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Spätsommer
Bald schon werden die Nächte lang neigt sich Sommerlicht Blütenduft endet lautlos gereifte Frucht wendet Schwere das Leichte
Was uns fest und verlässlich schien schwindet unbemerkt hin sogleich löst sich auf ohne Spur vergeht flößt das Sterben ins Leben
Werden wandelt das Alte neu nichts erneut sich was unerfüllt Tod herrscht wo keiner Samen streut rodet Zeit alle Tage
Vera Hewener aus: Verwirbelungen der Zeit. WiKu Verlag 2005.
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Endliches Leben
Rosenbögen rankende Blütendüfte strömen lichtwärts samtene rote Blätter liegen ineinander wie viele Jahre Tage für Tage
Einer nach dem anderen wird vergehen löst sich ab von allem was reifte eingeht Dorn um Dorn ins Herz was dich zärtlich koste färbt das Vergangne
Einmal spürst du jeglicher Zeit nach sehnend hinschaust siehst und fühlst in dir so wie damals aller Liebe Zauber bevor du hingehst endliches Leben
Vera Hewener aus: Verwirbelungen der Zeit. WiKu Verlag 2005.
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Morgenwehen
Wolkengletscher, aufgetürmt hoch im Blauen, weißer Gipfel, unbewohnt, unbestiegen. Zieht vorbei Regenfront, luftgetrieben. Graues Gemälde.
Windsturm fegt Verdunklungsgefahr vorüber. Licht blitzt aus des Himmels Gehauf und flimmert. Morgenwehen, schmerzliche Stunde wimmert hellt auf in Bälde.
Vera Hewener aus: Bist Himmel mir und tausend Feuerfunken. Mauerverlag. 2003.
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Rosentöne
Rösentöne, dornenumwoben, spielen himmelwärts mit blauen Fahnen. Bald schon leihen Kräfte einer verwelkten Blüte Farben und Haltung
Vera Hewener aus: Verwirbelungen der Zeit. WiKu Verlag 2005.
Glücksmaß
Hörst du deine heimlichen Wünsche sprechen, zeigen dir, dass nichts den Verzicht begründet. Suche dich, verweigere dich dem Schatten, jeglichen Nächten.
Vera Hewener aus: Verwirbelungen der Zeit. WiKu Verlag 2005.
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