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Literarisches Quartett sucht Gärten für Lesungen
Termine für 2010 stehen fest, Orte noch nicht – Nächster Auftritt am 23. April unter dem Motto „Knospenzauber“
Die Termine für das literarische Quartett stehen fest, doch noch werden Veranstaltungsorte gesucht. Auch sind Gedichtlesungen in Püttlinger Gärten geplant. Gartenbesitzer können sich beim Kulturamt melden.
Von SZ-Mitarbeiterin
Beatrix Hoffmann
Püttlingen. Nach einer Phase ohne öffentliche Auftritte startet das literarische Quartett jetzt wieder voll durch. Zum Saisonauftakt lasen Vera Hewener, Eva Dörr-Vieregge, Margret Roeckner und Georg Fox Winter-Gedichte im Püttlinger Café Kühnen und gaben unter der malerischen Überschrift „Literatur o. T. (ohne Titel)“ ein Gastspiel in der Saarbrücker Reihe „Kunststoffe“.
Auch die Termine für 2010 stehen alle. Vera Hewener hat die Termine in ihrem Kalender festgehalten, und blättert für uns durch die kommenden Monate. Das Wann stehe fest, nur über das Wo diskutiere man noch, und „es ist ja noch ein bisschen hin“, sagen die Vier.
Doch ehe wir ins Detail gehen, wirft Georg Fox ein: „Uns gibt es nicht nur im Rudel, sondern auch einzeln.“ Das bedeutet so viel wie: Zwischendrin hat sich bei jedem der vier Köllertaler Schriftsteller so Einiges getan. Fox beispielsweise hat zwei Filme zusammen mit Manuel Andrack gemacht und den Nichtsaarländer dabei in die saarländische Seele und Sprache eingeführt.
Vera Hewener hat an ihrem Gedichtsband „Himmelsstürme“ gearbeitet, an einen Verlag geschickt und beim „Printemps des Poètes“ einen Preis gewonnen. Vor Kurzem hat sie ihre Erfahrungen weiter gegeben und einen Schreibworkshop für Kinder im Kloster Heilig Kreuz angeboten. Margret Roeckner hatte bereits gleich am Tag nach dem Gespräch im Café Monroe in der Saarbrücker Herbergsgasse den nächsten Lesetermin. Und auch Eva Dörr-Vieregge hat in der Zwischenzeit „viel geschrieben, vor allem Kurzgeschichten und Gedichte“.
Nun zurück zum Quartett. Zur Planung der Gemeinschaftsaktivitäten treffen sich die vier Autoren bei Margret Roecker. Die Veranstaltungen werden in Zusammenarbeit mit der Stadt Püttlingen durchgeführt. So ist bei den Planungen auch immer ein Vertreter vom Püttlinger Kulturamt, wie Mike Siebler oder Klaus Pöss, dabei.
Im neuen Jahr sind wieder stimmungsvolle Veranstaltungen drinnen und draußen vorgesehen. Gleich dreimal, und zwar am 18. Juni, 30. Juli und am 27. August, will man in verschiedenen Personenkonstellationen Gedichte in Püttlinger Privatgärten vortragen.
Leute, die einen besonders schönen Garten haben, können sich dafür ab Januar beim Püttlinger Kulturamt melden. Blütenreich, mit dem Motto „Knospenzauber“ feiert das Quartett den Frühling am 23. April in Uhrmachers Haus. Die Veranstaltungsorte für die Mitsommerlesung am 2. Juli und die „Poesie im Mondschein“ werden noch festgelegt.
hof
Hallobock 04.03.2010 Katholische Erwachsenenbildung lädt zur Saar-Lor-Lux Lesung am 13.03. ein KULTUR INFO. „Couleur Femme“ ist das Motto des Dichterfrühlings, zu dem der Fachbereich Französisch der KEB Saarbrücken am Samstag, 13. März um 17:00 Uhr in die Ursulinenstraße 67 einlädt. Der Französischkurs befasst sich mit der französisch-ägyptischen Dichterin Andrée Chedid. Anschließend lesen renommierte Autoren aus der Saar-Lor-Lux-Region.
Der Lothringer Jean Louis Kieffer ist durch seine moselfränkischen Dichtungen besonders in den Grenzregionen bekannt geworden. Er ist der Vorsitzende der Mundartvereinigung „Gau en Griis“ und Preisträger mehrerer Mundartwettbewerbe. Alexandra Fixmer vertritt die französischsprachige moderne lyrische Dichtkunst in Luxemburg, ist im Vorstand des luxemburgischen Buchverlegerverbandes und publiziert auch in Kanada.
Die Saarländerin Vera Hewener veröffentlichte in Deutschland, Frankreich, Ungarn und in der Schweiz und erhielt mehrere Literaturpreise in Italien, Frankreich und Deutschland. Ihre Lyrik ist auch in deutschen Schulbüchern zu finden. Im April erscheint ihr neuestes Werk „Himmelsstürme“ in der edition Wort, Tholey-Hasborn.
SZ vom 15.03.10 Ein Abend mit Poesie von Frauen beim „Printemps des Poètes“
Saarbrücken. Seit 1999 wird in Frankreich mit dem „Printemps des Poètes“, dem Frühling der Dichter, der Poesie landesweit ein Ehrentag eingeräumt. In der ersten Märzhälfte werden unter einem bestimmten Motto öffentlich Lesungen, Wettbewerbe und Interpretationen von Gedichten zelebriert. Seit 2005 wird dieser „Printemps des Poètes“ auch bei uns begangen. Seither veranstaltet die Katholische Erwachsenenbildung in Saarbrücken einen Abend, in dem sich die Teilnehmer des Französischkurses der KEB einem französischen Dichter nähern und gleichzeitig auch Poeten der Grenzregion ihre Arbeiten vortragen.
Das Thema des „Printemps des Poètes“ in diesem Jahr lautete „Couleur Femme“ (Frauenfarbe). Dieses Motto stammt von einem Gedicht gleichen Namens der bretonischen Dichterin Guénane. Eingebettet in Klavierstücke von Robert Schumann, die von Werner Grothusmann vorgespielt wurden, trugen Kursteilnehmerinnen der KEB die zarten Gedichte der französisch-ägyptischen Dichterin Andrée Chedid vor – auf Französisch und Deutsch. Die stimmigen Übersetzungen stammten von der „Arbeitsgruppe Poesie“ der KEB.
Wie bereits in den vergangenen Jahren wurden im zweiten Teil des Abends lyrische Werke, ebenfalls zum Thema „Couleur Femme“, von Dichtern der Grenzregion vorgetragen. Alexandra Fixmer aus Luxemburg, Vera Hewener aus dem Saarland und Jean-Louis Kieffer aus Lothringen lasen aus ihren Werken. nba
hallobock 30.03.2010 Gartenpoesie zum Frühlingsbeginn im Haus Vita - Dichterin Vera Hewener entführte die Bewohner auf die Insel der Seligen
KULTUR INFO. Seit der Mensch sesshaft wurde, begann er, sich die Fruchtbarkeit der Erde zu Nutze zu machen. Der Anbau von Wildfrüchten bildete den Auftakt zur Jahrtausende alten Gartengeschichte. Die saarländische Vera Hewener ging ihr nach.
Zu Gast im Haus Vita zeichnete die saarländische Autorin ein historisches und lyrisches Panorama von den Anfängen des Gartenanbaus über Nutzgärten, Bauerngärten, Landgärten bis hin zur Gartenarchitektur des Barock. Die Bewohner freuten sich auf die Lesung nach dem langen Winter. Auf den Casinotischen blühten zarte Blumensträuße, die Zuhörer versanken lyrisch in Wiesentempeln, auf simulierten Waldwegen, in Buchsbaumteppichen und Rosengestaden. Von den Gärten der Semiramis wanderte Vera Hewener zur Insel der Seligen. In den Versen tauchte Shanghai ebenso auf die Hochwassermarke. „In kurzer Entfernung wirft der Matrose die Ankerleine/vertäut die Grenze einer Wirklichkeit/die den Himmel absucht nach Bestand//das Auge ahnt den Fingerzeig der Hochwassermarke…“. Weiter gings zu den Gärten des Olymps. Artemis spielte im Götterpark auf der Laute, Musen tanzten am Schäferbach. Im Garten Eden waltete Milde „in des Gartens ew’gen Hände/Samen streut den Segen der Natur/in geistliches Gelände/einer weiten Heimat“. Die Gartenkultur Roms flammte in den römischen Gärten der Villa Borg auf, der Rosengarten im Garten der Sinne verströmte einen betörenden Duft. Höfisch wurde es in der französischen Gartenkunst des Gartenbaumeisters André Le Notre. Im Chateau Monhoudou hörte man „Hörnerklang/Gebell einer Fuchsjagd“, der Fächer eines Pfaus federte „im Zeitwind über Brombeerranken.“ Gegen Ende der Lesung schimmerte der Frühling durch die Fenster des Casinos. Gänseblümchen reckten sich „nach dem Lichtmaß/aus dem der Frühling/seine Farben schöpft“. Es war der erste Sonnentag im diesjährigen Frühling, dem die Poesie der mit zahlreichen Literaturpreisen in Italien und Frankreich ausgezeichnete Schriftstellerin aus Püttlingen neues Wachstum verlieh. Wohlfühlatmosphäre hatte sich ausgebreitet, die Zuhörer bedankten sich und fragten gleich nach der nächsten Lesung. Diese findet am Mittwoch, 21.Juli um 16.00 Uhr unter dem Motto „Auch das Windflüstern schläft“ statt. Die Lesung ist bei freiem Eintritt öffentlich
www.hallobock.de 13.04.2010 Die linden Lüfte erwachen am 23. April um 19:30 Uhr im Uhrmachers Haus - Püttlinger literarisches Quartett öffnet poetische Schatzkammer über den Frühling
KULTUR INFO. Das Kulturamt der Stadt Püttlingen setzt die Reihe „Literatissimo“ in diesem Jahr wieder fort. Sie startet am Freitag, 23. April um 19:30 Uhr im Uhrmachers Haus im Püttlinger Ortsteil Köllerbach mit der Themenlesung „Knospenzauber“.
Nach der langen Winterpause gehen in Püttlingen die Buchdeckel wieder auf. Vier Püttlinger Schriftsteller öffnen ihre literarischen Schatzkammern. Die Veranstaltungsreihe beinhaltet 2010 Themen- und Gartenlesungen. Neu dabei ist, dass musikalische Beiträge der Musikschule Püttlingen das Programm bereichern werden. Geplant ist auch die Herausgabe der Gartengedichte über die Stadt Püttlingen in einem Buch. In den Themenlesungen rezitieren die Literaten Georg Fox, Eva Dörr-Vieregge, Margret Roeckner und Vera Hewener nicht nur eigene Dichtungen. Zu Gehör kommen auch die großen Klassiker und moderne Poesie.
Los geht es am Freitag, 23. April mit der Themenlesung „Knospenzauber“. Auf dem Programm stehen Themen wie Frühlingserwachen, Gartenkunst, Knospenzauber und Frühlingsgefühle. Auch die Poesie von Rilke, Mörike, Kästner oder Uhland lassen die linden Lüfte erwachen.
Auf poetische Spurensuche in den Privatgärten der Stadt gehen die Literaten am Freitag, 25. Juni im Garten von Hans Georg Müller. Es lesen Margret Roeckner und Eva Dörr-Vieregge. Am Freitag, 27. August lesen Georg Fox und Vera Hewener im Pfarrer-Rug-Park und im Schwesternhaus. Die Katholische Öffentliche Bücherei ist Gastgeber. Die Reihe endet am Freitag, 17. September mit der Themenlesung „Poesie im Mondschein“ im Pfarrheim Liebfrauen mit Margret Roeckner, Eva Doerr-Vieregge und Vera Hewener. Gastgeber wird dann die Katholische Bücherei Liebfrauen sein.
Saarbrücker Zeitung vom 15.4.10 Literarisch durchs Jahr Literatissimo-Reihe: Püttlinger Autoren startet in die neue Saison
In Püttlingen startet die beliebte Literatissimo-Reihe einheimischer Autoren. Den Anfang macht ein literarisches Begrüßen des Frühlings am 23. April in Uhrmachers Haus. Auch Gartenlesungen sind wieder dabei.
Von SZ-Mitarbeiterin Beatrix Hoffmann
Püttlingen. Die Püttlinger Literaten sind rege. Sie dichten und schreiben Geschichten. Sie bleiben nicht im stillen Kämmerlein, sondern sie präsentieren ihre Ergebnisse in der Öffentlichkeit. Zusammen ist man bekanntlich stark, und so treten Vera Hewener, Margret Roeckner, Eva Dörr-Vieregge und Georg Fox zu zweit oder zu viert an, und steigern so die Literatur zum Literatissimo. So darf man sie „literarisches Quartett“ nennen. „Einfach so“ habe sich das bei den Lesungen ergeben, die Brigitte Mann im Köllerbacher Café Kühnen organisiert hatte, schildert Margret Roeckner. Seit 2004 treffen sich die vier Autoren regelmäßig, inzwischen im Haus von Margret Roeckner oben auf dem Sommerberg in Köllerbach.
Beim Planen der öffentlichen Lesungen steht Klaus Pöss vom Püttlinger Kulturbüro mit Rat und Tat zur Seite. Die Stadt stellt auch Räume zur Verfügung, übernimmt Werbung und Pressearbeit. So hat Pöss zum Beispiel einen Flyer sowie ein Literatissimo-Plakat in Druck gegeben. 2006 gab es die ersten Literaturtage in Püttlingen und Köllerbach. Später kamen Lesungen in Privatgärten hinzu. Man habe das Konzept ständig verfeinert und verändert, erklärt Vera Hewener.
Literatissimo startet am Freitag, 23. April, 19.30 Uhr, unter der Überschrift: „Knospenzauber“ in Uhrmachers Haus in Köllerbach. Jeder der vier Literaten wird einen Themenschwerpunkt setzen. „Und jeder klinkt sich auch bei jedem ein“, sagt Eva Dörr-Vieregge. „Themenabend“ bedeutet aber auch, dass nicht zwangsläufig alles aus eigener Feder stammen muss. Es darf ruhig auch mal ein Gedicht von Rilke zitiert werden. Georg Fox obliegt bei dieser Lesung das „Frühlingserwachen“, Eva Dörr-Vieregge ist für die Rubrik „Frühlingsgefühle“ zuständig. Margret Roeckner will die „Sprache der Blumen“ entschlüsseln, und Vera Hewener wird sich der „Gartenkunst und Gartenarchitektur“ widmen. Ein Klavierschüler der Püttlinger Musikschule wird für den musikalischen Rahmen sorgen.
Stimmungsvoll werden die beiden Gartenlesungen, die im Sommer folgen. Die erste ist am Freitag, 25. Juni, 19.30 Uhr, im Garten von Pastor Hans-Georg Müller, den wir schon in unserer Reihe „der besondere Garten“ vorgestellt hatten (Weiherbergstraße 54 in Püttlingen). Im Spätsommer, und zwar am Freitag, 27. August, 19.30 Uhr, kommt man dann im Pfarrer-Rug-Park in der Sprenger Straße in Köllerbach zusammen. Das kleine Amphitheater in der Nähe der Martins-kirche bietet hier die perfekte Kulisse. Rita und Uwe Barth, die die öffentliche katholische Bücherei im ehemaligen Schwesternhaus in Köllerbach betreuen, werden bei dieser Veranstaltung in die Rolle der Gastgeber schlüpfen (falls es regnen sollte, zieht man in die Bücherei um).
Bei der Gartenlesung im Juni tragen Margret Roeckner und Eva Dörr-Vieregge Gedichte und Geschichten vor. Im August sind Georg Fox und Vera Hewener an der Reihe. Das Besondere der Gartenlesungen ist, dass die Autoren auch speziell für den Garten ein Gedicht verfassen.
Zum Abschluss der Saison geht es wieder rein in die gute Stube: Margret Roeckner, Vera Hewener und Eva Dörr-Vieregge werden in der katholischen Bücherei Liebfrauen am Freitag, 17. September, 19.30 Uhr, „Poesie im Mondschein“ präsentieren. Dieser Abend soll stimmungsvoll draußen im Dämmerlicht mit Blick auf Mond und Sterne starten.
Am Ende des Jahres soll aus den Literatissimo-Texten ein Buch werden. „Wir geben es in Druck“, verspricht Klaus Pöss vom Kulturbüro.
Infos im Püttlinger Kulturbüro, Tel. (0 68 98) 69 11 82.
Auf einen Blick
Die Literatissimo-Termine (immer freitags):
23. April: Themenlesung „Knospenzauber“, Uhrmachers Haus in Köllerbach.
25. Juni: Gartenlesung im Garten von Hans Georg Müller, Weiherbergstraße 54 in Püttlingen.
27. August: Gartenlesung im Pfarrer-Rug-Park.
17. September: Themenlesung „Poesie im Mondschein“ im Pfarrheim Liebfrauen, Püttlingen.
Beginn: je 19.30 Uhr
DieWoch 17.04.2010 „Auf Rosenteppichen wandern“
Poetischer Frühlingsbeginn mit Vera Hewener - Nächste Lesung am 23. April
KÖLLERTAL Eine lange Tafel mit Blumensträußen, leckerer Kuchen und Röstaroma zur Kaffeezeit lockten Bewohner und Gäste an. Eine große Familie versammelte sich im Casino. Die Hausleitung hatte zur Frühlingslesung mit der Köllertaler Dichterin Vera Hewener geladen.
Um Gärten kreisten die historischen Ausführungen, angefangen bei den Gärten der Semiramis, über die Insel der Seligen, hellenischen Volksgärten bis zur Gartenkunst des André Le Notre am Schloss Versailles zeichnete die saarländische Autorin ein Panorama des Gartenanbaus. Zu jeder Epoche las sie mal Gartenpoetisches, Mystisches, oder Frühlingshaftes. Nutzgärten, Bauerngärten und Landgärten blühten auf.
Im Klostergarten röhrte ein Hirsch, Rosen rügten die Staubindiskretion mit Duftentzug, Blumen wurden ins Graskleid gestickt. Auch die Bewässerungsprobleme der ägyptischen Hochgärten wurden zum Thema.
„In kurzer Entfernung wirft der Matrose die Ankerleine/vertäut die Grenze einer Wirklichkeit/die den Himmel absucht nach Bestand//das Auge ahnt den Fingerzeig der Hochwassermarke…“.
Auf Rosenteppichen wanderte die Autorin in römischen Gärten. Eine Bewohnerin fühlte sich an die Dichtung der deutschen Romantik erinnert, eine andere sah sich in den saarländischen „Volksgärten“ lustwandeln, denn auch dort war man Zaungast, etwa im Garten der Sinne, im Renaissancegarten Schloss Berg oder in den Privatgärten Püttlingens. Diese Gedichte entstanden während der Literatissimo-Veranstaltungen der Stadt Püttlingen.
Die Autorin aus Püttlingen teilte mit, dass diese Lesereihe am 23. April mit der Themenlesung „Knospenzauber“ in Uhrmachers Haus in Püttlingen-Köllerbach fortgesetzt wird. Auch dort dreht sich dann alles um den Frühling drehen. red./sam/Foto: Ver
Saarbrücker Zeitung vom 26.04.2010 Gedichte über Blumen zu Klaviermusik
Vier Autoren lasen beim „Knospenzauber“ in Uhrmachers Haus
Vier Autoren stellten ihre eigenen Gedichte und die berühmter Kollegen beim „Knospenzauber“ am Freitag in Uhrmachers Haus in Köllerbach vor. Die Gedichte rund um das Thema Blumen wurden von Klaviermusik untermalt.
Von SZ-Mitarbeiterin Beatrix Hoffmann
Köllerbach. Die grüne Wiese hinter Uhrmachers Haus hatte sich hübsch gemacht. So führte der Weg vom Parkplatz zum „Knospenzauber“ an Gänseblümchen, gelbem Ginster und blühenden Bäumen entlang. Das war eine nette Einstimmung auf die literarische Veranstaltung.
Die Poeten Margret Roeckner, Vera Hewener, Eva Dörr-Vieregge und Georg Fox (Fotos: SZ) hatten sich auf vier Podesten niedergelassen. Auf jeder Seite stand eins. Die Zuhörer saßen dazwischen wie in einem Kaffeehaus an vielen kleinen Tischen. So strömten die Worte aus vier Himmelsrichtungen auf sie ein.
Reihum stellten die Autoren eigene Gedichte und welche von berühmten Kollegen wie Erich Kästner, Rainer Maria Rilke und Johann Wolfgang von Goethe vor. Es gab vier Themenbereiche: Frühlingserwachen, Gartenkunst, Knospenzauber und Frühlingsgefühle. Sie gaben dem Programm Struktur. Stefan Leinenbach, Preisträger von „Jugend musiziert“ aus Riegelsberg, setzte am Klavier sehr eindrucksvolle Zäsuren.
Die Floristin Sonja Reichmann schlüpfte in die Rolle der Moderatorin. So ganz nebenbei erklärte sie, wie man Frühlingsgefühle durch bunten Blumenschmuck hervorlocken kann. Die Floristin hatte einen extravaganten Kranz vor sich liegen, frei gewunden aus Kirschblüten und Zweigen. Glockenblumen zierten die Zuhörertische. Noch mehr Blütenfülle zauberten die Gedichte herbei.
So stellte Eva Dörr-Vieregge hauchzarten zerknitterten Mohn in mondänem rot als ihre Lieblingsblume vor. Vera Hewener wandelte durch die Gärten der römischen Villa in Perl-Borg und Georg Fox schaute sich auf der Place de Vosges in Paris um, wo die Kastanien ihre Blätter im Herbst zu bunten Teppichen auslegen.
Hahnenfuß, Hibiskusblüten, Maßliebchen und viele mehr spielten mit. Margret Roeckner versetzte sich sogar in die Rolle des Löwenzahns. In einem anderen Gedicht belauschte sie das Gespräch der Rosen hinter ihrem Haus. So wurden nicht nur stimmungsvolle Gedichte, sondern auch originelle Sichtweisen präsentiert. Georg Fox brachte auch Impressionen aus Püttlingen mit. Da stellt der Kneipenwirt die Stühle aufs Pflaster und der Köllerbach gluckert. Damen mit vollen Einkaufstüten stöckeln vorbei, und der Bürgermeister schaut vom Rathausfenster auf den Frühling in der Stadt.
Eva Dörr-Vieregge zitierte ein Gedicht von Mascha Kaleko, in dem der Himmel blau, das Kleid neu und der Tag bürofrei ist und die Dichterin denkt: „Erst wenn man frei auf Bänken sitzen kann, dann ist es Zeit sich zu verlieben.“ Auszüge aus der Veranstaltung werden am Mittwoch, 5. Mai, um 18.50 Uhr im Kulturspiegel des SR gesendet
ansehen unter www.sr-mediathek.sr-online.de/index.php?selection=KS Kulturpiegel vom 06.05.2010
31.07.2010 www.hallobock.de
Im „Chateau“ Vita am Rotenbühl lebten alte Schlossgeister auf - Püttlinger Schriftstellerin Vera Hewener parlierte und rezitierte über müßige Stunden
SAARBRÜCKEN. Die Wohnungen sind längst belegt. In der Seniorenresidenz Haus Vita am Saarbrücker Rotenbühl gibt es Wartezeiten. Hausdamen sorgen für Annehmlichkeiten und die notwendige Unterstützung im Bedarfsfall. Zum Programm gehört auch eine Lesung mit der saarländischen Autorin Vera Hewener. Mit Ausführungen über die Zeit begann die müßige Stunde der Poesie, ergänzt mit Zitaten von Humboldt, Seneca und Geißler. Haikus wie „Die Stunde reibt sich/ auf im trockenen Asphalt/ meine Uhr steht still“ und Gedichten mit Versen wie „Und Jahr um Jahr/ sich das Blühen über dem Beet verstreut/ das du gedüngt mit den Antworten/ die dich das Wachsen lehrte“ legten den Nährboden für Reflektionen. Zu erfahren war, dass der Ausspruch „die Uhr ist abgelaufen“, auf Wasseruhren zurückgeht, die bei den Griechen im dritten Jahrhundert vor Christi die Redezeit vor Gericht begrenzten. Der Geschichte der Zeitmessung folgte die Betrachtung über die Tageszeiten. Die Saarbrücker Innenstadt wurde zum Schauplatz der Poesie, etwa im Gedicht „Mittagsdissonanz“ über die Saarwiese hinter dem Staatstheater: „Der Sonnenstand kulminiert,/ das Zeitgespinst glüht unter der Belichtung,/ trifft auf Mörtelzeichnungen, auf Häuserreihen,/ auf das Staatstheater, das angegraut und benommen/ zusammenzuckt…“. Das Gedicht gehört zu einem Zyklus über Saarbrücken, das die Autorin anlässlich der 1000-Jahr Feier der Landeshauptstadt geschrieben hatte. Weiter gings mit müßigen Stunden am Nachmittag. Die Wege führten zum Bostalsee, wo Wildentenflaum über Pflastersteine tändelte, in der Rue de Rivoli spülte die Seine den Staub der Eile fort und im Loiretal servierte die Vicomtesse de Monhoudou Schlossgästen ihres Chateaus Kaffee, stiegen im Gesellschaftszimmer Schlossgenerationen aus Wandportraits für den Plausch mit der Aristokratie.
Das Buch „Himmelsstürme“ von Vera Hewener ist noch druckfrisch und gerade in den Buchhandel gekommen. Erschienen ist es in der Edition Wort mit Sitz in Bitburg, ISBN 978-3-936554-00-3 zum Preis von 14,50€. Die nächste Lesung der über die Landesgrenzen hinaus bekannten Autorin und Preisträgerin internationaler Literaturpreise ist am 27. August um 19.30 Uhr im Pfarrer-Rug-Park in Püttlingen, wo Hewener in der Reihe „Literatissimo“ gemeinsam mit Georg Fox liest.
17.08.2010 www.input-aktuell.de Internet-Tageszeitung des Dreiländereck Deutschland-Ostbelgien-Luxemburg „Himmelsstürme“ – Neues Buch der saarländischen Autorin Vera Hewener
Bitburg/D. „Himmelsstürme“ ist das siebte Buch von Vera Hewener, das im Buchhandel erhältlich ist. Es widmet sich verstärkt Naturereignissen. Motive sind das Meer, das Leben in der Stadt und auf dem Land, zwischenmenschliche Beziehungen, Gärten oder die Jahreszeiten.
Als Verleger legt Bernd Leidinger Wert auf eine sorgfältige Auswahl der Manuskripte. Die Anzahl der Autoren seines Kleinverlages edition Wort ist daher nicht übermäßig groß, dafür aber exklusiv. Jetzt gelang es ihm, die mit internationalen Literaturpreisen in Italien und Frankreich ausgezeichnete saarländische Autorin Vera Hewener in sein Verlagsprogramm aufzunehmen. Vere Hewener zeichnet stimmungsvolle, impressionistische und frische Sprachbilder, die gleichzeitig auch Sinnbilder alltäglicher Erfahrungen sind. Sowohl freie als auch gebundene Formen wie Sonette, Haikus, Tankas oder Balladen finden sich in dem 136 Seiten umfassenden Gedichtband, der mit Fotografien sehr ansprechend aufgelockert ist. Das Buch ist eine gelungene Symbiose aus Dichtung und Fotografie. Nichts wird überlagert, was sicher auch an den Schwarzweißaufnahmen liegt. Die Sprache selbst ist überaus bildhaft mit einem sicheren Gespür für lyrisches Gestaltungsvermögen, leicht und dabei doch reich an einer Metaphorik, die nicht verklausuliert, sondern die es ermöglicht, hinter die Sprachbilder zu schauen. Sie lässt die Erkenntnis des Lesers zu ohne zu beschweren oder zu bagatellisieren. Das Buch lädt zum Nachdenken und Schmunzeln gleichermaßen ein, denn die Autorin hat auch Tiergedichte eingearbeitet, in denen sie humorvoll tierisch-menschliche Eigenschaften unter die poetische Lupe nimmt. Stürme ziehen sich durch alle Kapitel. Sie sind mal Natur-, Liebes- oder Lebensstürme.
Info: Himmelsstürme. Vera Hewener. Gedichte mit Fotografien. edition Wort Verlag. Worte & Kunst. Bitburg 2010. ISBN 978-3-936554-40-3. 14,50 €.
Saarbrücker Zeitung 30.08.2010
Flaschengeister, Nebelfrauen und Bücherwürmer
Rund 100 Besucher ließen sich von den beiden Autoren Vera Hewener und Georg Fox selbst verfasste Geschichten und Gedichte vorlesen
Die Veranstaltungsreihe Literatissimo des Püttlinger Kulturamts fand am Freitagabend im Schwesternhaus statt. Ein idealer Ort, um die Geister der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft zu locken. Gut 100 Zuhörer kamen, um sich zum vorletzten Mal in diesem Jahr vorlesen zu lassen.
Von SZ-Mitarbeiter Walter Faas
Püttlingen. Vera Hewener und Georg Fox sind bekannte Püttlinger Autoren. Eigentlich sollten sie am Freitagabend im Pfarrer- Rug-Park Köllerbach selbst verfasste Geschichten und Gedichte um Burg Bucherbach, die Martinskirche, das Schwesternhaus und die historischen Pfarrhäuser in der Nachbarschaft lesen.
Für die Wiese war es jedoch an diesem Abend nicht lauschig genug, fürs Schwesternhaus schon. Ein Ort mit Geschichte, denkmalgeschützt, schön restauriert, mit Blick auf die Martinskirche: Wohlfühl-Ambiente! Die katholische öffentliche Bücherei (KÖB) befindet sich im Haus. Was könnte besser zu Literatissimo passen als tausende von Büchern?
Sparsam wird zu den einzelnen Stationen der Lesung Musik eingespielt, etwa „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“ aus der Kantate „Actus tragicus“ von Johann Sebastian Bach.
Sich vorlesen zu lassen, ist ebenfalls gut verbrachte Zeit: Norbert Rupp, Polizeibeamter, Freizeit-Politiker und Beigeordneter der Stadt Püttlingen, bringt das am Ende einer spannenden Lesestunde mit folgenden Worten auf den Punkt: „Aus Stress ist Ruhe geworden. Das hat man im Raum auch gespürt.“
Im Wechsel, in Hochsprache wie in Mundart, ausgehend vom Schwesternhaus, seiner näheren und ferneren Umgebung, drehen sich die Texte um Menschen, Tiere und Pflanzen, um Jahreszeiten, Be- und Empfindlichkeiten, um Erinnerungen, Phantasien und Emotionen. Lauschigen Lauben werden surreale Bilder gegenübergestellt, von Burg- und Flaschengeistern, Nebelfrauen, Bücherwürmern, Leseratten, Tag- und Nachtträumern. Zeitkritik wird formuliert, etwa: „Wenn Liebe zur Unvernunft und Kinder zum Armutsrisiko werden“. In unterschiedlichen Schattierungen wird immer wieder das „Gligg im Kellerdal“ beschrieben. Das Publikum genießt es, „äänfach“ nur zuzuhören. Am Ende bleibt genügend Zeit, den Abend mit einem kleinen Umtrunk im angeregten Gespräch ausklingen zu lassen und sich auf den Abschluss (für dieses Jahr) von Literatissimo unter dem Motto „Poesie im Mondschein“ zu freuen – am Freitag, 17. September, um 19.30 Uhr beim Pfarrheim Liebfrauen in Püttlingen.
Heusweiler Wochenpost KW 35/10 1.09.10 Bezaubernde Sprache bei "Literatissimo" Texte mit wunderbaren Bezügen zur Heimat im Köllertal!
An diesem Leseabend wurde es sehr eng im großen Saal des Schwesterhauses von Köllerbach. Für die Veranstaltung LITERATISSIMO hatte das Kulturbüro der Stadt Püttlingen Vera Hewener und Georg Fox verpflichtet. Das Lese-Duo hat bereits eine ganze Reihe von Büchern publiziert und zeigte sehr einfühlsam, wie man die Welt mit Sprache in Texte verpacken kann. Beigeordneter Norbert Rupp begrüßte die zahlreichen Zuhörer/innen, denn die Besucher waren zu diesem Vortrag trotz der schlechten Wetterlage geströmt. Frau Hewener präsentierte dabei ihre Inspirationen in Sprachbilder, die auch gleichzeitig Sinnbilder alltäglicher Erfahrungen sind. Mit einem sehr gewählten Wortspiel gab sie manchen Beobachtungen des Alltags eine symbolische Bedeutung. Ihre geschichtliche Würdigung des Pfarrers Karl Rug, der zur bekennenden Kirche gehörte, schaffte einen wichtigen Bezugspunkt, um auch den jüngeren Zuhörern Begriffe wie "rote Zone, Evakuierung, Krieg" zu vermitteln. Georg Fox, Kulturpreisträger des ehem. Stadtverbandes, blieb in seinen Texten sehr bodenständig und nutzt seine intensiven Kenntnisse der literarischen Gattungen für höchst originelle Neuschöpfungen. Besonders auffällig war bei dieser Lesung, wie es ihm gelang, seine Heimat in viele Texte einzubinden. "Bucherbach-Ballade" hieß einer seiner Texte, wo er sehr geistreich die Sagenwelt des Köllertals zu einem Erzählgedicht umformte. Fox schaffte es in unnachahmlicher Art, mit seinen Texten die persönliche Verbundenheit zu seiner Heimat durch eine sehr sensible Sprache auszudrücken. Hinzu kam, dass Fox über eine gute Portion Wortwitz verfügt, welche dieser Lesung eine heitere und lockere Note verlieh.
Diese Veranstaltung war auch ein Beweis dafür, dass für Heimatliteratur ein großes Interesse besteht. Die Besucher waren jedenfalls von der Literatissimo-Veranstaltung begeistert. Die nächste und letzte Folge von LITERATISSIMO findet am 17.09. um 19.30 Uhr im Pfarrheim Liebfrauen in Püttlingen statt. Dann lesen Margret Roeckner, Vera Hewener und Eva Dörr-Vieregge. Für Georg Fox steht als nächster Termin eine Lesung im Jagdschloss Karlsbrunn am 08.10., 19.00 Uhr auf seinem Terminplan. Dort möchte er auch aus seinem großen Mundartrepertoire lesen, das im Schwesternhaus etwas zu kurz kam
Donnerstag, 02. September 2010 um 13:31 Uhr HELMUTH BOCK Kultur Info
Literatur in der “Roten Zone“ Köllerbachs - Vera Hewener und Georg Fox lasen im vollbesetzten Schwesternhaus
PÜTTLINGEN. Eigentlich war der Leseort der Pfarrer-Rug-Park. Wetterbedingt füllte jedoch die vorletzte Station der Literatissimo-Reihe der Stadt Püttlingen mit den bekannten Schriftstellern aus Püttlingen das Schwesternhaus bis auf den letzten Platz. Der Beigeordnete der Stadt Püttlingen Norbert Rupp bedankte sich am Ende der Lesung mit den Worten: „Aus Stress ist Ruhe geworden. Das hat man im Raum auch gespürt.“ Zuvor hatte er verkündet, keine Zeit zu haben, um der Veranstaltung bis zum Schluss beiwohnen zu können.
Eingeleitet wurde der Leseabend von Heweners historischem Rückblick in die Zeit vor dem zweiten Weltkrieg. Dass Karl Ludwig Rug die Barmener Erklärung mitgetragen hatte und sich gegen das Naziregime stellte, war eine der Ausführungen. Dass das Straflager in Etzenhofen auf Hermann Röchling zurückging, war vielen nicht bekannt. Die Widmungsgedichte Heweners unterstrichen dies. Das Gedicht „Tochter Zion“ bezog die Jesaja-Verse mit ein. Versatzstücke aus dem alten Testament tauchten auf, die Martinskirche wurde zum Schauplatz europäischer Gesinnung: „Karl-Ludwig Rug/würde Johannes Hoffmann die Hand reichen/Robert Schuman war hier.“ Georg Fox knüpfte seine Widmungsgedichte an die Gegenwart. In der Bucherbach-Ballade unterstrich er seine Verbundenheit zur Heimat. In seinen Sprachbildern suchte er immer wieder das „Gligg im Kellerdal“.
Amüsant waren die Tiergedichte. Bei Vera Hewener hatte ein Reh die Hufe verrenkt, als ihm der „goldene Bock“ gegenüber trat. Als ein Frischling den werbenden Keiler in flagranti ertappte, grunzte es „Glück gehabt, dem Schwein wäre ich fast in die Falle getappt“. Bei Georg Fox wurde in einer Bank so mancher Bock geschossen, ein Regenwurm schlängelte sich von der Burg Bucherbach in die Katholische Bücherei im Schwesternhaus und wurde zum Bücherwurm, wo er auf eine Leseratte traf.
So ging es Schlag auf Schlag. Auf gehobene Sprache folgten Allegorien, auf hochdeutsche Gedichte die saarländische Mundart. Eine intensive Aufmerksamkeit des Publikums war den beiden Autoren gewiss. Sonderapplaus erntete Georg Fox für seine Regenwurm-Ballade, Vera Hewener für das zeitkritische Gedicht „Mutterrechte“.
Norbert Rupp war angetan und er bekräftigte, dass diese Kulturreihe auch 2011 weitergeführt wird. Die nächste Lesung der Literatissimo-Reihe findet am Freitag, 17. September im Pfarrheim Liebfrauen in Püttlingen statt. Dann steht Poesie im Mondschein im Mittelpunkt. Es lesen Margret Roeckner, Vera Hewener und Eva Dörr-Vieregge.
10.11.10 Der Patriot. Lippstadt
18 Kerzen zur Erinnerung
Schüler der Lippstädter Gymnasien gedachten der Opfer der Reichspogromnacht im Jahr 1938
Lippstadt - Max Bendheim, Ludwig Levy und Paul Mosberg sind nur drei der Namen der insgesamt 18 Lippstädter Juden, die in der Reichspogromnnacht vom 9. auf den 10. November 1938 in „Schutzhaft“ genommen und in das Konzentrationslager Oranienburg gebracht wurden. 18 Kerzen am Fuße des jüdischen Erinnerungszeichens in der Rathausstraße erinnerten vorgestern abend an ihr Schicksal. Aufgestellt wurden die Lichter von Schülern und Schülerinnen des Gymnasiums Schloß Overhagen, die gleichzeitig die Namen der Lippstädter Opfer des Nationalsozialismus vorlasen.
Vorausgegangen war der Aktion eine gut besuchte Gedenkveranstaltung im Rathaussaal, die das Stadtarchiv in Zusammenarbeit mit den Schulen organisiert hatte. Mit Texten und musikalischen Darbietung erinnerten die Mitwirkenden an die schlimmen Ereignisse der Nacht im Jahr 1938. „Die Reichspogromnacht hat überall stattgefunden, auch in Lippstadt gab es Beispiele für Rassismus“, merkte Bürgermeister Sommer an. Zudem machte er auf die tragische Geschichte der jüdischen Gemeinde in Lippstadt aufmerksam, deren Synagoge in der schicksalhaften Nacht in Flammen aufging und die so die Zeit des Nationalsozialismus nicht überdauerte.
„Da draußen wachsen Parolen aus alten Tagen der Väter, den Tagen der Täter aus Deutschland“, rezitierten vier Schülerinnen des Evangelischen Gymnasiums ein Gedicht von Vera Hewener. Es ist an Paul Celans berühmte „Todesfuge“ angelehnt und soll vor einem erneuten Aufkeimen des nationalistischen Gedankenguts warnen.
In der Gedenkstunde gab es aber auch Zeit für hoffnungsvollere Töne. So sang der Vokalpraktische Kurs der Marienschule mit „Hevenu Shalom alejchem - Shalom chaverim“ israelische Friedenslieder. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Ausstellung „Steine gegen das Vergessen“, von den Kunstkursen der Marienschule und des Ostendorf-Gymnasiums.
15. November 2010 HELMUTH BOCK Kultur Info „Himmelsstürme“ - Meisterliche Lyrik der Püttlinger Autorin Vera Hewener begeisterte PÜTTLINGEN. Christina Barbian von der Buchhandlung Balzert-Stein in Püttlingen richtete die Buchpräsentation „Himmelsstürme“ von Vera Hewener aus. Literarische Dekoration bildeten die „Blattwerke“ aus der Literatissimo-Reihe.
Das Engagement der Buchhandlung Balzert-Stein geht weit über das Geschäftsinteresse hinaus. Hier ist man mit Büchern aufgewachsen und zutiefst verwurzelt. Etwa als Jurymitglied der Vorlesewettbewerbe in den Grundschulen der Stadt Püttlingen, als Organisator des literarischen Advents mit Lesungen in der Buchhandlung oder als Pate bei den Literatissimo-Gartenlesungen der Stadt Püttlingen. Die Buchhandlung Balzert-Stein gibt die Textdrucke der Widmungsgedichte, die sog. „Blattwerke“ heraus, die bei dieser Lesung von Vera Hewener von einem Pfeiler des Raumes herabhängen wie von einem Baum.
Auch Püttlingens Bürgermeister Martin Speicher ist ein Freund der Literatur. In seiner Begrüßung unterstrich er die vielfältige Kultur in der Köllertalstadt, die vor wenigen Wochen mit der Jubiläumsveranstaltung der Künstlerinitiative Köllertal einen herausragenden Höhepunkt feierte. Vera Hewener ist Mitglied dieser Künstlerinitiative und dort für die Pressearbeit zuständig. Er sei gerne gekommen, sagte Speicher, der von einer anderen Feier herbei geeilt war. Das Buch habe er an den Abenden zuvor gelesen. Seine Begeisterung für das neue Buch der Püttlinger Autorin fasste er so zusammen: „Ortsnamen der Stadt Püttlingen werden angesprochen, die Liebe zur Heimat taucht immer wieder auf. Und wie Vera Hewener schreibt, das ist meisterlich“.
Elmar Schirra stellte das Buch vor, fand den Einband ganz besonders gelungen. Das Coverbild wie alle anderen Fotoaufnahmen stammen von der Autorin selbst. Elmar Schirra erklärte die Form des Sonetts und rezitierte beispielhaft das Titelgedicht „Himmelsstürme“. Anschließend las Vera Hewener mehrere Gedichte und machte so Lust auf mehr.
Neben vielen Sonetten finden sich Haikus, Tankas, Balladen und moderne Formen der Lyrik in dem 136 Seiten umfassenden Band, der auch alle Gedichte enthält, die Hewener für die Literatissimo-Lesungen geschrieben hat. Stürme ziehen sich durch alle Kapitel als Meeres-, Natur-, Liebes- oder Lebensstürme. Neu ist das Genre Tiergedichte. In Tiergedichten könne man einfache Wahrheiten sagen, die man heute so nicht mehr sagen könne, erklärt Hewener. Der Leser könne so auf Anhieb verstehen, wenn auch die tiefere Bedeutungsebene sich häufig erst nach mehrmaligem Lesen erschließe.
Zur stimmungsvollen Buchpräsentation trug die musikalische Umrahmung bei. Reginald Weisgerber spielte mit viel Einfühlungsvermögen technisch gekonnt auf dem Saxophon beschwingte Melodien wie „Copacabana“ oder „Hello Dolly“.
"Himmelsstürme" - Vera Hewener - Gedichte mit Fotografien im edition Wort Verlag Worte & Kunst, Bitburg 2010 - ISBN 978-3-936554-40-3 - 14,50 €.
SZ, 18.11.2010 Lebens- und Liebesstürme
Vera Hewener stellte ihren neuesten Lyrikband vor
Von heiter bis stürmisch. Im neuen Lyrikband „Himmelsstürme“ von Vera Hewener geht es um Gärten, Reisen, um Impressionen und um die Liebe. Sie feierte die Premiere ihres Buches in der Buchhandlung Balzert.
Püttlingen. Der literarische Herbst wirbelt durch Püttlingen, und die Autorin Vera Hewener (Foto: Jenal) mischt mit: In der Buchhandlung Balzert feierte man die Premiere von Heweners Lyrikband „Himmelsstürme“, der über 150 Gedichte aus den letzten drei Jahren enthält.
In ihrem Buch geht es um Gärten, Reisen, Jahreszeiten, um Impressionen aus Püttlingen, um das Meer und um die Liebe. Es ist ihr siebtes Buch. Die Bitburger edition Wort gibt es in der Reihe Worte & Kunst heraus.
Das neueste sind die Tiergedichte. „Plötzlich war da der Gedanke“, sagt sie „mal was Lustiges zu schreiben, etwas, das man gut verstehen kann.“ Im Urlaub fing sie damit an. So zum Zeitvertreib reimte sie: „Eine Häsin aus Saarbrücken, wollte ihre Stube schmücken...“ Der Titel „Himmelstürme“ passte wunderbar zum Wetter bei der Buchvorstellung. Wie ein roter Faden zieht sich das Sturmmotiv durch die Gedichte. Lebensstürme, Naturstürme, Liebesstürme. Für die Leben- & Lieben-Gedichte hat Vera Hewener eine sehr freie Form gewählt. Ohne Punkt und Komma, freifließend und assoziativ.
Sie liebt auch das klassische Sonett. Eine Form, die Laudator Elmar Schirra, der langjährige Vorsitzende der Köllertaler Künstlerinitiative, als „Gefäß tiefer Gedanken“ charakterisierte. Schirra zitierte: „Als wenn ein dunkles Blau den Himmelsbogen / nach unten zieht, verhakt, vertäut und spannt.“ aus dem Titelgedicht „Himmelstürme“. Er sprach auch über die Fotografien, die die Autorin ihrem neuen Gedichtband beigegeben hat. Wie kleine Zäsuren stecken die stimmungsvollen Schwarzweißaufnahmen zwischen den Gedichten. Sie geben dem Leser Zeit und Raum. Bürgermeister Martin Speicher, der schon vorab in dem neuen Buch schmökern durfte, haben es die Haikus über Etzenhofen angetan. Hewener liebt Haikus, weil sie darin ganz viele kleine Impressionen einfangen kann.
„Haikus sind Blitzlichter, die der Leser ja immer selbst am Schluss vervollständigt“, erklärt sie. „Damit Sie Lust bekommen das Buch zu lesen, habe ich eine kleine Auswahl getroffen“, sagt sie, und dann führt sie die Gäste der Buchvorstellung in die Dünen von Archachon und in den Püttlinger Schlossgarten. Sie liest auch das „Septemberlied“, das vom Tannenbrand im Wiesenhag erzählt und einem Garten in der Ritterstraße gewidmet ist.
Vera Hewener kann wunderbar vorlesen, rhythmisch und mit schöner Aussprache. Sie erzählt, sie habe mit 13 in einer Band gesungen, und so schon früh mit Stimmtraining begonnen. Bei der Buchvorstellung setzt ihr Bruder Reginald Weisgerber am Saxofon musikalische Akzente. Buchhändlerin Christina Barbian hat handschriftliche Gartengedichte aus der Püttlinger Literatissimo-Reihe aufgehängt. So fügte sich eins zum anderen und ergab einen sehr poetischen Abend. hof
Vera Hewener: Himmelsstürme. Gedichte mit Fotografien. Edition Wort. Reihe Worte & Kunst. Bitburg 2010. 14.50 Euro
Öffentlicher Anzeiger Püttlingen 02.12.2010 Meisterliche Lyrik von Vera Hewener Püttlinger Autorin begeisterte mit ihrem neuem Buch „Himmelsstürme“ die Besucher der Buchhandlung Balzert-Stein
Auch Bürgermeister Martin Speicher ist Literaturfreund. Gerne war er zur Präsentation von Vera Heweners neuem Werk „Himmelsstürme“ in die Buchhandlung Balzert-Stein gekommen – sein persönliches Urteil: „Meisterlich!“
Das Engagement der Buchhandlung Balzert-Stein geht weit über das Geschäftsinteresse hinaus, etwa als Jurymitglied der Vorlesewettbewerbe in den Grundschulen der Stadt Püttlingen, mit Lesungen in der Buchhandlung oder als Pate bei den Literatissimo-Gartenlesungen der Stadt Püttlingen. Balzert-Stein gab auch die Textdrucke der Widmungsgedichte, die sog. „Blattwerke“ heraus. Sie dekorieren an diesem Abend den Raum, hängen von einem Pfeiler wie von einem Baum herab. Auch Bürgermeister Martin Speicher ist ein Freund der Literatur. In seiner Begrüßung unterstrich er die vielfältige Kultur in der Köllertalstadt, die vor wenigen Wochen mit der Jubiläumsveranstaltung der Künstlerinitiative Köllertal, der auch Vera Hewener angehört, einen herausragenden Höhepunkt feierte. Das Buch habe er an den Abenden zuvor gelesen. Seine Begeisterung dafür fasste er so zusammen: „Ortsnamen der Stadt Püttlingen werden angesprochen, die Liebe zur Heimat taucht immer wieder auf. Und Vera Hewener schreibt meisterlich“. Elmar Schirra stellte das Buch vor, fand den Einband ganz besonders gelungen. Das Coverbild, wie alle anderen Fotos, stammen von der Autorin selbst. Elmar Schirra erklärte die Form des Sonetts und rezitierte beispielhaft das Titelgedicht „Himmelsstürme“. Anschließend las Vera Hewener selbst und machte damit Lust auf mehr. Neben vielen Sonetten finden sich Haikus, Tankas, Balladen und moderne Formen der Lyrik in dem 136 Seiten umfassenden Band, der auch alle Gedichte enthält, die Vera Hewener für die Literatissimo-Lesungen geschrieben hat. Stürme ziehen sich durch alle Kapitel als Meeres-, Natur-, Liebes- oder Lebensstürme. Neu ist das Genre Tiergedichte. In Tiergedichten könne man einfache Wahrheiten sagen, die man heute so nicht mehr sagen könne, erklärt Vera Hewener. Der Leser könne so auf Anhieb verstehen, wenn auch die tiefere Bedeutungsebene sich häufig erst nach mehrmaligem Lesen erschließe. Zur stimmungsvollen Präsentation trug auch die einfühlsame und beschwingte musikalische Umrahmung durch den Saxophonisten Reginald Weisgerber bei.
09. Dezember 2010 Wochenspiegel Mit Sprachwitz und Charme Neuerscheinung „Himmelsstürme“ von Vera Hewener wurde begeistert aufgenommen
SAARWELLINGEN. In der Buchhandlung Balzert-Stein flackern Windlichter in kleinen Laternen und stimmen auf einen poetischen Abend mit der in Saarwellingen geborenen und aufgewachsenen Lyrikerin Vera Hewener ein.
Gekommen war auch der Bürgermeister der Köllertalstadt Püttlingen, Martin Speicher. Der Germanist war begeistert. Er hatte das Buch bereits gelesen. Besonders berührt hatten ihn die Gedichte über seine Stadt, die in vielen Facetten der Dichtkunst von Vera Hewener immer wieder auftauchen: „Mild nenn ich dich Etzenhofen / wie du da liegst mit deinen Straßen / inmitten ungezwungener Wiesen“, zitierte er aus dem Gedicht „Verschiebungen“. Auch die Haikus versprühten Charme, „Blitzlichter“, wie die Autorin sie bezeichnete, die den Leser zur Vervollständigung verführen sollen. Sie leiten alle Kapitel ein, so auch die Stadt- und Landgedichte über das Köllertal: „Auf Fenstersimsen / stöhnen fleißige Tauben / Post kommt von oben“.
Gefäß tiefer Gedanken Laudator Elmar Schirra, Schulleiter im Ruhestand, sprach von den Sonetten als „Gefäß tiefer Gedanken“. Ihn hatte auch die Aufmachung des Lyrikbandes sehr angesprochen, angefangen vom Einband bis zu den Schwarzweißaufnahmen, die dem Leser Zeit lassen, die Gedichte auf sich wirken zu lassen. Er zitierte das Sonett Himmelsstürme: „Als wenn ein dunkles Blau den Himmelsbogen/nach unten zieht, verhakt, vertäut und spannt / am Meeresgrund, der das schwere Band/nur halten kann, weil er es aufgesogen, / als fühlt er um das Nass sich halb betrogen, / saugt er es heftig aus der Wolkenwand, / bis alle Spuren in ihm eingebrannt / und alle Schwindel in ihm aufgeflogen“.
Das Sturmmotiv durchzieht das neue Buch wie ein roter Faden Das Sturmmotiv durchzieht das neue Buch von Vera Hewener wie ein roter Faden und beleuchtet die heiteren und bewölkten Seiten des Lebens, der Liebe und der Natur. Vera Hewener verwendet dabei sowohl klassische Formen als auch frei fließende, assoziative Formen, mal sprachgewaltig, mit Witz und Charme, mal traumhaft zart und impressionistisch. Vielseitigkeit ist ein Kennzeichen der Schriftstellerin, die in Italien und Frankreich mehrfach ausgezeichnet wurde. Tief beeindruckt war man auch von der Art des Vortrages. Sie könne wunderbar lesen, meinte eine Dame aus dem Publikum, ihre Stimme vertiefe das Empfinden beim Zuhören.
Stimmungsvolle Präsentation Zur stimmungsvollen Buchpräsentation trug der Beitrag des ehemaligen Dirigenten des Musikvereins Harmonie 1891 Saarwellingen und Bandleader Reginald Weisgerber bei. Er spielte auf dem Saxophon mit viel Einfühlungsvermögen technisch gekonnt beschwingte Melodien wie „Copacabana“ oder „Spanish Eyes“.
„Himmelsstürme“. Gedichte mit Fotografien. Vera Hewener. edition Wort-Verlag Bitburg 2010. Reihe Worte & Kunst. ISBN 978-3-936554-40-3. 14,50 Euro.
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