Insel DFG 3 SB Saar 3 Schlossbrunnen klein020302 Enten DFG 3

Vera Hewener
Die Website für Literatur, Kultur und Gesellschaft

Presse bis 2004

Presse von 1996 - 2004

Saarbrücker Zeitung vom 20.11.96: „Mundart-Longdrink“ wurde in Holz kredenzt und fand regen Zuspruch. ...Vera Hewener aus Köllerbach, Jahrgang 1955, hatte bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt einen guten Einstand. Mit „lieb getränkter Sprooch“ gab die Sozialarbeiterin mit Faible zur Lyrik der Heimat und den Menschen an der Saar eine stimmige Liebeserklärung.“

08.07.97 Saarbrücker Zeitung: „Sie liest verdammt gut, artikuliert ausgezeichnet....... und man muss dabei ein bisschen an Tucholsky denken.“ ..„Georg Fox: Eine Ambivalenz zwischen dieser sensiblen Traurigkeit, Flucht nach innen und einer kämpferischen Anklage. Appellationstexte. Besonders dicht und atmosphärisch gelungen sind die Texte aus der Region wie „Im Schatten der Basilika“ oder „Völklingen“, die man gut in der Stimmung nachempfinden kann.“

Wochenspiegel Völklingen vom 9.5.97: „Das Titelgedicht „Novembrisches Bittersüß“ bringt den Zwiespalt zwischen Vergänglichkeit und Hoffnung zum Ausdruck. Diese Ambivalenz thematisiert Vera Hewener oft in ihren Gedichten, gerade auch in den sozialkritischen Texten, wenn es um „Mutterrechte“ oder „Mauern aus Glas“ (elfteiliger „Psychiatrie-Zyklus“) geht. In diesen Texten kommen Erlebnisse aus dem eigenen Berufsalltag zur Sprache. Vera Hewener ist Sozialarbeiterin. Vielleicht rührt von daher der teils analytische, teils mitfühlende Blick. Diese Sicht der Dinge und Menschen kommt besonders nachdrücklich bei der Lesung von Reisenotizen anlässlich eines Berlin-Besuchs zum Tragen.“

Saarbrücker Zeitung Ostern 1998: Zwiegespräch der Dichterinnen“
Margret Roeckners und Vera Heweners erstes Treffen im Café Kühnen
„Gedichte, die mit geballter Bildsprache arbeiten, die nicht schnell und leicht konsumierbar sind. Voll Begeisterung werden sie aufgenommen. „Ich bin ganz angetan – das alte Thema Liebe in solch zeitgemäßer Form“, schwärmt beispielsweise Christa Buhl aus Völklingen. Andere Zuhörerinnen wählen sich Lieblingsgedichte aus, sagen, sie würden „Dein Lächeln“, „Wildwuchs“ oder „Trauerweide“ am liebsten auswendig lernen.... Hewener ist fest in der modernen Lyrik beheimatet, hat ihre Form des Ausdrucks im experimentellen Gedicht gefunden.“

Saarbrücker Zeitung vom 14.4. 1999: „Literarische Ausflüge mit Vera Hewener“
Püttlinger Autorin las im Köllerbacher Café Kühnen
„Sie hat 40 Gedichte zu einem „Lyrischen Reisebrevier“ mit dem Titel „Versteck der Bänke“ zusammengefasst und so kommt es, dass sie nicht nur liest, sondern eine kleine Buchvorstel-lung macht.... „Obschon Windäste über die Wasserhaut fächern/lodert die Stirn des Gewässers./In dieser von Brandwunden gezeichneten Strömung/kräuseln Fische, im Gespräch mit Ankern,/eine Luftblasensymmetrie. Sie gerät in Wallung,/wenn sie auf Steinhöhen trifft,/ die den geraden Lauf der Zeit behindern.“ So spiegelt sich die Saar im Text der Autorin wider. In den Bürgerpark, zur Basilika und nach Burbach führen ihre literarischen Ausflüge, manchmal auch weiter weg, ins Wattenmeer oder nach Aquitanien...“

Buchvorstellung „Vermisstenanzeige“
Saarbrücker Zeitung vom 25./26.11.00: Schriftsteller in Deutschland beziehen zu wenig Stellung
Die Köllerbacher Autorin Vera Hewener stellte im Café Kühnen in Püttlingen ihr Buch “Vermisstenanzeige” vor
Keine leicht konsumierbare Kost sind Heweners Gedichte und Prosatexte, und nach der Lesung wird noch lange diskutiert. Um das Judentum geht es, um die deutsche Vergangenheit und Gegenwart... Von pädagogischem Anliegen geprägt sind ihre Prosatexte, in denen sie eine Botschaft vermitteln will. Weniger leicht zugänglich dagegen die Gedichte. Anspruchsvoll und ungewöhnlich zugleich präsentieren sie die bitteren Vermächtnisse, sprechen von Leid und Tod, von Fußtritten, Skeletten, Henkern. In eines hat die Autorin Zitate von Menschen in Konzentrationslagern integriert, in anderen finden sich Begriffe aus dem jüdischen Leben oder werden düstere Stimmungen voll Dunkelheit und Einsamkeit angesprochen. Es gibt “den Sündenfall der Worte” und auch den Gegenpol, “das Ultramarin der Regenzeit” und: “zurück bleiben die Farben der Wärme”. Diese heitere farbige Seite gibt es auch in Heweners Buch. Die Autorin gestaltete das Titelblatt selbst, und da scheint der siebenarmige Leuchter fast fröhlich zu tanzen.


SZ vom 9.11.01: Abend des Wortes und der Stille
Bewegende Gedenkveranstaltung im Vereinshaus Fraulautern: Erinnerung an die Pogromnacht von 1938
„.Es war ganz still und dunkel im Vereinshaus. Nur am Pult brannte Licht. Vera Hewener, Schriftstellerin aus Püttlingen, las Gedichte und Prosatexte. Religiöse Themen verband Hewener mit aktuellen politischen oder allgemein menschlichen Fragen. "Wo bleibt die Seele?", fragte sie, formulierte "himmlische Gesänge auf dem Weg nach Hause", sprach vom "verborgenen Du" und der "Hinwendung zum Du". Da tauchten Versatzstücke und Begriffe aus dem Alten Testament auf. Hewener stellte aktuelle Verbindungen her, oft im Versmaß, aber nie gereimt, in einer Sprache, die der des Psalmisten nicht unähnlich ist. Und sie machte den Holocaust zum Thema, etwa in einer Erzählung um die Erfindung des todbringenden Gases "Zyklon B", in Gedichten über den alten jüdischen Friedhof in Saarbrücken, den Anschlag auf die Wehrmachtausstellung in Saarbrücken und auf die Synagoge in Erfurt. Im Gedicht "KZ Neue Bremm" hieß es: "Sie tragen die Knochen zu Grabe."

Wochenspiegel Saarlouis Nr. 47 vom 21.11.01: „Ein Abend gegen das Vergessen“
Lyrik und Lieder zur Erinnerung an die Pogromnacht 1938
„..Nach der Eröffnung standen zunächst lyrische Texte mit der Schriftstellerin Vera Hewener auf dem Programm. Anschließend hieran präsentierte Dieter Rupp, Schauspieler und Liedermacher, musikalische Mundart und mehrere kleine Solobühnenstücke. ...Eine wunderbare Mischung ergab sich daraus, dass die beiden Künstler ihre einzelnen Stücke jeweils abwechselnd präsentierten.“

06.12.2001 dpa-meldung :2. Preis an Saar-Schriftstellerin - Aussöhnung Christentum und Islam
Für einen Prosatext über die Aussöhnung des Christentums mit dem Islam hat die saarländische Schriftstellerin Vera Hewener bei einem internationalen Literaturwettbewerb in Italien den zweiten Preis erhalten. Ihr Text «Blauäugig oder die Erlösung von der Angst» errang die Auszeichnung beim Literaturwettbewerb «Lev Tolstoj» in Luco dei Marsi.

Buchbesprechung „Lichtflut“
Saarbrücker Zeitung vom 18.12.01: Die Luft riecht nach Kokos und Palmöl
Buchtipp: "Lichtflut. Reisenotizen. Lyrik und Prosa" von Vera Hewener, Autorin aus Püttlingen
„Bei einer ihrer Lesungen im Café Kühnen in Köllerbach sprach Vera Hewener darüber, wie schwierig es ist, sich als Lyrikerin auf dem Literaturmarkt zu behaupten, wie kompliziert es ist, selbst wenn viele Gedichte mit internationalen Preisen ausgezeichnet worden sind, einen Verlag zu finden. Trotz und alledem gibt es jetzt wieder einen neuen Hewener-Band. "Lichtflut. Reisenotizen. Lyrik und Prosa" ist der Titel des Buches, erschienen bei Georg Lingenbrink in Norderstedt.. Mit leichtem Gepäck - Stift und Papier genügen - macht sich die Autorin aus Püttlingen auf zur literarischen Weltbeobachtung. Ihre Reisegedichte führen auf die Pariser Boulevards, in den Bois de Boulogne und an den Atlantik. Sonnenstrahlen, Strand, Wolken und Worte begegnen dem Leser. Die Luft riecht nach Sonnenmilch, Kokos und Palmöl. Das Leben ist sorglos. Nicht immer schweift Vera Hewener in die Ferne. Berliner Promenade, Bürgerpark oder Burbach wirken auf sie ebenso inspirierend. Auch in Saarbrü-cken schaut sie sehr genau hin, entdeckt Graffiti an Brückenpfeilern, Glanzpunkte, Ordnung und ungetrübten Wildwuchs. Vera Hewener sieht hin und hört zu. Sie lauscht den leichtlebigen Klängen der Singvögel und registriert die Lärmwelle, die sich durch eine Hochstraße quält. Vielleicht sind die Skizzen aus der eigenen Landeshauptstadt für saarländische Leser noch spannender als die Urlaubsgedichte. Schließlich erlauben sie den direkten und schnellen Vergleich mit den eigenen Empfindungen, Erlebnissen, Urteilen.

Saarbrücker Zeitung vom 2.01.02: Lyrik vom Atlantik und der Berliner Promenade
Die Autorin folgt in der Anordnung der Texte dem Zyklus der Jahreszeiten. Findet man in der "Januarsonne" vom Frühnebel verschleierte Waldwege, so folgt später "Atlantischer Sommer, spielerisch leicht". Zum Schluss kommen unter der Kapitel-Überschrift "Einbruch der Kältenebel" die Gedichte: "September", Oktober", "November". Es gibt die "Herbstnebel", "Die Zeit der Stille" und auch die "Winterhoffnung" und die "Wendezeit".
Der lyrische Reigen - lediglich ein paar kürzere Prosatexte sind im Buch abgedruckt - schließt mit "Die Worte der Wälder". Diese Zeilen fangen die Dezemberstimmung ein: "...Die Worte der Wälder lauten jetzt: / spitze Klänge des Frosts. / Durch die Äste wirrt Eiswind, / streift seinen Hauch über Kronen / und im kalten Glas verliert ein Vogel gegen die Zeit..."


Buchvorstellung „Eine Neigung aus Blau
S
aarbrücker Zeitung vom 12.4.02: Wenn die blaue Stunde sich neigt
Lesung im Café Kühnen mit der Lyrikerin Vera Hewener
Köllerbach. Die Lesestunde im Café Kühnen erfreut sich großer Beliebtheit. Jeden zweiten Mittwoch im Monat nehmen die Gäste an einem langen Tisch Platz, denn an einer großen Tafel im italienischen Familienfeier-Stil lässt sich gut über Literatur plaudern.
Das Köllertal scheint ein guter Ort zum Schreiben zu sein. Gleich mehrere Autoren, die mit ihren Werken auf der Buchmesse vertreten und weit über das Saarland hinaus bekannt sind, leben dort. Eine von ihnen ist die Lyrikerin Vera Hewener. Die 47-Jährige hat bereits drei Gedichtbände publiziert und mit vielen Lesungen sowie internationalen Preisen eine eindrucksvolle künstlerische Vita vorzuweisen. Nach "Vermisstenanzeige" und "Lichtflut" ist jetzt "Eine Neigung aus Blau" erschienen. Das neue Buch ist ihr bislang bestes, denn die Autorin hat eine neue Qualität des Schreibens entdeckt, und zwar den Sinn für feine Ironie und versöhnlichen Humor. So gelingt es ihr, selbst diffizile aktuelle Themen wie etwa Beziehungen im Zeitalter der embryonalen Stammzellen-Forschung rhythmisch gekonnt und geschmackvoll zu bearbeiten. Auf aktuellen Fragen liegt der Schwerpunkt der Gedichte, und Vera Hewener beweist, dass jedes Motiv - der Sozialstaat ebenso wie der Börsenkurs, der als "Bärentanz" daher kommt - lyriktauglich ist. Selbst eine kleine Geschichte mit Spannungsbogen und Plot am Ende kann bei ihr zum Gedicht werden. Neues aus dem Genre Stadt-Land-Fluss sowie Lösungsansätze zu den aufgeworfenen Fragen komplettieren ihr Buch.
Blau bedeutet ihr Vieles. Es könne etwas Schönes meinen, einen Rauschzustand beschreiben, Blauäugigkeit oder ein Leben in hellen Farben bedeuten, erläutert sie im Gespräch. Auch die Sprache selbst wird der Lyrikerin zum Thema. BEATRIX HOFFMANN


Buchbesprechung „Eine Neigung aus Blau“
Saarbrücker Zeitung vom 7.5.02: Deine Haut schmeckt nach Salz, Liebster
Vera Hewener liest am heutigen Dienstag in der Buchhandlung Pieper in Saarlouis
Saarwellingen (hof). "Deine Haut schmeckt nach Salz, Liebster, / nach dem Salz der Sonnen und Monde, die du durchlitten." Ob Marcel Reich-Ranicki wohl Sätze wie diesen mit schnarrender Stimme als hocherotisch gelobt hätte, oder ob er sie mit weit ausholender Geste im literarischen Quartett von sich gewiesen hätte, werden wir nicht mehr erfahren. Doch immerhin verkehrt die Autorin sozusagen in seinen Kreisen. Denn Vera Hewener stellt gleich nach Hellmuth Karasek am heutigen Dienstag, 7. Mai, bei Pieper Bücher & Musik, ihren Lyrikband "Eine Neigung aus Blau" vor.
Vera Hewener, Jahrgang 1955, stammt aus Saarwellingen und lebt heute im Köllertal. Hauptberuflich arbeitet sie als Sozialarbeiterin. Doch das Dichten ist ihr weit mehr als eine schöne Nebensache. Wo sie geht und steht, immer ist das Notizbuch zur Hand.
Den ersten Schritt in die literarische Öffentlichkeit hat sie ihrem Talent zum Gesang zu verdanken. Bereits mit 13 tingelte Vera als Sängerin durch diverse Tanzlokale. Später kam sie mit Extra-Chor ans Staatstheater und Schauspieldirektor Lothar Trautmann druckte ihre ersten Gedichte in der Theaterzeitung. Schriftsteller Gerhard Stebner wurde auf ihr Talent aufmerksam, lud Hewener zum Lyrikworkshop und nahm gleich mehrere Gedichte von ihr in seine Anthologie "Am Kap der guten Hoffnung" auf.
Mittlerweile hat Vera Hewener mehrere Preise bei internationalen Literaturwettbewerben eingeheimst, unter anderem beim "Frontiere Letterarie" des europäischen Kulturzentrums in Rom. Trotzdem: Lyrik hat es nicht leicht auf dem Buchmarkt. So steckt die Autorin viel Engagement in ihre Publikationen, gestaltet beispielsweise auf die Titelbilder selbst. Jetzt ist nach mehreren Eigenpublikationen ihr drittes Buch "Eine Neigung aus Blau" in der Edition Calamus, Norderstedt in Form eines Book on Demand – das heißt gedruckt wird nur nach Bestellung - erschienen. Die eingangs zitierten Zeilen sind dem Titelgedicht entnommen. Es endet folgendermaßen: "Wenn das Blau sich neigt, gehen die Wechsel verloren, die das Leben für uns gezogen. Wir können uns nicht mehr davon machen, aber wir können aus dem Bogen eine Höhle bauen."
Blau bedeutet der Dichterin viel. Es ist Farbe, Zustand, Gefühl. Es dient zur Beschreibung und setzt Assoziationen beim Leser frei. Es signalisiert Rausch und Trunkenheit, ist auch Synonym für Tage mit himmelblauen Glücksgefühlen. Heweners Sprache ist Rhythmus und Malerei. Malerei weniger im Sinne des lautmalerischen Klanges sondern im wahrsten Sinn des Wortes. "Zurück bleiben die Farben der Wärme / nisten sich ein in das Bild der Stadt / deren Atem jetzt dünstet."


SZ vom 27.06.02: Vierter Preis für Püttlinger Autorin
Püttlingen (hel). "Gibt es noch Unbedenkliches? Nach dem Terror? Gab es das je? Vielleicht und vorbei. / Im Inferno von New York starb die Hoffnung..." lauten die Eingangszeilen des Gedichtes "Der Terroranschlag in New York" der in Püttlingen lebenden Autorin Vera Hewener. Sie erhielt dafür den vierten Preis beim internationalen Literatur-Wettbewerb "I Grandi Temi" der Associazione Culturale Avvenire in Luco dei Marsi in der Sparte Einzelgedicht. Der in Italien ausgetragene Wettbewerb galt dieses Mal den Terror-Anschlägen am 11. September 2001 in New York. Heweners Text entstammt ihrem neuen Lyrikband "Eine Neigung aus Blau" (ISBN 3-8311-3334-4), den die "Saarbrücker Zeitung" in einer Kritik als "ihr bislang bestes Buch" bezeichnete ("SZ" vom 12. April).
Mehr aus dem Lyrikband "Eine Neigung in Blau" von Vera Hewener wird am Dienstag, 13. August, 18.30 Uhr, bei einer Lesung der in Püttlingen lebenden Buchautorin im Volkshochschul-Zentrum am Saarbrücker Schloss zu hören sein.


Wochenspiegel Februar 2003: Impulse für die Region
Im Köllertal traf sich der Literatur-Kreis im Caf&; Kühnen
Köllerbach (rh). Zu einer Arbeitssitzung traf sich jetzt wieder der Literaturkreis des Köllertales im Cafe; Kühnen in Köllerbach. Thema des Abends waren "Kaffeehaus-Geschichten", in denen die Situation von Menschen, die sich in einem Cafe; treffen, gespiegelt wurden. Vera Hewener las eine gerade entstandene Kurzgeschichte mit dem Titel "Osterhasen und Klapperstörche", in der von einem allzu neugierigen Kind die letzten Geheimnisse aus der Erwachsenenwelt hinterfragt werden. Eva Dörr-Vieregge hatte die tragikomische Episode aus dem Leben einer Frau unter dem Titel "Ganz in Schwarz" zu einer Textdarstellung im Genre einer Kurzgeschichte verarbeitet. Georg Fox trug die kürzlich in einer saarländischen Zeitschrift, die im Köllerbacher Cafe; ausliegt, erschienene Kolumne "Gudd im Bedd" vor. Und Christel Raubuch berichtete über die Entstehung ihrer Bücher und gab wichtige Tipps im Umgang mit Verlagen.Außerdem befasste sich die literarische Runde mit der Erstellung eines Katasters zu den Köllertaler Büchern. Dieser Sammlung wird demnächst ein neues Werk von Margret Roeckner angefügt werden können. Ihr neues Buch "Das paradiesische Gartenbuch" erscheint im April im Claudius-Verlag München. Die Autorin vom Köllerbacher Sommerberg spürt darin dem Erleben der Natur nach, zeigt die Fülle und den Reichtum von Wachsen und Werden und eröffnet beim Gang durch den Garten einen gelassenen Umgang mit Endlichkeit und Vergehen.Brigitte Mann, Geschäftsführerin des Köllerbacher Cafe; Kühnen, wurde auch zu den Kaffeehaus-Besuchern befragt. Wenn sie auch keine Details ihrer Gäste der literarischen Runde verriet, so konnte sie durchaus etwas über Atmosphäre und Alltag in einem Cafe; berichten, in dem sich auch ein wenig das Köllertaler Leben abspielt. "Jedenfalls scheint es so, dass der Köllertaler Literaturkreis durchaus ein Thema gefunden hat, welches die Literatenrunde auch in den nächsten Monaten beschäftigen wird", betont der Autor Georg Fox.

Saarbrücker Zeitung Februar 2003: Neue Impulse für das literarische Leben der Köllertal-Region
·Autoren-Riege stellte im Cafe Kühnen "Cafehaus-Geschichten" vor
KÖLLERTAL (red/mj). Zu einer Arbeitssitzung traf sich jetzt wieder der Literaturkreis des Köllertales im Caf‚ Kühnen in Köllerbach. Thema des Abends waren "Cafehaus-Geschichten", in denen die Situation von Menschen, die sich in einem Caf‚ treffen, widergespiegelt wurden.
Vera Hewener las eine gerade entstandene Kurzgeschichte mit dem Titel "Osterhasen und Klapperstörche", wo von einem allzu neugierigen Kind die letzten Geheimnisse aus der Erwachsenenwelt hinterfragt werden. Eva Dörr-Vieregge hatte die tragikomische Episode aus dem Leben einer Frau unter dem Titel "Ganz in Schwarz" zu einer Textdarstellung im Genre einer Kurzgeschichte verarbeitet.
Georg Fox trug die kürzlich in einer saarländischen Zeitschrift, die im Caf‚haus ausliegt, erschienene Kolumne "Gudd im Bedd" vor. Christel Raubuch berichtete über die Entstehung ihrer Bücher und gab wichtige Tipps im Umgang mit Verlagen.
Außerdem befasste sich die literarische Runde mit der Erstellung eines Katasters zu den Köllertaler Büchern. Dieser Sammlung wird demnächst ein neues Werk von Margret Roeckner angefügt werden können. Ihr neues Buch "Das paradiesische Gartenbuch" erscheint im April im Claudius-Verlag München.Die Autorin vom Köllerbacher Sommerberg spürt darin dem Erleben der Natur nach, zeigt die Fülle und den Reichtum von Wachsen und werden und eröffnet beim Gang durch den Garten einen gelassenen Umgang mit Endlichkeit und Vergehen.
Befragt wurde im Rahmen der Literarischen Runde auch die Caf‚haus-Geschäftsführerin, Brigitte Mann, die natürlich keine Details ihrer Gäste verriet. Allerdings konnte sie durchaus etwas über Atmosphäre und Alltag in einem Cafehaus berichten, wo sich auch ein bisschen das Köllertaler Leben abspielt.
Jedenfalls scheint es so, dass der Köllertaler Literaturkreis durchaus ein Thema gefunden hat, welches die Autorenrunde auch in zukunft beschäftigen wird.

Saarbrücker Zeitung vom 16.6.03: Letzte Lesung am 14. Juni 2003 in Sankt Wendel
Über die Liebe: Mal gefühlvoll, mal zart und auch mal derb
Mit "Liebeslyrik und Liebesliedern" war der dritte "Lyrik-Zeit"-Abend im Mia-Münster-Haus überschrieben
St. Wendel. Der Vollmond stand schon hoch am Himmel, die Uhrzeiger neigten sich immer mehr der Mitternachtsstunde zu, da stellte Martin Folz die Frage aller Fragen: "Wann ist ein Mann ein Mann?" - Wenn er schon "als Baby blau" ist, wenn er ganz schrecklich verletzlich ist, oder wenn er Raketen baut? So sehen heutige Gedanken von Herbert Grönemeyer über das ewige Thema "Liebe" aus. Ganz anders, aber nicht minder ergreifend, beschäftigten sich Sänger bereits im 14. Jahrhundert mit Liebeskummer und Herzensschmerz. "Ich liebe dein zartes, süßes Springen", so klingt die Sehnsucht eines Verliebten nach seiner Angebeteten in einem Liebesmadrigal. Am Samstag konnten sich die Besucher im Mia-Münster-Haus, seit Tagen Schauplatz der ersten St. Wendeler Lyriktage, selbst entscheiden, ob solch altertümliche Werbungen sie ansprechen oder moderne Texte wie "O Scheiße, ich bin total verliebt in dich!" Für jeden Geschmack war etwas dabei, als mit "Liebeslyrik und Liebesliedern" der dritte "Lyrik-Zeit"-Abend über die Bühne ging.Das Quintett "Cräme fresch", fünf saarländische Männer in den besten Jahren, zwischen 30 und 43 Jahren, stimmte mit einem gefühlvollen Streifzug durch die Jahrhunderte in einer hervorragenden Darbietung auf das Thema der Liebe ein. Ob höfische Gesänge im klassischen Männerchorsatz, sanfte Klänge mit Keyboardbegleitung oder im peppigen A-cappella-Gesang, diese Fünf zeigten stets eine perfekte Show. Mit tiefernsten Mienen oder weit aufgerissenen Augen erheiterten sie ihr Publikum. Mit viel Humor und ebenso viel Können führte der Musiker Martin Folz durchs Programm. Seine vier Mitsänger, Marcel Strauß, Uwe Sahner, Jörg Zell und Stefan Schnur, allesamt Naturtalente, die im täglichen Leben unterschiedlichen Berufen nachgehen, hat er auf ein hohes gesangliches Niveau geführt. Dies ermöglicht ihnen, Boygroups wie die "Wise Guys" herzzerreißend zu imitieren und dabei dennoch ihren eigenen Stil zu finden.Nach diesem temperamentvollen Einstieg wurde es ganz still im Saal. Die Püttlinger Lyrikerin Vera Hewener betrat das Podium und begann mit einer zarten, leisen Stimme aus ihrem reichen Repertoire vorzulesen. Dabei sprach sie sämtliche Facetten des vielseitigen Themas der Liebe an, das so alt ist wie die Menschheit. "Gäbe es die Liebe nicht, man müsste sie erfinden", so stieg sie in ihre bewegende Lesung ein. Mit Gedichten wie "Liebeskuss", "Frühlingsliebe", "Sehnsuchtsfänger" und "Himmelspforte" erzählte Hewener von der Sehnsucht nach Liebe. Ihre Lyrik erwies sich als poetisch und romantisch. Die Sprache war reich an Bildern und entfernt von Alltags- oder gar Dialektsprache, die Verse meist reimlos und unterschiedlich lang. Mit durch Adjektive verzierten Substantiven baute sie große lyrische Stimmungen auf, wobei Verben und Handlung ganz zurücktraten. Im lyrischen Ich und der direkten Ansprache an ein Gegenüber zeigte sie ihre persönliche Betroffenheit und nahm die wie gebannt lauschenden Zuhörer ganz nah an das Geschehen heran. Vom "Altar der Sehnsucht", "federwolkenleichten Taumeln" und dem "Duft des Begehrens" führte die Dichterin in ein "Sein zwischen Traum und Wirklichkeit". Die "Sprache des Universums" bot die romantische Suche nach der "blauen Blume" ebenso wie den "bitteren Kelch" der unglücklichen Liebe. Beeindruckende Gedanken enthielt auch ihre Hymne "Mondhimmel" an den Mond als "Sonnenspiegel der Finsternis". Ihre menschliche Liebe weitete Hewener in religiöser Lyrik auf die Liebe zu Gott aus.Mehr auf die körperliche Liebe bezogen sich die Vorträge des Rezitators Hans Jürgen Merziger. Derbe Worte im "erotischen Variet&;" von Lichtenstein, lustige Szenen in Fontaines "Der Bauer und sein Kalb" oder "Das letzte Wort an eine Spröde" von Ringelnatz zeigten auch hier einen großen Wortschatz und verschiedenste Möglichkeiten, sich dem Thema der Liebe sprachlich zu nähern. Vom Gebot, nicht ehezubrechen, und wie ein "Eselchen zwei Handbreit unterm Nabel" die Untreue einer Frau verraten kann, erfuhr das Publikum, aber auch vom "Sterbenden, der seine Gruft liebkost" in Bodelaires abschreckender "Hymne an die Schönheit". Merziger fesselte die Zuhörer durch sein lebendiges Lesen, das sich in der Geschwindigkeit dem Textinhalt anpasste und in der Lautstärke vom verliebten Flüstern bis zum aufgeregtem Schreien reichte.Die heiteren und nachdenklich stimmenden Worte lockerte die Gruppe "Cräme fresch" mit mitreißenden Liedern wieder auf. Nach Irrungen und Wirrungen im Tierleben mit "Hasso" von den Prinzen, Grönemeyers Kultsong "Männer" und "Dieter", der sich zu helfen weiß, strapazierten die Männer mit rührenden Szenen im "Bajazzo", den sie allen saarländischen Männerchören widmeten, die Lachnerven der Besucher. Diese schlossen sich dem Urteil der Kulturbeauftragten Christel Berndt an: "Dieser Abend war ein Höhepunkt der St. Wendeler Lyrik-Zeit!" Friederike TRIPPEN

Saarbrücker Zeitung Lokalteil Saarlouis vom 7.7.03: Mit mehreren Preisen bedacht
Vera Hewener legt ihren vierten Gedichtband vor
Saarwellingen (red). Im Januar des vergangenen Jahres las die 48-jährige Schriftstellerin Vera Hewener (Bild) zum letzten Mal in ihrem Heimatort. Damals stellte die gebürtige Saarwellingerin ihr erstes Buch "Vermisstenanzeige" vor. Dazwischen liegen zwei weitere Buchproduktionen, und der vierte Gedichtband wird im Herbst unter dem Titel "Bist Himmel mir und tausend Feuerfunken" erscheinen. Bereits bei drei internationalen Literaturwettbewerben wurden Gedichte aus diesem Manuskript mit Preisen bedacht. "Superpremio Mondo Culturale", "Selezione Victor Hugo" und nun der Dritte Preis in der Sparte der deutschen Sprache beim Internationalen Literaturwettbewerb des Europäischen Centrums für die Förderung von Kunst und Literatur in Frankreich sorgen für Aufmerksamkeit. Der Dichterwettstreit stand Autoren der französischen, luxemburgischen und deutschen Sprache offen. Es wurden mehr als 2500 Texte eingereicht. Die Preisverleihung findet in Thionville am 21. September statt. Eine erste Lesung aus dem Buch, das vom Kultusministerium gefördert wird, findet am 8. November um 19 Uhr in Völklingen-Luisenthal im Atelier Horst Reinsdorf statt.

Wochenspiegel Völklingen vom 2.7.03: 3. Preis für Literatur
·LUISENTHAL (red/dos). Für ihre Gedichte in deutscher Sprache wurde der saarländischen Schriftstellerin Vera Hewener beim 8. Internationalen Literaturwettbewerb des Europäischen Zentrums für die Förderung von Kunst und Literatur Cepal in Frankreich der 3. Preis zuerkannt.
Der Wettbewerb stand allen Autoren der französischen, luxemburgischen und deutschen Sprache offen. Klassische Poesie, Sonette und freie Formen der Lyrik war ihr Beitrag in deutscher Sprache unter mehr als 2500 eingereichten Texten.
Die Gedichte werden im Herbst in Buchform unter dem Titel "Bist Himmel mir und tausend Feuerfunken" erhältlich sein. Von Vera Hewener liegen bisher drei Buchveröffentlichungen vor.
Mehr von der Autorin bei ihrer nächsten Lesung am 8. November in Völklingen-Luisenthal im Atelier Horst Reinsdorf um 19 Uhr.

Wochenspiegel Köllertal vom 9.7.03: Vera Hewener ausgezeichnet
PÜTTLINGEN (red./jB). 1997 las Vera Hewener zum ersten Mal in Püttlingen. Drei Jahre später stellte die gebürtige Saarwellingerin ihr erstes Buch „Vermisstenanzeige“ im Café Kühnen vor. Inzwischen hat sie drei Bücher publiziert, ein Libretto geschrieben, ein Bühnenstück verfasst und der vierte Gedichtband wird im Herbst unter dem Titel „Bist Himmel mir und tausend Feuerfunken“ in den Buchhandel kommen. Auf dieses Buch darf man jetzt schon gespannt sein. Denn bereits bei drei internationalen Literaturwettbewerben wurden Gedichte aus diesem Manuskript mit Preisen bedacht. „Superpremio Mondo Culturale“, „Selezione Victor Hugo” und nun der 3. Preis in der Sparte der deutschen Sprache beim 8. internationalen Literaturwettbewerb des Europäischen Centrums für die Förderung von Kunst und Literatur CEPAL in Frankreich sorgen für Aufmerksamkeit. Der Dichterwettstreit stand allen Autoren der französischen, luxemburgischen und deutschen Sprache offen. Es wurden mehr als 2500 Texte eingereicht. Der Beitrag der 48jährigen Schriftstellerin Vera Hewener umfasste klassische Poesie wie Alexandriner, Hexameter, Sonette, aber auch freie Formender Lyrik, darunter auch ein Gedicht über einen Sonnenuntergang in Völkingen. Die Preisverleihung findet in Thionville am 21. September statt. Eine erste Lesung aus dem Buch, das vom Saarländischen Kultusministerium gefördert wird, findet am 8. November um 19.00 Uhr in Völklingen-Luisenthal im Atelier Horst Reinsdorf statt.

Saarbrücker Zeitung vom 16.7.03: "Wir haben sie alle umgebracht"
Margret Roeckner rezensiert Vera Heweners Buch "Vermisstenanzeige"
Köllertal. Es berührt mich tief, wie sehr sich Vera Hewener von der Schuld, die das deutsche Volk mit der Vernichtung der Juden auf sich geladen hat, erschüttern ließ. Zehn Jahre nach dem Krieg und dem Ende der Diktatur geboren, gehört sie einer Generation an, die sich von Schuld und Sühne freisprechen könnte und die oftmals auch alle Gedanken daran zu verdrängen versucht. In dem kleinen Band zeigt für mich vor allem die Erzählung "Stumme Schreie", wie Vera Hewener sich von der Trauer um die ermordeten Juden hat ergreifen lassen. Sie schildert darin einen Besuch eines jüdischen Friedhofs und beschreibt mit wenigen, aber gerade darum deutlicher aufscheinenden Worten ihr Erschrecken: "Schließlich kam sie in eine Reihe, in der ein Todesjahr dominierte. Fast alle waren in diesem Jahr verstorben. Wir haben sie alle umgebracht, die Menschen, die hier liegen, dachte sie. Deshalb ist die Stille so laut...Mein Gott, warum lässt du mich leben in einem Land, das Menschen massenweise ermordet hat? Mein Gott, wie soll ich die Erbschuld ertragen?..."Die "laute Stille" - sie hat es mir in Vera Heweners Prosa- und Poesie-Texten angetan. Aus einer tiefen Betroffenheit, einer inneren Stille heraus wird da eine Stimme laut und sagt deutlich und unüberhörbar, dass nur Erinnern und Trauern davor bewahren können, dass sich wiederholt, was kaum zu beschreiben ist. Und sie beschreibt es dennoch in eindrücklich starken Bildern. Schon gleich zu Anfang in einem Text über das "KZ Neue Bremm". In den Versen "Vermisstenanzeige", die zum Titel des Bandes geworden sind, stehen am Ende die Sätze: "...wenn wir wüssten, was wir vermissen, wie könnten wir dann noch leben? Doch die Wahrheit ist klar und bitter: Im nächsten Jahrtausend werden sie es Geschichte nennen, und unsere Kinder und Kinderkinder werden alle Sterne vergessen haben." Dass sie nicht vergessen sollen, die nächsten Generationen, dazu tragen die sensiblen und von literarischem Können geprägten Texte von Vera Hewener hoffentlich mit bei. Ich jedenfalls wünsche ihnen auch deshalb eine sehr starke Verbreitung. Margret Roeckner
"Vermisstenanzeige, gewidmet den ermordeten Juden des Naziregimes", Lyrik und Prosa von Vera Hewener. Das Buch ist erschienen bei Libri Books on Demand, Norderstedt, 2000, und kann unter folgender Nummer bestellt werden: ISBN 3-8311-0748-3.



Saarbrücker Zeitung vom 16.7.03: Schon drei Mal preisgekrönt
Vera Hewener begeistert mit ihrem neuen Gedichtband
Püttlingen (wa). Im Januar des vergangenen Jahres las die 48-jährige Schriftstellerin Vera Hewener zum letzten Mal in ihrem Heimatort. Damals stellte die gebürtige Saarwellingerin ihr erstes Buch "Vermisstenanzeige" vor (siehe Rezension auf der Seite E 2). Dazwischen liegen zwei weitere Buchproduktionen und der vierte Gedichtband wird im Herbst unter dem Titel "Bist Himmel mir und tausend Feuerfunken" in den Buchhandel kommen. Bereits bei drei internationalen Literaturwettbewerben wurden Gedichte aus diesem Manuskript mit Preisen bedacht. "Superpremio Mondo Culturale", "Selezione Victor Hugo" und nun der dritte Preis in der Sparte der deutschen Sprache beim achten internationalen Literaturwettbewerb des Europäischen Centrums für die Förderung von Kunst und Literatur in Frankreich sorgen für Aufmerksamkeit. Der Dichterwettstreit stand allen Autoren der französischen, luxemburgischen und deutschen Sprache offen. Es wurden mehr als 2500 Texte eingereicht. Die Preisverleihung findet am 21. September in Thionville statt. Eine erste Lesung aus dem Buch, das vom saarländischen Kultusministerium gefördert wird, beginnt am 8. November um 19 Uhr in Völklingen-Luisenthal im Atelier Horst Reinsdorf.


Saarbrücker Zeitung Kulturteil vom 24.9.03: Poetinnen von der Saar
Thionville (red). Beim achten internationalen Literaturwettbewerb in Thionville, initiiert vom Zentrum zur Förderung der Kunst und Literatur CEPAL (Metz), haben fünf Teilnehmer aus dem Saarland Preise erhalten: Es sind dies Martina Merks-Krahforst und ihre Tocher Viola Krahforst (Tholey), Rita Kasumu (Saarlouis), Vera Hewener (Püttlingen) und Ingrid van Biesen (Saarbrücken).


Wochenspiegel Völklingen vom 15.10.03: Würdige Förderung der Literatur
Fünf saarländische Poetinnen in Thionville mit Literaturpreisen geehrt
VÖLKLINGEN (red./ti). Es mag nachdenklich und zugleich erfreut stimmen: Nur eine Autostunde von der saarländischen Grenze entfernt blüht die Förderung der Literatur. Unterstützt von Region und Département richtete das "Zentrum zur Förderung der Kunst und Literatur - CEPAL" mit Sitz in Metz den achten internationalen Literaturwettbewerb in Thionville aus.
Etwas Vergleichbares ist in der saarländischen Literaturszene nicht zu finden. Über den regen Zuspruch haben sich Martin und Simone Gabriel sehr gefreut. Der Präsident und seine Gattin, die für die gesamte Organisation verantwortlich ist, konnten nicht nur Teilnehmer aus Westeuropa beglückwünschen. Selbst aus Israel wurden Texte eingereicht.
Zur Beurteilung standen mehr als 2500 Beiträge an.
Von den 250 deutschen Teilnehmern erhielten am Sonntag elf einen Preis und zwei weitere eine Ehrenurkunde. Unter ihnen befanden sich fünf Saarländerinnen. Drei von ihnen hatte sich mit französischen Texten beworben.
Gleich zwei Preise konnte Martina Merks-Krahforst aus Tholey in Empfang nehmen, den 3. Preis der Sparte "Französische Sprache" und den Goethepreis für ihre Gedichtsammlungen der französischen Sprache.
Auch ihre Tochter Viola Krahforst wurde geehrt. Sie nahm ebenfalls mit einem französischen Text teil und erhielt den 1. Preis für junge Literatur. Die dritte Saarländerin, die französische Texte eingereicht hatte, Rita Kasumu aus Saarlouis, erhielt für ihre französische Gedichtsammlung den Rilkepreis.
Mit deutschen Gedichten der klassischen Form nahm Vera Hewener aus Püttlingen teil. Für ihren in Hexametern verfassten Beitrag bekam sie den 3. Preis in der Sparte "Deutsche Sprache". Eine Auszeichnung für einen Ehren würdigen Beitrag in deutscher Sprache erhielt Ingrid van Biesen aus Saarbrücken.
Erstaunlicher als die hohe Repräsentation saarländischer Autorinnen war die Tatsache, dass sich alle mehr oder weniger unbewusst nebeneinander in die gleiche Reihe gesetzt hatten und dies erst bei der Preisverleihung deutlich wurde. Mag man da noch von Zufall sprechen? Beim anschließenden Bankett gab es sicherlich viel zu bereden...
Nähere Informationen gibt es bei s.gabriel@ac-nancy-metz.fr oder tel. (0033) 3828-39746.


Saarbrücker Zeitung vom 17.11.2003
"Himmel und tausend Feuerfunken"
Vera Hewener las im Luisenthaler Atelier von Horst Reinsdorf
Luisenthal. Mit einer leisen, aber deutlichen Herausforderung an ihr Publikum begann Vera Hewener ihre Lesung im Luisenthaler Kulturtreff. Bevor die Köllerbacher Autorin ihren druckfrischen Lyrikband "Bist Himmel mir und tausend Feuerfunken" öffnete, sagte sie: "Wer schreibt, möchte etwas mitteilen; wer zuhört, möchte etwas erfahren. Manchmal ist das für beide eine Freude, manchmal aber auch ein Ärgernis."
Das klang kampfeslustig und kritisch, zugleich aber auch selbstkritisch. Und umso neugieriger hörten die Besucher den "Mitteilungen" dieser zierlichen jungen Frau zu, die ganz und gar nicht kämpferisch wirkte. Und auch die ersten Gedichte erinnerten eher an jubelnde Naturlyrik in klassizistischem Stil: Zart und duftig sind viele dieser Gedichte, voller Freude über den Einklang mit der Natur; hymnisch-gewaltige Gesänge lassen an Hölderlin und Rilke denken, und Hewener sind dabei einige Passagen gelungen, die an die Vorbilder herankommen. ...Spontane Erlebnisse sind sprachlich ebenso gut umgesetzt wie Gebete oder sakrale Lyrik, und auch in ihren sozialkritischen Gedichten kommt die gelernte Sozialarbeiterin schnell auf den Punkt.
Mit Ironie greift sie dem "Unglücksraben mit Laptop in der Warteschleife" ans "Aktienkurs-Schlafittchen", und in diesen Leviten hagelt es sogar so viele Wortgags, dass man gerne bei manchen verweilen möchte, ohne den Fortgang des Gedichtes zu verpassen.
Sie ist eine politische Autorin, diese Vera Hewener, und einige ihrer Auszeichnungen erhielt sie wegen ihrer Texte zur Judenverfolgung und zur Aussöhnung zwischen Christentum und Islam. So wurde der Abend im Atelier von Horst Reinsdorf auch zu einer Stil- und Zeitreise. Die hymnische Schwärmerei mit Metaphern aus dem 18. Jahrhundert wird Hewener sicher bald hinter sich lassen und ganz ihrer eigenen Sprach- und Bilderwelt vertrauen. Die besteht nämlich wirklich aus "Himmel und tausend Feuerfunken". JÜRGEN KÜCK


Saarbrücker Zeitung vom 25.5.04
Poesie und Musik in der Galerie
Vera Hewener und Dimitris Ktistakis heute in Riegelsberg
Riegelsberg. In der Reihe "WortArt - Literatur in Riegelsberg'' liest die Lyrikerin Vera Hewener heute, 25. Mai, um 19.30 Uhr in der Galerie im Rathaus Riegelsberg. Die Autorin greift dabei die Themen der Ausstellung "Fern-sehen" der Malerin Caroline Isele auf. Dialog und Kommunikation, Gedichte gegen Gewalt und Liebesgedichte bilden den ersten Teil. Im zweiten Teil des Abends sind Gedichte der griechischen Mythologie und Naturgedichte zu hören. Vera Hewener hat bereits vier Bücher veröffentlicht, elf internationale Literaturpreise für Lyrik in Italien und Frankreich und einen internationalen Prosapreis in Italien erhalten. Den musikalischen Teil gestaltet Dimitris Ktistakis. Er studiert seit 1995 an der Hochschule für Musik Saar. Im Jahr 2000 schloss er den Studiengang Musikerziehung mit Hauptfach Klavier ab und begann die Aufbaustudiengänge Chorleitung, Liedbegleitung und Klavier. Zur Zeit befindet er sich in den Abschlussprüfungen zur Konzertreife für Klavier. Dimitris Ktistakis spielt Werke von Johannes Brahms, Franz Liszt und Franz Schubert. Was Poesie und Musik miteinander verbindet: Lyrik ist die Musik der Sprache und Musik ist die Sprache ohne Worte. Der Eintritt zu der Veranstaltung in der Riegelsberger Rathaus-Galerie kostet vier Euro.


Saarbrücker Zeitung vom 28.5.04
Die Zerbrechlichkeit von Beziehungen

Vera Hewener las in der Riegelsberger Rathausgalerie
Unter dem Titel „wortArt“ las die Lyrikerin Vera Hewener in Riegelsberg, der Pianist Dimitris Ktistakis musizierte – künstlerischer Dialog mit den Arbeiten von Carolin Isele, die am gleichen Ort zu sehen sind.

Von SZ-Mitarbeiter Walter Faas
Riegelsberg. Vernichtet einer den anderen, stirbt auch die Schöpfung – dagegen wendet sich die saarländische Autorin Vera Hewener (Foto: Veranstalter) in ihren Gedichten. Aus ihren Texten las sie jetzt in der Rathaus-Galerie Riegelsberg. Anlass ist die Bilder-Ausstellung ihrer Freundin Carolin Isele. Fest in der modernen Lyrik beheimatet, was Ausflüge in die antike Dichtkunst nicht ausschließt, überzeugt die Autorin mit vehementem Eintreten für friedliches Zusammenleben von Menschen in kleinen Einheiten wie Paar oder Familie, in Dorf- und Volksgemeinschaften bis hin zur Verständigung im globalen Dorf. Wobei Vera Heweners Texte, aus denen in jeder Sekunde des Vortrages das Bewusstsein um die Zerbrechlichkeit von Beziehungen durchklingt, an den fürsorglichen Ernst erinnern, mit der Gärtner ihre schwächsten Pflanzen im Garten aufpäppeln.

„Legt Sand auf die Flammen, bevor es zu spät ist!“ Hewener, von Beruf Sozialarbeiterin, fordert nicht, sie bittet Zuhörer und Leser um Engagement im Kleinen wie im Großen. Und versteht sich auf die Kunst, Befindlichkeiten zu artikulieren. „Gibt es noch Unbedenkliches nach dem elften September von New York? Was ist, wenn Menschen ihren Glauben an die Kirche verlieren?“, lässt Hewener in einem Prosatext den Papst fragen. „Was ist, wenn Menschen nicht mehr für den Glauben sterben wollen?“, fragt sich der Ayatollah. „Wer sagt den Menschen dann, was richtig und falsch ist?“, fragen sich beide. Still, doch entschieden fordert die Autorin Kommunikation. Sie wendet sich gegen Gewalt und gegen Allwissenheit, auch in der Liebe, die in ihren Texten als scheues Tier erscheint. Dennoch: „Und wenn ich über den letzten Hügel gewandert bin, trägst du mir das Licht hinterher“ oder „Ich füllt' mein Horn mit den Perlen des Anfangs und goss es über dein Haupt“ – schöner kann die vertrauensvolle Beziehung zwischen zwei Menschen kaum gedeutet werden.

Zart und duftig wirken auch die Naturgedichte, ganz in Anlehnung an sapphische Odenstrophen geschrieben, Stimmungslyrik von emotionaler Dichte sowie reizend fokussierte Reise-Bilder. Der Pianist Dimitris Ktistakis (Foto: Veranstalter) wertet die Lesung mit kleinen Klavier-Schmuckstücken von Brahms, Liszt und Schubert auf.


SR-online.de vom 26.6.04: Thionville: Saarländische Schriftstellerin erhält Literaturpreis
Beim 9. Internationalen Literaturwettbewerb des Europäischen Zentrums für Kunst und Literatur (CEPAL) in Thionville hat Vera Hewener aus Püttlingen-Köllerbach den ersten Preis gewonnen.
Die Saarländerin erhielt die Auszeichnung in der Sparte Deutsche Sprache. Sie wurde mit der "Tropäe Novalis" für ihr Buch "Bist Himmel mir und tausend Feuerfunken" geehrt.
An dem Wettbewerb nahmen Autoren aus Europa, China, Kanada und Brasilien teil. Es wurden mehr als 2500 Texte eingesandt.


Saarbrücker Zeitung vom 29. Juni 2004
Vera Hewener ausgezeichnet
Literaturpreis für Püttlinger Autorin

Püttlingen. Beim 9. Internationalen Literaturwettbewerb des Europäischen Zentrums für Kunst und Literatur CEPAL in Thionville gewann Vera Hewener aus Püttlingen den Ersten Preis in der Sparte Deutsche Sprache und die Trophäe Novalis für das im Mauerverlag Rottenburg erschienene Buch "Bist Himmel mir und tausend Feuerfunken". Ihr Beitrag enthält Gedichte aus dem noch unveröffentlichten Manuskript "Verwirbelungen der Zeit", das voraussichtlich im Herbst als Buch erscheinen wird und Liedtexte aus dem Libretto "Schrei der Freiheit". Am Wettbewerb nahmen Autoren aus ganz Europa, China, Kanada und Brasilien teil. Es wurden mehr als 2500 Texte eingesandt. Die Preisverleihung findet im September statt. Vera Hewener, geboren im Jahr 1955, ist verheiratet, hat einen Sohn und ist Diplom-Sozialarbeiterin und Autorin. Gleich für das erste Buch "Vermisstenanzeige" erhielt sie im April 2001 den "Superpremio Cultura Lombarda" des Centro Europeo di Cultura in Rom. Weitere Preise folgten.



Rezension
Himmel und Feuerfunken: Wo die Gedanken Flügel haben!
Vera Hewener aus Püttlingen-Köllerbach legte ihren dritten Gedichtband vor

„Die Krise der Lyrik hängt auch damit zusammen, dass man sie nicht verfilmen kann!“ sagte einmal Peter Rühmkorf. Natürlich kann man Empfindungen, Wortneuschöpfungen und Assoziationen von Sprache nicht so einfach in ein anderes Medium übertragen. Lyrik ist dazu geschaffen, zu träumen, abzuheben und zu fliegen – wenigstens für ein paar Minuten. Fern vom Alltag auf den Wolken der Gedanken wird man fortgetragen in Sphären, die weit weg und doch so nah bei der Realität sind. Bei dem neuen Gedichtband von Vera Hewener ist keine Spur von Krise der Lyrik festzustellen. Die Autorin fügt Verse mit Leichtigkeit, die den Leser beflügeln und in die Gedankenwelt entführen. Eben dies ist es, was an Vera Heweners Gedichten und Gedanken überrascht: 120 Seiten des neuen Gedichtbandes zeigen eine Lyrik von hoher emotionaler Dichte und verweisen auf ein sehr sensibles Sprachempfinden. Wenn man diese Gedicht liest, stößt man zudem auf eine Fundgrube von unverbrauchten, unverfälschten Metaphern.
Seit nunmehr zwanzig Jahren schreibt die Schriftstellerin aus Püttlingen Gedichte. Sie bildete sich autodidaktisch fort und erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter 1995 einen Preis beim Internationalen Literaturwettbewerb in Benevento (Italien). Ihr erstes Buch „Vermisstenanzeige“ wurde vom Centro Europeo di Cultura in Rom mit dem Literaturpreis „Superpremio Cultura Lombarda“ ausgezeichnet. Für einen Text aus diesem Buch über die Aussöhnung von Christentum und Islam erhielt außerdem den zweiten Preis beim anerkannten Literaturwettbewerb Lev Tolstoj im Dezember 2001.
Auch ihr neues Buch enthält eine Vielzahl religiöser Themen und Bezüge. Aus jahreszeitlichen und naturmagischen Betrachtungen formt Vera Hewener außerdem ihre Dichtung. Natürlich wäre ein Lyrikband ohne eine Spiegelung menschlicher Gefühlswelt schlichtweg undenkbar. Die Dichterin scheut sich keineswegs, Themen wie Geburt und Tod, Liebe und Trauer in einer sehr persönlichen und anrührenden Form darzustellen. In einer Zeit, wo man nicht so gerne seine Emotionen nach außen kehren möchte, könnte man – leicht abgewandelt aus ihrem Text „Sehnsuchtsfänger“ – zitieren: „In diesen Zeilen fing sich, was lange ohne Heimat war!“
Georg Fox Wochenspiegel Völklingen v. 7.7.04


Ein Begleiter durch die Adventszeit
Stadt Püttlingen und Künstlerinitiative bieten Weihnachtskalender an
von Sz-mitarbeiterin beatrix hoffmann
Die zweite Auflage des Weihnachtskalenders mit Arbeiten der Künstlerinitiative Köllertal (KIK) liegt vor. Nach dem erfolgreichen Start im vergangnen Jahr ist jetzt wieder "Ein Begleiter durch die Advents- und Weihnachtszeit" erschienen.

Püttlingen. "Ich finde, es ist eine ganz, ganz tolle Sache", erklärte Bürgermeister Martin Speicher bei der Kalender-Vorstellung am vorigen Donnerstag im Püttlinger Rathaus. "Ich bin richtig stolz darauf", sagte Speicher und erzählte, dass er im letzten Jahr etwa 100 Exemplare verschenkt und verschickt habe.
Hinter verschneiten Tannen
Von überall her seien daraufhin positive Reaktionen gekommen. Zweiter guter Nebeneffekt ist, so Speicher, dass der Reinerlös aus dem Kalenderverkauf an eine bedürftige Familie im Köllertal geht. 800 Euro, sagte Mike Siebler, seien es beim letzten Mal gewesen, und man wolle dadurch auch Spender-Impulse geben. KIK-Sprecher Elmar Schirra begrüßt die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Püttlingen und der Künstlergruppe. Im vorigen Jahr gab es zur Weihnachtszeit eine Ausstellung mit allen Bildern und Objekten, die auf dem Kalender abgebildet sind. Diesmal stattet die KIK die Stadthalle aus. Zum Empfang des Bundespräsidenten stellen die Künstler eine Gemeinschaftsarbeit her - ein großer Wandbehang, der aus einzelnen Elementen zwischen Plexiglas besteht. Der Vorhang wird am 14. Dezember 2004 installiert.
Der Kalender ist auch ein Spiegelbild der verschiedenen Techniken, in denen sich die KIK-Mitglieder tummeln. So steuerten Margret Roeckner und Vera Hewener Gedichte bei. Erika Steimer und Birgit Schüller quilteten Sterne. Doris Mueller-Schlang malte eine Winterlandschaft in Pastell, und Ewald Maas zeigt auf seinem Ölbild ein idyllisches Haus hinter verschneiten Tannen. Sehr stimmungsvoll ist auch Helga Schäfers kleine Winter-Kirche in Aquarell. Paul Groß wählte ein ähnliches Motiv für sein Glasbild. In verschiedenen Techniken wird die Weihnachtsgeschichte erzählt, und zwar bei Anny Hoffmann in Styropordruck, bei Dany Treitz als Radierung und bei Michael Regnery in Form einer experimentellen Fotografie. Bei Brigitte von Teutul zeigen Kerzen die Hoffnung an, während Anna Elfriede Pohl in ihrer Arbeit bereits auf das künftige Leiden hindeutet und den Stern als Kreuz darstellt. Rosel Schirra und Monika Kempf gehen mit abstrakten Acrylbildern in die Weihnachtszeit. In Gitta Nießens fantasievoller Collage leuchtet eine CD als Kerzendocht. Therese Schmidt und Elisabeth Erz-Meyer sind mit Acrylgemälden vertreten und Dora Jost mit einer Gewebearbeit. Mit Elfriede Matzas Weihnachtskugel, den Krippenfiguren von Monika Himber und Ilse Ory, der Keramik von Hedi Mehle sind auch vierdimensionale Arbeiten im Kalender abgebildet. Das Besondere an diesem Kalender ist, dass er bis zum 6. Januar geht, also bis zum das Fest der Heiligen Drei Könige.
Weisen aus dem Morgenland
Mike Siebler setzte die drei Weisen aus dem Morgenland symbolisch um. Daneben sind wie eine Übersetzung die drei Könige noch einmal von Rosi Schumacher als Figuren dargestellt. Texte von Pfarrer Joachim Conrad machen den Kalender komplett.So erfahren wir beispielsweise, dass die Adventssonntage ursprünglich rückwärts von der vierten zur ersten Woche gezählt wurden und dass man zum dritten Advent das strenge Violett der Büßer zum Rosa abmilderte und die lieben Leute daraus prompt den "Schweinchensonntag" machten.
Der Kalender ist ab sofort zu fünf Euro erhältlich im Cafe Kühnen in Köllerbach, beim Kulturamt der Stadt, in der Werkstatt für kreatives Gestalten sowie in der Buchhandlung Balzert, Pickardstraße..


Saarbrücker Zeitung vom 12.12.04
Originelles Kunst-Projekt
Ein Teppich aus Bildern

Von SZ-Mitarbeiterin Beatrix Hoffmann
So hat der Bundespräsidenten-Besuch zu einem Kunstwerk geführt, das gleich 25 Urheber hat: 100 Einzel-Arbeiten zum Thema Winter und Weihnachten wurden zu einer Art großen Wandteppich zusammengefügt.

Das Foyer der Püttlinger Stadthalle erhält einen "Wandteppich" aus Arbeiten Köllertaler Künstler.
Püttlingen. Die Künstler von der "Künstlerintitiative Köllertal" (KiK) rollen für den Bundespräsidenten nicht den berühmten roten Teppich aus. Sie haben lieber einen wundervollen Wandteppich für den Empfang in der Püttlinger Stadthalle geschaffen. Und so kann Horst Köhler jetzt kommen.
25 Künstler und Kunsthandwerker aus dem Köllertal haben mit viel Fantasie und Können gemeinsam ein großes Kunstwerk für den Empfang des Bundespräsidenten in der Püttlinger Stadthalle geschaffen. In der alten Engelfanger Schule wurden die 100 Elemente zusammengetragen und in transparentes Plexiglas gebettet. Da wurde "gesprüht, geklebt und vorgefertigt", erläutert Mike Siebler, KIK-Mitglied sowie Leiter der Werkstatt für kreatives Gestalten in Köllerbach.
Viele Techniken vertreten
Gemeinsamer Nenner der einzelnen Arbeiten, die hier zusammengefasst wurden, ist das Thema, nämlich Winter und/oder Weihnacht. Was Stil und Technik anbelangt, siegt der Individualismus. Viele der KIK-Mitglieder malen. Doch die einen lieben es abstrakt, die anderen figürlich und wieder andere völlig frei. Es gibt Bilder in Aquarell, in Pastell und allerlei Mischtechniken. Collagen und Zeichnungen sind darunter, ebenso Drucke, Bildwerke aus Keramik, Stoff, und Tiffanyglas.
Elfriede Matza etwa nimmt für ihre dekorativen Stillleben echte Blätter. Ilse Ory stilisiert einen Tannenbaum. Eva Maas gibt sehr realistisch Hase, Hirsch und Reh dazu, und schon kommt ein wunderhübscher Winterwald zusammen. Und wenn dann noch Vera Hewener, die ebenso wie Margret Roeckner mit Worten malt, ein Gedicht verfasst, das mit den Zeilen beginnt: "das Grün der Täler verblasst", dann ist die Szenerie perfekt, die komplette Winterwald-Ecke ist nämlich sehr licht und transparent gestaltet.
Über dem Winterwald schwebt der wunderschöne gläserne Adventskranz von Tiffany-Künstler Paul Groß, und ganz oben am Himmel gibt es Mond und Sterne, die Hedi Mehle aus Keramik formte.
Auch weiter links im Wandbehang tut sich einiges. Da gibt es nämlich eine spezielle Winter- und Weihnachtslandschaft für Kinder - mit Pinguin (Ilse Ory) und Motorrollerwippe (Monika Himber) auf dem verschneiten Spielplatz. Rosel Schirra und Rosi Schumacher steuern die winterliche Umgebung mit tief verschneiten, weißen Feldern und matschigen Wegen bei.
Wie eine kostbare Weihnachtsüberraschung mit viel Glitzer, und man weiss nicht, was drin steckt, hat Monika Kempf ihre Quadrate verpackt. Die beiden Quilterinnen Erika Steimer und Birgit Schüller steuern einen großen und vier kleine Sterne bei, und Doris Müller-Schlang und Helga Schäfer bringen mit Blumen Wärme in die kühle Umgebung. Von Mike Siebler, unter dessen fachkundiger Anleitung aus den vielen kleinen Bildern ein tolles Gesamtkunstwerk komponiert wurde, ist mit nacht-dunklen Arbeiten, aus denen kleine, goldene Ecken verheissungsvoll blitzen, im Wandteppich vertreten.
Nicht alle einzelnen Bilder können hier genannt werden, schließlich kommen von jedem Künstler jeweils vier Puzzle-Teile. Neben den bereits genannten Kreativen haben auch Gitta Nießen, Hella Klein, Elisabeth Ertz-Meyer, Anny Hoffmann, Dora Jost, Elfriede Pohl, Erika Steimer und Therese Schmidt am Wandteppich mitgearbeitet.
Nur bis Sonntag zu sehen
Der Künstler-Teppich bleibt nur bis Sonntag im Foyer der Stadthalle hängen. Es ist geplant, ihn zu besonderen Anlässen zur Weihnachtszeit aufzuhängen. So könnte man sich beispielsweise auch das Kloster als temporären Standort vorstellen.


 


[Home] [Aktuelles] [Lesungen] [Künstlerinitiative] [Literatissimo 2011] [Poetik] [Gedichte nach Formen] [Gedichte nach Themen] [Prosa] [Bühnenstücke] [Bücher] [Bibliographie] [Biographie] [Auszeichnungen] [Presse] [Presse bis 2004] [Presse 2005] [Presse 2006] [Presse 2007] [Presse 2008] [Presse 2009] [Presse 2010] [Presse 2011] [Links] [Impressum]

Fruchtbares Feld

Gräser einer vergangenen Zeit
spriessen wie seltene Orchideen
aus dem Sand des Erlebten

Hast du dies fruchtbare Feld
je erblickt das du ersehntest

Und Jahr um Jahr
sich das Blühen über dem Beet verstreut
das du gedüngt mit den Antworten
die dich das Wachsen lehrte

Wo die Fragen verstummen
wird kein Same mehr sein

© Vera Hewener

Gedichte nach Themen:

Sonnengedichte  
Lichtgedichte
Reisegedichte  
Meergedichte
Stadtgedichte  
Rosengedichte
Gartengedichte  
Saarland-Gedichte  
Frühlingsgedichte
Sommergedichte
Herbstgedichte
Wintergedichte
Weihnachtsgedichte
Mariengedichte
Engelgedichte
Glaubensgedichte
Tiergedichte
Nachtgedichte
Zeitgedichte
Gegenwartsgedichte
Gegen Gewalt
Musikgedichte
Heitor Villa-Lobos
Tschaikowsky
Theodorakis  
Xarhakos  
Hadjidakis  
Chopin   Liszt
Schumann
Van-Gogh-Gedichte
Carolin-Isele-Gedichte
Französische Gedichte
Ungarische Gedichte
Italienische Gedichte

Gedichte nach Formen
Sonette  
Balladen
Oden
Akrostichon  
Distichon
Alexandriner  
Hexameter
Haikus und Tankas

Erzählungen

Cover Himmelsstürme04

“Himmels-
stürme”

Gedichte mit
Fotografien
Vera
Hewener

ISBN
978-3-
936554-00-3

logoKiK
logofda
cepaltamp7
Logo IGdA