sehen verschleiert aus, öffnen sich langsam dem Licht, das sich in Spiegeln ergibt.
Asphalt rüstet sich auf vor dem täglichen Fußtritt, atmet sein Schaudern aus.
Leise reckt sich der Riese, setzt behäbig den Anfang auf den Schlusspunkt der Nacht.
© Vera Hewener
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laut über laut
treibt bahnhof die straßen umsätze an die zwischen ginggong verlauten tagsüber alle ohren kaufhausgespannt
schwanke taubenblau himmel mein lieber schrei himmelsgestresst ewig zahlen die münzen die hände die arbeit fündig die software
ach du laut über laut summst leise den rest der enteignung die meine seele geduldig noch trägt
© Vera Hewener
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Im Zenit
In ausgestorbenen Straßenfächern schwitzen die Dächer. Grell spleißt Licht sie auf. Menschendunst verstickt die Luft, wallt über trockenem Asphalt.
Schläfrige Spatzen stöhnen auf weißen Fenstersimsen. In die heiße Stille schreien suchende Katzen.
Abgestandener Müll gärt, bläut verdorbenen Tagesgeruch auf. Ventilatoren jagen Wind in die Kammern.
Die Stadt versteinert auf ihren erwachsenen Plätzen. Kinderlachen zerreißt ihr Schweigen. Aus Regenschauern fällt leise Trauer.
© Vera Hewener
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