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Saarbrücker Zeitung Erschienen:13.03.2007 / SZR / SBM_LOK Mit Liebeslyrik in den Dichterfrühling Deutsch-französische Lesung mit Werken des Surrealisten René Char
Auf einem Lyrikertreffen bei der Saarbrücker Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) stellten Dichter aus der Region Werke des Franzosen René Char vor, der am 14. Juni dieses Jahres 100 Jahre alt geworden wäre.
Saarbrücken. „Ich kann es kaum erwarten, in meinen Händen die Freude der deinigen zu halten“, schreibt der französische Dichter René Char in „Lettera Amorosa“. Seiner Liebeslyrik ist der diesjährige „Printemps des Poètes“ gewidmet. Der Dichterfrühling ist in Frankreich bereits zu einer Institution geworden. Huguette Ballschmiede von der katholischen Erwachsenenbildung (KEB) will ihn auch im Saarland etablieren. Deshalb richtete sie diesen Freitag in der Saarbrücker Fachstelle der KEB zum dritten Mal ein deutsch-französisches Lyrikertreffen aus. Dort drehte sich alles um die Liebe. In Andenken an den Surrealisten und Widerstandskämpfer Char, dessen Geburtstag sich zum 100. Mal jährt, waren einige seiner Liebesgedichte auf Französisch und in der deutschen Übersetzung zu hören. Von seinen teils frischen und kraftvollen, teils sinnlich-verträumten Sprachbildern hatten sich Helga Maas, Jean-Louis Kieffer und Vera Hewener, allesamt Dichter aus der Region, inspirieren lassen: Die Wahlsaarländerin Maas beschrieb in prägnanten Versen die Gefühle von Liebenden bei ihrer Zusammenkunft. Jean-Louis Kieffer aus Lothringen hatte unter anderem auf Moselfränkisch gedichtet. In einem originellen Prosagedicht thematisierte er eine Kindheitserinnerung an die erste Liebe, „Et Jeannette“. Daneben las er auch aus seiner französischsprachigen Lyrik vor. Mit sonorer Stimme gab die in Püttlingen wohnhafte Vera Hewener schließlich subtile und mehrdeutige Poesie zum besten. Den meisten deutschen Werken folgte eine französische Übersetzung. Diese fast durchgehende Zweisprachigkeit lag Ballschmiede, die in der KEB für Französisch zuständig ist, am Herzen. Ihre Kursteilnehmer sollten „durch die in den Texten vermittelten Emotionen einen anderen Zugang zur Fremdsprache bekommen“. uma
03.04.2007 Wochenspiegel „Literatissimo“ bringt Gedichte und Gärten des Köllertals einander näher PÜTTLINGEN Auf Initiative Püttlinger Schriftsteller fand im vergangenem Jahr eine Veranstaltungsreihe "Püttlinger Literaturtage" statt. Anknüpfend an diese Veranstaltungsreihe wurde eine neue Form der Literaturpräsentation erarbeitet. In diesem Jahr soll ein außergewöhnliches Literaturprojekt entstehen. Dieses Projekt setzt sich aus ganz unterschiedlichen Einzelbausteinen zusammen. Der Oberbegriff aller Bausteine soll mit dem Begriff "Literatissomo" betitelt werden. "issimo" ist ein Wort aus dem musikalischen Bereich und bedeutet sozusagen eine Steigerung. „Die Besucher erleben hier also Literatur in einer ungewöhnlichen, gesteigerten Form, die in dieser Art und Weise noch nicht geboten wurde“, schwärmt Bürgermeister Martin Speicher. Ein Literaturpaket, welches vier Ausstellungen beinhaltet, und im Püttlinger Schlösschen am 27. April beginnt und am 11. Oktober endet.
Wurden in der Vergangenheit Lesungen in unterschiedlichen Räumen angeboten, werden in diesem Jahr neue interessante Orte für einzelne Lesungen gesucht. Die Püttlinger Bevölkerung wird aufgerufen, ihre Privatgärten zur Verfügung zu stellen. Eine Herausgabe eines "Literatur-Sammel-Blattes" ist eines der Programmpunkte an den einzelnen Abenden. „Lesungen und Gartenpräsentation ist eine Symbiose aus verschiedenen Interessensgemeinschaften“, erklärt Mike Siebler, der kreative Schöpfer der Literatissimo-Reihe.
„Unter anderem wird auch von den Besuchern und Mitwirkenden die Wohnqualität in der Stadt Püttlingen neu erfahren. Angesprochen sind Gartenbesitzer, die einen attraktiven Garten besitzen und in der Kombination mit Literatur diesen vorstellen möchten“, ergänzt Kulturamtsleiter Klaus Pöss. Als "Dankeschön" für die Bereitstellung der Gärten wird ein Gedicht oder eine Kurzprosa über die einzelnen Gärten angefertigt. Literatur soll auch ein beständiger Begleiter in unserer Stadt werden. Finden die einzelnen Lesungen in Privatgärten statt, so ist es das Ziel, diese neu entstandenen Texte in ein urbanes Umfeld einzubetten. Dies soll mittels Glasplatten in Sandwichbauweise erfolgen (Beispielplatte), deren Größe DIN A3 (297 x 420 mm) entsprechen soll. Der Text soll handschriftlich (Autor) und maschinell erfasst auf dem Blatt erscheinen. Durch den Sandwichaufbau des Rahmens kann der Text, zum Beispiel jahreszeitlich bezogen, ausgetauscht werden. Die einzelnen Tafeln sollen im gesamten Stadtgebiet von Püttlingen verteilt werden. In diesem Jahr sind vier Tafeln vorgesehen. Diese sollen an öffentlichen oder privaten Gebäuden, gut einsichtig für die Bevölkerung, aufgehängt werden.
Die mitwirkenden Literaten sind Eva Dörr-Vieregge, Georg Fox, Vera Hewener und Margret Roeckner. Weitere Infos: Kulturamt der Stadt Püttlingen, Tel. (06898) 691-181 (red/mj).
12.04.07 Öffentlicher Anzeiger Sprache der Rosen - Lesung mit Vera Hewener Literaturkreis und Kath. Öffentliche Bücherei hatten in den mit Rosen geschmückten Leseraum im Schwesternhaus Köllerbach eingeladen. Erwartungsvoll lauschten die BesucherInnen den Ausführungen der Autorin Vera Hewener, die es verstand, die Geschichte der Rosen aus allen Jahrhunderten mit dazu passenden Rosengedichten aufzulockern. In den Gedichten war von der Rose als Balsam des Atems die Rede, vom Seelenbalsam, der den Liebeslauf ebnet. Vom 1000-jährigem Rosenstock am Hildesheimer Dom wurden berichtet und von den schönsten Rosengärten in nah und fern. Die Parfum-Industrie wurde ebenso erwähnt wie die Kriege, die im Zeichen der Rose geführt wurden. Würdigung fanden auch Berichte zu den Heilkräften der Rose. Angenehm waren die musikalischen Einblendungen im Verlauf des Abends, beispielsweise Edith Piaf durfe nicht fehlen mit “La vie en rose”. Schade, dass dieser Abend nicht in einem sommerlichen Rosengarten bei einer Rosenbowle stattfand.
26.04.07 Saarbrücker Zeitung Garten-Poesie und mehr Ausstellungsreihe „Literatissimo“ beginnt mit Vera Hewener
Wie Püttlingen das Schlösschen, Gärten und die Stadt selbst literarisch zur Sprache bringt, das erfahren Kulturinteressierte bei „Literatissimo“, der neuen Ausstellungsreihe der Stadt Püttlingen. Sie beginnt am Freitag mit Vera Hewener im Schlösschen.
Püttlingen. Bekannt und mit Preisen ausgezeichnet sind die Literaten des Köllertals. Mit ihnen zusammen startet das Kulturamt der Stadt Püttlingen „Literatissimo“, eine neue Reihe. Bereits im vergangenen Jahr hatte es die Lesereihe „Eine Stadt im Spiegel ihrer Texte“ gegeben. Dieses Jahr werde Püttlingen endgültig zur „Wort-Stadt“, heißt es in der Pressemitteilung. Dabei komme das Wort als Kunstgegenstand aufs Papier. Die Idee hatte Mike Siebler, Leiter der Werkstatt für kreatives Gestalten. Große Textfahnen, eingerahmte Drucke und eine Sprachbox präsentieren die Wort-Arbeiten der Autorengruppe im Püttlinger Schlösschen. Eva Doerr-Vieregge, Georg Fox, Vera Hewener und Margret Roeckner steuern ihre Arbeiten bei.
Ein besonderes Schmankerl: Geplant sind ein „Literaturweg“ durch die Stadt und auch „Gartenlesungen“ in Privatgärten. Beides mache deutlich: „Püttlingen ist ein bisschen ,literatissimo'“. Auch Gartenliebhaber sollen so zum Zug kommen, denn gesucht werden die schönsten Privatgärten Püttlingens. Bürger werden ermuntert, sich bei Mike Siebler oder den Autoren zu melden, wenn sie ihren Garten zum „Lesegarten“ machen lassen wollen. Als Lohn winkten eigens für die Lesung geschaffene Gedichte oder Texte, die von den Besuchern der Gartenlesungen als Literatur-Sammelblätter gekauft werden können. Alle Texte, die so entstehen, sollen nebst Gartenfotos und Beschreibungen am Jahresende als „Blattwerk“ herausgegeben werden.
„Literatissimo – das ist Sprachkunst in den schönsten Formen“, locken die Veranstalter. Die Stadt lädt nun zur Vernissage der ersten Textausstellung ein: Mit der Poesie der vielfach international ausgezeichneten Schriftstellerin Vera Hewener beginnt die Reihe am Freitag, 27. April, 19 Uhr, im Püttlinger Schlösschen. Die 52-jährige Autorin hat fünf Bücher veröffentlicht, das sechste ist im Druck und erscheint demnächst unter dem Titel „Es kommen andere Ewigkeiten“. red
Öffnungszeiten der Ausstellung vom 27. April bis 10. Mai: dienstags, donnerstags und sonntags, jeweils von 15 bis 18 Uhr. Auf einen Blick
Literatissimo im Überblick: 27. April bis 10. Mai Vera Hewener; Vernissage: 27.April, 19 Uhr. 22. Juni bis 5. Juli Georg Fox; Vernissage 22. Juni. 3. August bis 16. August Eva Dörr-Vieregge; Vernissage: 3. August. 7. bis 20. September Margret Roeckner; Vernissage: 7. September red
30.04.07 Saarbrücker Zeitung Gedichte zum hören – und ansehen In Püttlingen startete am Freitagabend die literarische Ausstellungsreihe „Literatissimo“ Gedichte gucken: Mit einer Text-Präsentation von Vera Hewener startete die Reihe „Literatissimo“ im Püttlinger Schlösschen.
Von SZ-Mitarbeiterin Beatrix Hoffmann Püttlingen. Die Fenster des Püttlinger Schlösschen sind weit geöffnet. Man schaut auf Wiesen voller Gänseblümchen, hört Vogelgezwitscher. Ein alter Gartenstuhl, in langen Sommern moosgrün geworden, lädt zum Verweilen im ersten Raum. Gartengedichte von Vera Hewener säumen die Wand. Es sind Gedichte mit Körben voller Rittersporn und Oleander, mit Rosmarin, Rosen und blauem Flieder. Die kleine Gartenszenerie im Schlösschen verweist auch auf Kommendes, auf Lesungen von Püttlinger Autoren in privaten Gärten. Doch noch sind wir bei der Auftaktveranstaltung, der Literatur-Ausstellung. Also einer Ausstellung, in der Lyrik als Erlebnis, als Erfahrung geboten wird. Im Saal zur Linken warten weiße Fahnen mit philosophischen Texten, Bilderrahmen mit Aphorismen und eine begehbare Lyrik-Box. Sätze wie „Jetzt entrümpele er seine Eigenheiten“ springen ins Auge.
Man steigt in die Literatur-Box, schaut auf einen Laptop, Worte schieben sich zu Zeilen zusammen, Zeilen bekommen Schau-Effekt. Im nächsten Raum will Lyrik goutiert werden. Man nehme also an der langen Tafel unter dem Kristall-Lüster Platz und lese, was die Dichterin hier kredenzt. Reisegedichte sind es, Impressionen, die Vera Hewener von italienischen Felsmassiven, aus französischen Chateaus oder den Gestaden der Mosel in Remich mitbrachte. Dahinter, an der Wand, hängt weniger leicht verdauliches, wie ein Text über das KZ Goldene Bremm.
Zum „Aus-Chillen“, wie die Dichterin sagt, geht es danach in den letzten kleinen Saal, zu Gedichten voller Sterne, himmlischer Gedanken und geflügelter Wesen. Später erscheint eine Frühlingsbotin (Nicole Bastuck-Anton) in raschelndem Fantasiegewand mit blauer Stabmaske. Aus dem Off kommen drei Gedichte von Vera Hewener: „In der Mitte der Sonne hält sich im Gleichgewicht, was wir nicht gegeneinander abwägen können... Landschaften zerfallen zu irdischer Asche...“ zitiert die Stimme, und der Besucher geht noch einmal durch die Säle, um diese Gedichte zu suchen und nachzulesen. Lyrik-Ausstellung von Vera Hewener bis 10. Mai im Püttlinger Schlösschen. Geöffnet: Dienstag, Donnerstag und Sonntag von 15 bis 18 Uhr. Alle volle Stunde, also um 16, 17 und 18 Uhr, trägt die Autorin ein Gedicht vor.
Hintergrund In der Reihe „Literatissimo“ wirken Vera Hewener, Georg Fox, Eva Dörr-Vieregge und Magret Roeckner mit. Das Ausstellungsszenario bleibt gleich. Die Texte werden ausgetauscht. Zu diesen vier Präsentationen gesellen sich Lesungen in privaten Püttlinger Gärten. Die erste Lesung (Georg Fox und Margret Roeckner) geht am Sonntag, 20. Mai, um 16 Uhr in der Strassersbergstraße 16 über die Garten-Bühne. Jeder Autor wird einen Gartentext verfassen und aus den losen Blattwerken kann sich der geneigte Zuhörer am Ende der Saison ein literarisches Gartenbuch zusammenstellen. Ebenfalls angedacht ist ein Püttlinger Literaturpfad mit Texten von Püttlinger Autoren an Gebäuden. Weitere Informationen gibt es bei Mike Siebler, Tel. (06898) 691180. hof
Die Woch vom 15.05.2007 Augen- und Ohrenfest im Schlösschen und in Gärten PÜTTLINGEN Mit einer ungewöhnlichen Vernissage eröffnete Bürgermeister Martin Speicher jetzt im Püttlinger Schlösschen eine neuartige Literaturpräsentation. Unter dem Stichwort "Literatissimo" zeigt die Stadt, was sie an Literaten aufzubieten hat. Den Anfang machte Vera Hewener, deren Texte in verschiedener Art im Püttlinger Schlösschen präsentiert wurden. Mike Siebler, Kulturmanager von Püttlingen, stellte die vielfachen Möglichkeiten dieser neuen Literaturreihe vor. Es geht einerseits um die Ausstellungen mit Wort und Textbildern, andererseits aber auch um Lesungen in verschiedenen Gärten der Stadt, dann um einen entstehenden Literaturweg durch Püttlingen und um eine Veröffentlichung, die sich "Blattwerk" nennt. Vera Hewener, der die erste Präsentation gewidmet ist, war sichtlich gerührt über diese neue Form, in welcher die "Literatur-pur" den Menschen des Köllertals vermittelt wird. Die mehrfach preisgekrönte Autorin hatte in den Räumen des Schlösschens eine weite Bandbreite ihres Schaffens ausgebreitet. So sah man in einer Bildschirmpräsentation einen Text von ihr entstehen, vom Band hörte man die Stimme der Schriftstellerin, die ihre Texte rezitierte, während eine Schauspielerin in einem fantasievollen Gewand mit einer Maske die Performance dazu vorführte. Ein gedeckter Tisch präsentiert Texte gleichfalls wie die Gartenecke, wo sich die Gedichte der Vera Hewener zwischen Gartenstühlen wohlfühlen. Erste Gartenlesung am 20. Mai Literatissimo ist eine neue Form der Darbietung literarischer Kunst. Sie zeigt, dass die Köllertaler Autoren literarisch durchaus etwas zu sagen haben. Erste Gartenlesung ist am 20.5. um 16 Uhr, Strassersbergstr. 16. Dort lesen Margret Roeckner und Georg Fox in dem Gartenanwesen der Familie Barth. (Eintritt frei).
19.05.07 Saarbrücker Zeitungt Lyrik im Garten mit Margret Roeckner und Georg Fox Püttlingen. Die Püttlinger Literatur treibt fantasievolle Blüten. Kaum ist die erste Literaturausstellung im Püttlinger Schlösschen zu Ende gegangen, da folgt auch schon eine weitere Neuheit, und zwar Teil eins der Reihe „Blattwerke und Lesestationen in Püttlinger Privatgärten“. Alles zusammen trägt die Überschrift „Literatissimo“.
Ab Sonntag, 20. Mai, werden einen Sommer lang jeden Monat Püttlinger Gartenbesitzer die Pforten für Leute, die Literatur- und Blumen gleichermaßen lieben, öffnen. Margret Roeckner, Vera Hewener, Eva Dörr-Vieregge und Georg Fox übernehmen den literarischen Part. Jeweils zwei der Autoren werden dem Garten ein Gedicht widmen. Diese Gedichte inklusive eines Gartenfotos plus Signatur des Autors können Blatt für Blatt vor Ort erworben werden. An diesem Sonntag, 20. Mai, lesen Margret Roeckner und Georg Fox um 16 Uhr im Bauerngarten von Rita und Uwe Barth in der Strassersbergstraße 16 in Köllerbach. Dabei soll im Garten-Ambiente Lyrik aus dem Köllertal ihre besonderen Reiz entfalten. Die Lesung findet bei jeden Wetter statt. Da das kleine Gartenhaus nur etwa zehn Personen Platz bietet, empfiehlt es sich, bei Regen einen Schirm mitzubringen. Die weiteren Leseschauplätze sind noch offen. Deshalb hier nur die weiteren Lesegarten-Termine zum Vormerken: Freitag, 15. Juni, 19 Uhr. Freitag, 6. Juli, 19 Uhr. Sonntag, 29. Juli, 16 Uhr. Freitag, 31. August, 19 Uhr. Freitag, 21. September, 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. hof
29.05.2007 Wochenspiegel Natur und Literatur waren wahrlich "literatissimo" KÖLLERBACH Ein Dorfgarten am Köllerbacher Strassersberg war die erste Station der neuartigen Gartenlesungen des Kulturamtes Püttlingen. Wohl selten hat der Garten des Ehepaares Barth so viele Besucher gesehen, denn über 75 Interessierte waren der Einladung von „Literatissimo“, dieser sympathischen Püttlinger Literaturinitiative, gefolgt. Mike Siebler, Kulturmanager der Stadt, erläuterte die Idee, inmitten der Natur gerade neu entstandene Texte vorzutragen. Margret Roeckner, eben von einer Kurzreise heimgekehrt, hatte ihre Texte noch auf einem Zettel handschriftlich notiert und trug vor, was in den letzten Tagen im Zweibrücker Rosengarten gedichtet worden war. Zusammen mit ihr las der Kulturpreisträger des Stadtverbandes, Georg Fox. Auch er hatte übers Frühjahr neue Texte entworfen, die sich insbesondere mit Naturlyrik zur Jahreszeit befassten. Bei Kaffee und Keksen wurde es ein richtig anheimelnder Literatur-Nachmittag in einer angenehmen Gartenatmosphäre. Margret Roeckner las aus ihrem Roman „Der Glanz der Jahre“ vom Garten ihres Großvaters. „Geh mer jò nidd in mei Gaarde!“ hieß eine Glosse von Fox, der auch eine Reihe von Mundarttexten vortrug und so die Symbiose der Sprache mit dem „Köllertaler Geheischnis“ herstellte. Mike Siebler von Kulturamt der Stadt stellte in der Pause die druckfrischen „Blattwerke“ vor, welche die entstandenen Gartengedichte in einer ansprechenden Reprografie enthalten. Sie können in der Buchhandlung Balzert in Püttlingen zum Preis von € 3,-- käuflich erworben werden. Viele Besucher nutzten die Chance, und ließen sich das Kunstblatt original signieren. Insgesamt war die Veranstaltung ein gelungener Auftakt, welcher in jedem Fall Lust auf weitere Gartenlesungen „à la Literatissimo“ macht. (red./mj).
30.05.07 Saarbrücker Zeitung Dieser Garten ist ein Gedicht Margret Roeckner und Georg Fox dichteten im Grünen In einem Garten auf dem Köllerbacher Strassersberg begann am Sonntagnachmittag, im Rahmen des Püttlinger „Literatissimo“-Projektes, eine sommerliche Literatur-Reihe mit Garten-Lesungen. Hübsch anmutig und unterhaltsam ging es zu.
Von SZ-Mitarbeiterin Beatrix Hoffmann
Köllerbach. Man möchte meinen, man sei bei Wahlverwandten von Virginia Woolf zu Gast. Der Weg geht an Majoran vorbei und Melisse, an üppigen Pfingstrosen und zarten blauen Blumen. Die Dichter warten schon. Auf dem Pflaster vor dem kleinen Gartenhaus sind silber blitzende Stühle aufgestellt. Schnell füllen sich die Reihen. Immer mehr Gäste treffen ein, fast 80 werden es am Ende sein. Alle sind sehr gespannt, was Margret Roeckner und Georg Fox zur literarischen Gartenparty mitgebracht haben. Die beiden sind nämlich zuvor durch diese Idylle auf dem Strassersberg spaziert und haben sich zu Gedichten inspirieren lassen.
Margret Roeckner war von der Gartenliebe der Tochter des Hauses bezaubert: „Den Himmel erschließt dir die Erde. Du schaust, du sitzt, lässt baumeln luftig die Füße“, schrieb sie in ihrem Gedicht „Für Esther“. Fox ließ sich sogar zu einem ganzen Dorfgarten-Zyklus anregen. Die Landschaft wurde zum Hauptakteur: „Weit streckt sich das Gelände, räkelt sich nach hinten in die Landschaft, dehnt sich aus als Garten hinterm Haus.“ Und: „Mit Ringelnatz-Zitaten auf den Lippen mäht der Gärtner seinen Rasen“, liest Fox. Damit hat er nicht zu viel versprochen. Später wird der Hausherr Uwe Barth mit Mike Siebler, der diese hübsche Lesereihe ersonnen hat, über das Gärtnern plaudern, und dabei wird Barth auch einen Ringelnatz aus dem Stegreif zitieren.
Immer abwechselnd lesen unsere beiden Dichter. So taucht das Publikum ein in die Gärten der Kindheit, ackert und rackert im väterlichen, typisch saarländischen Garten von Georg Fox, träumt sich dann weiter weg ins Baden-württembergische hin zu Roeckners Großeltern.
Im Gartenhäuschen wartet Tee aus frischem Garten-Pfefferminz. So ist man schnell wieder in der Garten-Gegenwart, stapelt süße und salzige Häppchen auf kleinen Tabletts fürs Picknick im Grünen. Dann geht es zurück zu den Leseplätzen. Fox hat noch Mundartliches zum Schmunzeln aus der Garten-Dichter-Werkstatt dabei. Roeckner zieht Manuskriptzettelchen mit nagelneuen Rosengarten-Gedichten aus der Tasche. Zur Abwechselung präsentiert sie Wortbasteleien, gibt Gartenrätsel auf, erklärt, wie man Kränze aus Gänseblümchen in Suppentellern frisch hält, und während die anderen im Garten Lust wandelten, hat die Dichterin aus dem wohlgemähten Rasen einen Halm fürs Gras-Harfen-Spiel gezupft.
Am Freitag, 15. Juni, 19 Uhr, laden Elfriede und Herbert Konrad zur Garten-Lesung nach Püttlingen, In der Humes 7. Den literarischen Part übernehmen Margret Roeckner und Eva Dörr-Vieregge. Weitere Infos beim Kulturamt, Tel. (06898) 691180.
12.06.2007 Wochenspiegel Literatissimo geht in die nächste „Gartenrunde“ PÜTTLINGEN Unter dem Titel Literatissimo wird im Püttlinger Schlösschen LiteraturPUR präsentiert. Literatissimo beinhaltet zum Einen eine Ausstellungsreihe. Im Püttlinger Schlösschen wird ein „Literaturpaket“, angeboten, welches insgesamt vier Ausstellungen beinhaltet. Nach der Premiere mit Texte und Gedichte von Vera Hewener wird die nächste Literaturausstellung am 22. Juni, um 19 Uhr mit Werken von Georg Fox eröffnet. Zum Anderen beinhaltet Literatissimo eine Reihe von Lesungen in Püttlinger Privatgärten. Mit dem Angebot „Lesungen in Privatgärten“ zu veranstalten, wird der Öffentlichkeit eine Veranstaltung geboten, die optische und akustische Reize besitzt. Diese Lesungen beinhalten eine Begrüßung, Literaturlesungen, ein Gespräch vor Publikum mit den Gartengestaltern. Ein kleiner Umtrunk, eine Gartenbegehung und die Herausgabe eines „Literatur-Sammel-Blattes“ gehört zu den Programmpunkten der einzelnen Nachmittage oder Abenden. Wohnqualität der Stadt Püttlingen neu erfahren, Lesungen und Gartenpräsentation ist eine Symbiose aus verschiedenen Interessensgemeinschaften. Unter anderem wird auch von den Besuchern und Mitwirkenden die Wohnqualität in der Stadt Püttlingen neu erfahren. Angesprochen wurden Gartenbesitzer, die einen attraktiven Garten besitzen und in der Kombination mit Literatur diesen vorstellen möchten. Als „Dankeschön“ für die Bereitstellung der Gärten werden zwei Gedichte oder eine Kurzprosa über die einzelnen Gärten angefertigt. Am kommenden Freitag, 15. Juni, um 19 Uhr findet die zweite Gartenlesung im Anwesen von Elfriede und Herbert Konrad, In der Humes 7, in Püttlingen statt. Es lesen: Eva Dörr-Vieregge und Margret Roeckner
Weitere Lesungen - Freitag, 6. Juli, 19 Uhr, Vera Hewener – Eva Dörr-Veregge - Sonntag, 29. Juli, 16 Uhr, Margret Roeckner – Vera Hewener - Freitag, 31. August, 19 Uhr, Eva Dörr-Vieregge – Georg Fox - Freitag, 21. September, 19 Uhr, Vera Hewener – Georg Fox Die Privatgärten werden entsprechend bekannt gegeben. Ebenfalls werden an diesen Lesungen zwei Gedichtblätter erscheinen: Literatissimo und „Blattwerke“ Da für die einzelnen Lesestationen/Veranstaltungen kein Eintritt verlangt werden kann, ist eine Herausgabe und der Verkauf von Literatur-Sammel-Blättern vorgesehen. „Blattwerk“, so nennen sich die einzelnen Ausgaben jeder einzelnen Lesestation. Die einzelnen neu entstandenen Gedichte werden zusätzlich mit einem Fotoausschnitt des Privatgartens gedruckt. Die einzelnen Blätter können gesammelt und später in einem Bucheinband mit Schraubverbindung gefasst werden. Ein außergewöhnliches Buch, welches Lyrik, Fotografie und Gartengestaltung verbindet. (red./mj)
18.06.07 Saarbrücker Zeitung Literarisches Leben im lebendigen Garten Reihe Literatissimo: Püttlingen lud zur Lesung im Grünen
Viel Stoff für Dichtkunst fanden Eva Dörr-Vieregge und Margret Roecker in einem Püttlinger Privatgarten der Familie Konrad. Eben dort präsentierten sie ihre Texte in der Reihe „Literatissimo“.
Von SZ-Mitarbeiterin Beatrix Hoffmann Püttlingen. Im Garten von Elfriede und Herbert Konrad geht es rauf und runter wie in einem verwinkelten Haus. Ein dicker Keramikfrosch bewacht seine Artgenossen im kleinen Seerosenteich. Rundum bilden uralte Steine, die der Hausherr auf Sonntagstouren in Lothringen sammelte, einen malerischen Brunnenrand. Die Regentonne, ein aus Sandstein gehauener ehemaliger Sauerkrauttrog, hat etliche Generationen auf dem Buckel. Gartenstufen könnten von ihrem Vorleben als Bahnschwelle berichten. Auch die gepflasterte Lesebühne hätte so einiges zu erzählen, denn hier wurde während so manchem Gartenfest fröhlich getanzt.
Man kann sich also lebhaft vorstellen, dass unsere beiden Dichterinnen in diesem Garten reichlich Inspiration vorfanden, und so verwundert es nicht, als Margret Roeckner (Foto: Jenal) sagt: „Wenn ich ein Gedicht gemacht habe, dann rutscht ein zweites hinterher und ein drittes.“ In ihrem ersten, also dem offiziellen, das sie den Gartengastgebern als Geschenk überreicht, machte sie den Garten zur Bühne für philosophische Gedanken: „Zwischen Morgenlicht und Abendglanz, spielt das Leben auf zum Tanz...“.
Eva Dörr-Vieregge (Foto: SZ) ist durch die Gartenarchitektur gestreift, hat ihre Augen zwischen „Kräutergesellschaft und Blütenpracht“ schweifen lassen und die Lerche belauscht, die von oben das Treiben bewacht. Ganz viele Gartentexte aus früheren Jahren hatten die Autorinnen ebenfalls mitgebracht – nachdenkliche, besinnliche, lustige, praktische und beschauliche.
Das besondere an einer Gartenlesung ist, dass die Umgebung authentisch ist, man sitzt also mittendrin. Mit allem Drum und Dran. Mit Lavendelduft, blühenden Rosen, nervenden Mücken, mit brummendem Helikopter am Himmel, mit tollem Ausblick bis zur Bergehalde. Gleichzeitig schweifen die Gedanken in viele andere Gärten. Diesmal döste man beispielsweise mit Dörr-Vieregge an einem sonnigen Sonntag im Liegestuhl und trat als Pointe die Brille kaputt oder lugte mit ihr – in einem erdichteten Garten – verstohlen rüber zur Wäscheleine, wo die übergroßen Schlüpfer der Nachbarin im Wind baumeln und kichert wie ein Kind. 20 Texte oder mehr mögen die beiden vorgelesen haben. Literatissimo heißt die Literaturreihe, und an einer Stelle zeigte Margret Roecker, wie sich die Geschichte steigern ließe. Da hat sie nämlich einen Tag lang ihrem Garten auf dem Sommerberg zugehört, zugeschaut, nachgespürt und alles festgehalten: das Wolkenflirren, das Getön der Papageien von nebenan, den fernen Baulärm, die adelige Rose, die sich in Mauve kleidet, die Sprache des Windes und die Pflaumenfreuden in allen Färbungen. Roeckner präsentierte diesen Text als Anleitung zum Schreiben, als „eine Anregung für Sie alle, so etwas auch zu tun. Es kann ganz einfach sein.“
Auf einen Blick Die nächsten Termine aus der Reihe Literatissimo im litterarischen Püttlinger Sommer: Ausstellung: Am kommenden Freitag, 22. Juni, wird um 19 Uhr im Püttlinger Schlösschen eine Ausstellung mit Texten von Georg Fox eröffnet, sie läuft bis zum 5. Juli. Gartenlesung: Am Freitag, 6. Juli, lesen Vera Hewener und Eva Dörr-Vieregge im Garten der Familie Himbert in der Straße Beim Wölfelsbrunnen. Der Eintritt ist frei. hof
19.06.2007 Wochenspiegel Wetter verwöhnt Literatissimo PÜTTLINGEN Am Morgen trübte der Himmel noch ein, am Nachmittag fielen kleine Regenschauer. Aber am Abend war dies alles wie weggeblasen. Im Garten von Elfriede und Herbert Konrad schickte die Sonne die letzten Strahlen auf den Rasen und ließ auch die zweite Gartenlesung im Rahmen des Püttlinger Literatissimo-Projektes zu einem vollen Erfolg werden. Kulturmanager der Stadt, Mike Siebler, freute sich über den enormen Zuspruch, den seine Veranstaltung verzeichnen konnte. Im Garten in der Püttlinger Humes saßen die Zuhörer dicht an dicht, es entfaltete sich auch diesmal eine ungewöhnliche Stimmung, als Eva-Dörr Vieregge und Margret Roeckner aus ihren Werken lassen. Sehr leicht merkte man an diesem Abend: Ein Stück vom Püttlinger Glück liegt hinter den Häusern in den Gärten der Stadt versteckt. Hier wird die Gartenarbeit zur Quelle von Freude und Zufriedenheit. Die Texte der Autorinnen bewegten sich in dem Genre zwischen Essay und Glosse, zwischen Lyrik und Prosa. Da gab es heitere Themen wie den „Schneckenalarm“ (Dörr-Vieregge) aber auch in nachdenklicher Lyrik den Tagesverlauf im Garten von Margret Roeckner. „Ich spüre mich tief und satt“ rezitierte Roeckner beim Blick auf die Bergehalde, die aus der Ferne diese Lesung miterlebte. Zwischendrin dann die Publizierung der beiden neuen „Blattwerke“ und bei einem Glas Wein die Präsentation des Gartens durch den Hausherrn. Er erläuterte die Arbeitsschritte, die über 27 Jahre zu diesem Püttlinger Kleinod geführt haben. Ein Garten mit einer anheimelnden Atmosphäre, in der man sich einfach wohlfühlen muss.
03.07.2007 Wochenspiegel Ungewöhnlicher Besucher bei Vernissage PÜTTLINGEN Mucksmäuschenstill wurde es, als plötzlich während der Vernissage von Literatissimo im Püttlinger Schlösschen ein Bergmann in seiner typischen Arbeitskleidung unter den Gästen auftauchte. Er unterbrach unvermittelt die Rede des Kulturbeauftragten der Stadt, Mike Siebler, der gerade das Literatissimo-Projekt erläuterte: Literatur soll hier in einer neuen Darstellungsform präsentiert werden. Was den Vernissage-Gästen erst allmählich bewusst wurde. Es handelte sich bei dem Bergmann mit Helm und Grubenlampe um eine arrangierte Performance von Udo-Werner Schmitt aus Lummerschied, der im Rahmen der Ausstellung „Literatur pur“ im Püttlinger Schlösschen die Gedichte des saarländischen Autors Georg Fox in Szene setzte. Fox hatte zahlreiche Texte aus der Arbeitswelt für diese Ausstellung arrangiert, die in einer Audiobox und auf großformatigen Plakatfahnen abgedruckt wurden. Die Ausstellung ist bis 5. Juli jeweils dienstags, donnerstags und sonntags von 15 – 18 Uhr geöffnet.
03.07.2007 Wochenspiegel Literatur pur im Schlösschen Unter dem Titel Literatissimo wird im Püttlinger Schlösschen Literatur pur präsentiert. Auf Intitiative Püttlinger Schriftsteller fand im vergangenem Jahr eine Veranstaltungsreihe „Püttlinger Literaturtage“ statt. Anknüpfend an diese Veranstaltungsreihe wurde eine neue Form der Literaturpräsentation erarbeitet – Literatissimo. Literatissimo beinhaltet zum einen eine Ausstellungsreihe. Im Püttlinger Schlösschen wird ein „Literaturpaket“, angeboten, welches vier Ausstellungen beinhaltet. Zum anderen beinhaltet Literatissimo eine Reihe von Lesungen in Püttlinger Privatgärten. Um innovativ unterschiedliche Gegebenheiten zusammenzuführen, sollen sich Püttlinger Bürger aktiv am Kulturleben in ihrer Stadt beteiligen. In der Stadt Püttlingen gibt es eine große Anzahl attraktiver Privatgärten. Diese sind leider der Öffentlichkeit nicht zugänglich und so einzig den Gartenbesitzern und Freunden vorbehalten. Mit „Lesungen in Privatgärten“ werden der Öffentlichkeit Veranstaltungen mit optischen und akustischen Reizen. Diese Lesungen beinhalten eine Begrüßung, Literaturlesungen, ein Gespräch vor Publikum mit den Gartengestaltern. Ein kleiner Umtrunk, eine Gartenbegehung und die Herausgabe eines „Literatur-Sammel-Blattes“ gehört zu den Programmpunkten der einzelnen Nachmittage oder Abenden. Lesungen und Gartenpräsentation ist eine Symbiose aus verschiedenen Interessensgemeinschaften. Unter anderem wird auch von den Besuchern und Mitwirkenden die Wohnqualität in der Stadt Püttlingen neu erfahren. Angesprochen wurden Gartenbesitzer, die einen attraktiven Garten besitzen und in der Kombination mit Literatur diesen vorstellen möchten. Als „Dankeschön“ für die Bereitstellung der Gärten werden zwei Gedichte oder eine Kurzprosa über die einzelnen Gärten angefertigt. Die einzelnen Lesestationen in Privatgärten finden finden noch bis 21. Septemberstatt. Am Freitag, den 6. Juli, um 19 Uhr findet die dritte Gartenlesung im Anwesen von Agnes und Werner Himbert, Beim Wölfewlsbrunnen 6, in Köllerbach statt. Es lesen Vera Hewener und Eva Dörr-Vieregge. Weitere Lesungen finden an folgenden Terminen statt: Sonntag, den 29. Juli, 16 Uhr Margret Roeckner – Vera Hewener; Freitag, 31. August, 19 Uhr Eva Dörr-Vieregge – Georg Fox; Freitag, 21. September, 19 Uhr Vera Hewener – Georg Fox.
14.07.07 Saarbrücker Zeitung „Flamenco am Wölfelsbrunnen“ Vera Hewener und Eva Dörr-Vieregge auf Garten-Lesung bei Familie Himbert
Wieder wurde für „Literatissimo“, der literarischen Reihe des Püttlinger Kulturamtes, ein das Auge erfreuender Privat-Garten geöffnet. Am Seerosenteich lasen Vera Hewener und Eva Dörr-Vieregge.
Köllerbach. Nicht schlecht staunten die Besucher, als sie den Garten der Familie Himbert am Wölfelsbrunnen in Köllerbach betraten: Ein Seerosenteich wie aus dem Bilderbuch, bestückt mit Amphoren aus Andalusien, Steingänsen und Keramiken, eine hoch gewachsene Eberesche, die ihr Astwerk schützend darüber streckte, eine mit Gänseblümchen übersäte Wiese, Obstanbau, Gemüse- und Kräutergarten, kurzum ein Garten, der zum Selbstversorgen nichts zu wünschen übrig lässt. Was den Garten zur Oase machte, war die Erholungszone rund um den Teich, in dem das Podium aufgebaut war.
Von den köstlichen Ergebnissen des Obst- und Weinanbaus konnten sich die zahlreichen Gäste selbst überzeugen. Und wie fast schon mit Regelmäßigkeit spielte auch dieses Mal das Wetter mit. Bis in den Mittag hinein nichts als Regen und am Abend die Wärme der untergehenden Sonne über dem Dachfirst. Mike Siebler, Organisator von „Literatissimo“ aus dem Kulturamt der Stadt, wies darauf hin, dass es demnächst auch einen Literaturpfad in Püttlingen geben wird. Die Autorin Vera Hewener nahm an diesem Abend die Zuhörer mit zum „Flamenco am Wölfelsbrunnen“.
Und ihre Kollegin Eva Dörr-Vieregge würdigte die „Gartenpracht“. Ahornstab, Rosen, Lavendel und Königskerze blühten im Honigrausch, Schnecken, Eichhörnchen, Libellen und Krähen tummelten sich vor dem geistigen Auge. Ein „Kirschbaum“ und „Brot“, für Touristen in Afrika gebacken, gewannen Konturen. „Fotos“ und „Gravuren der Zeit“ flogen wie im Nu vorbei. Je später der Abend wurde, desto mehr wurde die Zeit zum Thema. „Abendweihe“ und „Mondhymne“ folgten. Mit einem Abendgedicht von Christel Raubuch, die ebenfalls zur Autorengruppe gehört, aber krankheitsbedingt nicht anwesend sein konnte, endete die Lesung.
In der Pause und nach der Lesung gab es reichlich Kostproben aus der Hausküche und einen regen Gartenplausch. Die Buchhandlung Balzert gab die eigens für den Garten verfassten „Blattwerke“ an die beeindruckten Gäste weiter. red
Die nächste Gartenlesung ist am Sonntag, 29. Juli, 16 Uhr, bei Familie Walz in der Grubenstraße 31. Es lesen Vera Hewener und Margret Roeckner.
18.07.07 Wochenspiegel Interesse an der Lyrik wecken “Literatissimo” am 29. Juli in der Grubenstraße Püttlingen. Lyrik im Deutschunterricht ruft nicht bei jedem gute Erinnerungen hervor. Analysieren und interpretieren von schwer verständlichen Gedichten führen bei vielen eher dazu, das Interesse an Lyrik wieder schwinden zu lassen anstatt Lust auf Gedichte zu wecken. Birgit Brandenburg geht mit ihrer Reihe „Kinder verstehen Gedichte“ einen kreativen Weg. Literaturdidaktik wird zum „Kinderspiel“. Ihre Arbeitsmaterialien für die Grundschule enthalten vielfältige Anregungen, Gedichte im Unterricht einzusetzen oder selbsttätig bearbeiten zu lassen. Bereits erschienen ist das Buch „Frühlings- und Sommergedichte“. Im September kommen „Herbst- und Wintergedichte“ heraus. Die Gedichte sind u. a. von Ludwig Uhland, Eduard Mörike, James Krüss, Wilhelm Busch, Georg Britting, Mascha Kaléko und Christian Morgenstern. Mit dabei sind auch Gedichte der saarländischen Autorin Vera Hewener aus dem Buch „Verwirbelungen der Zeit“. Für dieses Buch erhält Hewener am 16. September im französischen Thionville die „Trophäe Goethe“ beim 11. Internationalen Literaturwettbewerb des Zentrums zur Förderung der Kunst und Literatur CEPAL. Vera Hewener ist eine der Autoren in der Reihe Literatissimo der Stadt Püttlingen, die in Privatgärten Lesungen durchführen. Die nächste Lesung findet am 29. Juli um 16.00 Uhr bei Familie Walz, Grubenstr. 31 in Püttlingen statt. Es lesen Vera Hewener und Margret Roeckner. Eintritt ist frei.
31.07.07 Saarbrücker Zeitung Poesie im Grünen Gedichte über und in Gärten ist eines der Konzepte von „Literatissimo“
Bei einer Gartenlesung mit märchenhaften Gedichten unter flatternden Schirmen zeigte sich Köllerbach von seiner poetischen Seite: In der Püttlinger Reihe „Literatissimo“ war am Sonntagabend wieder zur Lesung in einem Privatgarten geladen worden, diesmal bei Katharina und Arthur Walz.
Von SZ-Mitarbeiterin Beatrix Hoffmann Köllerbach. Dieser Garten ist ein Park. Stille Statuen und eine stumme Menagerie aus Metall und Stein säumen den Weg. „Augen schließen ... nur noch hören und spüren“, heißt es in einem Gedicht, das Margret Roeckner dem grünen Fleckchen gewidmet hat. So öffnet sie den Sinn für Gartengeräusche. Drei wuchtige weiße Sonnenschirme, die in diesem Fall vor Regen schützen, flattern im Wind. Weiter hinten surrt eine Kaffeemaschine. Später bringt Roeckner Ginko und Mammutbaum zum Flüstern, lässt das Wasser im Teich Geschichten murmeln. Vera Hewener erweckt die Statuen zum Leben, schickt sie zum Tanz den Gartenweg entlang, lässt sie leichtfüßig über die Wiese und durch den Fichtenwald bis hinunter zum Schäferbach laufen. Die Dichterin füllt die kleine Schlucht am Ende des Grundstücks mit „tosendem Krach“, berichtet vom „Stöhnen der Tiefe aus Abgrund und Wehen“. Jeder Garten vermittelt eine andere Stimmung, und der von Katharina und Arthur Walz in der Köllerbacher Grubenstraße inspirierte die Autorinnen zu Mythen und Märchen.
Im Haiku-Stil, in 17 Silben und drei Zeilen, hängte Roeckner eine Mondsichel in den Baum, ließ die Frau des Hauses über den Boden schweben und: „Ein Fuchs schnürt durchs Gras / kam aus dem Urwaldgewirr / der Park sein Zuhaus.“ Auch las sie Passagen aus ihrem „Paradiesischen Gartenbuch“ und Stellen aus ihrem nächsten Buch, die von kindlicher Logik und Natur erzählen.
Vera Heweners Gedichte führten zu Gartenbildern von Van Gogh, zum rosa Pfirsichbaum, zu Mohn und Weizenfeld mit Zypresse. Dann ging es mit ihr über abenteuerliche Gedankenwege mitten hinein in die unwirtlichen Gelände des Verdrängten, in raue Seelenlandschaften und verlorene Traumregionen.
„Widrige Winde, kurzweiliger Nachmittag, die Zeit flog vorbei“, so poetisch fasste Organisator Mike Siebler seinen Eindruck am Ende der Gartenlesung zusammen.
Hintergrund
Blattwerke: An einem Sonntag im Mai begann die Püttlinger Lesereihe im Grünen. Bis September öffnet jeden Monat eine anderer Gartenbesitzer sein privates Refugium für Literaturfreunde. Jeweils zwei Püttlinger Autoren haben die Gärten zuvor gemeinsam besucht und danach im stillen Kämmerlein bedichtet. Bei den Gartenlesungen feiern die Texte ihre Uraufführung. Man überreicht den Gastgebern als Hommage die beiden „Blattwerke“, also zwei Gedichte, die speziell für ihren Garten verfasst wurden.
Die Gedichte – hübsch in Handschrift, auf Bütten gedruckt, mit einem Gartenstillleben (Fotografie) geschmückt und von den Autoren signiert, sind auch in der Buchhandlung Balzert in Püttlingen erhältlich (drei Euro). hof
Infos bei der Stadt Püttlingen, Tel. (06898) 691180.
Auf einen Blick Noch zwei Termine: Am Freitag, 31. August, 19 Uhr, lesen Eva Dörr-Vieregge und Georg Fox im Garten von Cornelia, Paula und Stefan John, Behringstraße 22. Die literarische Freiluftreihe endet am Freitag, 21. September, 19 Uhr, mit Georg Fox und Vera Hewener im Garten von Mechthild und Mario Mang in der Ritterstraße 17. hof
03.08.07 Saarbrücker Zeitung Literatur im Schloss Ausstellung von Eva Dörr-Vieregge
Im Püttlinger Schlösschen gibt es Literatur zum Anfassen. Zur Vernissage, heute, Freitag, um 19 Uhr, ist eine sinnenfrohe Performance geplant. Mittelpunkt der Ausstellung in der Reihe „Literatissimo“ sind diesmal die Arbeiten von Eva Dörr-Vieregge.
Von SZ-Mitarbeiterin Beatrix Hoffmann
Püttlingen. Wuchtige Steine und Napfschnecken-Häuser liegen neben Büttenpapier im Püttlinger Schlösschen. Eva Dörr-Vieregge hat die Motive für ihre Bretagne-Gedichte gleich mitgebracht. Die beiden Wacken mit gesprenkelter, glatter und gleichzeitig poröser Oberfläche „rollen, grollen, trollen“ im Gedicht „Bretagne I“. Die drei Napfschnecken sind die Hauptdarsteller einer Mini-Moritat und haben „messerscharf vom Stein geklaubt“ und später „Weißwein durchdrungen im Topf gegart“ schon einiges hinter sich.
Die 52-jährige Autorin aus Köllerbach schöpft beim Schreiben aus dem prallen Leben. Sie ist gerne draußen im Freien, und sie reist gern. Das merkt man ihren Texten an.
Zum Schreiben geht es allerdings rein an den Computer. „Unterwegs kritzele ich in die Kladde und zu Hause haue ich es in den PC“, sagt sie und, dass sie ihre Geschichten auch oft direkt in die Maschine denkt. Schauen, hören, fühlen, Kleinigkeiten sehen, die anderen entgehen, das Besondere bemerken, das ist ihr poetisches Prinzip. Aus Rom brachte sie Erinnerungen an Gassen mit Vespas und verschwindend kleine Pastateller mit. In Sarrebourg faszinierten sie die Chagall-Fenster, und neulich, im legendären „Train Bleu“ im Gare de Lyon, saß sie wohl ziemlich feudal „tief einsinkend im rissigen Faltenwurf des vorletzten Jahrhunderts“.
Kleine Abweichungen vom Alltäglichen, wie der Angler, der ihr eines Tages beim morgendlichen Wandern nach Herchenbach und Rittenhofen begegnet, geben ihr Anstoß zum Schreiben. Für die Ausstellung im Schlösschen hat sie sommerliche Texte ausgesucht. Mike Siebler und ihre beste Freundin Evi Ohlhoff helfen beim Aufhängen und Arrangieren. Sie stecken Gedichte in Passe-Partouts, kleben Textfahnen fest, überlegen, wo der „Kaffeeklatsch im Querformat“, die Haikus und das Sonett hin sollen.
Auf einer langen Tafel im großen Saal werden als „Platzteller“ Rahmen mit Gedichten über die fünf Sinne kredenzt. Birgit Wasiela erscheint im bunten Performance-Kostüm zur Probe. Die Vier stecken die Köpfe zusammen, tuscheln über Düfte und federleichtes Fühlen. Der Kaffeeklatsch im Querformat hängt mittlerweile an der Wand. Die Kurzgeschichte beginnt mit dem Satz: „Zwei angegessene Stückchen Sahnetorte neigen sich leicht zur Seite.“ Weiterlesen kann man heute Abend ab 19 Uhr. Die Literatur-Präsentation von Eva Dörr-Vieregge läuft bis 16. August. Öffnungszeiten: Sonntag, Dienstag und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr. Zu jeder vollen Stunden liest die Autorin ein Gedicht oder eine Geschichte.
06.08. 07 Saarbrücker Zeitung Neue Literatissimo-Ausstellung Eva Dörr-Vieregge im Püttlinger Schlösschen
Püttlingen. In der Püttlinger Reihe „Literatissimo“, zu der auch die „Gartenlesungen“ gehören (wir berichteten) wurde am Freitagabend im Schlösschen eine Ausstellung um die Arbeiten von Eva Dörr-Vieregge eröffnet. Die Literatur-Präsentation der 52-jährigen Autorin aus Köllerbach läuft noch bis zum 16. August. Öffnungszeiten: Sonntag, Dienstag und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr. Zu jeder vollen Stunden liest die Autorin ein Gedicht oder eine Geschichte. Kleine Abweichungen vom alltäglichen Leben, aber auch Erlebnisse und Begegnungen auf vielen Reisen oder in der Natur sind für die Autorin die Anstöße, Worte zu Papier zu bringen. Für die Ausstellung im Schlösschen hat sie sommerliche Texte ausgesucht.
Saarbrücker Zeitung 7.8.07 Über Poesie, Preise und Pokale Die Köllerbacher Autorin Vera Hewener sprintet mit ihren Gedichten an der Konkurrenz vorbei - Auszeichnung in Thionville
Die Autorin Vera Hewener wird in Thionville mit der Goethe-Trophäe ausgezeichnet. Sie erhält den Preis vom Zentrum für Förderung von Kunst und Literatur für ihren Gedichtband "Verwirbelungen der Zeit".
Püttlingen. Ihre Disziplin ist das Dichten. Vera Hewener aus Köllerbach schreibt im Freistil und in klassischer Form. Sonette und sapphische Oden findet man in ihren Büchern ebenso wie Eigenkreationen mit Kreuzreim und sechszeiligen Strophen. Zwei Pokale, und zwar die Novalis-Statue sowie den silbernen Pokal für den Grand Prix Europ&;en de Po&;sie hat sie schon auf dem Kamin in Köllerbach stehen. Einen dritten, die Goethe-Trophäe, wird sie Mitte September in Thionville beim Zentrum für die Förderung von Kunst und Literatur in Empfang nehmen. War die gebürtige Saarwellingerin vor zwei Jahren mit einem Zyklus von sechs Gedichten, davon zwei in französischer Sprache, erfolgreich, so gilt die neue Auszeichnung dem Gedichtband "Verwirbelungen der Zeit", der letztes Jahr im Wiku-Verlag erschienenen ist.
Auf den grenzüberschreitenden Wettbewerb wurde die Autorin durch eine Notiz in der Saarbrücker Zeitung aufmerksam. Wie sie zu Auszeichnungen in Rom kam, ist ihr dagegen schleierhaft. Jedenfalls müssen sich ihre Gedichte irgendwie bis nach Italien rum gesprochen haben, denn sie erhielt Urkunden und die Ehrenmitgliedschaft vom Centro Europeo di Cultura. Urkunden hängt die Dichterin übrigens mittlerweile nicht mehr auf. 16 sind es nämlich bis dato. Und so wollen wir sie auch hier nicht im Einzelnen aufzählen.
Die ersten Veröffentlichungen findet man in einer Ausgabe der Staatstheaterzeitung von 1985. Hewener erzählt, sie sei damals Mitglied im Extra-Chor am Staatstheater gewesen, und so habe sich das ergeben. Um Abrüstung und Krieg ging es in diesen Gedichten. Auch in ihrem ersten, ebenfalls preisgekrönten Buch "Vermisstenanzeige", das 2000 erschien, setzt sie sich in Gedichten und Kurzprosa mit ernsten Dingen wie dem KZ Neue Bremm oder dem alten jüdischen Friedhof in Saarbrücken auseinander.
Wie jeder gute Sportler ruht sich Vera Hewener nicht auf ihren Lorbeeren aus. Vor Kurzem sind neue Gedichte unter dem Titel "Es kommen andere Ewigkeiten" von ihr im Wiku-Verlag erschienen. Nach der Sommerpause soll das Buch bei einer Litera-Tour mit einzelnen Lesestationen in Püttlingen vorgestellt werden. Dann wäre da noch zu erwähnen: Vera Hewener ist in die Riege der Schulbuch-Autoren aufgenommen worden. "Grünland", ein Gedicht zu Van Goghs Gemälde "Grünes Weizenfeld mit Zypresse", steht im ersten Band der Arbeitsmaterialien für Deutsch in der Grundschule. In Band Zwei folgen jetzt eine Nachdichtung zu Vivaldis Winter-Sonett im Hewener-Stil sowie ihr "Wintermärchen". hof
21.08.2007 Wochenspiegel Literatissimo: Die exquisite literarische Dimension der Stadterfahrung
PÜTTLINGEN Eine außergewöhnliche Literaturpräsentation zieht in diesem Jahr durch die Püttlinger Szene: Literatissimo heißt das Zauberwort, welches sich das Kulturamt der Stadt ausgedacht hat. Das Projekt entfaltet literarisch eine ganz neue Dynamik, die weit über die Köllertalstadt hinaus wirkt. Vorab hat sich Mike Siebler der Mitarbeit von vier bekannten Autoren unserer Region versichert. Neben dem Damentrio aus Margret Roeckner, Vera Hewener, Eva Dörr-Vieregge will die Stadt mit Kulturpreisträger Georg Fox punkten. Jedem wurde die Gelegenheit geboten, seine Texte in einer neuartigen Ausstellungsform im Püttlinger Schlösschen vorzustellen. Kulturmanager Mike Siebler hatte sich dazu den Einsatz moderner Medien wie Powerpoint-Präsentation und die Möglichkeiten der Textinterpretation durch Druckfahnen ausgedacht. „Die Besucher erfahren in diesen Ausstellungen einige Überraschungen, denn Literatur wird in einen neuen Kontext gestellt“, sagte Mike Siebler in einer Ausstellungseröffnung. In den ersten Präsentationen erlebten die Besucher jeweils eine Performance in Literatur, die zeigte, dass Sprache in einem ungewöhnlichen Zusammenhang ganz neue Erfahrungen und Interpretationen in sich trägt. Bei Vera Dörr-Vieregge trat eine Verkörperung der „fünf Sinne“ auf, bei Georg Fox überraschte ein Bermann die Besucher, während Texte aus der Arbeitswelt zitiert wurden. Weiterhin agieren jeweils zwei Autoren in Püttlinger Gärten mit einer völlig ungewöhnlichen, neuartigen Gartenlesung. In einer bislang eher fremden Umgebung entfaltet die Lyrik aus dem Köllertal ihren besonderen Reiz. „Ein Stück vom Püttlinger Glück,“ schrieb kürzlich jemand, „liegt hinter den Häusern in den Gärten der Stadt versteckt.“ Ein Garten auf der Ritterstraße wird die Literaturfreunde im September einladen, während man Ende August noch in Alt-Püttlingen in der Behringstraße die beschaulichen Ecken eines Refugiums erkunden kann. Parallel dazu stellen die AutorInnen Texte zu diesen Gärten vor, die auch unter dem Signé „Blattwerk“ in einer limitierten Edition gedruckt werden. Diesen Bereich betreut die einheimische Buchhandlung Balzert-Stein, die ein Buch zu Literatissimoveröffentlichen wird, das mit den Originalschriften der Autoren einen Eindruck vom Werden und Entstehen der Texte vermittelt. Die Abteilungsleiterin der Buchhandlung, Christina Barbian, war von der Idee sofort begeistert: „Literatissimoist eine kulturelle Bereicherung für unsere Stadt. Man hat mit dieser Gedichtpräsentation etwas Greifbares und Besonderes in der Hand, das natürlich auch ein Unikat darstellt!“ Seinen Ursprung nahm dieser literarische Aufbruch in der Köllertalstadt in einem Café an der Burg Bucherbach. „Dort war die Keimzelle der Literaturszene“, sagt heute Georg Fox, der letztes Jahr zum ersten Mal den Literaturpreis des Stadtverbandes nach Püttlingen holte. Vera Hewener, deren Buch „Verwirbelungen der Zeit“ (WiKu-Verlag, Köln) kürzlich den renommierten Preis der „Goethe-Trophäe“ erhielt, plante eine inhaltliche Struktur für das Projekt. Zusätzlich entwickelte Siebler mit den Autoren die Idee eines Literaturpfades durch die Stadt, wo man auf den Spuren der Sprache wandern und dabei seine Stadt in einer experimentellen Form von literarischen Sprachbildern neu entdecken kann. Dazu werden dann auch andere AutorInnen in Püttlingen zu Wort kommen, welche mit ihren Texten die Stadt bereichern. Siebler: „Literaten aus dem gesamten Saarland und über die Region hinaus werden eingeladen, einen ansprechenden Literaturpfad anzulegen“. Die BürgerInnen werden auf den Spuren der Autorentexte zu Pfadfindern, sie erkunden lesend ihre Stadt in einer neuen Dimension. Siebler: „Wir haben bewusst die Lesegärten nicht danach ausgewählt, welches die schönsten Gärten sind. Wir möchten vielmehr eine Umgebung finden, die den Texten der Autoren und der Idee der Veranstaltung sehr nahe kommt“. So hat jeder Garten sein eigenes Flair und eine besondere Stimmung, die dort zum Tragen kommen. Die Literatur wird in dieser neuen Umgebung durch die Autoren in Bezug gesetzt zur konkreten Erfahrung. Dass Literatissimo inzwischen eine anerkannte Aktion ist, die weit über die Grenzen der Stadt hinausreicht, zeigt auch die finanzielle Förderung des Projektes durch das Kultusministerium. Mike Siebler plant noch für dieses Jahr die Eröffnung des Literatur-Wanderweges durch Minister Jürgen Schreier. Weitere Lesestationen - Margret Roeckner wird am 7. Setember, 19 Uhr, im Püttlinger Schlösschen die Literaturausstellung bestreiten, die bis zum 20. September jeweils Di, Do und So. von 15 bis 18 Uhr geöffnet ist. - Zudem werden noch zwei Gartenlesungen stattfinden. Am Freitag, 31.August, 19 Uhr trifft man in der Behringstr. 22 bei Cornelia und Stefan John die Autoren Eva Dörr-Vieregge und Georg Fox. Am Freitag, 21.September, 19 Uhr, Ritterstraße 17 lesen bei Familie Mechthild und Mario Mang Vera Hewener und Georg Fox.
Saarbrücker Zeitung 04.09.07 Von Paulas Zaubergarten bis in die Welt Winkelgarten Lesung mit Eva Dörr-Vieregge und Georg Fox im Garten von Familie John
Paulas Garten! Bei „Literatissimo“ erweisen sich heimische Gärten als Zentrum der Welt. Am Freitagabend lauschten gut 50 Menschen den Texten der Autoren Eva Dörr-Vieregge und Georg Fox – in einem Garten am Püttlinger Heidknüppel.
Von SZ-Mitarbeiter Walter Faas
Püttlingen. Zauberhaft war's am vergangenen Freitag zur Dämmerstunde im Garten von Cornelia und Stefan John: Johns wohnen in der Püttlinger Behringstraße und waren Gastgeber von Literatissimo. Literatissimo ist Vorlese-Kultur, wie man sie bisher in der Stadt Püttlingen nicht kannte.
Gut 50 Personen sind gekommen. Ein junger Mensch, Freundin der Haustochter Paula John, weist den Gästen den Weg. Man ahnt im schmalen Zugang, wie anmutig jener Garten hinter der Hausmauer geschmückt sein wird – mit geschmiedeten Engeln, verwitterten Kranichen aus Metall, Blechsonnen, Zwergen und Herzen aus Ton, Schildwache-Häuschen zum Dösen, Begräbnisplatz der Hauskatze, Hexenhäuschen, Plauderbank am Wasserteich und überwältigendem Grün. Yucca, Blutbuche, Zeder, Birke und Blaugras geben die Kulisse für das gut zweistündige Lese-Ereignis.
Gut verpackt in plüschige Pullis, dicke Anoraks und flauschige Wolldecken lauscht das Publikum den beiden Autoren im Zentrum dieses Miniparks. Eva Dörr-Vieregge und Georg Fox spinnen den Faden von Paulas Zaubergarten auf dem Berg hinunter zum Köllerbach und immer weiter in die bunte Welt hinein.
Das Publikum erlebt Kaffeehäuser hier zu Lande und anderswo, das Treiben auf den Champs Elysées und im TGV-Zug, blättert mit in uralten Fotoalben, hört traurige, anrührende und amüsante Kurzgeschichten, Anekdoten und Verse – auf Hochdeutsch und in Mundart.
Die Gastgeber reichen Canapés, Pasteten und Brezeln, einen leichten Weißwein und herben Roten. Die Freundinnen Paula und Katherina verraten ihre geheimsten Gartenecken. Schäfchenwolken überm Jungenwald und sanfter Südwestwind schmeicheln der Seele. Und Fox und Dörr-Vieregge lesen und lesen, bis der Mond schöne Schatten auf diesen Feengarten wirft.
Noch einmal in diesem Jahr darf das Publikum Literatissimo erleben, und zwar am Freitag, 21. September, um 19 Uhr. Dann auf der gegenüberliegenden Höhe des Köllertals, wo im Garten von Mechthild und Mario Mang, Ritterstraße 17, die Püttlinger Autoren Vera Hewener und Georg Fox aus ihren Werken lesen.
12.09.07 Saarbrücker Zeitung Autorin mit „pädagogischer Ader“ Margret Roeckner lädt zum Schmökern, Nachdenken und Entdecken ein
Für ihre Literatur-Ausstellung im Püttlinger Schlösschen hat die Autorin Margret Roeckner Altes neu entdeckt und Neues gedichtet. Die Ausstellung ist bis zum 20. September zu sehen.
Von SZ-Mitarbeiterin Beatrix Hoffmann
Püttlingen. Das Herz eines jeden Hauses ist der Esstisch, an dem alle zusammen kommen und sich austauschen. Genauso ist auch hier bei der Literatissimo-Ausstellung im Püttlinger Schlösschen. Als vierte lädt die Autorin Margret Roeckner zum Goutieren ihrer Texte. Bücher animieren zum Zugreifen. In großen Gebäckschalen hat sie Zeitschriftenbeiträge mundgerecht – die Seiten mit ihren Texten sind aufgeklappt – arrangiert. Manuskripte in Schreibmaschinenschrift, ein Ringhefter voller Ideenzettel und auch eine Sammlung mit den Texten aus 15 Jahren Kirchenfunk liegen bereit.
Talent und Handwerk Margret Roecker will nicht nur Lese-Lust machen, sondern auch zum Schreiben verleiten. So hat sie rund um den Tisch Anleitungen zum Dichten ausgelegt. „Texte zu verfassen erfordert nicht nur Talent, es ist auch Handwerk. Man kann es lernen und üben, wenn man die Tipps dafür kennt“, schreibt sie auf dem ersten Blatt, und dann geht's los mit gemischten Reimereien. Neben vertrauten Typen wie Limerick oder Akrostichon offeriert Roeckner auch „Selbstgestricktes“. So hat sie beispielsweise das „Tagebuchgedicht“ für ihre Schreibwerkstatt bei der Evangelischen Familienbildungsstätte in Saarbrücken erfunden. „Ich habe immer eine pädagogische Ader gehabt. Deshalb habe ich die Leute immer ermutigt zum Schreiben“, sagt Margret Roecker. Sie selbst kam einfach so zum Dichten. „In Württemberg“, wo sie aufgewachsen ist, sagt sie, „ergibt es sich so. Da macht macht man Gedichte. Da wächst man so rein. Das ist nichts Besonderes.“ So mit zehn hat die heute 76-jährige ihr erstes Gedicht geschrieben. Sie wurde Kindergärtnerin, schrieb Kindergeschichten, gewann erste Literaturpreise in Stuttgart. Später, dann als sie mit Mann und Kindern in Püttlingen wohnte, hatte sie immer eine Kladde für Einfälle auf dem Nachtisch. „Und vor allem in der Küche, denn plötzlich funkt es im Kopf, und dann muss man es ganz schnell aufschreiben.“ Prosatexte klappert Margret Roeckner direkt in den Computer. Bei den Gedichten gibt es welche, „die fertig rauskommen“ und andere, sie „ewig verändert“. 1979 veröffentlichte sie ihr erstes Buch. Mittlerweile hat sie vier Verlage. Und das kam so: „Bei der Frankfurter Buchmesse klemme ich mir die Texte unter den Arm, lauf' durch. Ich guck', was die für Bücher haben und wo ich reinpasse mit meinen Sachen. Dann stellt man sich vor und später schreibt man: Ich nehme Bezug auf unser Gespräch...“ Mike Siebler, der zusammen mit den Püttlinger Autoren die vierteilige Ausstellungsserie in Szene gesetzt hat, brachte bei der Eröffnung die Roeckner-Variante mit „Schmökern. Nachdenken. Entdecken“ auf den Punkt. Bis zum 20. September im Püttlinger Schlösschen. Geöffnet: Dienstag, Donnerstag sowie Sonntag von 15 bis 18 Uhr. Jede volle Stunde liest Margret Roeckner ein Wunschgedicht der Besucher. Die letzte Station der Gartenlesungen führt am Freitag, 21. September, 19 Uhr, zu Mechthild und Mario Mang auf die Ritterstraße 16. Mediterran und mit Innenhof verleitet dies Gartenparadies zum Lustwandeln. Den lyrischen Part übernehmen übrigens Vera Hewener und Georg Fox. Die Gartenpforte wird um 18.30 Uhr für die Besucher geöffnet.
Wochenspiegel vom 19.9.07 Letzte Gartenlesung der Saison Hewener und Fox lesen eigens zu diesem Zweck geschriebene Werke
Püttlingen. Überaus erfolgreich waren die bisherigen Gartenlesungen in der Literatissimo-Reihe. Noch einmal öffnet in diesem Jahr ein Privatgarten die Tore für Gartenfreunde und Lyrikbegeisterte. Am Freitag, dem 21. September lesen um 19.00 Uhr Vera Hewener und Georg Fox. Beide Literaten sind mehrfach ausgezeichnet. Georg Fox zuletzt mit dem Kulturpreis des Stadtverbandes Saarbrücken, Vera Hewener am vergangenen Sonntag in Thionville-Volkrange mit der Trophäe Goethe und Silbermedaille für kulturelle Verdienste von der Jury des 11. Internationalen Literaturwettbewerbs des Europäischen Zentrums zur Förderung der Kunst und Literatur CEPAL. Um so gespannter dürfen die Gäste die neuen Texte erwarten, die nur für den Garten von Mechthild und Mario Mang geschrieben wurden. Doch damit verabschiedet sich das literarische Püttlingen noch nicht. Die einzelnen „Blattwerke“ werden der Öffentlichkeit als Buch präsentiert werden und die Einweihung des Literaturpfades ist im Herbst vorgesehen. Alles angefangen hat in einem Café an der Burg in Köllerbach. Die damalige Geschäftsführerin Brigitte Mann schuf im Café eine Plattform für Literatur, organisierte regelmäßige Lesestunden mit Autoren. Schließlich trafen sich die Gastautoren, bildeten eine eigene Gruppe und schrieben Kaffeehausgeschichten. Dass aus dem lockeren Zusammentreffen schließlich die literarische Szene Püttlingens entstand geht auf die Initiative von Vera Hewener zurück, die dem damaligen Kulturamtsmanager Poess vorschlug, die Literatur in das Stadtprofil einzubeziehen. Poess überzeugte mit dem Konzept Bürgermeister Martin Speicher, Vera Hewener wiederum überzeugte die schreibenden Kolleginnen und Kollegen und Georg Fox managte das Sponsoring. Was so begann mündete 2007 in die Veranstaltungsreihe Literatissimo. Mike Siebler, der Poess nachfolgte, selbst Künstler und Sprecher der Künstlerinitiative Köllertal, brachte seine eigene Kreativität in die Autorengruppe mit ein. Seine Idee, Privatgärten in das literarische Püttlingen miteinzubeziehen, stieß zwar auf anfängliche Skepsis, wurde dann aber begeistert mitgetragen. So vereinten sich Literatur und Gartenkultur, Kreativität mit der Stadtverwaltung und die Stadt Püttlingen wurde zum literarischen Zentrum im Köllertal. Am Freitag, 21. September, findet um 19 Uhr die sechste und letzte Gartenlesung für dieses Jahr im Anwesen von Familie Mechthilfe und Mario Mang, Ritterstraße 17, in Püttlingen statt. Es lesen Vera Hewener und Georg Fox. Ebenfalls werden an diesen Lesungen zwei Gedichtblätter erscheinen: „Literatissimo“ und „Blattwerke“. Für die Veranstaltung wird kein Eintritt verlangt. Hierfür ist die Herausgabe und der Verkauf von Literatur-Sammelblättern vorgesehen. „Blattwerk“, so nennen sich die einzelnen Ausgaben jeder einzelnen Lesestation. Die einzelnen Blätter können gesammelt und später in einem Bucheinband gefasst werden. Die Gartenlesungen in den einzelnen Gärten waren bisher ein großer Erfolg: Über 350 Personen besuchten die Lesungen und besichtigten die Gärten.
Saarbrücker Zeitung 24.9.07 Ein dichterisch-heiterer Blick ins Grüne Zum letzten Teil der erfolgreichen Reihe von Autorenlesungen in Püttlinger Privatgärten ging es die Ritterstraße
Die Lesestationen in Püttlinger Privatgärten aus der Reihe "Literatissimo" gingen am Freitagabend mit einem romantischen Abend auf der Ritterstraße zu Ende. Es lasen: Vera Hewener und Georg Fox. Wieder gut besucht war auch die sechste Püttlinger Gartenlesung, diesmal mit Vera Hewener und Georg Fox im Garten von Mechthild und Mario Mang auf der Ritterstraße mit Blick auf die Bergehalde.
Ritterstraße. Mit Vera Hewener und Georg Fox ging die sechsteilige Reihe "Lesestationen in Püttlinger Privatgärten" am Freitagabend zu Ende. Der Garten von Mechthild und Mario Mang ist schön und groß wie ein Park. Ein Korb lehnte malerisch wie in einem Brueghel-Gemälde am Stamm eines Walnussbaums. Georg Fox und Vera Hewener saßen auf dem grünen Rasen unter den Zweigen des mächtigen Baumes und lasen Gedichte. So war man mitten auf der Ritterstraße und doch schien alles ein Stück weit der Realität entrückt. Insgesamt hatten vier Autore an der Reihe mitgewirkt, Fox: "Jeder trieb es literarisch mit jedem." So war der Zuhörer vertraut mit den unterschiedlichen literarischen Temperamenten. Fox zeigte sich als Beobachter, der stets den treffenden Ausdruck findet, und: Er liebte es lokal. Seine Texte benannten ganz konkret die Schauplätze. Dem Garten der letzten Lesung widmete er die Gedichte: "Haushof an der Ritterstraße" und "Gartenpark an der Ritterstraße". Vera Hewener mochte es malerischer und artifizieller. Sie schickte Personal aus Mythen und Märchen auf die Gartenbühne, zog Waldgeister und Irrlichter zu Rate und ließ Ritter aus längst vergangenen Zeiten in "ausgedehnten Kämpfen um der Liebsten Haar" ringen. Während also Fox, genau wie die Besucher, den Garten durch das großes Schmiedetor mit den Ginkgospitzen betrat und die Zuhörer die Möglichkeiten des Hier und Heute erleben ließ, führte Vera Hewener ins Reich der Fantasie. In der Lesepause lustwandelten die Zuhörer durch den Privatpark und sammelten, solchermaßen literarisch angeregt, eigene Eindrücke. Dann war es fast unversehens Nacht geworden. Um die 50 Teelichter flackerten in Gläsern, und die Autoren lasen von Liebe. Eine Reise in die Stadt der Liebe gehörte dazu: Fox machte sich mit dem Billigticket im TGV auf Tour und wartete noch geduldig auf dem neuen Euro-Bahnhof in Saarbrücken, während Vera Hewener schon über die Pariser Boulevards schwebte. Beide lieferten eine Fülle von Bildern, er humorvoll, sie impressionistisch. Als Zugabe gab es dann noch von jedem ein preisgekröntes Gedicht. hof
Hintergrund Von Mai bis September lief die von Mike Siebler initiierte Reihe "Lesestationen in Püttlinger Privatgärten" Reihum lasen Margret Roeckner, Eva Dörr-Vieregge, Vera Hewener und Georg Fox in sechs schönen Gärten. Die Autoren traten immer im Doppelpack auf. Zum literarischen Gepäck gehörten immer auch Gedichte, die vom Schauplatz der Lesung, also vom jeweiligen Garten inspiriert waren. Die Gartengedichte waren den Gartenbesitzern als Dankeschön für ihre Gastfreundschaft gewidmet. hof
Auf einen Blick Gartenlyrik zum Lesen: In Folge der Lesungen entstanden auch zwölf "Blattwerk", jedes Blatt ist mit einem Gartenfoto und dem Gedicht in Handschrift bedruckt sowie signiert und eignet sich auch als literarischer Wandschmuck. Es gibt sie für drei Euro pro Stück in der Buchhandlung Balzert in Püttlingen. In Arbeit sind auch ein komplettes Gartenlyrikbuch sowie eine CD. Die Buchvorstellung ist für Mitte Oktober im Püttlinger Schlösschen geplant. hof
Öffentlicher Anzeiger 26.09.07 Literatissimo-Konzept ein voller Erfolg Die sechste und letzte Garten-Lesung bildete den krönenden Abschluss
Im Anwesen der Familie Mang auf der Ritterstraße fand vergangenen Freitag die letzte Garten-Lesung der Literatissimo-Reihe statt. Knapp 100 Literaturbegeisterte kamen, um den Werken der Autoren Vera Hewener und Georg Fox zu lauschen. Die reizvolle Kulisse bot ein parkartig angelegter Garten, mit viel Platz, vielen Bäumen und einem Ausblick über Püttlingen, die Bergehalde und die Grube Viktoria. Gerade die Gedichte mit regionalem Bezug passten zu dem eindrucksvollen Umfeld und die einsetzende Dämmerung trug zu einer ganz besonderen Atmosphäre bei. Projektleiter Mike Siebler äußerte sich zufrieden über die Durchführung der Veranstaltungen und bedankte sich für das Engagement der Gartenbesitzer. Dien originelle Idee, Literatur lokaler Autoren in das natürliche Ambiente der Gärten einzubetten, erwies sich als voller Erfolg. Zu den Lesungen in je drei Püttlinger und drei Köllerbacher Gärten kamen jedes Mal zahlreiche Besucher. Das große Interesse am Literatissimo-Konzept zeigte sich besonders anlässlich einer Lesung in Köllerbach, zu der trotz Regen immer noch gut vierzig Besucher kamen. Auch nächstes Jahr soll wieder ein ähnliches Projekt das kulturelle Leben der Stadt bereichern. Wie Siebler andeutete, wird das Konzept ein wenig variieren, worüber er aber noch nicht zu viel verraten wollte. Bereits in Arbeit ist das Buch zu “Literatissimo”, in dem die Literatur-Sammelblätter der einzelnen Garten-Lesungen zusammengefasst werden. Es enthält die Gedichte der Autoren über die einzelnen Gärten, mit den dazugehörenden Bildern.
Wochenspiegel 3.10.07 Saarländische Poetinnen erhielten Literaturpreis in Thionville Püttlinger Schriftstellerin Vera Hewener für vorletztes Buch ausgezeichnet
02.10.2007 THIONVILLE Seit 1995 veranstaltet das Europäische Zentrum zur Förderung der Kunst und Literatur in Thionville internationale Kunst- und Literaturwettbewerbe. Gegründet wurde die Gesellschaft von Martin und Simone Gabriel, beide Gymnasiallehrer für Deutsch, Übersetzer und Schriftsteller. Das Ehepaar gibt die Literaturzeitschrift Mil’ Feuilles par Chemins und Anthologien heraus, ist Mitglied von diversen Schriftstellergesellschaften in den Vereinigten Staaten und Japan, organisiert internationale Künstlersalons und Ausstellungen. Zum elften Mal begrüßten sie die zahlreichen Teilnehmer aus aller Welt, die zu diesem Wettbewerb über 5000 Texte und 80 Bücher eingereicht hatten. Preisträger kamen eigens aus Kanada, Tunesien, Libanon, Belgien, Luxemburg, der Schweiz und Deutschland ins Centre St. Michel in Thionville-Volkrange angereist. Teilnehmen konnten die Dichter in verschiedenen Sprachen und Literaturgattungen. Aus Deutschland wurden vier Kandidatinnen mit Preisen und Auszeichnungen bedacht, darunter drei Saarländerinnen. Ehrenurkunden wurden Catherine Bierling und Margret Weiland-Asbach zuerkannt. Brigitta Dauelsberg aus Pfaffenhofen erhielt in der Sparte Deutsche Sprache den 1. Preis für Prosa, Helga Maas aus Saarbrücken den 2. Preis für Haikus. Für die Herausgabe des zweisprachigen Buches „Unsere Welt erstrahlt in vielen Farben“, geschrieben von Kindern und Jugendlichen, erhielt die Verlegerin Martina Merks-Krahforst aus Tholey in der Sparte Francophonie den Preis „Junges Europa“. Der Erlös des Buches geht zugunsten der Peter-Maffay-Stiftung. Das Buch wird demnächst auch im Kinderferienhaus der Stiftung auf der Finca C’an Llompart auf Mallorca vorgestellt. Die Trophée Goethe in der Sparte Francophonie ging an Vera Hewener aus Püttlingen. Sie erhielt die Auszeichnung für ihr vorletztes Buch „Verwirbelungen der Zeit“ erschienen 2005 im WiKu Verlag. Die 52-jährige Dichterin ist damit zum wiederholten Male die beste deutsche Teilnehmerin. Ihr letztes Buch „Es kommen andere Ewigkeiten“ ist im Juni ebenfalls im WiKu Verlag Köln-Duisburg-Paris erschienen. Gedichte der in Saarwellingen geborenen Vera Hewener sind inzwischen auch in die Schulliteratur aufgenommen worden und Stoff im Unterricht.
Wochenspiegel Gelungener Abschluss der Literatissimo-Gartenlesungen
09.10.2007 PÜTTLINGEN Mit einem atmosphärisch dichten und stimmigen Abend an der Ritterstraße gingen die Literatissimo-Gartenlesungen des Püttlinger Kulturamtes in die letzte Runde. Diesmal waren auf dem Grundstück von Mechthild und Mario Mang beinahe 100 Zuhörer versammelt, die den lyrischen Werken von Vera Hewener und Georg Fox lauschten. Der Garten selbst war ein Gedicht: Hoher, alter Fichtenbestand, Birkenhain, ein geheimnisvoller Wald und ein gepflegter Rasen, ein Teich, viele Sträucher aller Sorten – dieser Garten war eine Offenbarung. „Natürlich braucht er viel Pflege!“ bestätigte Mario Mang, der zusammen mit seiner Frau Mechthild die ersten Bögen der „Blattwerke“ (eine Monographie der Gartentexte) und eine erste Audio-CD von der Autorenlesung durch Mike Siebler in Empfang nehmen konnte. Und die Püttlinger Autoren Hewener und Fox führten einmal mehr vor, in welcher Literaturliga sie inzwischen mitspielen. Beide hatten eine klare Gliederung ihrer Vorträge, die den Bogen von Naturmagie über Reise-Impressionen bis zu jahreszeitlichen Texten spannte. Besonders beeindruckend dabei Heweners Text zum September, übrigens auch der Widmungstext zu dem Garten selbst, in welchem die Lesung diesmal stattfand. Georg Fox erfreute mit einer hochdeutschen Glosse zum schnellen Zug nach Paris. Später dann auch Liebesgedichte und zum Ausklang des Abends, als schon die Sonne hinter Lothringen verschwunden war, bei Kerzenschein eine ganze Anzahl von Texten über den Mond und den Abend im Dorf. Es war eine stimmungsvolle Atmosphäre im Mang’schen Garten, die diese Autorenlesung des Kulturamtes der Stadt zu einem glänzenden Abschluss der Literatissimo-Gartenlesungen werden ließ. Mike Siebler kündigte eine Buchvorstellung für den Herbst an, wo alle Gärten und die dazu entstandenen Texte in Originalschrift der Autoren mit einer Audio-CD zusammengefasst werden, betreut von der Buchhandlung Balzert-Stein in Püttlingen. Das Projekt Literatissimo soll aber weiter fortgeführt werden. Die nächste Aktion ist die Entstehung eines Literaturweges durch die Stadt Püttlingen. Auf den Spuren literarischer Texte wird man dann die Stadt erkunden können.
Wochenspiegel vom 07.11.07 Gedichte von Vera Hewener im Schlösschen
PÜTTLINGEN Das neue Buch der heimischen Autorin Vera Hewener mit dem Titel „Es kommen andere Ewigkeiten“ wird am Freitag, 16. November, im Püttlinger Schlösschen vorgestellt. „Sonne wirbelt ihr rotes Haar / wirft Strähnen voller Glut / ins ausblutende Grau / der Morgen bürstet die Farben aus“ ist die erste Strophe des Gedichtes „Gravuren der Zeit“ aus Heweners neuem Buch. Marion Meier von der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte schreibt, dass „vor allem die wunderschönen plastischen Bilder und Klänge“ des Gedichtes überzeugen. Liebe, Irrtum, Natur und Landschaften, in denen sich immer wiederkehrend und unausweichlich das Leben spiegelt, sind die Themen des Gedichtbands „Es kommen andere Ewigkeiten“. Am Freitag, 16. November, um 19 Uhr stellt die Stadt Püttlingen im Püttlinger Schlösschen das Buch der Dichterin vor, deren Gedichte mittlerweile auch in Schulbüchern des Verlags an der Ruhr oder des Klett-Verlags aufgenommen wurden. Mit der Autorin spricht Mike Siebler vom Kulturamt über das Schreiben selbst und das Buch, Hörproben eingeschlossen. Beim anschließenden Umtrunk besteht Gelegenheit, Bücher signieren zu lassen. „Es kommen andere Ewigkeiten“. Gedichte. WiKu Éditions Paris. bzw. WiKu Verlag Duisburg-Köln-Paris.
Saarbrücker Zeitung vom 10.11.2007 Neues Buch von Vera Hewener wird in Püttlingen vorgestellt
Püttlingen. Die Püttlinger Autorin Vera Hewener hat ihr neues Buch unter dem Titel „Es kommen andere Ewigkeiten“ im WiKu-Verlag veröffentlicht. „Sonne wirbelt ihr rotes Haar/wirft Strähnen voller Glut/ins ausblutende Grau/der Morgen bürstet die Farben aus“, ist die erste Strophe des Gedichtes „Gravuren der Zeit“ aus dem neuen Buch. Marion Meier von der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte urteilt darüber, dass „hier vor allem die wunderschönen plastischen Bilder und Klänge der ersten Strophe“ überzeugen. Liebe, Irrtum, Natur und Landschaften, in denen sich immer wiederkehrend und unausweichlich das Leben spiegelt, sind die Themen. Am Freitag, 16. November, 19 Uhr, stellt die Stadt Püttlingen im Püttlinger Schlösschen das Buch der Dichterin vor. Mit der Autorin spricht dann Mike Siebler vom Kulturbüro der Stadt über das Schreiben selbst und das Buch. Hörproben gibt es natürlich auch. Beim anschließenden Umtrunk besteht Gelegenheit, Bücher signieren zu lassen. Das erwähnte Gedicht endet mit den Zeilen „glauben muss ich was die Zeit sagt/denn die Weite ist des Ewigen Aufgang“. Noch in Erinnerung sind die Gartenlesungen in der Reihe Literatissimo der Stadt Püttlingen, an der auch Vera Hewener mitwirkte und Widmungsgedichte für die Garteneigentümer verfasste. In Vorbereitung ist das komplette Gartenbuch, das noch vor Weihnachten erhältlich sein soll.
Saarbrücker Zeitung vom 20.11.07 "Hin und wieder küsst mich die Muse" Talkrunde mit Vera Hewener über ihr neues Buch, ihr Leben und das Schreiben Eine Buchvorstellung im Talkshow-Stil - das hat Charme. Mike Siebler und die Autorin Vera Hewener führten die neue Form im Püttlinger Schlösschen vor und plauderten über Heweners Buch "Es kommen andere Zeiten".
Von SZ-Mitarbeiterin Beatrix Hoffmann
Püttlingen. Mike Siebler plauderte mit der Lyrikerin Vera Hewener (Foto: Iris Maurer) über ihr neues Buch und über das Leben der Schriftstellerin und Sozialarbeiterin an und für sich. Dabei erfuhr man beispielsweise, dass Vera Hewener zwischen sechs Geschwistern aufwuchs und dass sie ein pflegeleichtes Kind war, das sich gern still in eine Ecke zurückzog und mit sich selbst beschäftigte. Dort liegen auch die Wurzeln für das Gedichteschreiben. Ihr allererstes Gedicht verfasste sie mit 15 Jahren, und das liege irgendwo in einem Koffer. Mike Siebler fragte nach dem Weg in die Öffentlichkeit, und sie antwortete: "Viel lesen, wie und was andere schreiben und nachprüfen, ob das eigene den Kriterien genügt." "Ist es Lyrik? Hat es diese verdichtete Sprache?", habe sie sich gefragt. Bei ihrer allerersten Lesung in Püttlingen, erinnert sich die Autorin, "ging es hoch her", denn was man schreibt, trifft nicht überall auf Zustimmung". Ihre sozialkritischen Texte wären auf Unmut gestoßen, erzählte sie und erklärte: "Ich bin Sozialarbeiterin und habe tagtäglich damit zu tun, in 14 Jahren Aids-Beratung habe ich Schwierigkeiten hautnah erlebt." So sind Leben und Schreiben verwoben. "Man setzt sich hin und fängt an zu schreiben und schreibt und schreibt" sagt sie und auch: "Hin und wieder küsst mich die Muse, aber es ist auch viel Arbeit". An anderer Stelle erzählte sie, dass ihr oft beim Autofahren Themen und Verse einfallen. Dann fahre sie rechts ran, denn Stift und Papier seien stets in der Handtasche präsent. Mike Siebler und Vera Hewener unterhielten sich von Sessel zu Sessel. Das Gespräch war spannend und zeugte von einer intensiven Vorbereitung. Zwischendurch las die Püttlinger Autorin Gedichte aus ihrem neuen Buch und auch aus älteren Lyrikbänden. Man wünscht sich weitere Treffs dieser Art.
Auf einen Blick Vera Hewener befasst sich oft intensiv mit einem Thema, beleuchtet es von allen Seiten. Leitmotiv und roter Faden ihres neues Buches ist die "Ewigkeit". Gedichte, die sich um die ewige Liebe und auch die vergängliche Liebe drehen, gehören ebenso dazu wie religiös inspirierte über das ewige Leben. So hat die Autorin auch Engeln einen Zyklus gewidmet. Dem Thema Zeit mit all seinen Facetten widmet sie sich schon seit Jahren. Sprache als Wort, Schrift und Schweigen und auch als Körpersprache spielt in den Gedichten ebenfalls eine große Rolle. Sie ist trennendes oder verbindendes Element und sie ist nicht zuletzt das Material, aus dem Gedichte gestrickt sind. hof Vera Hewener: Es kommen andere Ewigkeiten. Gedichte. WiKu Verlag. 14.65 Euro
Wochenspiegel 20.11.2007 Kunstkalender für die Adventszeit
PÜTTLINGEN. Die Künstlerinitiative Köllertal KiK, Der Theologe Joachim Conrad und die Werkstatt für kreatives Gestalten geben auch in diesem Jahr wieder einen ungewöhnlichen Begleiter für die Advents- und Weihnachtszeit heraus. Bereits zum fünften Mal erscheint der außergewöhnliche Advents-Kalender, der sich über den Zeitraum vom 1. Advent über die Weihnachtszeit bis zum 6. Januar 2008, dem Tag der Heiligen Drei Könige, erstreckt. Mit Texten des bekannten Kirchenmusikschreibers Paul Gerhardt und thematisch dazu passenden Bildern heimischer Künstler soll das Werk durch die Adventszeit führen. Die Texte wurden vor dem Hintergrund des Paul-Gerhardt-Jahres von Pfarrer Joachim Conrad zusammengestellt, das Bildmaterial stellten einzelne Mitglieder der KiK zur Verfügung. Die Gestaltung übernahm der Leiter der Werkstatt für Kreatives Gestalten, Mike Siebler. Offiziell vorgestellt wurde der neue Adventskalender in der Vvergangenen Woche im Rathaus Püttlingen. Bürgermeister Speicher: „Gerade die Vorweihnachtszeit ist meist angefüllt mit Terminen. Der Kalender soll die Menschen anregen, sich spirituell auf Weihnachten vorzubereiten. Und wer den Kalender erwirbt, tut damit noch etwas Gutes für seine Mitmenschen, denn der Erlös aus dem Verkauf ist wieder für soziale Zwecke bestimmt.“ Der Verkauf des Kalenders soll im Köllertal Not lindern helfen. Der Reinerlös ist für hilfsbedürftige Familien im Köllertal gedacht, zudem wird er regelmäßig von der Kommune aufgestockt. Bürgermeister Speicher: „Obwohl wir kein sozialer Brennpunkt sind, gibt es auch bei uns Familien, denen es schlecht geht, die jeden Groschen zweimal umdrehen müssen.“ Diesen soll mit dem Erlös individuell geholfen werden. So konnte in den vergangenen Jahren über den Verkauf des Kalenders eine Gesamtsumme von 4450 Euro an bedürftige Familien weitergeleitet werden. Die Botschaft dieses Adventskalenders lautet daher „umeinander kümmern“. Projektleiter Mike Siebler erzählt: „Ich erinnere mich noch an die Anfänge. Die Idee stammte aus Gesprächen mit Joachim Conrad. Wir wollten den Menschen das Traditionelle dieser Jahreszeit wieder näher bringen, was diese Feste bedeuten. Daher geht dieser Adbventskalender auch bis zum Feiertag Heilige Drei Könige.“ Die Texte von Paul Gerhardt seien dabei so ausgesucht, dass dieser Kalender auch jene ansprechen könne, die nicht in der christlichen Kultur verwurzelt sind. Im Kalender sind Bilder vertreten von: Elisabeth Ertz-Meyer, Paul Groß, Vera Hewener, Monika Himber, Monika Kempf, Hella Klein, Astrid Latz, Jürgen Linnenberger, Elfriede Matza, Ursula Meyer, Doris Mueller-Schlang, Gitta Nießen, Margret Roeckner, Rosel Schirra, Therese Schmidt, Birgit Schüller, Rosi Schumacher, Mike Siebler, Erika Steimer, Franz Josef Steimer und Juta Wagner. Ungewöhnlich ist auch das Format von 23 Zentimetern Breite und einem Meter Länge des Adventsbegleiters. „Der Kalender legt inzwischen weite Wege zurück“, erklärte Bürgermeister Speicher. „Gern wird er an Familienangehörige verschenkt, die weit weg wohnen. Einige gehen auch an Priester und Ordensfrauen aus dem Köllertal, die in Mission in Asien oder Afrika sind, als Brücke in die Heimat. Und die Stadt Püttlingen verschenkt sie auch an unsere Partnerstädte.“ Inzwischen sei der ungewöhnliche Adventskalender längst zum Sammler-Objekt geworden, schloss Speicher. Da heißt es schnell zugreifen, denn die Auflage ist limitiert. In folgenden Geschäften kann der etwa andere Adventskalender in diesem Jahr wieder zum Preis von fünf Euro bezogen werden: Rathausapotheke, Pickardstraße 2, Püttlingen, Buchandlung Balzert, Pickardstraße 31, Püttlingen, Burgapotheke, Sprengerstraße 9, Köllerbach, Blumenwerkstatt Elfriede Matza, Ziegelhütter Straße 60, Riegelsberg, sowie Schreibwaren Koch, Saarbrückerstraße 64, Riegelsberg. sam
04.12.2007 Wochenspiegel Zeitlose Lyrik - Im Gespräch mit der Köllertaler Schriftstellerin Vera Hewener
PÜTTLINGEN Im neuen Buch von Vera Hewener geht es um Liebe, Verständigung und Bezie-hungen zwischen den Menschen, um die Liebe zur Natur und Gott und deren Misslingen. Die Ewigkeit als Metapher für Zeitlosigkeit, für den immer währenden Fortgang der Dinge ist der rote Faden zwischen den einzelnen Kapiteln. Sprache, die verbindet oder trennt, dient dabei als Medium. Dieses Medium diente Mike Siebler auch als Buchvorstellung. Im Gespräch mit der Autorin wollte er mehr über sie selbst, ihr Leben und den Werdegang als Schriftstellerin erfahren. Das Publikum lauschte erwartungsvoll, denn dies war neuartig. Wann sie das erste Gedicht schrieb, fragte Mike Siebler und Vera Hewener erzählte, dass dies in die frühe Schulzeit zu-rückreicht. Irgendwo in einem Koffer lägen die ersten Gedichte und Romanfragmente, die sie als Kind niemand gezeigt hatte. Die Zuhörer erfuhren, dass ein Aufsatz über die Berufstätigkeit der Frau der damals Siebzehnjährigen ihren Lehrer dazu veranlasste, sie ihr Werk vor der Klasse vorlesen zu lassen, damit sich andere von diesem schlechten Beispiel abschrecken lassen sollten. Der Grund für diese „Bestrafung“ lag am Inhalt. Die Schülerin der Fachoberschu-le Wirtschaft konnte 1972 nicht einsehen, dass verheiratete Frauen nicht berufstätig sein sollten. Im geistigen Widerstreit mit gesellschaftlichen Themen befand sie sich oft. „Wie kam es dazu, dass du dann irgendwann dein erstes Buch veröffentlicht hast? Es war, glaube ich, das Buch Vermisstenanzeige?“, wollte Mike Siebler wissen. Bedeutung habe in diesem Zusammenhang ein Brief, den der Schriftsteller Gerhard Stebner ihr geschrieben hatte, erklärte sie. Er bat sie, diese Gedichte, sie handelten von der Judenverfolgung und dem Nationalsozialis-mus, unbedingt zu veröffentlichen. „Wie ist das Buch aufgenommen worden. Du hast damals dafür einen Preis in Italien bekommen?“ fragte Siebler. „Es war mein schwierigstes Buch überhaupt.“ Selbst schreibende Kollegen des Freien Deutschen Autorenverbandes seien auf sie losgegangen. Das Ausland habe es allerdings sehr positiv aufgenommen. Nicht nur das Buch, auch einzelne Texte daraus seien ausgezeichnet worden. Mike Siebler kam auf die Sprache, die sie in ihren Büchern verwendet, zu sprechen. Die saarländische Mundart sei ihre Heimatsprache, sagt sie. Sie trage man im Herzen. Die Schriftsprache habe wenig mit der Alltagssprache zu tun. Man kam ins Plaudern mit dem Publikum. Weshalb Lyrik in der Schule häufig zum Problem wird, diskutierte man gemeinsam und Vera Hewener berichtete von Schülern aus Bayern und Baden-Württemberg, die einige ihrer Gedichte im Unterricht behandelten und sich an sie wandten, um zu erfahren, dass sie mit der Interpretation richtig lagen. Von der ausgereiften Sprachkunst der Autorin konnte sich das Publikum zwischendrin und bei der anschließenden Lesung selbst überzeugen. Sie machte Lust auf mehr. Vera Hewener: „Es kommen andere Ewigkeiten“. WiKu Éditions Paris. ISBN 2-84976-018-8. WiKu Verlag Duisburg-Köln-Paris. ISBN 978-3-86553-189-6. 2007.
Saarbrücker Zeitung 11.12.07 Auch „KochArtII “ so gut wie weg
Das begehrteste Buch des Saarlandes wurde zu Gunsten von „Hilf-Mit!“ verkauft Einen reißenden Absatz bei Gourmets und Kunstkennern fand gestern das Kochbuch „KochArtII“. Die Rezepte stammen von saarländischen Spitzenköchen, so auch von Drei-Sterne-Koch Klaus Erfort.
Saarbrücken. Das begehrteste Buch des Saarlandes? Im vorigen Jahr war es „KochArt“, ein ganz besonderes Kochbuch der Püttlinger Werkstatt für kreatives Gestalten. In diesem Jahr ist es, richtig: „KochArt II“, ein erneut in Handarbeit entstandener Prachtband, der die Talente von Kunsthandwerk und Kochkunst vereint. Mittels Drucktechnik setzten Ilse Bastgen, Astrid Latz, Ursula Meyer, Rita Rohnert und Gitta Nießen Texte und Gedichte bildnerisch um. Treibende Kraft bei dieser Arbeit und hinter dem Gesamtwerk ist der Leiter besagter Werkstatt, der Püttlinger Mike Siebler. Für die Rezepte wurden saarländische Spitzenköche gewonnen: Khalid Arabe, Bernhard Michael Bettler, Alexander Kunz, Wolfgang Quack, Uwe Schäfer, Frank Seimetz, Axel Toussaint, Siegfried Weiler und der frisch mit drei Michelin-Sternen gekrönte Klaus Erfort, der durch „wunderschön unkomplizierte Zusammenarbeit“ (Siebler) begeisterte. Aus Luxemburg arbeitete Lea Linster zu, aus Frankreich Lutz Janisch. Tatort-Kommissar Deininger (Gregor Weber) wirkte als Hobbykoch mit. Literarische Beiträge von Georg Fox und Vera Hewener runden das Kunstwerk ab. Wenige Minuten nach der Vorstellung gestern Nachmittag im Bildungs-Ministerium durch die Hausherrin Annegret Kramp-Karrenbauer war die Auflage von 110 Exemplaren zum Stückpreis von 65 Euro so gut wie vergriffen. Die Hälfte des Erlöses fließt der Aktion „Hilf-Mit!“ zu. Wer die Knappheit des Angebotes ungerecht findet, der möge den Appell von Siebler befolgen: In Kunstausbildung investieren und selber was machen! wp
Saarbrücker Zeitung 13.12.07 Kunst unter dem Weihnachtsbaum
Köllertaler Künstler stellen ihre Werke in festlichem Rahmen aus Die Künstlerinitiative im Köllertal hat zu ihren 22-jährigen Bestehen eine Ausstellung mit weihnachtlichem Flair organisiert. Im Püttlinger Schlösschen war ein Gabentisch mit Kunst und Literatur aufgebaut. Von SZ-Mitarbeiterin Beatrix Hoffmann
Püttlingen. Die Köllertaler Künstlerinitiative KiK setzte der Weihnachtshektik, in der viele Künstler noch schnell ein Bild an den Mann bringen wollen, einen stilvollen Kunsttag entgegen. Speziell für diesen Anlass wurden die 22 KiKler kreativ. Sie zogen also nicht, wie man vielleicht denken könnte, einfach was Nettes aus der Schublade, sondern überlegten sich etwas Besonderes.
So malte Monika Himber beispielsweise den „Himmel über Bethlehem“ und brachte ihn mit Goldpapier zum Glänzen. Juta Wagner formte üppige Windlichthäuser mit orientalischen Kuppeldächern rundherum, und Elfriede Matza ließ weiße Kunstschneeflocken auf einen dunklen Blätterkranz rieseln.
Nicht nur die Exponate waren ästhetisch anspruchsvoll, auch die Präsentation war gelungen. Beim KiK-Tag wurde das Schlösschen zum eleganten Weihnachtshaus. Den Weihnachtsbaum hatte man im kleinen Saal aufgebaut. Eine rot-grün karierte Patchworkdecke in Sternenform von Erika Steimer kaschierte den Ständer. Passend dazu schmückte ein Wandbehang mit stilisierten kleinen Tannenbäumen das Zimmer. Silberne Stühle und ein Sessel rundeten das gemütliche Baumzimmer ab.
Der Gabentisch war unter dem Lüster im großen Saal aufgebaut. Vera Hewener und Margret Roeckner hatten ihre Bücher mit Seidenband zu Päckchen verschnürt. Mike Siebler hatte für seine Karten Posaunenengelchen auf Bütten gestempel und einen Hauch von Blattgold hinzugegeben. Im Fensterrahmen baumelte eine Tiffany-Kerze von Paul Groß.
Hella Klein fügte der Kunst Plätzchen mit Zuckerguss hinzu, und Birgit Schüller warf unter ihrem appetitlichen „Chocolate Fudge“, einem Quilt in Schokoladenfarben, die Nähmaschine an ließ sich bei der Arbeit über die Schulter schauen. Als „Live“-Malerinnen agierten Monika Kempf, Gitta Nießen und Doris Mueller.
Auf einen Blick Die Mitglieder der Künstlerinitiative im Köllertal: Elisabeth Ertz-Meyer, Paul Groß, Vera Hewener, Monika Himber, Monika Kempf, Hella Klein, Astrid Latz, Jürgen Linnenberger, Elfriede Matza, Ursula Meyer, Doris Mueller, Gitta Nießen, Elfriede Pohl, Margret Roeckner, Rosel Schirra, Therese Schmidt, Birgit Schüller, Rosi Schumacher, Mike Siebler, Erika Steimer, Franz Josef Steimer, Juta Wagner. hof
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