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Die Künstlerinitiative Köllertal ist ein Zusammenschluss von Künstlern aus verschiedenen Sparten im Köllertal.
Im Köllertal gründete sich 1985 eine Künstlerinitiative aus vierzehn Kunstschaffenden. Als Organisationsform wählten die Mitglieder eine freie Gemeinschaft ohne Rechtsform. Die Künstlerinitiative Köllertal, kurz KiK genannt, widmete sich zunächst nur den bildenden Künsten, aktuell sind die Sparten Malerei, Radierungen, Keramik, Glaskunst, florale Gestaltung, Textilkunst, Medienkunst und Literatur vertreten. Neben der Förderung individueller künstlerischer Arbeit, Gemeinschaftsausstellungen, Kontaktpflege zu anderen Künstlergruppen ist auch die Heranführung der Jugend an die Künste ein erklärtes Ziel der Kunstschaffenden.
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www.kuenstlerinitiative-koellertal.de
26.11.11 Saarbrücker Zeitung Püttlinger Adventskalender ist das Werk von 17 Künstlern
In der neuen Galerie im Schlösschen werden die Originale präsentiert – Kalender-Ausstellung an diesem Wochenende
Die Künstlerinitiative Köllertal hat ihren aktuellen Adventskalender vorgestellt, der bis zum 6. Januar 2012 reicht. Der Kalender kostet fünf Euro, der Reinerlös kommt bedürftigen Familien im Köllertal zugute.
Püttlingen. „Behutsam gehe durch die Tage hin“, schreibt Margret Roeckner in ihrem Kalendergedicht. Pünktlich zum Advent ist der Kalender der Künstlerinitiative Köllertal (KiK) erschienen. Es ist die neunte Ausgabe. Der Kalender kostet fünf Euro, der Reinerlös kommt bedürftigen Familien im Köllertal zugute. Mike Siebler hat den Kalender stilistisch geprägt.
Das extravagante, schmale Hochformat macht ihn unverwechselbar und zum begehrten Sammlerobjekt. Der Kalender endet nicht mit Heiligabend, sondern setzt sich fort bis zum 6. Januar, dem Fest der Heiligen drei Könige. 17 Künstler haben mitgewirkt, Bilder, Objekte und Gedichte beigesteuert.
Die Auswahl und Zusammenstellung übernahm KiK-Sprecherin Vera Hewener. Leitmotiv der Komposition waren die Farben: Gelb als Symbol des Lichts, spirituelles Violett und das typische Weihnachts-Rot-Grün. Der Kalender bietet Informatives über die Bedeutung der Festtage und enthält kleine Zitate, die zum Nachdenken anregen sollen. So zum Beispiel: „Ich habe vor Weihnachten eine ganz unbeschreibliche Sehnsucht nach ganz Kleinem, ganz Einfachem, ganz Schlichten“ von Pastor Josef Wittig. Unter einem Tiffany-Engel von Paul-Groß steht: „Sieh nach den Sternen, hab' acht auf die Gassen“ (Wilhelm Rabe). Oben in der Kalenderecke leuchtet ein kleiner Stern aus Stoff von Erika Steimer. Ein größeres, abstrakteres Pendant von Birgit Schüller findet sich am unteren Ende des Kalenders. Dazwischen weist ein sternengleicher Holzschnitt von Astrid Latz den Weg. Dem Tiffany-Engel begegnet man im Püttlnger Schlösschen wieder, und auch den Sternen und all den anderen Kalenderbildern. Der Collage von Gitta Nießen, den Gemälden von Hella Klein, Elisabeth Ertz-Meyer, Monika Kempf, Monika Himber, Brigitte Weiand.
In der neuen Schloss-Galerie werden die Originale präsentiert. Drollig schauen die Kinder auf dem Winterbild von Doris Mueller-Schlang aus. Dick vermummt, mit Schal, Mütze, Anorak tollen sie über das Eis. Orientalisch mutet die Szenerie von Rosi Schumacher mit den Figuren in langen Gewändern an, und auch die Sandfarben von Therese Schmidt führen in biblische Länder und Zeiten. Lis Frank-Thomé malte Kirchenfenster, Monika Himber stapelte in ihrem Bild brennende Kerzen zum Quadrat, Elfriede Matza bestückte Kugeln mit roten und grünen Blättern. So stecken denn in dem Kalender ganz viele Geschichten.
Das Obergeschoss des Püttlinger Schlösschens feierte mit der Kalendervorstellung seine Premiere als Ausstellungsraum. Auch die Kalenderpräsentation in Form einer Ausstellung war eine Premiere. Das Flötenensemble vom Spielmannzug spielte Feierliches, Vera Hewener und Margret Roeckner lasen stimmungsvolle Gedichte.
An diesem Samstag und Sonntag ist die Kalender-Ausstellung im Schlösschen von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Den Kalender gibt es im Bürgerbüro im Püttlinger Rathaus und in der Buchhandlung Balzert. hof
05.10.11 Saarbrücker Zeitung Beim Rückblick ging's auch um die Zukunft
Festveranstaltung 100 Jahre Köllertalbahn - Auch moderne Mobilität und Globalisierung waren Themen
Nachhaltige Mobilität – an diesem Thema kam kein Redner vorbei, als am Samstag im Kulturbahnhof Püttlingen Politiker, Heimatkundler und Künstler ein besonderes Ereignis würdigten: die Eröffnung der Köllertalbahn vor exakt 100 Jahren.
Von SZ-Mitarbeiter Walter Faas
Püttlingen. „Am 1. Oktober 1911, es war ein kühler regnerischer Sonntag, eröffnete die Königlich Preußische Eisenbahn mit einer Zugfahrt von Völklingen nach Lebach die Köllertalbahn. Wir feiern heute das 100. Jubiläum der Köllertalbahn und des Bahnhofs Püttlingen, wobei wir diesmal einen sehr warmen und sonnigen Tag erleben dürfen.“ So eröffnete Clemens Sebastian, Vorsitzender des Kulturforums Köllertal, die Festveranstaltung – genau 100 Jahre nach der ersten Zugfahrt.
1985 wurde die Bahnlinie Völklingen-Lebach schließlich wieder stillgelegt. Zu den Klängen des Liedes „Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus“ rollte der letzte offizielle Zug über die Strecke. „Tausende von Zuschauern und Hunderte von Fotografen hatten sich an der Strecke eingefunden und winkten, fast wie bei der Eröffnung, noch einmal ‚ihrer' Bahn nach“, schreibt der Heusweiler Heimatkundler Karl-Heinz Janson in seinem brandneuen Buch „Die Köllertalbahn“.
Janson hat sich in der Vergangenheit nicht nur als Autor, engagierter Heimatforscher und Kommunalpolitiker einen Namen gemacht, sondern auch als eifriger Befürworter eines zeitgemäßen ÖPNV. Auch hier, bei der Jubiläumsveranstaltung, tritt Janson noch einmal vehement dafür ein: „Für fünf Euro zum Kaffeetrinken nach Bologna fliegen – wie viel Mobilität darf es denn noch sein?“ Umsteuern auf eine andere nachhaltige Mobilität laute, angesichts drohender ökologischer Katastrophen, die Devise.
In diesen Zusammenhang passt gut, dass die Redner beim Festakt über den Wert von Heimat, über Vor- und Nachteile der Globalisierung sprachen, allen voran Klaus Brill (Foto: SZ), aus dem saarländischen Alsweiler stammender Redakteur der „Süddeutschen Zeitung“ (der in seinem Buch „Deutsche Eiche – Made in China“ die Auswirkung der Globalisierung auf sein Heimatdorf beleuchtet). Und natürlich war auch der bevorstehende Start der Saarbahn nach Heusweiler ein Thema. „Vielleicht fährt sie dereinst auch wieder am Püttlinger Bahnhof vorbei?“, sinnierte Janson. Die Stadt Püttlingen behalte jedenfalls bei allen Bau-Entscheidungen immer im Auge, dass ein Betrieb der Saarbahn auf der Trasse der früheren Köllertalbahn möglich bleibt, betonte Bürgermeister Martin Speicher.
Nach vielen ernsten Worten kam das Fest im historischen Bahnhof Püttlingen bei bestem Wetter prima in die Gänge. Mehrere Ausstellungen mit historischen Fotografien und Eisenbahn-Exponaten erinnern an die alte Dampfross- und spätere Triebwagenzeit. Gezeigt wurden auch Aquarelle des VHS-Kreativkurses zur Bahn. Und Philatelisten konnten sich mit historischen Postkarten und Sonderbriefmarken zum Jubiläum eindecken. Es gab einen Büchertisch zum Thema, zudem Führungen durch den Kulturbahnhof plus einen themenorientierten Spielenachmittag für Kinder. Und im Rahmen einer Lesung präsentierten Vera Hewener und Margret Roeckner von der Künstlerinitiative Köllertal „Bahnhofsgeschichten“. Die passende Musik zum Fest steuerten die Musikschul-Dozenten Johannes Müller am Saxofon und Arnulf Ochs an der Gitarre bei.
29.09.2011 39/011 Püttlinger Anzeiger
Künstler der KIK und AMAG präsentieren gemeinsame Bilderausstellung im Foyer der Bundesknappschaftsklinik Püttlingen
Über dreißig Werke von Künstlern aus Püttlingen und Saint Michel sur Orge sind derzeit in einer gemeinsamen Ausstellung im Foyer der Bundesknappschaftsklinik ausgestellt. Mit im Bild Europaabgeordneter Jo Leinen und Dr. Klaus Ruffing, Verwaltungsdirektor der Klinik.
Künstler der KIK und AMAG präsentieren gemeinsame Bilderausstellung im Foyer der Bundesknappschaftsklinik Püttlingen
Einen weiteren Beweis für die guten partnerschaftlichen Beziehungen stellt sicherlich die gemeinsame Bilderausstellung von Künstlerinnen und Künstlern aus Püttlingen und Saint Michel sur Orge im Foyer der Bundesknappschaftsklinik Püttlingen da. Über 30 Gemälde und Werke in verschiedenen Techniken und Stilrichtungen sind bis einschließlich 03. Oktober 2011 in der Eingangshalle der Klinik unter dem Thema "Grenzenlose Kunst - L´art sans frontières" ausgestellt. Bei der Ausstellungseröffnung im Beisein zahlreicher geladener Gäste, unter Ihnen auch der Europaabgeordnete Jo Leinen, waren sich alle Beteiligten darüber einig, dass Kunst unabhängig von der Sprache oder der Nation der Künstler eine länderübergreifende verbindende Wirkung habe.
Einen besonderen Dank richteten Bürgermeister Martin und sein französischer Kollege Bernard Zunino an Verwaltungsdirektor Dr. Andreas Ruffing und die Mitarbeiter der Bundesknappschaftsklinik Püttlingen. "Dank ihrer Unterstützung und Hilfe werden die ausgestellten Werke in den kommenden zwei Wochen einem breiten Publikum präsentiert. Zugleich freut es uns, dass sich der größte Arbeitgeber unserer Stadt aktiv in der Partnerschaftsarbeit engagiert", betonte Martin Speicher. Künstler aus beiden Städten waren sich auch schnell darüber einig, dass die Art der Zusammenarbeit in gemeinsamen Ausstellungen und Workshops in den kommenden Jahren in Saint Michel sur Orge und Püttlingen weitergeführt werden soll.
07.07.2011 27/011 Püttlinger Anzeiger Das romantische "Mühle Eckle" inspirierte neun Malerinnen zu besonderen Darstellungen
Im Garten der Familie Rieger und Dr. Herbert Weber präsentieren die Malerinnen jeweils eines ihrer zuvor angefertigten Werke: v.l.: Margarethe Steinhausen, Camilla Kussler, Lotte Müller, Beate Klein, Brigitte Leisering, Doris Mueller-Schlang, Edith Jost, Rita Kirsch und Monika Kempf.
Das romantische "Mühle Eckle" inspirierte neun Malerinnen zu besonderen Darstellungen
Im idyllisch gelegene Gebiet hinter der vor über 50 Jahren stillgelegten Püttlinger Heiselsmühle, bekannt als "Mühle Eckle" fand am 18. Juni ein Maler-Plainair statt. Ermöglicht hatten dies die Besitzer der Anwesen von Familie Rieger und Dr. Herbert Weber, in Zusammenarbeit mit der Püttlinger Malerin und Dozentin an der VHS Völklingen, Doris Mueller-Schlang. Mit ihren VHS-Kursteilnehmerinnen nahm sie die Grundstücke, die zahlreiche malerische Motive bieten, in Augenschein. Doris Mueller-Schlang ist auch Mitglied der Künstlerinitiative Köllertal (KIK). Mit von der Partie waren die Malerinnen Lotte Müller und Monika Kempf, die ebenfalls KIK-Mitglied ist. Doris Mueller-Schlang begrüßte und bedankte sich bei den Gastgebern.
Zu Beginn des Open-Air-Events drohte allerdings erst einmal ein lang anhaltender Regenschauer das Vorhaben ins Wasser fallen zu lassen - und "Nass in Nass-Technik" war nicht angesagt. Also rettete man schnell das gesamte Malmaterial samt Staffeleien unter das Dach der an die Mühle angebauten, ehemaligen Remise. Danach begab man sich ins Haus der Riegers zu Kaffee und Kuchen. Nach dem es zu regnen aufhörte, bescherte Petrus den Künstlerinnen in dem ökologisch gepflegten Anwesen ein malerisch außergewöhnliches Naturschauspiel im Sonnenlicht. Dabei zeigten sich auf dem renaturierten Gelände, auf dem die Erbach in den Köllerbach mündet, zahlreiche Motive. Die neun Malerinnen arbeiteten mit Pastell-, Acryl- und Träufeltechnik. Im weiträumigen Garten positionierte man sich an ausgesuchter Stelle, um die Eindrücke auf den Malgrund zu bannen. Auf Ruhebänken sitzend öffneten sich die Sinne, wobei das Auge auf die Schönheiten der Natur gelenkt wurde. Das von der Sonne erwärmte Nass schwebte in weißen Schleiern über den Boden des naturparkähnlichen Geländes. Millionen von Wassertröpfchen erstrahlten in den Spektralfarben des Sonnenlichtes. In Mitten alter Baumbestände stand eine lächelnde Buddhafigur. Aus der farbenfrohen Duftorgel vereinigten sich Wohlgerüche aus verschiedenen Rosenblüten zu einer harmonischen Komposition. Das im Wind leise raschelnde, hohe Schilf zeigte sich in verschiedenen Grüntönen und warf lange Schatten über die Wiese. Der in Hochrabatten angelegte Gemüsegarten präsentierte sich gleichermaßen von seiner schönsten Seite. Die romantischen, teilweise mystisch erscheinenden Ergebnisse wird man wohl in einer Gemäldeausstellung bald sehen können. Die begeisterte Malergruppe sucht weitere Örtlichkeiten um das nächste Mal-Event starten zu können. Wer hierzu auch seinen Garten zur Verfügung stellen oder mitmachen möchte kann sich gerne bei Doris Mueller-Schlang unter Tel.: 06898/61479 melden.
18.06.11 Saarbrücker Zeitung So kommt Bewegung in unbewegte Bilder
Hella Klein zeigt die Ausstellung „Stadt - Land - Mensch – Bewegungsbilder“
Die Ausstellung „Stadt – Land – Mensch – Bewegungsbilder“ in der Volksbank Saar West in Riegelsberg zeigt Bilder von Hella Klein. Die Künstlerin wechselte ihren Stil, Bewegung ins Bild zu bringen.
Riegelsberg. Manchmal inspirieren Töchter ihre Mütter. Bei Hella Klein (67) und Tochter Silke (38) war das offensichtlich so. Silke Klein hat Umwelt- und Raumplanung studiert. Wie jetzt in einer Ausstellung in der Riegelsberger Volksbank zu sehen, hat das ihre Mutter künstlerisch beflügelt. Nach wie vor ist Bewegung das Hauptthema der Malerin und Grafikerin aus Völklingen. Doch das Thema kommt jetzt in neuer Gestalt daher. Führte die Künstlerin lange Zeit Bewegung und Veränderung in ihren Bildern durch Drehen von Druckplatten herbei, so bringt sie jetzt Bewegung in frei erfundene Landkarten. Hella Klein blickt aus der Vogelperspektive auf die Welt. Ein weiterer Anstoß zur neuen Perspektive soll, so Laudator und Ehemann Kurt Klein, ein Rundflug gewesen sein, bei dem die Künstlerin Mauerreste zwischen Gräsern ausmachte.
Hella Klein machte danach Radierungen und Holzschnitte von verlassenen Orten und verfallenen Gebäuden.
Acht Jahre – „das geht bei mir manchmal so“ – lag die Radierung „Zerfallener Ort“ in der Schublade, dann kam durch Pastell-Kreide Bewegung rein. Blatt Eins zeigt den ursprünglichen Plan, einen kleiner Fantasie-Ort, der sich in ein rundes Felsmassiv schmiegt. Auf Blatt zwei legte Hella Klein ein blaues Bewässerungssystem an. Sie restaurierte die Häuser in kräftigem Rot und legte grüne Wiesen und Felder an. Dann stellte sie sich vor, wie die Menschen Jahrzehnte oder vielleicht auch Jahrhunderte später dem Fluss eine neue Richtung gaben, wie sie Büsche anpflanzten, ein kleines Labyrinth freilegten – und bemalte Plan drei entsprechend. Eine Holzschnitt-Sequenz zeigt den Grundriss einer Burg. Beim „Wiederaufbau“ gesellen sich rote Steine hinzu, und bei der „Fertigstellung“ wird das Mauerwerk von schwarzer Umrandung stabilisiert.
Viele kennen Hella Klein als Mitglied der Künstlerinitiative Köllertal (KIK) und als Dozentin am Völklinger Kreativitätszentrum. In den vergangenen Jahren ging sie immer mehr von der Drucktechnik zur Malerei über. Ihre jüngsten Arbeiten sind zwei Acrylbilder. Bewegung steckt da schon im Titel: „Stadtgeschehen“ und „Raus ins Grüne!“
Die Ausstellung „Stadt – Land – Mensch – Bewegungsbilder“ in der Volksbank am Riegelsberger Marktplatz dauert übrigens bis zum 26. August. Während der Ausstellung kann man auch den Geburtstagskalender der KIK erwerben, in dem auch Hella Klein vertreten ist. hof
Saarbrücker Zeitung v. 21.04.2011 „Arbeit mit Holz ist ein ständiges Experiment“
Künstlerin Astrid Latz durfte erstmals auf der „art.metz“ ausstellen und freut sich über Angebote von Galerien
Die Köllerbacherin Astrid Latz hat erst vor sieben Jahren die Kunst entdeckt. Seitdem geht es steil bergauf. In Metz konnte sie ihre Arbeiten einem größeren Publikum präsentieren. Dabei vergisst sie ihre Wurzeln aber nicht.
Köllerbach. Astrid Latz ist eine Spätberufene. Erst 2004 fing die 55-jährige Montessori-Pädagogin an, sich mit freier Malerei zu beschäftigen. Heute gehört ihr ganzer Enthusiasmus dem Holzdruck; ihr Vorbild ist der Saarländer Max Mertz (1912-1981).
„Holz zu bearbeiten ist für mich eine tolle Erfahrung“, erzählt die naturverbundene Köllerbacher Künstlerin. Man könne sich dabei von der Maserung leiten lassen, doch sie bevorzugt die Methode des so genannten „Verlorenen Schnitts“. Dafür bearbeitet sie Tischlerplatten mit Buchefurnier – weiches Holz splittert zu leicht – und druckt dann mit Linoldruckfarbe per Handabzug oder Druckerpresse.
Spachteln geht nicht
Die Herausforderung dabei: „Man ist relativ festgelegt, kann nicht so impulsiv arbeiten. Und Korrekturmaßnahmen wie Spachteln oder Radieren fallen flach. Es ist ein ständiges Experimentieren.“ Die Technik des Holzdrucks entdeckte sie 2005 per Zufall und schloss sich als Autodidaktin prompt einer Püttlinger Holzdruckgruppe an. „Da war meine Leidenschaft geweckt.“ In Seminaren bildete sich die Mutter von zwei Kindern weiter und war bislang an rund 20 Ausstellungen und Projekten beteiligt, darunter auch an der Gestaltung zweier Kochbücher für einen guten Zweck im Rahmen der „KochArt 1“ in der Staatskanzlei des Saarlandes und der „KochArt 2“ in der Landesvertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin.
2007 wurde Latz in die Künstlerinitiative Köllertal berufen und war auch bei deren Jubiläumsausstellung „25 Jahre Künstlerinitiative Köllertal (KIK)“ im Kulturbahnhof Püttlingen mit von der Partie. 2009 präsentierte Astrid Latz eine Werkschau im Püttlinger Schlösschen und konnte nun eine weitere Sprosse auf der Karriereleiter erklimmen: Anfang April war sie auf der renommierten Kunstmesse „art.metz“, wo sie mit ihren Holzdrucken einen Exotenbonus genoss – ein schöner Erfolg, zumal insgesamt nur sechs saarländische Künstler von der international besetzten Jury eingeladen worden waren.
Ihre Bilanz? Durchweg positiv. „Eine spannende Sache, sich einem größeren Publikum zu präsentieren“, meint Latz. Insbesondere mit der Resonanz des Fachpublikums ist sie sehr zufrieden, denn außer positiven Rückmeldungen gab es auch Angebote aus der Großregion: Eine Galerie in Nancy richtet ihr im September eine Ausstellung aus, im November zieht dann eine Galerie in Luxemburg nach. Auch in Wittlich wird Astrid Latz im Lauf dieses Jahres noch ausstellen. Und sobald das Püttlinger Schlösschen fertig renoviert ist (schätzungsweise Mitte Mai), wird Latz auch bei der dortigen Benefiz-Exposition mitwirken. Welche Zukunftspläne hat sie noch? Plastisches Arbeiten mit Holz reizt sie. Astrid Latz: „Das entsprechende Material ist schon gelagert.“ kek
22. Februar 2011 Wochenspiegel Adventskalender der KiK hilft wieder Familien in Not Künstlerinitiative übergab Spende an Dr. Joachim Conrad
KÖLLERTAL Seit 2003 gibt die Künstlerinitiative Köllertal (KiK) einen Adventskalender heraus, deren Reinerlös für Familien in Not bestimmt ist. Auch im Jubiläumsjahr gab es den Kalender in der gewohnten Qualität und Form. Nach Abzug der Druckkosten kamen 700 Euro zusammen. In der Martinskirche übergab Schatzmeister Paul Groß die Spende an Pfarrer Dr. Joachim Conrad: Die Spende werde für Familien gebraucht, denen es aufgrund ihrer finanziellen Lage nicht möglich ist, ihre Kinder so am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu lassen, dass sie nicht z.B. durch ihre Kleidung benachteiligt werden, so Conrad. Armut wirke sich ganz unterschiedlich aus. Sie beschränke sich nicht auf eine angemessene Ernährung. Daher werde genau überlegt, welche Familien mit der Spende unterstützt werden.
KiK-Sprecherin Vera Hewener betonte, dass gerade Kinder, die von Hartz-IV leben, nicht die Entwicklungsmöglichkeiten hätten wie andere Kinder.
Vom Adventskalender sind noch Exemplare vorhanden. Wer keine Möglichkeit hatte, ihn zu bekommen, könne ihn noch bei Gitta Nießen unter der Telefonnummer (06806) 2721 erhalten.
21.02.11 Saarbrücker Zeitung Lesung über Hilde Domin Margret Roeckner zeichnete Lebensweg der Autorin nach
Köllerbach. In der Lesestunde der Katholischen öffentlichen Bücherei (KÖB) im ehemaligen Schwesternhaus in Köllerbach erzählte Margret Roeckner von ihre Begegnung mit der bekannten Autorin und Dichterin Hilde Domin (1909-2006) im Jahr 1993 in Saarbrücken. Faszinierend seien die oft leicht schwebenden Worte von Hilde Domin (Foto: ddp). Als Jüdin habe Hilde Löwenstein, so ihr eigentlicher Name, 1932 „Mein Kampf“ gelesen und wanderte im gleichen Jahr nach Italien aus, studierte dort Politikwissenschaften und floh schließlich 1939 mit ihrem Mann, dem Archäologiestudenten Erwin Walter Palm, nach Großbritannien, ein Jahr später in die Dominikanische Republik nach Santo Domingo – nach diesem Ort, der sie zur Dichterin gemacht habe, nannte sie sich später „Domin“. 1959 erschien ihr Gedichtband „Nur eine Rose als Stütze“. Hilde Domin, die seit 1961 in Heidelberg lebte, sei immer politisch engagiert gewesen, zum Dialog bereit, „ihre Dichtung war in ihrer Magie von einer Einfachheit geprägt. Sie verlor nie den Glauben an die Menschen.“
11.02.2011 Saarbrücker Zeitung Künstler helfen Familien in Not
Köllertaler Adventskalender ermöglicht Spenden
Köllerbach. Aus Kunst Geld zu machen ist ein Kunststück für sich. Mit ihrem Adventskalender ist das der Köllertaler Künstlerinitiative (KIK) nun schon zum siebten Mal gelungen. 700 Euro Reinerlös waren es diesmal. Schatzmeister Paul Groß überreichte das Geld in der Martinskirche an Pfarrer Dr. Joachim Conrad. Pfarrer Conrad will damit wie in den Vorjahren Familien, die in Not sind, unter die Arme greifen.
Armut sei ein großes Problem in unserer Gesellschaft, aber oft ein verschämtes, erklärte Conrad. Manchen sehe man an, dass sie arm sind, aber viele Menschen würden sich auch so verhalten, dass es nach außen hin nicht auffalle. „Wir überlegen uns das immer sehr genau, was wir mit dem Geld machen“, meinte der Pfarrer. Diesmal ist unter anderem an einen Kleiderzuschuss für eine Konfirmation gedacht. Dabei gehe es nicht darum, bei diesem Fest modisch zu glänzen, sondern darum, dass dem Konfirmanden etwas Passables zum Anziehen zur Verfügung steht.
Von dem Adventskunstkalender sind, so KIK-Sprecherin Vera Hewener, noch ein paar Exemplare zu haben.
Sammler oder solche, die es werden wollen, sowie Leute, die einfach für ihre Mitmenschen im Köllertal etwas Gutes tun wollen, können sich an die Malerin des Kunstkalenders Gitta Nießen wenden. hof
Weitere Informationen zum Kalender bei Gitta Nießen, Tel. (0 68 06) 27 21.
SZ 01.02.2011 Künstlerinitiative Köllertal: Vera Hewener neue Sprecherin
Püttlingen. Die Künstlerinitiative Köllertal (KiK) hat eine neue Sprecherin gewählt, teilte die KiK mit. Die bisherige Sprecherin Gitta Nießen (Foto: Jenal) hatte aus Altersgründen nicht mehr kandidiert. Auf ihren Vorschlag wählte die Künstlerinitiative Köllertal Vera Hewener einstimmig zur neuen Sprecherin. Vera Hewener (Foto: Jenal) würdigte zu ihrem Amtsantritt die Arbeit und das große Engagement ihrer Vorgängerin. Die weiteren Vorstands-Funktionen verteilen sich wie bisher auf Monika Himber (Kontaktperson für die Stadt Püttlingen), Liz Frank-Thomé und Erika Steimer (beide Projektgestaltung), Paul Groß (Schatzmeister), Elisabeth Erz-Meyer (Kassenprüferin), Vera Hewener (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit). Margret Roeckner hat das Amt der Schriftführerin übernommen. Als nächste Aktivitäten stehen die Gemeinschaftsausstellung mit dem Atelier Municipal d'Arts Graphiques (AMAG) aus St. Michel-sur-Orge im Rahmen der 25-Jahrfeier der Städtepartnerschaft zwischen Püttlingen und der französischen Stadt auf dem Jahresprogramm, zudem eine Benefizaktion zu Gunsten der Renovierung des Püttlinger Schlösschens, die Übergabe des Reinerlöses aus dem Verkauf des Adventskunstkalenders 2010 und eine Neugestaltung der Ausstellung im Uhrmachers Haus. Desweiteren bietet die KiK einen immerwährenden Kunstkalender an, zu beziehen bei Gitta Nießen unter Tel. (0 68 06) 27 21.
SZ 30.11.2010 Köllertaler Weihnachtskalender
Die Künstlerinitiative hat wieder einen Kalender vorgelegt, der über die Adventszeit bis Drei-König reicht
Manch einer wartet schon jedes Jahr darauf: Der Kalender der Künstlerinitiative Köllertal ist nicht nur zum Tage ablesen, sondern auch ein Gesamtkunstwerk geworden.
Von SZ-Mitarbeiterin Beatrix Hoffmann
Püttlingen. „Es gibt viele, die haben den Nagel schon in der Wand. Sie wissen, da kommt er hin“, so schwungvoll präsentierte Gitta Nießen den neuen Adventskalender der KiK im Püttlinger Rathaus. Der Kalender der „Künstlerinitiative im Köllertal“ geht ins magische siebte Jahr, und er ist wieder sehr schön geworden. Bürgermeister Martin Speicher gab sich als großer Fan zu erkennen. Er will ihn nicht nur in seinem Büro und zu Hause aufhängen, sondern auch höchstpersönlich bei den Erlebniseinkaufstagen am Stand der Stadt verkaufen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Adventskalendern ist dieser ein Weihnachtskalender im besten Sinn, er geht nämlich bis zu den Drei Königen, die – in Tiffany-Technik von Paul Groß dargestellt – am 6. Januar ihre Gaben überreichen. Vera Hewener, für das Layout verantwortlich, hat den Kalender mit künstlerisch-weiblicher Intuition etwas lockerer gestrickt als die Vorgängermodelle. Jedes KiK-Mitglied lieferte eine Fotovorlage bei ihr ab, und sie machte daraus ein harmonisches und abwechslungsreiches Gesamtbild. Als Autorin erzählt Vera Hewener auch die alte Geschichte neu: Die Geschichte beginnt an einem verschneiten Wintertag in Püttlingen. Das Schlösschen ist von einer Mauer umgeben. Das Tor ist verschlossen. (Pastellbild Doris Schlang). Verheißungsvoll strahlt ein heller Stern am Nachthimmel (Radierung Monika Himber). Ein Paar, in helles Licht getaucht, steht beisammen. (Gemälde Rosi Schumacher). Es soll ein ökumenischer Kalender sein. Margret Roeckner hat passende Bibelstellen ausgesucht und ihr Lieblingsgedicht – „das muss man laut lesen und danach schlafen gehen“ – von D. H. Lawrence dazu gestellt. Ihre eigenen Zeilen bewacht ein Engel, gemalt von Lis Frank-Thomé. Die Zuordnungen von Bildern und Texten ist spannend. So wird Gitta Nießens plastisch gemalte Himmelserscheinung vom kaiserlichen Hofprediger Erich Frommel kommentiert: „Schaue nicht auf dein flackerndes Glaubenslicht, sondern auf die leuchtende Sonne der Zusage Gottes.“ Hella Kleins Mezzotinto-Radierung, auf der weit geöffnete Türen, den Blick in eine blaue Winterlandschaft weisen, wird von der jüdischen Weisheit „Gott wohnt, wo man ihn einlässt“ begleitet.
Man braucht Zeit, um sich in diesen Kalender zu versenken, aber schließlich will er ja fünf Wochen zum Innehalten, Nachdenken und Besinnen anregen. 20 Künstler aus dem Köllertal wirkten mit. Auch Weihnachts-Zubehör in etwas anderem Gewandt erscheint hier: Elfriede Matza spickt ihren Tannenzapfen mit Vogelbeeren, Erika Steimer zeigt eine Christbaumkugel aus Fäden und gerissenen Stoffen, Monika Kempf träufelt Tannenbäumchen in Lack auf Leinwand. Therese Schmidt malt in Kerzenrot.
Den Kalender auf seidenmatten Kunstdruckpapier gibt es für 5 Euro beim Kulturamt der Stadt Püttlingen, in der Buchhandlung Balzert, in Elfriede Matzas Blumenatelier in Riegelsberg und bei den KiK-Mitgliedern.
27.11.2010 www.hallobock.de Künstlerinitiative Köllertal stellte neuen Adventskalender vor - Benefizaktion zugunsten bedürftiger Familien im Köllertal
PÜTTLINGEN. Mit dem 1. Advent beginnt in den katholischen und evangelischen Kirchen das neue Kirchenjahr. Die orthodoxen Kirchen begehen den Advent sechswöchig als Fastenzeit; das Kirchenjahr beginnt dort am 1. September. Diese und andere Informationen enthält der Adventskalender der Künstlerinitiative Köllertal. Er soll ein Begleiter sein, über die Bedeutung und Tradition der christlichen Feiertage informieren.
Der Kalender ist auf seidenmattem, 120 Gramm starkem Papier gedruckt und wirkt durch seine Pastelltöne sehr transparent. Die Anordnung der Bilder, Gedichte und Texte soll den Betrachter zum besinnlichen Innehalten Zeit und Raum geben und zum christlichen Ursprung zurückführen. Das Gesamtlayout hat Vera Hewener erarbeitet. Sie stellte auch das Kalendarium und die Informationstexte zusammen. Die Bibeltexte hat Margret Roeckner ausgewählt.
Vor der Produktion durchsuchten die Malerinnen, Druckerinnen, Quilterinnen, Schriftstellerinnen, die Floralkünstlerin, die Keramikerin und ein Glaskünstler die Werke nach passenden Objekten. Die digitalisierten Fotoaufnahmen sind die Grundlage für den Kunstkalender. Sie bebildern das Sammelstück, das bereits im achten Jahrgang erscheint. Es wirkten Elisabeth Erz-Meyer, Lis Frank-Thomé, Paul Groß, Monika Himber, Monika Kempf, Hella Klein, Astrid Latz, Ursula Meyer, Doris Müller-Schlang, Gitta Nießen, Rita Rohnert, Therese Schmitt, Birgit Schüller, Vera Hewener, Rosi Schumacher, Erika Steimer, Elfriede Matza, Margret Roeckner, Brigitte Weiand, und Juta Wagner mit.
Püttlingens Bürgermeister Martin Speicher verschickt den Köllertaler Adventboten bis nach Afrika. Er bedankte sich anlässlich der Kalendervorstellung bei den Mitgliedern für das gelungene Werk, das am Stand der Stadt Püttlingen während der Erlebniseinkaufstage für 5,-Euro angeboten wird. Der Reinerlös geht dabei an bedürftige Familien im Köllertal.
Zu erhalten ist der Püttlinger Adventskalender auch im Rathaus Püttlingen, in der Buchhandlung Balzert-Stein, Pickardstraße 31, Püttlingen, in der Blumenwerkstatt von Elfriede Matza in Riegelsberg, Ziegelhütter Straße 60 oder bei den Mitgliedern der Künstlerinitiative Köllertal (Kontakt: Paul Groß, Telefon 06898 65222 oder Gitta Nießen, Telefon 06806 2721.
45/10 12.11. Riegelsberger Wochenpost In der Köllertalstadt Püttlingen grassierte das Kunstfieber
25-Jahr-Feier der Künstlerinitiative Köllertal sorgte für großen Bahnhof
Die Künstlerinitiative Köllertal hatte zum 25jährigen Bestehen eingeladen. Ein immerwährenden Kunstkalender, Kunst bis 25 Euro, eine Ausstellung, Arbeit an Werktischen und Autorenlesungen stießen auf riesengroßes Interesse. Stückguthalle, Bistro und der ehemalige Wartesaal wurden zu einem einzigen Kunstraum.
Püttlingen. "Alles ist in Bewegung", schilderte Monika Kempf. Die Künstlerinitiative Köllertal habe im Lauf der Zeit mehrere Sprecher gehabt und jeder habe der Gemeinschaft eine neue Richtung gegeben. Schirmherrin Annegret Kramp-Karrenbauer erinnerte sich an die Geschäftigkeit, die bei der Ausstellung in der saarländischen Landesvertretung in Berlin herrschte. Das Köllertal würde heute dank des hohen und vielseitigen Engagements der kunstschaffenden Mitglieder im Land als Kunstraum wahrgenommen werden. Martin Speicher erinnerte an andere Aktionen, nannte beispielhaft den Adventkalender, den er in entfernte Kontinente bis nach Afrika im Namen der Stadt gerne jedes Jahr verschenke. Die Benefizaktion sei auch ein Geschenk an bedürftige Familien. Auf den neuen Adventkalender freue er sich bereits.
Gitta Nießen klappte den immerwährenden Kalender auf. Auf einem Kalenderblatt sind zwei Kunstwerke abgebildet, in der Mitte befindet sich das Kalendarium. Alle Kunstwerke könne man im Bistro und im Restaurant betrachten. Die Ausstellung sei Teil des Winterfahrplans des Kulturbahnhofs, erläuterte Heike Kolling-Krumm vom Kulturforum, die den Mitgliedern für die Vorbereitung der Ausstellung dankte. Zu sehen sei sie bis in den März 2011 hinein.
Am Jubiläumstag konnte man den Künstlern beim Erschaffen neuer Werke zusehen: Brigitte Weiand bei Drucktechnik und Aquarell, Doris Mueller-Schlang bei Pastell, Monika Himber bei Drucktechnik, Erika Steimer und Birgit Schüller bei Textilkunst, Elfriede Matza bei Floralkunst, Hella Klein bei Zirkelbildern und Monika Kempf bei der Träufeltechnik. Auch die Freunde der Literatur kamen bei den vollbesetzten Autorenlesungen auf ihre Kosten. Es lasen Margret Roeckner und Vera Hewener. Der Kunstkalender ist im Kulturbahnhof, in der Buchhandlung Balzert in Püttlingen und in der Blumenwerkstatt von Elfriede Matza in Riegelsberg zum Preis von 18,-Euro zu erhalten. Der Adventkalender 2010/2011 erscheint Mitte November.
04.11.10 Wochenspiegel
Künstlerinitiative feiert Jubiläum
Ausstellung im Alten Bahnhof – Neuer caritativer Adventskalender der KiK
PÜTTLINGEN. Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, und zugleich Schirmherrin der Künstlerinitiative Köllertal (KiK), eröffnete zusammen mit dem Püttlinger Bürgermeister Martin Speicher und Heike Kolling-Krumm, Geschäftsführerin des Kulturforums Köllertal, die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum der „KiK“ im Püttlinger Bahnhof. In einer großen Ausstellung, die im Bistro und in der Stückguthalle des Bahnhofs gezeigt wird, präsentieren Künstlerinnen und Künstler ihre einzigartigen Arbeiten.
Zu bewundern ist die Sammlung der besonderen Werke bis zum einschließlich 25. März des nächsten Jahres. Bis zu einem Preis von 25 Euro kann Kunst in der Stückguthalle erworben werden. Von Aquarellen, Drucktechnik oder Patchwork ist für jeden Interessierten mit Sicherheit etwas dabei.
Bereits 1985 gründete sich die Künstlerinitiative aus vierzehn Kunstschaffenden. Ursprünglich widmeten sich die Teilnehmer ausschließlich den bildenden Künsten, mittlerweile wurde dieses Spektrum erweitert und umfasst Bereiche wie Literatur, Textil- und Glaskunst oder auch florale Kunst. Gesetzte Ziele der Künstler waren - und sind auch heute noch - vor allem die Jugend an die verschiedenen Zweige der Kunst heranzuführen und den Kontakt zu anderen Künstlergruppen, auch über die Grenze hinaus, zu stärken. Im Laufe der Jahre haben sich nicht nur die Initiative, sondern auch die Kunstschaffenden weiterentwickelt. Neue Mitglieder sind hinzugekommen und haben zur Erweiterung der Gruppe beigetragen.
Neben der Förderung der individuellen künstlerischen Arbeit gibt die KiK traditionell einen limitierten Adventskalender heraus (sechs Euro pro Stück), dessen Erlös benachteiligten Familien in Püttlingen zugute kommt. Ein immerwährender Kalender, in dem 24 verschiedene Arbeiten der Künstler, auch in der Ausstellung zu sehen, abgedruckt sind, ist für achtzehn Euro zu erwerben.
Beide Exemplare sind erhältlich in der Buchhandlung Balzert-Stein, Pickardstraße 31 in Püttlingen sowie in der Blumenwerkstatt bei Elfriede Matza, Ziegelhütter Straße 60 in Riegelsberg. np
Saarbrücker Zeitung vom 27.10.2010
Die Kik - ein Kick fürs Köllertal
Künstlerinitiative Köllertal feierte 25. Geburtstag im Kulturbahnhof
Die Künstlerinitiative Köllertal, kurz Kik gerufen, feierte im Püttlinger Kulturbahnhof ihr 25-jähriges Bestehen. Zur Feier des Tages gab es einen Kunstkalender, eine Ausstellung und einen Gabentisch.
Von SZ-Mitarbeiterin Beatrix Hoffmann
Püttlingen. Mit: "Die Kik hat dem Köllertal einen Kick gegeben", brachte Schirmherrin Annegret Kramp-Karrenbauer die Wirkung der Künstlerinitiative auf den Punkt. Sie habe dafür gesorgt, dass das Köllertal als Kunstraum wahrgenommen werde.
Bestes Beispiel dafür war das Geburtstagsfest selbst. Die Stückguthalle war rundum mit neuen Werken geschmückt. Am Gabentisch konnte man sich für 25 Euro mit Kunst beschenken. Brigitte Weiand tupfte blaue Wasserfarbe um eine Blüte aus Seidenpapier. Monika Himber zeigte, wie aqua tinta funktioniert. Elfrieda Matza fädelte Blätter vom wilden Wein zum Kranz. Die beiden Quilterinnen agierten an der Nähmaschine. Monika Kempf träufelte mit Lack die Umrisse einer Bauchtänzerin auf Leinwand. Hella Klein malte Zirkelbilder mit Faserstiften. An einer Staffelei tupfte Doris Mueller-Schlang mit den Fingerkuppen Nebelfelder in eine Landschaft.
Bürgermeister Martin Speicher lobte die Erfolgsgeschichte der Kik, die lange vor seiner Amtszeit begann. Georg Fox und Gerd Meyer hatten die Künstlerinitiative ins Leben gerufen. Sie ist ein lockerer und lebendiger Zusammenschluss. Die Mitglieder kamen und gingen. Die Sprecher (die Kik ist kein Verein, deshalb keine Vorsitzenden) wechselten wie die Schwerpunkte. "Alles ist in Bewegung, im Fluss", sagte Kempf, und als Symbol für die Beständigkeit im Wechsel der Zeit habe man den immer währenden Kalender gemacht.
Gitta Niessen stellte das Prachtexemplar vor: ein elegantes Breitformat, auf jeder Seite jeweils zwei Abbildungen von Kunstwerken und in der Mitte eine Spalte, wo man Geburtstage oder andere persönliche Gedenktage eintragen kann. Die Kalenderbilder zeigen die Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten der Mitglieder.
In dem anderen ehemaligen Wartesaal las Margret Roeckner Geschichten, die im Bahnhof entstanden waren. Vera Hewener trug Gedichte vor und malte Bilder mit Worten. Die Ausstellung der Kalender-Originale im Bistro wurde in Zusammenarbeit mit dem Köllertaler Kulturforum auf die Beine gestellt. Diese Präsentation und entsprechend die Abbildungen im Kalender zeigen die ganze Vielfalt der künstlerischen Techniken.
Die Bandbreite reicht von Aquarellen über Holz- und Styropordruck bis hin zu Bildern in Pastell und Acryl. Abstrakte Bilder und figurative Gemälde sind dabei. Außerdem ist auch spannende Textilkunst, Florales, Glaskunst sowie Literatur zu entdecken.
Der immer währende Kalender ist für 18 Euro im Kulturbahnhof, in der Buchhandlung Balzer in Püttlingen und in Elfriede Matzas Blumenwerkstatt in Riegelsberg zu haben.
Künstlerinitiative Köllertal feiert 25jähriges Jubiläum - Großes Kunstevent am Sonntag, 24. Oktober, 15:00 Uhr, im Kulturbahnhof Püttlingen
Montag, 25. Oktober 2010 um 10:12 Uhr | Author: HELMUTH BOCK
PÜTTLINGEN. Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer als Schirmherrin und der Püttlinger Bürgermeister Martin Speicher haben am Sonntag, 24. Oktober 2010 im Kulturbahnhof Püttlingen die Feierstunde zum 25-jährigen Jubiläum der Kulturinitiative Köllertal eröffnet.
Präsentation des immerwährenden KiK-Kalenders
Im Köllertal gründete sich 1985 eine Künstlerinitiative aus vierzehn Kunstschaffenden. Als Organisationsform wählten die Mitglieder dabei eine freie Gemeinschaft ohne Rechtsform. Die Künstlerinitiative Köllertal, kurz KiK genannt, widmete sich zunächst nur den bildenden Künsten. Mittlerweile sind die Sparten Malerei, Glaskunst, Radierungen, Floralkunst, Keramik, Textilkunst, Drucktechnik und Literatur vertreten. Neben der Förderung individueller künstlerischer Arbeit, Gemeinschaftsausstellungen, Kontaktpflege zu anderen Künstlergruppen, auch grenzüberschreitend, ist auch die Heranführung der Jugend an die Künste ein erklärtes Ziel der Kunstschaffenden.
Zur offiziellen Feier trugen nach den Grußworten der Schirmherrin Anngret Kramp-Karrenbauer (Ministerin), Martin Speidher (Bürgermeister Püttlingen) und Heike Kolling-Krumm (KiK) Elisabeth Müller und Lis Frank-Thomé mit zwei musikalischen Beiträgen und Monika Kempf mit einem historischen Rückblick bei. Danach konnten sich die zahlreich erschienenen Kunstinteressierten an verschieden Stationen einen Überblick über das Schaffen der KiK-Gemeinde verschaffen. Der immerwährende Kalender zum Preis von 18 € war dort dabei ebenso erhältlich wie verschiedene andere Kunst bis zu 25 € In der Stückguthalle, wo sich die Ausstellung mit neueren Werken fortsetzte.
An den Kunsttischen arbeiteten Birgit Schüller und Erika Steimer mit Patchwork, Brigitte Weiand mit Aquarell und Drucktechnik, Hella Klein mit Zirkelbildern, Elfriede Matza mit Floralkunst, Monika Himber mit Drucktechnik, Doris Mueller-Schlang mit Pastell, Monika Kempf mit Träufeltechnik, Erika Steimer mit Patchwork und Brigitte Weiand mit Aquarell, Gitta Nießen mit Drucktechniksowie Elfriede Matza mit Floralkunst und Erika Steimer mit Patchwork. Außerdem gab es Autorenlesungen mit Margret Roeckner und Vera Hewener.
14.10.2010 Saarbrücker Zeitung Die Künstlerinitiative Köllertal wird 25 Jahre alt
Große Veranstaltung im Kulturbahnhof Püttlingen am 24. Oktober
Seit 25 Jahren bereichert die Künstlerinitiative Köllertal das kulturelle Leben der Region. Zum Geburtstag gibt es unter anderem einen immerwährenden Kunstkalender sowie Kunst bis 25 Euro zu erwerben.
Püttlingen. Mit einer großen Ausstellung im Bistro und in der Stückguthalle des Püttlinger Bahnhofes begeht die Künstlerinitiative Köllertal (KiK) ihren 25. Geburtstag am Sonntag, 24. Oktober. Schirmherrin Annegret Kramp-Karrenbauer und Bürgermeister Martin Speicher eröffnen die Feierstunde um 15 Uhr. Klavier zu vier Händen spielen Elisabeth Müller und Lis Frank-Thomé.
Die KiK gründete sich 1985 aus vierzehn Personen. Man widmete sich zunächst den bildenden Künsten, mittlerweile sind auch die Sparten Malerei, Glaskunst, Radierungen, Floralkunst, Keramik, Textilkunst, Drucktechnik und Literatur vertreten. Neben der Förderung individueller künstlerischer Arbeit, Gemeinschaftsausstellungen, Kontaktpflege zu anderen Künstlergruppen, auch grenzüberschreitend, ist auch die Heranführung der Jugend an die Künste Ziel der Kunstschaffenden.
Nach der offiziellen Feier können sich Kunstinteressierte auf ein großes Programm freuen. Der immerwährende Kalender ist zum Preis von 18 Euro zu erhalten, in der Stückguthalle kann Kunst bis 25 Euro erworben werden. Alle Kalenderbilder sind im Bistro ausgestellt. In der Stückguthalle setzt sich die Ausstellung mit neueren Werken fort. An den Kunsttischen arbeiten von 16 bis 17 Uhr Birgit Schüller und Erika Steimer mit Patchwork, Brigitte Weiand mit Aquarell und Drucktechnik, Hella Klein mit Zirkelbildern, von 17 bis 18 Uhr Elfriede Matza mit Floralkunst, Monika Himber mit Drucktechnik, Doris Mueller-Schlang mit Pastell, Monika Kempf mit Träufeltechnik, Erika Steimer mit Patchwork und Brigitte Weiand mit Aquarell; von 18 bis 19 Uhr arbeiten Gitta Nießen mit Drucktechnik, Elfriede Matza mit Floralkunst und Erika Steimer mit Patchwork. Autorenlesungen gibt es mit Margret Roeckner von 16.30 bis 17 Uhr und mit Vera Hewener von 17 bis 17.30 Uhr.
23.09.2010 Saarbrücker Zeitung Bilder komponiert wie in der Musik
Püttlinger Künstlerin stellt Werke in Volksbank Riegelsberg aus
Bis zum Ende des Jahres sind Werke der Püttlinger Künstlerin Elisabeth Frank-Thomé in der Geschäftsstelle der Volksbank in Riegelsberg zu sehen. Sie sagt, dass sie ihre Bilder wie Musikstücke komponiert.
Von SZ-Mitarbeiter Dennis Langenstein
Riegelsberg/Püttlingen. Die Püttlinger Künstlerin und Lehrerin Elisabeth Frank-Thomé stellt bis zum Ende des Jahres ihre Acrylbilder in der Volksbank Saar-West-Geschäftsstelle in Riegelsberg aus. Frank-Thomé gab während der Vernissage auch Einblick in ihre Verfahrensweise, die sie mit dem Komponieren von Musikstücken vergleicht. Das „Farb-Tonmaterial“ wird abhängig von ihrer jeweiligen Stimmung in verschiedenen Schichten aufgetragen. Dadurch ergibt sich ein Thema, das sie dann herausarbeitet. Sie sagt: „Um dieses Thema entsteht intuitiv das gesamte Bild, bis die Komposition fertig ist.“ Die Musik spielte auch während der Vernissage eine wichtige Rolle. So gestaltete die Künstlerin mit ihrer Musikkollegin Elisabeth Müller die Veranstaltung musikalisch mit vier-händigen Klavierstücken.
Elisabeth Frank-Thomé hat Schulmusik, Geografie und Bildende Kunst an der Universität des Saarlandes sowie Gesang am Richard-Strauss-Konservatorium in München studiert. Heute ist sie Realschullehrerin an der Hermann-Neuberger-Schule in Völklingen und auch Mitglied der Künstlerinitiative Köllertal. Bis 2007 setzte sie ihren künstlerischen Schwerpunkt bei der Steinbildhauerei, jedoch wechselte sie krankheitsbedingt zur Acrylmalerei. Die Ausstellung läuft noch bis Ende des Jahres.
www.hallobock.de Donnerstag, 02. September 2010 um 13:31 Uhr HELMUTH BOCK Kultur Info
Literatur in der “Roten Zone“ Köllerbachs - Vera Hewener und Georg Fox lasen im vollbesetzten Schwesternhaus
PÜTTLINGEN. Eigentlich war der Leseort der Pfarrer-Rug-Park. Wetterbedingt füllte jedoch die vorletzte Station der Literatissimo-Reihe der Stadt Püttlingen mit den bekannten Schriftstellern aus Püttlingen das Schwesternhaus bis auf den letzten Platz. Der Beigeordnete der Stadt Püttlingen Norbert Rupp bedankte sich am Ende der Lesung mit den Worten: „Aus Stress ist Ruhe geworden. Das hat man im Raum auch gespürt.“ Zuvor hatte er verkündet, keine Zeit zu haben, um der Veranstaltung bis zum Schluss beiwohnen zu können.
Eingeleitet wurde der Leseabend von Heweners historischem Rückblick in die Zeit vor dem zweiten Weltkrieg. Dass Karl Ludwig Rug die Barmener Erklärung mitgetragen hatte und sich gegen das Naziregime stellte, war eine der Ausführungen. Dass das Straflager in Etzenhofen auf Hermann Röchling zurückging, war vielen nicht bekannt. Die Widmungsgedichte Heweners unterstrichen dies. Das Gedicht „Tochter Zion“ bezog die Jesaja-Verse mit ein. Versatzstücke aus dem alten Testament tauchten auf, die Martinskirche wurde zum Schauplatz europäischer Gesinnung: „Karl-Ludwig Rug/würde Johannes Hoffmann die Hand reichen/Robert Schuman war hier.“ Georg Fox knüpfte seine Widmungsgedichte an die Gegenwart. In der Bucherbach-Ballade unterstrich er seine Verbundenheit zur Heimat. In seinen Sprachbildern suchte er immer wieder das „Gligg im Kellerdal“.
Amüsant waren die Tiergedichte. Bei Vera Hewener hatte ein Reh die Hufe verrenkt, als ihm der „goldene Bock“ gegenüber trat. Als ein Frischling den werbenden Keiler in flagranti ertappte, grunzte es „Glück gehabt, dem Schwein wäre ich fast in die Falle getappt“. Bei Georg Fox wurde in einer Bank so mancher Bock geschossen, ein Regenwurm schlängelte sich von der Burg Bucherbach in die Katholische Bücherei im Schwesternhaus und wurde zum Bücherwurm, wo er auf eine Leseratte traf.
So ging es Schlag auf Schlag. Auf gehobene Sprache folgten Allegorien, auf hochdeutsche Gedichte die saarländische Mundart. Eine intensive Aufmerksamkeit des Publikums war den beiden Autoren gewiss. Sonderapplaus erntete Georg Fox für seine Regenwurm-Ballade, Vera Hewener für das zeitkritische Gedicht „Mutterrechte“.
Norbert Rupp war angetan und er bekräftigte, dass diese Kulturreihe auch 2011 weitergeführt wird. Die nächste Lesung der Literatissimo-Reihe findet am Freitag, 17. September im Pfarrheim Liebfrauen in Püttlingen statt. Dann steht Poesie im Mondschein im Mittelpunkt. Es lesen Margret Roeckner, Vera Hewener und Eva Dörr-Vieregge.
Heusweiler Wochenpost KW 35/10 1.09.10 Bezaubernde Sprache bei "Literatissimo"
Texte mit wunderbaren Bezügen zur Heimat im Köllertal!
An diesem Leseabend wurde es sehr eng im großen Saal des Schwesterhauses von Köllerbach. Für die Veranstaltung LITERATISSIMO hatte das Kulturbüro der Stadt Püttlingen Vera Hewener und Georg Fox verpflichtet. Das Lese-Duo hat bereits eine ganze Reihe von Büchern publiziert und zeigte sehr einfühlsam, wie man die Welt mit Sprache in Texte verpacken kann. Beigeordneter Norbert Rupp begrüßte die zahlreichen Zuhörer/innen, denn die Besucher waren zu diesem Vortrag trotz der schlechten Wetterlage geströmt. Frau Hewener präsentierte dabei ihre Inspirationen in Sprachbilder, die auch gleichzeitig Sinnbilder alltäglicher Erfahrungen sind. Mit einem sehr gewählten Wortspiel gab sie manchen Beobachtungen des Alltags eine symbolische Bedeutung. Ihre geschichtliche Würdigung des Pfarrers Karl Rug, der zur bekennenden Kirche gehörte, schaffte einen wichtigen Bezugspunkt, um auch den jüngeren Zuhörern Begriffe wie "rote Zone, Evakuierung, Krieg" zu vermitteln. Georg Fox, Kulturpreisträger des ehem. Stadtverbandes, blieb in seinen Texten sehr bodenständig und nutzt seine intensiven Kenntnisse der literarischen Gattungen für höchst originelle Neuschöpfungen. Besonders auffällig war bei dieser Lesung, wie es ihm gelang, seine Heimat in viele Texte einzubinden. "Bucherbach-Ballade" hieß einer seiner Texte, wo er sehr geistreich die Sagenwelt des Köllertals zu einem Erzählgedicht umformte. Fox schaffte es in unnachahmlicher Art, mit seinen Texten die persönliche Verbundenheit zu seiner Heimat durch eine sehr sensible Sprache auszudrücken. Hinzu kam, dass Fox über eine gute Portion Wortwitz verfügt, welche dieser Lesung eine heitere und lockere Note verlieh.
Diese Veranstaltung war auch ein Beweis dafür, dass für Heimatliteratur ein großes Interesse besteht. Die Besucher waren jedenfalls von der Literatissimo-Veranstaltung begeistert. Die nächste und letzte Folge von LITERATISSIMO findet am 17.09. um 19.30 Uhr im Pfarrheim Liebfrauen in Püttlingen statt. Dann lesen Margret Roeckner, Vera Hewener und Eva Dörr-Vieregge. Für Georg Fox steht als nächster Termin eine Lesung im Jagdschloss Karlsbrunn am 08.10., 19.00 Uhr auf seinem Terminplan. Dort möchte er auch aus seinem großen Mundartrepertoire lesen, das im Schwesternhaus etwas zu kurz kam
17.08.2010 www.input-aktuell.de „Himmelsstürme“ – Neues Buch der saarländischen Autorin Vera Hewener
Bitburg/D. (red) „Himmelsstürme“ ist das siebte Buch von Vera Hewener, das im Buchhandel erhältlich ist. Es widmet sich verstärkt Naturereignissen. Motive sind das Meer, das Leben in der Stadt und auf dem Land, zwischenmenschliche Beziehungen, Gärten oder die Jahreszeiten.
Als Verleger legt Bernd Leidinger Wert auf eine sorgfältige Auswahl der Manuskripte. Die Anzahl der Autoren seines Kleinverlages edition Wort ist daher nicht übermäßig groß, dafür aber exklusiv. Jetzt gelang es ihm, die mit internationalen Literaturpreisen in Italien und Frankreich ausgezeichnete saarländische Autorin Vera Hewener in sein Verlagsprogramm aufzunehmen. Vere Hewener zeichnet stimmungsvolle, impressionistische und frische Sprachbilder, die gleichzeitig auch Sinnbilder alltäglicher Erfahrungen sind. Sowohl freie als auch gebundene Formen wie Sonette, Haikus, Tankas oder Balladen finden sich in dem 136 Seiten umfassenden Gedichtband, der mit Fotografien sehr ansprechend aufgelockert ist. Das Buch ist eine gelungene Symbiose aus Dichtung und Fotografie. Nichts wird überlagert, was sicher auch an den Schwarzweißaufnahmen liegt. Die Sprache selbst ist überaus bildhaft mit einem sicheren Gespür für lyrisches Gestaltungsvermögen, leicht und dabei doch reich an einer Metaphorik, die nicht verklausuliert, sondern die es ermöglicht, hinter die Sprachbilder zu schauen. Sie lässt die Erkenntnis des Lesers zu ohne zu beschweren oder zu bagatellisieren. Das Buch lädt zum Nachdenken und Schmunzeln gleichermaßen ein, denn die Autorin hat auch Tiergedichte eingearbeitet, in denen sie humorvoll tierisch-menschliche Eigenschaften unter die poetische Lupe nimmt. Stürme ziehen sich durch alle Kapitel. Sie sind mal Natur-, Liebes- oder Lebensstürme.
Info: Himmelsstürme. Vera Hewener. Gedichte mit Fotografien. edition Wort Verlag. Worte & Kunst. Bitburg 2010. ISBN 978-3-936554-40-3. 14,50 €.
12.06.2010 Saarbrücker Zeitung Eine „Sinfonie in Pastell“
Doris Mueller-Schlang zeigt im Alten Rathaus farbintensive Landschaftsbilder
Völklingen. „Hinterm Deich“, „Saarschleife“, „Haus im Rapsfeld“ oder „Indian Summer“ lauten die Titel der farbintensiven Landschaftsbilder, die die Püttlinger Malerin Doris Mueller-Schlang zurzeit im Alten Rathaus in Völklingen zeigt. Ihre Ausstellung „Sinfonie in Pastell“ wurde am Mittwoch von Volkshochschuldirektor Karl-Heinz Schäffner und Ortsvorsteherin Monika Roth eröffnet.
Mueller-Schlang ist Mitglied der Künstlerinitiative Köllertal (KIK) und beschäftigt sich seit ihrer frühen Jugend mit der Malerei. Von 1960 bis 1972 lebte sie mit ihrer Familie in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Faszination für dieses Land spiegelt sich auch in ihren Arbeiten wieder: Die Skyline von Manhattan hat sie ebenso in Szene gesetzt wie die Freiheitsstatue. Für die nebelverhangene Golden Gate Bridge wurde die Malerin vom Kunst- und Kulturkreis Baden-Baden ausgezeichnet. Auch in der Saarbrücker Kongresshalle, in Düsseldorf, Würzburg, Bamberg und Straßburg waren ihre Bilder bereits zu sehen.
Durch das mehrschichtige Auftragen der Pastellkreide erzielt die Malerin Tiefenwirkung, nach jedem Arbeitsschritt wird die Farbe fixiert. „Doris Mueller-Schlang beherrscht diese Technik mit einem ausgezeichneten Fingerspitzengefühl“, betonte Monika Kempf während ihrer Einführung. Neben den Fingern, so die KIK-Kollegin, gehört ein Papierwischer zu den wichtigen Arbeitsutensilien. Ihr Können wird Doris Mueller-Schlang ab Herbst als Dozentin der Völklinger Volkshochschule weitergeben. Ihre 27 Pastell-Bilder sind bis zum 9. Juli im Galerieraum des Alten Rathauses zu sehen. tan
26.04.2010 Saarbrücker Zeitung Gedichte über Blumen zu Klaviermusik
Vier Autoren lasen beim „Knospenzauber“ in Uhrmachers Haus
Vier Autoren stellten ihre eigenen Gedichte und die berühmter Kollegen beim „Knospenzauber“ am Freitag in Uhrmachers Haus in Köllerbach vor. Die Gedichte rund um das Thema Blumen wurden von Klaviermusik untermalt.
Von SZ-Mitarbeiterin
Beatrix Hoffmann
Köllerbach. Die grüne Wiese hinter Uhrmachers Haus hatte sich hübsch gemacht. So führte der Weg vom Parkplatz zum „Knospenzauber“ an Gänseblümchen, gelbem Ginster und blühenden Bäumen entlang. Das war eine nette Einstimmung auf die literarische Veranstaltung.
Die Poeten Margret Roeckner, Vera Hewener, Eva Dörr-Vieregge und Georg Fox (Fotos: SZ) hatten sich auf vier Podesten niedergelassen. Auf jeder Seite stand eins. Die Zuhörer saßen dazwischen wie in einem Kaffeehaus an vielen kleinen Tischen. So strömten die Worte aus vier Himmelsrichtungen auf sie ein.
Reihum stellten die Autoren eigene Gedichte und welche von berühmten Kollegen wie Erich Kästner, Rainer Maria Rilke und Johann Wolfgang von Goethe vor. Es gab vier Themenbereiche: Frühlingserwachen, Gartenkunst, Knospenzauber und Frühlingsgefühle. Sie gaben dem Programm Struktur. Stefan Leinenbach, Preisträger von „Jugend musiziert“ aus Riegelsberg, setzte am Klavier sehr eindrucksvolle Zäsuren.
Die Floristin Sonja Reichmann schlüpfte in die Rolle der Moderatorin. So ganz nebenbei erklärte sie, wie man Frühlingsgefühle durch bunten Blumenschmuck hervorlocken kann. Die Floristin hatte einen extravaganten Kranz vor sich liegen, frei gewunden aus Kirschblüten und Zweigen. Glockenblumen zierten die Zuhörertische. Noch mehr Blütenfülle zauberten die Gedichte herbei.
So stellte Eva Dörr-Vieregge hauchzarten zerknitterten Mohn in mondänem rot als ihre Lieblingsblume vor. Vera Hewener wandelte durch die Gärten der römischen Villa in Perl-Borg und Georg Fox schaute sich auf der Place de Vosges in Paris um, wo die Kastanien ihre Blätter im Herbst zu bunten Teppichen auslegen.
Hahnenfuß, Hibiskusblüten, Maßliebchen und viele mehr spielten mit. Margret Roeckner versetzte sich sogar in die Rolle des Löwenzahns. In einem anderen Gedicht belauschte sie das Gespräch der Rosen hinter ihrem Haus. So wurden nicht nur stimmungsvolle Gedichte, sondern auch originelle Sichtweisen präsentiert. Georg Fox brachte auch Impressionen aus Püttlingen mit. Da stellt der Kneipenwirt die Stühle aufs Pflaster und der Köllerbach gluckert. Damen mit vollen Einkaufstüten stöckeln vorbei, und der Bürgermeister schaut vom Rathausfenster auf den Frühling in der Stadt.
Eva Dörr-Vieregge zitierte ein Gedicht von Mascha Kaleko, in dem der Himmel blau, das Kleid neu und der Tag bürofrei ist und die Dichterin denkt: „Erst wenn man frei auf Bänken sitzen kann, dann ist es Zeit sich zu verlieben.“ Auszüge aus der Veranstaltung werden am Mittwoch, 5. Mai, um 18.50 Uhr im Kulturspiegel des SR gesendet.
26.04.10 Saarbrücker Zeitung Vier Ansichten vom Schlösschen
Sammlerfreunde präsentieren neue Püttlinger Postkarte – Erlös für Restaurierung
Die Sammlerfreunde Köllertal präsentieren eine neue Ansichtskarte vom Püttlinger Schlösschen. Sie zeigt das Jagdschloss früher und heute. Der Erlös aus dem Verkauf ist für die Restaurierung des Gebäudes bestimmt.
Von SZ-Mitarbeiter Walter Faas
Püttlingen. Kurt Schubert ist Vorsitzender des Vereins Sammlerfreunde Köllertal für Philatelie, Philokartie und Numismatik (siehe Info) und besitzt unzählige Ansichtskarten mit historischen Köllertalbildern. Nun hatte der Sammler eine Idee. Er fügte am Computer drei seiner Schlösschen-Ansichtskarten und eine aktuelle digitale Aufnahme des 1790 vom Fürsten Ludwig von Nassau-Saarbrücken gebauten Jagdhauses zu einer neuen Ansichtskarte zusammen. Ab sofort kann sie in der Püttlinger Postfiliale Kinsinger, bei Schreibwaren Kiefer, im Geschäft Jean Marie Grün, bei Buchhandlung Balzert, in der Liebfrauen-Apotheke sowie im Bürgerservicebüro Püttlingen zum Preis von zwei Euro erworben werden.
Da die Druckkosten der Karte übernommen wurden (zu je einem Drittel von der Stadt, dem erwähnten Verein und ihrem Vorsitzenden Schubert) kommt ihr Verkaufs-Erlös in voller Höhe der Restaurierung des Schlösschens zugute. Dessen Bauzustand lässt sehr zu wünschen übrig, so dass bereits vor Jahresfrist Monika Kempf und Doris Mueller-Schlang, zwei Mitglieder der Künstlerinitiative Köllertal, einen Freundeskreis gründeten, der sich den Erhalt des barocken Gebäudes zur Aufgabe gemacht hat.
Mittlerweile hat auch die Stadt Püttlingen reagiert und Mittel aus dem Konjunkturpaket des Bundes und des Landes beantragt. Eine Summe von 600 000 Euro ist bereits bewilligt, so dass demnächst mit der Verschönerung der historischen Bausubstanz begonnen wird (wir berichteten). Bestimmt kann danach Kurt Schubert eine weitere Ansicht des Jagdschlösschens seiner Kartensammlung hinzufügen. Bleibt nachzutragen, dass die Sammlerfreunde Köllertal ihr Engagement als Dank an die Stadt verstehen, die ihnen in der Vergangenheit mehrfach das Schlösschen zu Ausstellungszwecken zur Verfügung gestellt hat.
Hintergrund
Die Sammlerfreunde Köllertal für Philatelie, Philokartie und Numismatik treffen sich alle 14 Tage sonntags von zehn bis zwölf Uhr im Vereinsraum der Köllertalhalle Walpershofen. Interessierte sind willkommen. Der Verein hat etwa 60 Mitglieder. Philatelie bezeichnet die Briefmarkenkunde. Mit Philokartie ist das systematische Sammeln und Erfassen von Postkarten gemeint. Numismatik ist das Sammeln von Münzen. et
Dienstag, 13. April 2010 um 11:03 Uhr HELMUTH BOCK Kultur Info Die linden Lüfte erwachen am 23. April um 19:30 Uhr im Uhrmachers Haus - Püttlinger literarisches Quartett öffnet poetische Schatzkammer über den Frühling
KULTUR INFO. Das Kulturamt der Stadt Püttlingen setzt die Reihe „Literatissimo“ in diesem Jahr wieder fort. Sie startet am Freitag, 23. April um 19:30 Uhr im Uhrmachers Haus im Püttlinger Ortsteil Köllerbach mit der Themenlesung „Knospenzauber“.
Nach der langen Winterpause gehen in Püttlingen die Buchdeckel wieder auf. Vier Püttlinger Schriftsteller öffnen ihre literarischen Schatzkammern. Die Veranstaltungsreihe beinhaltet 2010 Themen- und Gartenlesungen. Neu dabei ist, dass musikalische Beiträge der Musikschule Püttlingen das Programm bereichern werden. Geplant ist auch die Herausgabe der Gartengedichte über die Stadt Püttlingen in einem Buch. In den Themenlesungen rezitieren die Literaten Georg Fox, Eva Dörr-Vieregge, Margret Roeckner und Vera Hewener nicht nur eigene Dichtungen. Zu Gehör kommen auch die großen Klassiker und moderne Poesie.
Los geht es am Freitag, 23. April mit der Themenlesung „Knospenzauber“. Auf dem Programm stehen Themen wie Frühlingserwachen, Gartenkunst, Knospenzauber und Frühlingsgefühle. Auch die Poesie von Rilke, Mörike, Kästner oder Uhland lassen die linden Lüfte erwachen.
Auf poetische Spurensuche in den Privatgärten der Stadt gehen die Literaten am Freitag, 25. Juni im Garten von Hans Georg Müller. Es lesen Margret Roeckner und Eva Dörr-Vieregge. Am Freitag, 27. August lesen Georg Fox und Vera Hewener im Pfarrer-Rug-Park und im Schwesternhaus. Die Katholische Öffentliche Bücherei ist Gastgeber. Die Reihe endet am Freitag, 17. September mit der Themenlesung „Poesie im Mondschein“ im Pfarrheim Liebfrauen mit Margret Roeckner, Eva Doerr-Vieregge und Vera Hewener. Gastgeber wird dann die Katholische Bücherei Liebfrauen sein.
Saarbrücker Zeitung 26.02.2010 Viele Stile, eine KiK
Die Künstlerinitiative im Köllertal bietet vielen Kunst-Arten eine Heimat – Kunstfest zum 25. Jubiläum
Die Künstlerinitiative im Köllertal bereitet sich auf ihr 25. Jubiläum vor: Im Oktober wird es ein Kunstfest geben. In der KiK treffen die unterschiedlichsten künstlerischen Strömungen aufeinander.
Von SZ-Mitarbeiterin
Beatrix Hoffmann
Püttlingen. Die KiK (Künstlerinitiative im Köllertal) trifft sich derzeit regelmäßig im Püttlinger Kulturbahnhof, um dort ihre Geburtstagsfest zu planen: Zum 25. Jubiläum darf es schon etwas Besonderes sein, nämlich ein öffentliches Kunstfest in der Stückguthalle, am 24. Oktober (ein Sonntag), wird es so weit sein. An Werktischen will man verschiedene künstlerische Techniken demonstrieren. An Kunsttischen soll Kunst zum kleinen Preis – bis maximal 25 Euro – verkauft werden. Herzstück der Geburtstagsfeierlichkeiten ist ein Gemeinschaftsprojekt in Form eines immerwährenden Geburtstagskalenders. Jedes der zwölf Kalenderblätter soll zwei Kunstwerke schmücken. In der Mitte werden die Tage stehen, und links und rechts die Bilder.
Monika Kempf und Brigitte Weiand haben sich schon umgesehen und die Preise in den umliegenden Druckereien erfragt. So ist man zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Format von 48 mal 35 am Ergiebigsten ist, denn da können jeweils vier Blätter auf einem Bogen gedruckt werden.
Der Kalender soll Querformat haben, und nach einer kurzen Diskussion kommt man überein, dass etwas weniger Höhe noch künstlerischer wirkt, schließlich will man „raus aus der Norm“. Ansonsten kann man sich den Kalender klassisch vorstellen mit: „vorne Glanz und hinten Pappe“.
Die Originale zu den Kalender-Bildern wird man dann in einer Ausstellung bei der Geburtstagsfeier zeigen. Die Künstlerinitiative im Köllertal ist kein eingetragener Verein, sondern ein loser Zusammenschluss von Künstlern aus Püttlingen, Riegelsberg und Völklingen. Georg Fox, Gerd Meyer und der Naturmaler Ewald Maas gehörten zu den Gründungsvätern. Im Laufe der Jahre hat sich die Gruppe stets verändert und verjüngt.
So sind die Malerinnen Lis Frank-Thomé und Brigitte Weiand erst seit einem Jahr mit an Bord. Doris Mueller-Schlang und Therese Schmidt, beide ebenfalls aus der Sparte Malerei, mischen indes schon seit 23 Jahren mit und können deshalb von vielen Gemeinschaftsaktivitäten berichten. So beispielsweise von der Kunst im Koffer, die in der saarländischen Landesvertretung in Berlin gezeigt wurde, oder einer Kunstwaldaktion in der Nähe des Forsthauses Pfaffenkopf. Man zeigte im Kloster „Bilder der Stille“, forderte im neuen Völklinger Rathaus: „Faites vos jeux“. Ausstellungen im Püttlinger Schlösschen, Kunstausflüge, Malerpleinairs und der Austausch mit den Püttlinger Partnerstädten gehörten ebenfalls dazu. Treibende Kraft hinter etlichen Aktionen war oft der Maler Mike Siebler. In der KiK wird ein weiter Kunstbegriff gepflegt. So gehören mit Margret Roeckner und Vera Hewener auch Literaten dazu. Rita Rohnert, Ursula Meyer und Astrid Latz haben sich der Druckkunst verschrieben. Auch die Völklinger Künstlerin Hella Klein ist für ihre Druck-Experimente bekannt.
Paul Groß und Juta Wagner sind Glaskünstler. Birgit Schüller und Erika Steimer „malen“ mit schönen Stoffen. Elfriede Matza schafft florale Kunst. Die größte Gruppe stellen die Malerinnen. Zu den bereits anfangs erwähnten zählen auch Elisabeth Ertz-Meyer, Monika Himber, Rosi Schumacher und Gitta Nießen. Letztere ist auch federführend bei den Festplanungen.
Infos zum Geburtstagsfest in der Stückguthalle bei Gitta Nießen, Tel. (0 68 06) 27 21
Saarbrücker Zeitung 21.01.2010
Zwischen Traum und Wirklichkeit
Liz Frank-Thomé stellt ihre Bilder in Köllerbach aus
Liz Frank-Thomé eröffnet den Ausstellungszyklus der Köllertaler Künstlerinitiative in der Köllerbacher Volksbankfiliale. Vernissage mit musikalischer Begleitung ist am Freitag kommender Woche, 29. Januar.
Köllerbach. Als „Perpetuum mobile“, charakterisiert die Malerin Liz Frank-Thomé die Ausstellungen in der Köllerbacher Volksbankfiliale. In der Tat könnten sich die Präsentationen zum Selbstläufer entwickeln, denn es ist geplant, dass die Mitglieder der Köllertaler Künstlerinitiative (KiK) dort nacheinander ihre Arbeiten präsentieren.
Da die Künstlerinitiative etwa 20 Mitglieder – allesamt schöpferische Geister, die stets wieder etwas Neues produzieren – umfasst, dürfte der Ausstellungsreigen so schnell nicht abreißen.
Der KiK-Kunst-Reigen wurde im Herbst 2009 mit einer Gemeinschaftsausstellung eröffnet. Bei dieser Gruppenpräsentation wurden Arbeiten in ganz unterschiedlichen künstlerischen Techniken und Stilen gezeigt. Neben Bildern in den klassischen Techniken Öl und Aquarell schmückte dabei auch Kunsthandwerkliches aus schönen Stoffen und sogar Lyrisches in Wort und Schrift die Wände.
Gitta Nießen stellte bei der Vernissage die einzelnen Künstler vor. Nun folgt Phase zwei, das heißt, man geht ins Detail und gibt einzelnen KIK-Mitgliedern beziehungsweise Untergruppierungen innerhalb der großen Künstlergemeinschaft Gelegenheit, sich vorzustellen.
Liz Frank-Thomé macht mit 20 Acrylgemälden unter dem Titel „Traum und Wirklichkeit“ den Anfang. Die Künstlerin aus Köllerbach knüpft in ihrer Ausdrucksweise an die Vertreter der Romantik an. Liz Frank-Thomé erklärt, sie habe ihre Motive „aus dem Unterbewusstsein in die Realität geholt“. Alle Bilder hätten sich „ungeplant aus dem Inneren heraus entwickelt“.
Katzen mit grünen Augen, Liebespaare, die auf der Weltkugel tanzen, und das „Köllertal im Frühling“ nahmen so Gestalt an. Große Epochen wie die „Gotik“ oder Geheimnisse wie der „kleine Traum“ formten sich aus der Farbe. Bei der Vernissage wird die Malerin auch ihre zweite künstlerische Seite zeigen und lateinamerikanische Stücke am Klavier spielen. Mit von der Partie ist Sohn Daniel an der Querflöte. Beate Früh, Redakteurin beim Kulturradio SR 2, wird in die Ausstellung einführen. hof
Die Ausstellung „Traum und Wirklichkeit“ wird am Freitag, 29. Januar, um 18 Uhr, in der Köllerbacher Volksbank in der Sprengerstraße eröffnet.
Saarbrücker Zeitung 15.1.2010
Weihnachtlicher Köllertaler Kunstbote
KiK-Adventskalender brachte 1100 Euro an Spenden ein
Seit sechs Jahren werden die Adventskalender der Künstlerinitiative Köllertal für wohltätige Zwecke verkauft. Der Ertrag geht an wirtschaftlich benachteiligte Familien und Einzelpersonen in Püttlingen.
Von SZ-Mitarbeiter
Walter Faas
Püttlingen. „Der KiK-Adventskalender ist der weihnachtliche Bote der Künstler aus dem Köllertal in die ganze Welt“. Das sagte Monika Kempf, Mitglied der Künstlerinitiative Köllertal, kurz KiK genannt, am Donnerstag im Rathaus-Sitzungssaal Püttlingen.
Hier übergab Gitta Nießen, Sprecherin der KiK, einen Spendenscheck über 1100 Euro an den evangelischen Seelsorger Dr. Joachim Conrad. Conrad hat den Auftrag, das Geld an Familien oder Einzelpersonen in Püttlingen zu verteilen, denen es wirtschaftlich nicht so gut wie dem Durchschnitt geht. „Davon gibt es viele“, wusste Conrad, und erwähnte, ohne den Datenschutz zu verletzen, das Beispiel eines jungen Langzeitarbeitslosen, dem die Spenden der KiK die Teilnahme an einer Studienfahrt ermöglicht hatten.
Seit sechs Jahren gibt es den KiK-Adventskalender. Er ist eine Erfolgsgeschichte. Rechtzeitig zu Beginn der Adventszeit verkaufen die teilnehmenden Künstler ihren Kunstkalender im ungewöhnlich schmalen und langen Format, der mit seinen Acryl-, Pastell- und Ölmalereien längst als Sammelobjekt gilt.
Was will man sagen? Die Auflage ist im vergangenen Jahr erneut erhöht worden. Zum Preis von fünf Euro wird der Kalender verkauft. Alleine 60 Exemplare werden von der Stadt als Weihnachtsgruß an Püttlinger geschickt, die es aus beruflichen oder privaten Gründen in andere Teile der Welt verschlagen hat. Den Spendenertrag verteilt von Beginn an Pastor Conrad, deshalb, weil er vom ersten Kalender an biblische, theologische und liturgische Texte beigesteuert hat. Am Auftrag des Seelsorgers werde sich vermutlich auch künftig nichts ändern, auch wenn die Textgestaltung neuerdings von den Püttlinger Autorinnen (und KiK-Mitgliedern) Margret Roeckner und Vera Hewener übernommen werden, betonte die KiK-Sprecherin Nießen.
Zu guter Letzt freute sich Püttlingens Beigeordnete Kerstin Bremm über den Erfolg des KiK-Adventskalenders: „So viel private Initiative tut gut“.
Saarbrücker Zeitung 31.12.2009 Rettung für das Schlösschen
Das Püttlinger Vorzeige-Bauwerk von 1790 wird im nächsten Jahr saniert
Das „Schlösschen“, eines der Püttlinger Wahrzeichen, wird im nächsten Jahr von Grund auf renoviert. Möglich wird die 440 000 Euro teure Investition durch das Konjunkturprogramm der Bundesregierung.
Von SZ-Mitarbeiter
Walter Faas
Püttlingen. „Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus zwei Schriftzeichen zusammen. Das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit.“ Dieser Spruch von John F. Kennedy, 35. Präsident der USA, trifft derzeit in Püttlingen in vollem Umfange zu, das dem Anschein nach von der Weltwirtschaftskrise profitiert.
Was haben sich Püttlinger Kulturbeflissene und Geschichts-Interessierte Gedanken über den Erhalt ihres historischen Jagdschlösschens gemacht! Um 1790 vom Fürsten Ludwig von Nassau-Saarbrücken errichtet, bereits drei Jahre später von der französischen Revolutionsregierung konfisziert, später zum Amtslokal des Bürgermeisters, zur Notunterkunft, zur Dienstwohnung, zur öffentlichen Leihbücherei, zur Musikschule und zuletzt zum Loft für Ausstellungen geworden, ist das Schlösschen sichtlich in die Jahre gekommen.
Es benötigt einen neuen Anstrich innen und außen. Seine Sprossenfenster sind über Gebühr gealtert. Die Haustechnik ist nicht mehr zeitgemäß. Und wer weiß, welche Schäden noch in diesen denkmalgeschützten Räumen ihrer Entdeckung harren?
Schon hat sich die Künstlerinitiative Köllertal (KiK) in mehreren Benefiz-Veranstaltungen für den Erhalt des Schlösschens stark gemacht und Gelder für seine Sanierung gesammelt. Die Spenden sind der Stadt als Eigentümerin willkommen, reichen aber bei weitem nicht aus, die Bausubstanz zu retten. Hilfe kommt nun von außen. Dies wurde in der jüngsten Stadtratssitzung (die SZ berichtete bereits über andere Themen) bekannt.
Mit einem Aufwand von 440 000 Euro soll das Schlösschen im kommenden Jahr innen und außen saniert werden. Die Zuschüsse, für die bereits ein Bescheid vorliegt, kommen zu 90 Prozent aus dem Konjunktur-Programm für Kommunen, so dass die Stadt Püttlingen nur wenig eigenes Geld in die Hand nehmen muss, um das Schlösschen wieder zu dem barocken Schmuckstück zu machen, das den Nassau-Saarbrückern vor über 200 Jahren vorschwebte.
Wie die Saarbrücker Zeitung auf Rückfrage im Rathaus von Verwaltungsdirektor Rudolf Jungmann erfuhr, sehen die Planer für das Erdgeschoss des Schlösschens Büroräume und für die obere Etage eine große Ausstellungsfläche vor. Ein Fahrstuhl für gehbehinderte Besucher werde eingebaut. Außerdem würden die Arbeiten am Schlösschen nach energetischen und denkmalschützerischen Gesichtspunkten ausgeführt, hieß es.
Einen Nachteil hat die Sache freilich: Um sich beim Sanieren nicht zu verzetteln, stellt die Stadt die ursprünglich geplante energetische Sanierung der Rathaus-Turnhalle im Stadtteil zugunsten ihres Schlösschens vorerst zurück.
Saarbrücker Zeitung vom 29.11.09 Kunstvoller Kalender für die Adventszeit Achtzehn Künstler aus dem Köllertal trugen zu neuem Adventskalender bei
Das hat nicht jeder: Ein Adventskalender, der bis zum 6. Januar reicht. Die Künstlerinitiative Köllertal lässt ihren Kalender, an dem 18 Künstler beteiligt sind, nämlich bis zum Drei-Königs-Tag reichen. Der Erlös kommt Bedürftigen zu Gute.
Von SZ-Mitarbeiterin Sandra Weibe
Püttlingen. Für viele Köllertaler ist er ein beliebtes Sammlerstück zur Vorweihnachtszeit geworden. Nun wurde die neue Ausgabe im Rathaus Püttlingen von Bürgermeister Martin Speicher präsentiert: Der neue Adventskalender der Künstlerinitiative Köllertal, der in diesem Jahr bereits zum siebten Mal erscheint. Er besteht auch diesmal wieder aus vielen kleinen künstlerischen Arbeiten, die zusammen mit den ausgesuchten Texten und Gedichten einen stillen Begleiter durch die Advents- und Weihnachtszeit sein sollen.
Und wenn die üblichen Adventskalender zum Heiligen Abend ihre Schuldigkeit getan haben, kann man sich an diesem noch länger erfreuen, denn das letzte Kunstwerk datiert auf dem 6. Januar - den Tag der Heiligen Drei Könige. Das außergewöhnliche Format des Kalenders - 23 Zentimeter breit, 100 Zentimeter hoch - wurde beibehalten, ebenso der gute Zweck: Der Reinerlös von fünf Euro kommt in diesem Jahr wieder bedürftigen Familien im Köllertal zu Gute.
Auch der Bürgermeister hat sich seine Exemplare schon gesichert und schildert. "Seit Jahren verschicke ich die Kalender in alle Welt, und jedes Mal bekomme ich weitere Nachfragen, selbst in Südafrika wartet man schon auf das gute Stück. Der Kalender verbindet Kunst und Soziales miteinander, die schönen Bilder und Texte sind genau das Richtige, um innezuhalten und zur Ruhe zu kommen." Über so viel Lob freuen sich die 17 beteiligten Frauen gemeinsam mit dem einzigen Mann in der Künstler-Runde natürlich sehr.
Bei der großen Anzahl Beteiligter bietet der Adventskalender auch wieder viel Abwechslung mit dem, was auf den einzelnen Seiten zu sehen ist: Von der Tiffanyarbeit über Quiltarbeiten, florale Kunst, Holdrucke und Tonarbeiten bis hin zu den zahlreichen gemalten Kunstwerken gibt es allerlei zu entdecken.
Gestaltet wurde der Kalender in diesem Jahr von Vera Hewener, die auch gemeinsam mit Margret Roeckner die Texte zusammengestellt hat. Für den Druck sorgte Astrid Latz. Die gezeigten Arbeiten sind von den Künstlern Elisabeth Ertz-Meyer, Liz Frank-Thomé, Paul Groß, Vera Hewener, Monika Himber, Monika Kempf, Hella Klein, Astrid Latz, Ursula Meyer, Doris Müller-Schlang, Gitta Nießen, Margret Roeckner, Rita Rohnert, Therese Schmitt, Birgit Schüller, Rosi Schumacher, Erika Steimer und Jutta Wagner.
Der Bürgermeister wünschte sich schon jetzt eine Vortsetzung der Zusammenarbeit im kommenden Jahr.
Erhältlich ist der Adventskalender ab sofort für fünf Euro in der Blumenwerkstatt von Elfriede Matza in Riegelsberg, im Kulturamt Püttlingen, in der Rathaus-Apotheke Püttlingen und in der Püttlinger Buchhandlung Balzert.
Saarbrücker Zeitung 27.11.2009 Winterliche Impressionen aus dem kargen Island
Gitta Nießen stellt im Kulturbahnhof aus
Püttlingen/Riegelsberg. Das Kulturforum Köllertal stellt zum Auftakt seiner Ausstellungsreihe „Kunst im Köllertal“ Werke der in Riegelsberg lebenden Künstlerin Gitta Nießen (Foto: Jenal) vor. Mit dem Titel „Vetrardagur – Wintertag“ zeigt sie vom 30. November bis zum 19. März winterliche Impressionen aus Island in Gouachen, Acryl und Mischtechnik im Bistro des Püttlinger Kulturbahnhofs.
Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 29. November, 17 Uhr, im Kulturbahnhof. Der ehemalige Sprecher der Künstlerinitiative Köllertal (KIK), Elmar Schirra, wird in das Werk von Gitta Nießen einführen. Valgeir Saevarsson gestaltet die Vernissage mit isländischen Gedichten. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von Rolf Seel (Percussion).
Seit vielen Jahren fasziniert die Künstlerin die spröde und karge Landschaft Islands, die Gegensätze zwischen Feuer und Wasser, Vulkanen und Gletschern.
Gita Nießen studierte zunächst im Atelier für Kunsterziehung der Universität Bonn. In Saarbrücken hat sie ihre künstlerische Ausbildung bei Oskar Holweck und Boris Kleint fortgesetzt. Als Grundschulpädagogin war sie bis 1998 im saarländischen Schuldienst tätig. Sie ist auch stellvertretende Sprecherin der Künstlerinitiative Köllertal und Mitglied des künstlerischen Beirates der Gemeinde Riegelsberg und im Kulturforum Köllertal. Daneben nimmt sie am Zeichenkurs des Püttlinger Grafikers Olaf Reeck teil. mr
Wochenspiegel vom 26.11.09 Bilder und Gedichte zum Advent Künstlerinitiative gibt den neuen Adventskalender für einen guten Zweck heraus
PÜTTLINGEN Im Sitzungssaal des Püttlinger Rathauses konnte man ihn erstmals in diesem Jahr bestaunen: den neuen Adventskalender der Künstlerinitiative Köllertal, von den Mitgliedern gemeinsam mit Bürgermeister Martin Speicher der Öffentlichkeit vorgestellt. Martin Speicher betonte den besonderen Wert des limitierten Kalenders. Er selbst versendet einige Exemplare als Geschenke sogar bis Südafrika.
Das Besondere an dem Kalender ist sein Format und der Zeitraum, der vom 29. November 2009, dem 1. Advent, bis zum 6. Januar 2010, dem Tag der Heiligen Drei Könige geht. Er hat informativen Charakter und gibt durch Text- und Bildmaterial Anstöße in der besinnlichen Advents- und Weihnachtszeit. Der Kalender erscheint im Langformat, wird in einer limitierten Auflage von 240 Stück angeboten und kostet 5 Euro.
Bilder und Gedichte stammen von den Mitgliedern der Künstlerinitiative. Beteiligt sind Elisabeth Ertz-Meyer, Liz Frank-Thomé, Paul Groß, Vera Hewener, Monika Himber, Monika Kempf, Hella Klein, Astrid Latz, Ursula Meyer, Doris Müller-Schlang, Gitta Nießen, Margret Roeckner, Rita Rohnert, Therese Schmitt, Birgit Schüller, Rosi Schumacher, Erika Steimer und Jutta Wagner.
Gestaltet wurde der Kalender in diesem Jahr von Vera Hewener, die auch die Erläuterungen zu den Feiertagen zusammenstellte. Die Bibelstellen wählte Margret Roeckner aus. Für den Druck sorgte Astrid Latz.
Traditionell zur Adventszeit stellt sich die Künstlerinitiative Köllertal wieder in den Dienst der guten Sache. Was Vielen ein Sammlerstück geworden ist, bedeutet für bedürftige Familien ein kleiner Segen. Pfarrer Dr. Joachim Conrad hat sich wieder bereit erklärt, den Reinerlös in der Vorweihnachtszeit zu verteilen.
Wer sich vorab den Kalender für fünf Euro sichern möchte, kann dies bei Elfriede Matza tun. Vorbestellungen sind bei ihr unter der Tel. (06806) 440170 oder in der Blumenwerkstatt, Ziegelhütterstraße 60, Riegelsberg möglich. Erhältlich ist er in Püttlingen in der Buchhandlung Balzert, Pickardstraße. red./sam
02.11.09 Wochenspiegel Neuer Adventskalender der KiK Künstlerinitiative fertigt wieder ein Sammlerstück für den guten Zweck
Unter der Obhut von Bürgermeister Martin Speicher wird am 17. November um 16.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses der neue Adventskalender der Künstlerinitiative Köllertal vorgestellt. Traditionell zur Adventszeit stellt sich die Künstlerinitiative Köllertal wieder in den Dienst der guten Sache. Was vielen ein Sammlerstück geworden ist, bedeutet für bedürftige Familien ein kleiner Segen. Der Reinerlös fließt direkt ihnen zu. Was den Adventskalender von anderen unterscheidet ist der künstlerische Inhalt. Bilder und Gedichte stammen den Mitgliedern der Künstlerinitiative. Beteiligt sind Elisabeth Ertz-Meyer, Liz Frank-Thomé, Paul Groß, Vera Hewener, Monika Himber, Monika Kempf, Hella Klein, Astrid Latz, Ursula Meyer, Doris Müller-Schlang, Gitta Nießen, Margret Roeckner, Rita Rohnert, Therese Schmitt, Birgit Schüller,Rosi Schumacher, Erika Steimer und Jutta Wagner. Gestaltet wurde er in diesem Jahr von Vera Hewener, die auch die Erläuterungen zu den Feiertagen zusammenstellte. Die Bibelstellen wählte Margret Roeckner aus. Für den Druck sorgte Astrid Latz. Wer sich vorab den Kalender für 5,-€ sichern möchte, kann dies bei Elfriede Matza tun. Vorbestellungen sind bei ihr unter der Telefonnummer 06806-440170 oder in der Blumenwerkstatt in der Ziegelhütterstraße 60 in Riegelsberg möglich.
Saarbrücker Zeitung 15.10.09 Kunst sogar fürs Taschengeld
Benefizausstellung im Schlösschen
Eine schöne Unterstützung für die Neugestaltung des Püttlinger Schlösschens brachte die Benefizausstellung von Monika Kempf und Doris Mueller-Schlang. Ein netter Nebeneffekt: Auch Kinder bekamen Kontakt zur Kunst.
Von SZ-Mitarbeiterin
Beatrix Hoffmann
Püttlingen. Doris Mueller-Schlang und Monika Kempf haben ihr Bestes gegeben. Die beiden Künstlerinnen haben sich für die Sanierung des Püttlinger Schlösschens stark gemacht. Sie haben sich richtig reingehängt. Erst malten sie „mit Herzblut“, dann bestückten sie das Püttlinger Schlösschen mit 70 Bildern und luden nonstop täglich zur Ausstellung.
Das Publikum strömte nur so herbei, und da die beiden Künstlerinnen sich auf Benefizpreise einigten – schon zum Taschengeldpreis von 40 Euro konnte man etwas ergattern – wurde auch fleißig gekauft. So gingen Bilder für rund 4000 Euro weg. Und dem Sanierungstopf für das Püttlinger Schlösschen wird ein schönes Sümmchen zukommen.
Doris Mueller-Schlang und Monika Kempf sind Mitglieder der Köllertal Künstlerinitiative KIK. Bei dieser Gemeinschaftsausstellung ist es ihnen gelungen zwei ganz unterschiedliche Stilrichtungen und Malweisen unter einen Hut zu bekommen. Sie setzten Collagen mit Glasperlen, Kupfer, Bilder in Acryl, Pastellkreide und Öl nebeneinander. Sie nahmen verwandte Motive und ähnliche Farben als Klammer. Auch kombinierten die Künstlerinnen beispielsweise abstrakte und figurative Bilder mit Meereswellen und Schiffen zur Wasser-Wand oder setzten die Mueller-Schlang Golden Gate Bridge in Pastell neben Monika Kempfs wirbelige Impression aus einem Jazzkeller. Dass sie den Nerv des Publikums getroffen haben, zeigt sich an den zahlreich verkauften Bildern. Schön fanden die Malerinnen auch, dass sogar Kinder hier ihren ersten Kunstkauf tätigten.
Selbst die allerjüngsten fanden die Ausstellung interessant. Zur Finissage tanzten 32 Vorschüler mit ihren Erzieherinnen an. Die Kinder entdeckten Enten, Fische, Einradfahrer und Baustellen in den Bildern, und sie löcherten die Künstlerinnen mit Wie-hast-du-das-gemacht-Fragen. Interessanterweise konnten die Kinder jedes Bild der richtigen Malerin zuordnen.
Mit der Benefizausstellung wollten Doris Mueller-Schlang und Monika Kempf zeigen, dass man das Schlösschen nicht nur nutzen, sondern „ihm auch mal was zurückgeben kann“. In zwei weiteren Kunstausstellungen werden ebenfalls Bausteine gesammelt werden. Danach folgt erst mal eine Ausstellungspause. Architekt Willi Latz wird demnächst in die konkrete Planung gehen. Und so bleibt zu hoffen, dass sich das Püttlinger Schlösschen in absehbarer Zeit, so Bürgermeister Speicher in der Finissage, „wie in alten Zeiten einladend in Richtung Stadtmitte hin öffnen wird“.
Wochenspiegel 01.10.2009 Künstlerinitiative verteilt Aufgaben neu
KÖLLERTAL Bei der letzten Sitzung der Künstlerinitiative Köllertal (KiK) wurden die Aufgaben neu verteilt. Das Führungsgremium setzt sich zusammen aus dem Sprecher Mike Siebler, Stellvertreterin Gitta Nießen, die interimsmäßig für den erkrankten Mike Siebler seine Funktion übernimm. Kontaktperson für das Kulturamt, Stadt Püttlingen und andere offizielle Vertreter ist Monika Himber. Die Projektgestaltung übernehmen Erika Steimer und Liz Frank-Thomé, Paul Groß steht weiter als Kassierer und Elisabeth Erz-Meyer als Kassenprüferin zur Verfügung, für die Pressearbeit ist künftig Vera Hewener verantwortlich. Die nächsten Projekte auf dem Kulturfahrplan der KiK ist die Herausgabe des beliebten Adventkalenders. Die Ausstellung der Künstlerinitiative Köllertal in der Volksbank Saar-West ist noch bis Ende des Jahres zu sehen. Termin der Finissage wird noch bekannt gegeben.
Saarbrücker Zeitung 12.09.09 Bilderausstellung für Sanierung des Püttlinger Schlösschen
Püttlingen. „Bilder als Bausteine“ ist das Motto der Benefiz-Ausstellung mit Werken von Doris Mueller-Schlang und Monika Kempf zu Gunsten der Sanierung des Püttlinger Schlösschens. Die beiden Püttlinger Künstlerinnen sind auch die Initiatorinnen der Arbeitgruppe, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Renovierung des in die Jahre gekommenen Schlösschens zu unterstützen. Sie geben mit ihrer Vernissage am Freitag, 18. September, auch den Startschuss zu einer ganzen Reihe von Veranstaltungen für das Schlösschen.
Die Schirmherrschaft übernahm dabei der Püttlinger Bürgermeister Martin Speicher. Die Eröffnung findet um 19.30 Uhr statt. Einführende Worte werden dabei vom Bürgermeister außer Dienst Rudolf Müller gesprochen. Die Laudatio hält Elmar Schirra, Mitglied und ehemaliger Sprecher der Künstlerinitiative Köllertal. Die Musik übernimmt das Jagdhornbläsercorps Köllertal. Die Vernissage wird bis zum 9. Oktober andauern.
Erbaut wurde das Schlösschen übrigens 1790 vom Fürsten Ludwig von Nassau-Saarbrücken. Er wollte ein Jagdhaus errichten, um seiner Leidenschaft zu frönen. 1857 gelangte es in den Besitz der Gemeinde Püttlingen und bildet zusammen mit dem zwischen 1913 und 1914 errichteten Rathaus den architektonischen Rahmen des Stadtparks. Nun soll es grundsaniert werden und wieder im alten Glanz erstrahlen. dla
Saarbrücker Zeitung 27.08.09 Von Acryl bis Quilt:
20 Künstler und ein Bilderrahmen
Gemeinschafts-Ausstellung der KiK in der Volksbank
Ihre Arbeiten sind sehr unterschiedlich, doch vereint sind sie durch die Liebe zu den schönen Künsten: 20 Mitstreiter der Künstlerinitiative Köllertal zeigen je eine Arbeit im vorgegebenen Einheits-Rahmen in der Volksbank-Filiale in Köllerbach.
Köllerbach. Quer durch den Garten der schönen Künste geht es in der Köllerbacher Volksbank. Maler, Literaten und zwei Quilterinnen – insgesamt 20 an der Zahl – geben mit je einem Exponat einen kleinen Einblick in ihr aktuelles Schaffen. Allesamt sind sie Mitglieder der Köllertaler Künstlerinitiative (KiK). Den Zusammenhalt demonstrieren sie anhand gleich großer Objekt-Rahmen. Allerdings ist dies auch der einzige gemeinsame Nenner. Denn in diesen äußeren Rahmen steckte jeder, gerade wie es ihm gefiel, nach Lust und Laune etwas in einem anderen Format. Vom kleinen quadratischen Acrylbild über elegante Holzdrucke bis hin zum „mit Hitze gesmogtem Seiden-Quilt“ (Erika Steimer) reicht die künstlerische Palette.
Auch Reibung im Rahmen
Vera Hewener steckte ihr eben mit dem Preis des Versandbuchhandels Joker bedachtes Gedicht „Reibung“ in den Rahmen. Margret Roeckner brachte einen Text „Frisch aus dem gerade erlebtem Urlaub“ darin unter. Birgitt Schüller tat einen „Deep Blue Patchwork“ hinein und Ursula Meyer einen Holzdruck mit Kugel auf rotem Grund. Auch Astrid Latz und Rita Rohnert sind mit Holzschnitten vertreten, während Hella Klein die Variationen einer Figur in vier Abwandlungen in Siebdruck zeigt.
Theres Schmidt ließ sich von einem Klee-Zitat zum Spiel mit Farben und Formen verleiten. Rosi Schumacher malte eine südliche Landschaft. Brigitte Weyand stellte einen Riss dar. Bei Monika Himber saß Tochter Nele Modell, bei Doris Mueller-Schlang der Enkel Moritz. Elisabeth Ertz-Meyer setzte ein von Piraten gekapertes Containerschiff abstrakt in Szene.
Gitta Nießen belegte ihr Islandbild mit Erich Frieds Worten: „Wer die Menschen reden hört, weiß, es werden nur Steine bleiben.“ Die Malerin aus Riegelsberg führte auch in die Ausstellung ein. Sie gab den Besuchern dabei eine Art Leidfaden an Hand.
Künstler-Temperamente
Gitta Nießen fasste jedes Bild in Motiv und Technik kurz zusammen. Und manchesmal beschrieb sie dabei nicht nur den Stil, sonden auch das Temperament des Künstlers. So erfuhr man bespielsweise, dass Monika Kempf sehr emotional mit Farben umgeht, Theres Schmidt tief versunken vor einem Bild steht und arbeitet und auch Rosie Schumacher sehr konzentriert an die Kunst heran geht.
Werner Pink von der Volksbank Püttlingen erklärte, dass Kunst zum Konzept der neuen Filiale in Köllerbach gehöre. Die Kundenhalle solle Künstlern der Region für Ausstellungen zur Verfügung stehen. „Immer stellen wir unsere Sichtweise auf das ein, was uns interessiert. Ich hoffe, dass die Arbeiten auf offene Augen und offene Ohren für fruchtbare Gespräche stoßen“, so Pink zu den Besuchern. Die Ausstellung geht bis Ende 2009. hof
Saarbrücker Zeitung 22.08.09 Wenn aus Farbflecken Figuren werden
Lis Frank-Thome stellt erstmals mit der KiK aus – „Ich male wie bekloppt“
Lis Frank-Thome ist neu in der Künstlerinitiative Köllertal (KiK). Gestern Abend eröffnete in der Volksbank Köllerbach eine Gemeinschaftsausstellung der KiK – erstmals auch mit Bildern der Künstlerin. Wir besuchten sie in ihrem Atelier.
Von SZ-Mitarbeiterin
Beatrix Hoffmann
Köllerbach. Bislang war Lis Frank-Thome in Köllerbach künstlerisch „undercover“ tätig, nun ist sie erstmals mit ausdrucksvollen figurativen Acrylgemälden an die Öffentlichkeit getreten. Lis Frank-Thome, im Hauptberuf Lehrerin in Völklingen, trat zu Beginn des Jahres der Künstlerinitiative im Köllertal (KIK) bei, ist innerhalb einer Gemeinschaftsausstellung seit gestern in der Volksbank Köllerbach zu sehen und bereitet auch eine Ausstellung beim Köllertaler Kulturforum im Bistro des Püttlinger Kulturbahnhof vor. „Undercover“ entstehen auch Lis Frank-Thomes Bildmotive „Ich beginne mit Chaos. Dann sehe ich was darin und hole es raus“, erläutert sie. Momentan kommen ihr an der Staffelei vor allem Pferde in den Sinn. Aber auch die ihre Katze wurde schon, ohne tatsächlich Modell zu sitzen und völlig unbewusst, zum Motiv. Die bildnerische Maltechnik von Lis Frank-Thome: Sie schichtet Farben übereinander und überdeckt nach und nach, was ihr missfällt, lässt stehen, was ihr entspricht.
Der Beginn eines Bildes ist reine Farbe, das Ergebnis immer figurativ. „Ich muss mich ausdrücken. ich muss konkret sein“, sagt sie und: „nur das reine Darstellen hätte mich gelangweilt“. Also entschied sie sich für die Schichtenmalerei mit Überraschungseffekt, gewissermaßen ein Übergang vom abstrakten zum figürlichen Bild während des Arbeitsprozesses. Immer sei sie „auf der Suche nach Ausdruck“ gewesen, erzählt sie und schildert augenzwinkernd: „Mit der Malerei kann ich mich voll identifizieren. Ich male wie bekloppt.“ Eigentlich sei sie ja „auf Musik getrimmt“. Ihr Vater war 40 Jahre lang Chorleiter gewesen. Der Bruder ist Geiger und Konzertmeister in Mannheim, die Schwester spielt Cello. So habe sie selbst auch zuerst Schulmusik mit Hauptfach Klavier in Saarbrücken und anschließend Gesang in München studiert. Aber als Lis Frank-Thome 1989 bei Eva Maria Scherer einen Aquarellkurs besuchte, war sie so fasziniert, dass sie sich an der Uni für Kunsterziehung einschrieb. Dort lernte sie das Handwerk: Malen, Modellieren, Drucktechnik, Steinbildhauerei.
Neben ihrer Arbeitet als Musik-, Erdkunde- und Kunstlehrerin in Völklingen widmetet sich Liz Frank-Thome viele Jahre primär der Steinbildhauerei. Die Sandsteinskulpturen rund ums Haus in der Sprenger Straße erzählen davon. Mit der Malerei habe sie ihr Medium gefunden. Malerei sei meditativ. „Farben schreien nicht, und ich kann sie so lange übermalen, bis was Schönes dabei herauskommt.“ Lis Frank-Thome schwelgt in Farben, und sie überhöht – ob Katzenauge oder Pferdemähne – gerne mit Gold. „Ich bin die letzte Romantikerin“, sagt sie und meint damit sowohl die Musik als auch die Malerei. Und weiter: „Ich liebe alle Farben. Aber zum Schluss entwickele ich, wie in der Musik, einen Dreiklang.“
Wochenspiegel 15.08.09 Kunstvielfalt in der Volksbank Ausstellungseröffnung der Künstlerinitiative Köllertal
KÖLLERBACH Die Volksbank Saar-West lädt am 21. August um 18 Uhr ein in ihre Filiale in Köllerbach zur Ausstellungseröffnung der Künstlerinitiative Köllertal.
Im Köllertal gründete sich 1985 eine Künstlerinitiative aus vierzehn Kunstschaffenden. Als Organisationsform wählten die Mitglieder die freie Gemeinschaft ohne Rechtsform. Die Künstlerinitiative Köllertal, kurz KiK genannt, widmete sich zunächst nur den bildenden Künsten, mittlerweile sind die Sparten Malerei, Zeichnungen, Radierungen, Keramik, Glaskunst, florale Gestaltung, Textilkunst, Medienkunst und Literatur vertreten. Die ganze Vielfalt ihrer Kunst ist nun in den Räumen der Volksbank Saar-West eG in der Geschäftsstelle Köllerbach, Sprenger Straße 16, zu erfahren. Am 21. August eröffnet der Vorstand des Bankhauses Manfred Ziegler die Ausstellung. Eine künstlerische Einführung wird Gitta Nießen geben. Musikalisch umrahmt wird die Vernissage von Kim Clayton Weiler, Daniel Mantel, Akosua Adu-Sanyah mit Klanginstallationen. Anschließend sind die Besucher zum Kunstplausch und Umtrunk eingeladen. red./sam
Saarbrücker Zeitung 20.03.09 Enthüllte Kunst im Rhythmus der Musik
„Schattenspiel“ bot neue Perspektive auf Kunst und Musik
Eine neue Art, Kunst zu betrachten, ließ man sich bei der Künstlerinitiative Köllertal einfallen: Die 21 Kunstobjekte im Uhrmachers Haus blieben erst verhüllt und wurden, im Rhythmus eines Konzerts, in einer Computerpräsentation erst Stück um Stück dem Auge freigegeben.
Von SZ-Mitarbeiterin
Beatrix Hoffmann
Köllerbach. Die Abo-Reihe in Uhrmachers Haus in Köllerbach endete mit einem Überraschungscoup für Aug' und Ohr. Die Köllertaler Künstlerinitiative (KiK) und die Püttlinger Musikschule hatten nämlich unter dem Titel „Schattenspiele“ eine völlige neue künstlerische Form, und zwar eine Kombination aus Konzert und Bilderschau, kreiert. Die 21 Kunstobjekte – Acrylgemälde, Drucke, Collagen, Glasbilder, Gedichte und Objekte – waren unter weißen Papier verborgen und wurden erst gegen Ende der Veranstaltung enthüllt. Und die einzelnen Teile des Konzerts begannen jeweils als Schattenspiel hinter einer Leinwand. Geboten wurde so Ungewöhnliches wie die „Five quiet songs“ von John Duarte, einem zeitgenössischen britischen Komponisten. Hierbei begleitete Musikschulchef Stefan Weber die Sängerin Alice Münz an der Gitarre.
Bernadette Meyer begeisterte die Zuhörer mit einer Stimme, die ebenso funkelte wie ihr Paillettenkleid. Natalia Wolfsdorfer trumpfte gleich doppelt, nämlich beim furiosen vierhändigen Klavierspiel an der Seite von Elena Huber und als Komponistin.
Parallel und ganz im Rhythmus dieser musikalischen Geschichten enthüllte KiK-Dirigent Mike Siebler die Kunstobjekte via Computerprojektion.
SZ-Fotograf Hartmann Jenal sorgte bei der Veranstaltung – nicht ganz freiwillig – für das Tüpfelchen auf dem i: Just in dem Augenblick, als Mike Siebler am Bildschirm Gitta Nießens Diptychon in Blau beblätterte, flatterte hinter dem Fotografen die Hülle des echten Gemäldes zu Boden. So gab es Sonderapplaus für die SZ.
Das muntere Spiel ums Zeigen und Verbergen, um Zuhören, Schauen und Entdecken füllte ein pralles Stündchen. Danach wurde Rotwein kredenzt und über Kunst geplaudert. So ging die Saison stilvoll zu Ende.
Saarbrücker Zeitung 12.03.09 1155 Euro
für bedürftige Familien im Köllertal
Püttlingen. Ein ungewöhnlicher Adventskalender hilft Familien in Not – auch im März. Die Künstlerinitiative Köllertal, kurz KiK genannt, Privatdozent Dr. Joachim Conrad (Foto: SZ), evangelischer Pfarrer in Köllerbach, und die Werkstatt für kreatives Gestalten geben seit sechs Jahren einen Kalender im Format 20 Zentimeter auf einen Meter heraus. Die Texte dazu hat Conrad zusammengestellt, während das Bildmaterial beigesteuert wurde von den Püttlinger Künstlern Elisabeth Ertz-Meyer, Paul Groß, Vera Hewener, Monika Himber, Monika Kempf, Hella Klein, Astrid Latz, Jürgen Linnenberger, Elfriede Matza, Ursula Meyer, Doris Mueller-Schlang, Gitta Nießen, Margret Roeckner, Rita Rohnert, Rosel Schirra, Therese Schmidt, Birgit Schüller, Rosi Schumacher, Mike Siebler, Erika Steimer und Jutta Wagner.
Die Gestaltung übernahm Mike Siebler als Leiter der Werkstatt für kreatives Gestalten der Stadt Püttlingen.
Der Verkauf des Kalenders hilft Not lindern, zumal Richard Bastgen, Geschäftsführer des Erdbaulabors Saar in Riegelsberg, die Materialien für den Druck kostenlos zur Verfügung stellte. Aufgrund dieser vereinten Bemühungen wurde in diesem Jahr ein Reinerlös in Höhe von 1155 Euro erzielt, der nun über Pfarrer Conrad bedürftigen Familien in der Köllertal-Region zur Verfügung gestellt wird.
Insgesamt sind in den vergangenen Jahren durch den Kalender-Verkauf der KiK 6655 Euro für den guten Zweck zusammengekommen. et
Saarbrücker Zeitung 03.01.09 „Die unbeschwerteste Zeit meines Lebens“
Dorothea Maria Müller-Jost erinnert sich an ihre Jugendjahre in Rittenhofen
„Jugendjahre in Rittenhofen“, so heißt die brandneue Schrift des Heimatkundlichen Vereins Köllertal, in der Dorothea Maria Müller-Jost ihre Lebenserinnerungen von der Geburt 1932 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges schildert.
Von SZ-Mitarbeiter
Walter Faas
Köllerbach. „Meine Kinderzeit im kinderreichen dörflichen Milieu war die schönste und unbeschwerteste Zeit meines Lebens, trotz der strengen Erziehung.“ Dies schreibt Dorothea Maria Müller-Jost in ihren „Erinnerungen an Jugendjahre in Rittenhofen“.
Der Historiker Heinz Klein, ebenfalls ein Köllerbacher, hat sie zusammengestellt, mit zahlreichen historischen Fotos verknüpft und in Band 20 der Schriftenreihe des Heimatkundlichen Vereins Köllertal jetzt veröffentlicht. Heraus gekommen sind 36 höchst unterhaltsame Seiten, die Klein im Vorwort wie folgt charakterisiert: „Dieser Bericht soll keine Biografie sein und vor allem auch keine Darstellung des Dorfes Rittenhofen. Er ist einfach ein aus dem Gedächtnis aufgeschriebener Erlebnisbericht einer Jugend in der Kriegs- beziehungsweise Nachkriegszeit.“
Die Autorin wurde 1932 in Rittenhofen als ältestes von drei Mädchen in einer „Bergmannsbauern-Familie“ geboren. Aus ihrer Ehe mit Alban Jost hat sie drei Kinder. Müller-Jost ist von Beruf Hauswirtschaftsmeisterin gewesen. Sie hat sich im Püttlinger Stadtrat und im Pfarrgemeinderat viele Jahre lang ehrenamtlich engagiert, sich darüber hinaus als bildende Künstlerin in der KiK (Künstlerinitiative Köllertal) einen Namen gemacht und befindet sich heute, eigenen Worten zufolge, im „Unruhestand“.
Schnörkellos, dabei sehr anschaulich, schildert die Verfasserin, ohne der Gefahr idyllisierender Romantik zu erliegen, Kindheit und Jugend auf dem Lande. Die Rede ist von schwerer körperlicher Arbeit, schwierigen Lebensituationen – das Stichwort lautet: Zweiter Weltkrieg sowie familiären wie gesellschaftlichen Verhältnissen, die so ganz anders wirken als heutzutage, vielen älteren Zeitgenossen jedoch noch sehr bekannt vorkommen mögen.
Im Text klingt auch die Freude im Umgang mit der Natur an, insbesondere mit den Jahreszeiten, den Tieren, der Landwirtschaft und den mit ihr verbundenen Bräuchen und Festen sowie der Geborgenheit – der Saarländer spricht in diesem Zusammenhang gerne von Geheischnis –, die Großfamilien Kindern bieten können.
Ein lohnenswertes Büchlein, das von Heinz Klein liebevoll mit Fotos aufgewertet wurde und das in den Buchhandlungen Balzert, Püttlingen, Schmitt, Heusweiler, dem Postshop Mendgen in Köllerbach, bei Manfred Weiland vom Heimatkundlichen Verein Köllertal oder der Autorin selbst zum Preis von drei Euro erworben werden kann.
Kontakt zum Heimatkundlichen Verein Köllertal unter Telefon (0 68 06) 7 79 33
03.12.08 Saarbrücker Zeitung Kleines Kunstwerk mit Sammlerwert Adventskalender in ungewöhnlichem Format erschienen
Die Künstlerinitiative Köllertal (KiK), Dr. Joachim Conrad und die Werkstatt für kreatives Gestalten in Püttlingen geben auch in diesem Jahr einen Kunstdruck für die Advents- und Weihnachtszeit heraus. Der neue Adventskalender kann ab sofort für fünf Euro erworben werden.
Püttlingen. Bereits zum sechsten Mal erscheint in der Stadt Püttlingen dieser außergewöhnliche Begleiter durch die Weihnachtszeit, der sich über den Zeitraum vom ersten Advent bis zum 6. Januar, dem Fest der Heiligen Drei Könige, erstreckt. Dieser Kalender habe Sammlerwert und würde auch von vielen gesammelt werden, sagten Püttlingens Bürgermeister Martin Speicher und Mike Siebler, als sie dieser Tage im Rahmen einer Pressekonferenz das vielseitige Kunstwerk vorstellten. Allein das Format sticht hervor. Mit 23 x 100 Zentimetern eignet sich der neue Kalender für große schmale Flächen im Haus. Im hervorragenden Vierfarbendruck präsentieren Künstler der KiK unter anderem Radierungen, Fotografie, Aquarelle, Tiffany, Keramikarbeiten, florales Gestalten, Drucktechniken, Pastell- und Ölmalerei. Dazu hat der evangelische Theologe Dr. Conrad (Foto: bub) besinnliche, meditative und religiöse Texte verfasst, Weihnachts-Brauchtum erklärt oder an wichtige Gedenktage wie das „Fest der unschuldigen Kinder“ erinnert.
Weil die bildenden Künstler in diesem Fall auf ihr Honorar verzichten und Richard Bastgen, Geschäftsführer des Erdbau-Laboratoriums Saar in Riegelsberg die Druckkosten übernommen hat, kann der Erlös aus dem Verkauf des Adventskalenders in voller Höhe an bedürftige Familien in Püttlingen verteilt werden. Mike Siebler: „So konnte im vorigen Jahr eine Gesamtsumme von über 5500 Euro weitergeleitet werden.“ Der neue Adventskalender kann ab sofort in der Püttlinger Buchhandlung Balzert, Pickardstraße, oder im Bürgerservicebüro der Stadt Püttlingen zum Preis von fünf Euro erworben werden. et
18.12.08 Wochenspiegel „Köhlerteppich“ der KiK in der SHG-Klinik VÖLKLINGEN Mit dem „Köhlerteppich“ ist im Foyer der SHG-Kliniken in Völklingen zur Zeit ein außergewöhnliches Kunstwerk zu bestaunen. Die Gemeinschaftsproduktion der Künstlerinitiative Köllertal umfasst 92 Originalarbeiten aus den Gebieten Malerei, Fotografie, Tiffany, Zeichnung, Textilkunst und Gedichte. Die Arbeiten, jeweils durch 30 mal 30 Zentimeter große Plexiglasscheiben geschützt, sind kunstvoll miteinander verbunden und fügen sich harmonisch zu einem großen Kunstwerk zusammen. Der Köhlerteppich ist anlässlich des Besuchs von Bundespräsident Horst Köhler 2004 in Püttlingen entstanden und wird seither jährlich zur Advents- und Winterzeit an einem ausgesuchten Ort ausgestellt. Bei der Eröffnung der Ausstellung würdigte der Ärztliche Direktor Dr. Hans Erich Reichert das außergewöhnliche Engagement der Künstlerinitiative Köllertal und ihres künstlerischen Leiters Mike Siebler. Der neue Eingangsbereich der Kliniken mit seinem modernen Ambiente sei wie geschaffen für eine attraktive Präsentation des Köhlerteppichs. Patienten, Angehörige und Besucher seien eingeladen, vor dem Köhlerteppich zu verweilen und „Inspiration und Kraft zu finden oder einfach nur Freude an der Kunst zu haben“. red./sam
Saarbrücker Zeitung 04.09.08 Gitta Nießen zeigt „Schönheit der unscheinbaren Dinge“
Riegelsberg. „Die Schönheit der unscheinbaren Dinge“ will die in Riegelsberg lebende Künstlerin Gitta Nießen zeigen. So lautet denn auch der Titel ihrer Ausstellung, die am morgigen Freitag, 5. September, 19 Uhr, im Püttlinger Schlösschen eröffnet wird. Ein Querschnitt durch ihr fast 50 Jahre währendes künstlerisches Schaffen ist zu sehen, darunter Bilder in Knittertechnik, Motive aus Island, wo sie sich über einen längeren Zeitraum aufhielt, dazu Collagen aus der Völklinger Hütte mit Schrott, den ihr Freunde hin und wieder vorbeibringen.
Gitta Nießen, die auch Mitglied der Künstlerinitiative Köllertal ist, sagt dazu: „Die Schönheit der unscheinbaren Dinge – ein verwesendes Blatt, Gesteinsstrukturen, gesammelte Schrottteile, eine Landschaft ohne Blickfang, Motive, die auf den ersten Blick keinen besonderen Reiz haben, das sind die Motive, deren Reiz sich erst durch die genauere Betrachtung erschließt.“ hel
Die Ausstellung ist vom 7. bis 21. September geöffnet, und zwar dienstags, donnerstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr. Weitere Informationen unter Tel. (06898) 691-180.
Saarbrücker Zeitung 03.12.07 Kunst unter dem Weihnachtsbaum
Köllertaler Künstler stellen ihre Werke in festlichem Rahmen aus
Die Künstlerinitiative im Köllertal hat zu ihren 22-jährigen Bestehen eine Ausstellung mit weihnachtlichem Flair organisiert. Im Püttlinger Schlösschen war ein Gabentisch mit Kunst und Literatur aufgebaut.
Von SZ-Mitarbeiterin
Beatrix Hoffmann
Püttlingen. Die Köllertaler Künstlerinitiative KiK setzte der Weihnachtshektik, in der viele Künstler noch schnell ein Bild an den Mann bringen wollen, einen stilvollen Kunsttag entgegen. Speziell für diesen Anlass wurden die 22 KiKler kreativ. Sie zogen also nicht, wie man vielleicht denken könnte, einfach was Nettes aus der Schublade, sondern überlegten sich etwas Besonderes.
So malte Monika Himber beispielsweise den „Himmel über Bethlehem“ und brachte ihn mit Goldpapier zum Glänzen. Juta Wagner formte üppige Windlichthäuser mit orientalischen Kuppeldächern rundherum, und Elfriede Matza ließ weiße Kunstschneeflocken auf einen dunklen Blätterkranz rieseln.
Nicht nur die Exponate waren ästhetisch anspruchsvoll, auch die Präsentation war gelungen. Beim KiK-Tag wurde das Schlösschen zum eleganten Weihnachtshaus. Den Weihnachtsbaum hatte man im kleinen Saal aufgebaut. Eine rot-grün karierte Patchworkdecke in Sternenform von Erika Steimer kaschierte den Ständer. Passend dazu schmückte ein Wandbehang mit stilisierten kleinen Tannenbäumen das Zimmer. Silberne Stühle und ein Sessel rundeten das gemütliche Baumzimmer ab.
Der Gabentisch war unter dem Lüster im großen Saal aufgebaut. Vera Hewener und Margret Roeckner hatten ihre Bücher mit Seidenband zu Päckchen verschnürt. Mike Siebler hatte für seine Karten Posaunenengelchen auf Bütten gestempel und einen Hauch von Blattgold hinzugegeben. Im Fensterrahmen baumelte eine Tiffany-Kerze von Paul Groß.
Hella Klein fügte der Kunst Plätzchen mit Zuckerguss hinzu, und Birgit Schüller warf unter ihrem appetitlichen „Chocolate Fudge“, einem Quilt in Schokoladenfarben, die Nähmaschine an ließ sich bei der Arbeit über die Schulter schauen. Als „Live“-Malerinnen agierten Monika Kempf, Gitta Nießen und Doris Mueller.
Saarbrücker Zeitung 23.11.07 Wegbegleiter durch die Adventszeit
Werkstatt für kreatives Gestalten und Künstlerinitiative stellen Adventskalender vor
„Wegbegleiter durch die Adventszeit“ – unter diesem Titel präsentieren die Werkstatt für kreatives Gestalten und die Künstlerinitiative Köllertal einen etwas anderen und außergewöhnlichen Kalender.
Püttlingen. Der Kalender, der sich über den Zeitraum vom 1. Advent über die Weihnachtszeit bis zum 6. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige erstreckt, verbindet künstlerische Elemente mit Texten, die gerade in der hektischen Vorweihnachtszeit zur Besinnung und zum Nachdenken animieren sollen. Dieser Adventskalender erscheint mittlerweile bereits in fünfter Auflage.
Das Bildmaterial stellen dabei einzelne Mitglieder der Künstlerinitiative Köllertal – KIK zur Verfügung. Die Texte von Paul Gerhard, einem evangelisch-lutherischen Theologen, der neben Martin Luther als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Kirchenlieddichter gilt, wurden von Pfarrer Joachim Conrad zusammengestellt. Die Gestaltung des Kalenders übernahm der Leiter der Werkstatt für kreatives Gestalten in Pütttlingen, Mike Siebler.
Notleidende Menschen
Bei der Vorstellung im Püttlinger Rathaus wiesen Bürgermeister Martin Speicher und Mike Siebler darauf hin, dass der Verkaufserlös des Kalenders dazu beiträgt, notleidende Menschen und Familien im Köllertal gerade in der Weihnachtszeit zu unterstützen. „Über 4500 Euro konnten in den vergangenen Jahren weitergeleitet werden. Besuche in Schullandheimen konnten dabei ebenso gefördert werden wie kleinere Geschenke für die Kinder zu Weihnachten“, betonten die Sprecher.
Der Adventskalender im Format 23 Zentimeter mal ein Meter kann in diesem Jahr in der Rathausapotheke und der Buchhandlung Balzert in Püttlingen, in der Burgapotheke in Köllerbach sowie bei Schreibwaren Koch und in der Blumenwerkstatt Elfriede Matza in Riegelsberg für fünf Euro erworben werden. red
Weitere Informationen erteilt Mike Siebler unter Telefon (06898) 6911 80.
Saarbrücker Zeitung 11.08.07 Kunstbäume mutwillig zerstört
Künstlerinitiative setzt Belohnung aus
Im Frühsommer startete die Künstlerinitiative Köllertal ein Kunstprojekt im Freien. Im Gelände um den Absinkweiher im Frommersbachtal wurden künstlerisch gestaltete Spiralbäume aus Holz installiert. 16 an der Zahl. Unbekannte haben elf davon mutwillig zerstört.
Von SZ-Redakteurin
Helena Jungfleisch-Ehlert
Püttlingen/Völklingen. „Die Kunstbäume im Frommersbachtal sind zerstört.“ Diese Nachricht überbrachte uns Gitta Nießen, eine der Aktiven der Künstlerinitiative Köllertal (KiK), die Anfang Mai im Frommersbachtal zwischen Völklingen und Püttlingen einen Kunstwald installiert haben. 16 künstlerisch gestaltete Bäume aus Holz wurden im Außengelände platziert und somit der Natur übergeben. Jetzt haben sich Vandalen über den Kunstwald hergemacht. Elf der Bäume wurden mutwillig zerbrochen oder zerschlagen, liegen im Wasser oder Schlamm des ehemaligen Absinkweihers.
„Es stimmt uns traurig“, sagt die Riegelsberger Künstlerin Gitta Nießen, zumal sich die Objekte so nicht wiederherstellen lassen. Beamte der Polizeiinspektion Völklingen waren vor Ort und suchen nun Zeugenhinweise. Der Sachschaden wird insgesamt auf 3300 Euro geschätzt. Wie Mike Siebler, Initiator des Kunstwald-Projektes, mitteilt, hat die Künstlerinitiative Köllertal eine Belohnung von 300 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zu den Tätern führen.
Zeugen-Hinweise an die Polizeiinspektion Völklingen unter Telefon (06898) 2020.
Saarbrücker Zeitung 02.08.07 Süden auf Leinwand
Monika Himber, lange in Spanien zu Hause, stellt aus
Am kommenden Sonntag hält der sonnige Süden im Bistro des Püttlinger Kulturbahnhofs Einzug. Denn Spanien ist das Lieblingsthema der Künstlerin Monika Himber, die ihre Ausstellung eröffnet.
Von SZ-Mitarbeiterin
Beatrix Hoffmann
Püttlingen/Köllerbach. Eigentlich zog es Monika Himber (61) schon in jungen Jahren zur Kunst. Sie hätte gerne an der Kunsthochschule in Jena studiert. Aus politischen Gründen wurde nichts daraus. So blieb sie in Leipzig, machte eine Ausbildung zur Handschrift-Setzerin. Sie studierte Druckereiwesen und besuchte Abendkurse in Grafik, Zeichnen und Aktzeichnen an der Hochschule für Grafik und Buchkunst. Zielstrebig mäanderte sie der Kunst entgegen.
Doch erstmal folgten kunstlose Jahre: Sie arbeitete in Berlin, lernte ihren Mann kennen – einen gebürtigen Völklinger. Man ging zusammen nach Kiel, Köln, Madrid, Essen, Düsseldorf. Monika Himber machte noch eine Ausbildung zur praktischen Betriebswirtin. Sie bekam drei Kinder, beschränkte ihre künstlerischen Aktivitäten zunächst auf Handpuppen, Wolle färben und klöppeln.
Dann endlich, 1989, als die Familie zum zweiten Mal in die spanische Hauptstadt Madrid zog – diesmal für elf Jahre – war es so weit:
„Ich war irgendwo bei einer Frau, die malte in Öl und gehörte zu einer Gruppe, die zusammen ausstellt“, erinnert sich die Künstlerin. Sie war sofort Feuer und Flamme und wurde, nach einem Probemalen, in die Gruppe aufgenommen. Allerdings wurde dort ziemlich viel kopiert, und so wechselte sie später in eine andere Gruppe um die Künstlerin Marta Maldonado aus Malaga. Nebenher besuchte sie diverse Malkurse bei der VHS. Eine Radierwerkstatt gab es dort auch. Das habe sie an ihren alten Beruf erinnert, sagt Monika Himber, und sie habe jeden gelöchert, genau gefragt, was er macht und warum. So begann die Zeit, die sie „meine schönsten Jahre“ nennt. Sie stürzte sich voll in die Kunst, machte alles: Ölmalerei, Malkurse, Radierung... „Ich bin von der Grafik geprägt. Ich bin ein gegenständlicher Maler“, beschreibt sie ihre Arbeit und freut sich, dass die allgemeine Tendenz wieder in diese Richtung gehe.
Die spanische Landschaft mit ihren geduckten Häusern, den massiven Burganlagen, den Oliven- und Mandelhainen und ihrer von der Sonne verbrannten Erde – „die wunderschönen Farben, der Boden schillert violett und braun“ – wurde ihr Lieblingsthema.
Seit drei Jahren lebt die Familie jetzt in Köllerbach. Doch der Süden blieb das Hauptmotiv der Künstlerin. Ihre Bilder zeigen vergitterte andalusische Fenster, bemalte Krüge auf geschnitzten Wandhalterungen und Stillleben, die das südliche Leben selbst arrangierte. Auch der Stier, kraftstrotzend und bildfüllend, gehört dazu.
Saarbrücker Zeitung 28.06.07 Ein Lächeln, das man nicht vergisst Zwei Denker, eine Künstlerin
und die Trilogie
Anny Hoffmann, Völklinger Malerin und Mitglied der Künstlerinitiative Köllertal, ist verstorben – Ein Nachruf
Die Künstlerin Anny Hoffmann verstarb im Alter von 68 Jahren nach schwerer Krankheit. Mit ihrem Tod ist die Kunstszene der Großregion Völklingen/Köllertal/Warndt ein Stückchen ärmer geworden.
Von SZ-Redakteurin
Helena Jungfleisch-Ehlert
Völklingen/Püttlingen. Sie scheute die Öffentlichkeit nicht, und so lange es ihre heimtückische Krankheit zuließ, widmete sie sich ihrer Arbeit, dem kreativen Schaffen. Am Mittwoch voriger Woche, 20. Juni, verstarb die Völklinger Künstlerin Anny Hoffmann. Mit ihr geht ein Lächeln für ihre Mitmenschen verloren, ein Lächeln, das man nicht vergisst. 68 Jahre wurde sie alt.
Das Malen wurde ihr in die Wiege gelegt. Schon als Jugendliche fertigte Anna Maria Hoffmann, so ihr Taufname, Urlaubsskizzen an, ging seither nie ohne Zeichenblock auf Reisen. Ob Strand- oder Landschaftsmotive, Szenen aus Straßencafés oder gar monumentale Gebäude – flink hielt sie das Gesehene auf Papier fest.
Die gebürtige Püttlingerin war Autodidaktin. Technisches Wissen eignete sie sich auch durch Fachliteratur an. Unermüdlich bildete sich Anny Hoffmann weiter, war mit Aquarell, Öl, Tempera, Pastell, Acryl und Gouache vertraut. 1984 stieß sie zur Völklinger Volkshochschule (VHS), besuchte Malkurse bei den Dozenten Michael Hick und Lutz Hoffmann. Seit 1986 war sie selbst VHS-Dozentin für Malerei und Zeichnen. Anny Hoffmann war es auch, die 1991 – gemeinsam mit den Künstlern Joachim Ickrath und Hella Klein – die Radierwerkstatt der VHS aufbaute.
Der Holzschnitt ist eine Technik, die ihr sehr viel Freude bereitete und an der sie akribisch feilte. Als schließlich das Kreativitätszentrum Völklingen gegründet wurde, übernahm Anny Hoffmann die Leitung der Künstlerwerkstatt. Sie nahm an mehreren Einzel- und Kollektivausstellungen mit Malereien in verschiedenen Techniken in Frankreich und im Saarland teil, darunter auch an Ausstellungen in ihrer Heimatstadt Völklingen und deren Partnerstadt Forbach. Dabei erhielt sie 1989 zwei Auszeichnungen in Sarreguemines und Nantes.
Wo auch immer ihre Kreativität und ihr Engagement gefragt waren, Anny Hoffmann war zur Stelle. Sie engagierte sich bei der VHS Völklingen und der Künstlerinitiative Köllertal (KiK) bei vielen Projekten und Veranstaltungen, nahm auch gerne an den beiden Kunstversteigerungen der Saarbrücker Zeitung zu Gunsten der SZ-Aktion „Hilf mit!“ teil. Sie stellte viele Ausstellungen, auch die ihrer VHS-Schüler, auf die Beine und beteiligte sich beispielsweise an der Kunstmappe „3 Frauen“.
Karl-Heinz Schäffner, Direktor der VHS Völklingen, hat viel mit Anny Hoffmann zusammengearbeitet und beschreibt sie so: „Anny Hoffmann war voller Tatendrang, der in ihrem künstlerisch vielseitigen Schaffenswerk sichtbar wird. Sie war sehr experimentierfreudig und scheute keine Mühen. Was ich besonders an Anny Hoffmann schätzte, war ihre Gabe, andere Menschen mit dem ,kreativen Virus' infizieren zu können.“ Anny Hoffmann habe immer wieder mit neuen Bildtechniken überrascht und ihr Wissen stets weitergegeben. Schäffner: „Ihre Bilder hatten oft einen philosophischen Hintergrund, ihr Malstil war modern, oft nicht gefällig, nicht geradlinig, sich nirgends einfügend. Besonders erwähnen möchte ich ihren Optimismus, den sie auch in schwieriger Zeit anderen Menschen vorlebte.“ Anny Hoffmanns Bilderwelt wird die Erinnerung an sie wach halten.Völklingen. Ein besonderes Erlebnis mit Anny Hoffmann kommt mir wieder in den Sinn, das uns beide miteinander verbunden hat. Als ihr Sohn in den 90er Jahren in einer wichtigen Schaffensphase an der Universität steckte, schuf sie eine außergewöhnliche Trilogie-Radierung. „Der Denker“ nannte sie den Zyklus, der einen Kopf in Übergröße darstellt. Im ersten Bild sind zwei dunkelbraune Balken, einer im Kopf und einer vor dem Kopf, zu sehen. Im zweiten kamen dann noch düstere Schriftzeichen, unleserlich von rechts nach links gekrakelt, Hieroglyphen eben, hinzu. Im dritten war der Kopf des Denkers dann hell und klar, ohne Balken mit leserlicher Schrift versehen. Das Werk war vollendet.
Nach Besuch der Ausstellung mit dem „Denker“ kam ich abends nach Hause, mein Mann grübelte am Schreibtisch, die Examensarbeit sollte ihrer Vollendung entgegengehen. Auf meine Frage „Was tust Du gerade“(blöde Frage) kam die lapidare Antwort: „Ich denke“. Alles klar: Zur Examensarbeit bekam er die „Denker“-Trilogie geschenkt. hel
Saarbrücker Zeitung
SZ 6.12.07 Köllertaler Künstler stellen im Püttlinger Schlösschen aus
Püttlingen. Zu ihrem 22-jährigen Bestehen richtet die Künstlerinitiative im Köllertal (KiK) am Sonntag, 9. Dezember, ab 11 Uhr einen Kunsttag im Püttlinger Schlösschen aus. In einer Ausstellung können die Besucher großformatige Arbeiten von der Malerei über Druckgrafik und Radierung bis hin zum Quilt betrachten. Passend zum Jubiläum stellen 22 Künstler aus – was jedoch, so versichert KiK-Sprecher Mike Siebler, „reiner Zufall“ ist.
Unter dem Titel „Kunst bis 20 Euro“ werden zudem kleinere Kunstwerke der einzelnen KiK-Mitglieder zu einem Preis bis maximal 20 Euro zum Verkauf angeboten. „Wir wollen die Gelegenheit bieten, Originale zu einem günstigen Preis zu erwerben und damit einen Einstieg in die Kunst zu finden“, sagt Siebler. Zwischen 14 und 17 Uhr werden einzelne Mitglieder der KiK an Werktischen Einblick ich ihre Arbeit gewähren. So kann man den Künstlern beim Drucken oder Quilten zusehen. Die beiden Literaten unter den KiK-lern, Vera Hewener und Margret Roeckner, lesen für je eine halbe Stunde aus ihren Lyrik- und Prosa-Arbeiten.
Saarbrücker Zeitung 13.12.07
Kunst unter dem Weihnachtsbaum
Köllertaler Künstler stellen ihre Werke in festlichem Rahmen aus
Die Künstlerinitiative im Köllertal hat zu ihren 22-jährigen Bestehen eine Ausstellung mit weihnachtlichem Flair organisiert. Im Püttlinger Schlösschen war ein Gabentisch mit Kunst und Literatur aufgebaut.
Von SZ-Mitarbeiterin
Beatrix Hoffmann
Püttlingen. Die Köllertaler Künstlerinitiative KiK setzte der Weihnachtshektik, in der viele Künstler noch schnell ein Bild an den Mann bringen wollen, einen stilvollen Kunsttag entgegen. Speziell für diesen Anlass wurden die 22 KiKler kreativ. Sie zogen also nicht, wie man vielleicht denken könnte, einfach was Nettes aus der Schublade, sondern überlegten sich etwas Besonderes.
So malte Monika Himber beispielsweise den „Himmel über Bethlehem“ und brachte ihn mit Goldpapier zum Glänzen. Juta Wagner formte üppige Windlichthäuser mit orientalischen Kuppeldächern rundherum, und Elfriede Matza ließ weiße Kunstschneeflocken auf einen dunklen Blätterkranz rieseln.
Nicht nur die Exponate waren ästhetisch anspruchsvoll, auch die Präsentation war gelungen. Beim KiK-Tag wurde das Schlösschen zum eleganten Weihnachtshaus. Den Weihnachtsbaum hatte man im kleinen Saal aufgebaut. Eine rot-grün karierte Patchworkdecke in Sternenform von Erika Steimer kaschierte den Ständer. Passend dazu schmückte ein Wandbehang mit stilisierten kleinen Tannenbäumen das Zimmer. Silberne Stühle und ein Sessel rundeten das gemütliche Baumzimmer ab.
Der Gabentisch war unter dem Lüster im großen Saal aufgebaut. Vera Hewener und Margret Roeckner hatten ihre Bücher mit Seidenband zu Päckchen verschnürt. Mike Siebler hatte für seine Karten Posaunenengelchen auf Bütten gestempel und einen Hauch von Blattgold hinzugegeben. Im Fensterrahmen baumelte eine Tiffany-Kerze von Paul Groß.
Hella Klein fügte der Kunst Plätzchen mit Zuckerguss hinzu, und Birgit Schüller warf unter ihrem appetitlichen „Chocolate Fudge“, einem Quilt in Schokoladenfarben, die Nähmaschine an ließ sich bei der Arbeit über die Schulter schauen. Als „Live“-Malerinnen agierten Monika Kempf, Gitta Nießen und Doris Mueller.
Auf einen Blick
Die Mitglieder der Künstlerinitiative im Köllertal:
Elisabeth Ertz-Meyer, Paul Groß, Vera Hewener, Monika Himber, Monika Kempf, Hella Klein, Astrid Latz, Jürgen Linnenberger, Elfriede Matza, Ursula Meyer, Doris Mueller, Gitta Nießen, Elfriede Pohl, Margret Roeckner, Rosel Schirra, Therese Schmidt, Birgit Schüller, Rosi Schumacher, Mike Siebler, Erika Steimer, Franz Josef Steimer, Juta Wagner. hof
Saarbrücker Zeitung 11.12.07
Auch „KochArtII “ so gut wie weg
Das begehrteste Buch des Saarlandes wurde zu Gunsten von „Hilf-Mit!“ verkauft
Einen reißenden Absatz bei Gourmets und Kunstkennern fand gestern das Kochbuch „KochArtII“. Die Rezepte stammen von saarländischen Spitzenköchen, so auch von Drei-Sterne-Koch Klaus Erfort.
Saarbrücken. Das begehrteste Buch des Saarlandes? Im vorigen Jahr war es „KochArt“, ein ganz besonderes Kochbuch der Püttlinger Werkstatt für kreatives Gestalten. In diesem Jahr ist es, richtig: „KochArt II“, ein erneut in Handarbeit entstandener Prachtband, der die Talente von Kunsthandwerk und Kochkunst vereint. Mittels Drucktechnik setzten Ilse Bastgen, Astrid Latz, Ursula Meyer, Rita Rohnert und Gitta Nießen Texte und Gedichte bildnerisch um. Treibende Kraft bei dieser Arbeit und hinter dem Gesamtwerk ist der Leiter besagter Werkstatt, der Püttlinger Mike Siebler. Für die Rezepte wurden saarländische Spitzenköche gewonnen: Khalid Arabe, Bernhard Michael Bettler, Alexander Kunz, Wolfgang Quack, Uwe Schäfer, Frank Seimetz, Axel Toussaint, Siegfried Weiler und der frisch mit drei Michelin-Sternen gekrönte Klaus Erfort, der durch „wunderschön unkomplizierte Zusammenarbeit“ (Siebler) begeisterte. Aus Luxemburg arbeitete Lea Linster zu, aus Frankreich Lutz Janisch. Tatort-Kommissar Deininger (Gregor Weber) wirkte als Hobbykoch mit. Literarische Beiträge von Georg Fox und Vera Hewener runden das Kunstwerk ab. Wenige Minuten nach der Vorstellung gestern Nachmittag im Bildungs-Ministerium durch die Hausherrin Annegret Kramp-Karrenbauer war die Auflage von 110 Exemplaren zum Stückpreis von 65 Euro so gut wie vergriffen. Die Hälfte des Erlöses fließt der Aktion „Hilf-Mit!“ zu.
Wer die Knappheit des Angebotes ungerecht findet, der möge den Appell von Siebler befolgen: In Kunstausbildung investieren und selber was machen! wp
Saarbrücker Zeitung 22.05.07 Kunstwald im Frommersbachtal
Künstlerinitiative Köllertal zeigt bis Mitte Juli ihre Objekte in der freien Natur
Püttlingen. 16 Designer-Bäumchen avancierten in Püttlingen zur Land-Art. Wer die praktische Baumspirale aus Sperrholz erfunden hat, ist uns nicht bekannt. Die Künstlerinitiative aus dem Köllertal (KiK) jedenfalls entdeckte einen ganzen Stapel Findlinge. Fantasievoll, wie sind, machten sie Kunst draus. Gut Ding will Weile haben, und so schlummerten die Objekte zwei, drei Jahre in Kellern und Ateliers. Das ein oder andere, so sagt man, soll zwischendrin auch mal als Weihnachtsbaum zum Einsatz gekommen sein. Jetzt jedenfalls haben sie nun ihren großen Auftritt im Frommersbachtal, am Ufer eines Absinkweihers.
Die Einpflanz-Performance ging bei Wind und Wetter über die Bühne. Der Regen prasselte hernieder. In Gummistiefeln stapften die KiK-Künstler wacker durch den Wald, kraxelten den Hang hinab und verankerten ihre Objekte zwischen Schilf in schwarzem Schlamm.
Der Ort hat was. Bizarre abgestorbene Baumstämme ragen aus der Wasseroberfläche hervor. Die Kunst-Baum-Installation wirkt wie ein buntes Gegenspiel. Die Sperrholz-Spiralen wurden mit Farben, Stoffen und Accessoires aufgeputzt. Klimpernde Anhänger, drei Orangen wie aus der Oper, Kunststofftütenkram und allerlei anderes gab ihnen ein neues Gesicht. Eines – grün ummantelt mit grünem Papiergeflatter – erinnert an ein Tannenbäumchen. Andere lassen in dieser geheimnisvollen Umgebung eher an Seeschlangen denken. Einer der Spiralbäume liegt flach am Boden. Da fehlt nur noch der Flötenspieler, und dann: Simsalabim. hof
Die Installation Kunstwald (bis Mitte Juli) findet man im Waldgebiet zwischen der Ritterstraße (Püttlingen) und Forsthaus Pfaffenkopf (Saarbrücken). Sie ist vom Halden-Rundweg aus zu sehen. Eine genaue Lagebeschreibung gibt es beim Püttlinger Kulturamt, Tel. (06898) 691180.
Saarbrücker Zeitung 15.11.06 Jedes Objekt ist ein kleines Universum
Künstlerinitiative im Köllertal präsentiert Kunst im Kasten
Püttlingen. 20-mal Kunst im Kasten präsentieren Mitglieder der Künstlerinitiative im Köllertal (KiK) im Sparkassen Beratungscenter am Püttlinger Markt. Die Rahmen ruhen auf weißen Postamenten. So schaut der Betrachter von oben, also aus der Vogelperspektive, in diese Guckkastenbühnen hinein. Auf einer Spielfläche von 50 mal 50 Zentimetern erzählen sie Kunst-Geschichten.
Ein Kasten berichtet beispielsweise, dass Rosel Schirra von einer Industrielandschaft träumte, ein anderer erzählt davon, wie Therese Schmidt in Sand malte.
Ganz lyrisch zeigt sich Margarete Roeckner mit „Dämmerung – der Träume Spiel verwob der Nebel zum Gewand...“ Monika Himbets Kasten führt weit weg zu einem Kunst-Stuhl-Projekt in die Partnerstadt Senftenberg.
Ganz nah dagegen ist das Objekt von Paul Groß. Der Betrachter steht gewissermaßen mittendrin, denn das abstrakte Glasmosaik zeigt die Püttlinger City mit Hexenturm und Schlösschen, Straßen und Plätzen.
Richtige Wunderkästchen sind entstanden. Schimmernde Goldstiche auf transparentem Stoff umzingeln ein Patchworklabyrinth, dunkle Sterne wachsen in grünem Moos, und Drucke falten sich zur Ziehharmonika.
Die Arbeit von Elisabeth Ertz-Meyer schaut auf den ersten Blick wie ein Spielfeld aus. Bei genauer Draufsicht verwandeln sich die Spielsteine in eine Uhr, die Fünf vor Zwölf anzeigt. Die Spielflächen werden zu Kriegsschauplätzen. Jeder Kasten beherbergt ein kleines Universum. Die Draufsicht erlaubt ein konzentriertes Schauen. Schön und spannend. hof
Saarbrücker Zeitung 14.11.06 Viel Applaus für
Musik und Lyrik berühmter Jubilare
Köllerbach. Berühmte Jubilare unter Komponisten, Dichtern und Autoren stellte am Freitagabend das Kulturamt Püttlingen als Veranstalter vor, die ausführenden Künstler kamen von der Musikschule Püttlingen und von der Künstlerinitiative Köllertal. Es wurde ein denkwürdiger Abend im Uhrmachers Haus – und so war's:
Mozart kennt man, Bert Brecht, Gottfried Benn und Gotthold Ephraim Lessing auch, aber wer ist Karoline Friederieke Louise Maximiliane von Günderrode? Die deutsche Dichterin der Romantik (Foto: SZ/Historisches Museum Frankfurt) ist exakt ein halbes Jahrhundert nach „Wolfgang Wunderkind“ – also vor 200 Jahren – gestorben. Der Todestag von Brecht und Gottfried Benn liegt 50 Jahre, der von Lessing (Foto: SZ/Kunstsammlung Uni Leipzig) 225 Jahre und der von Marie von Ebner-Eschenbach 90 Jahre zurück. Der Dichter Wilhelm Raabe ist vor 175 Jahren, die Köllerbacher Autorin Margret Roeckner vor 75 Jahren geboren worden.
Der allgemeinen „Mozartmania“ setzen die Veranstalter am Freitagabend im proppenvollen Uhrmachershaus die Erkenntnis entgegen: Es gibt noch weitere Jubiliare. Die Musik freilich gilt an diesem Abend ausschließlich dem Werk des Salzburger Genies: Aus dem Köchelverzeichnis ließen Judith Brandt (Violine), Tokiko Kiba, Dieter Prünn und Natalia Wolsdorfer (Klavier) Bernadette Meyer (Sopran), Marion Blais (Oboe), Stefan Weber (Gitarre) und Norma Müller (Klarinette) jene Sonaten, Fantasien, Arien, Konzerte und Divertimenti klingen, die den romantischen Esprit von Meister Mozart so sehr entsprechen.
Des lyrischen Teils nahmen sich, als Sprecher, Gitta Nießen, Paul Groß, Jürgen Linnenberger, Monika Himber, Erika Steimer, Mike Siebler, Rosi Schumacher, Vera Hewener, Margret Roeckner und Rosel Schirra an. Für den prasselnden Applaus sorgte das Publikum. et
Saarbrücker Zeitung 11.03.06 Er bannte die Natur mit großer Kunstfertigkeit auf die Leinwand
Ewald Maas verstorben
Er liebte die Natur und das Malen nach der Natur im detailgetreuem, realistischen Stil: Am Sonntag verstarb der Püttlinger Maler, Jäger und in seiner Jugend bekannte Fußballspieler Ewald Maas im Alter von fast 87 Jahren.
Von SZ-Redakteurin
Helena Jungfleisch-Ehlert
Püttlingen. Zwei große Leidenschaften haben ihn zeitlebens begleitet: die Kunst und die Jagd. Am vergangenen Sonntag starb Ewald Maas aus Püttlingen nach einem erfüllten Leben exakt einen Monat vor seinem 87. Geburtstag. „Ein schöpferisches Leben ging zu Ende“, schrieb die Familie in der Todesanzeige. Mit seiner Frau Anni, Sohn Rainer und dessen Familie trauern viele um den kreativen und naturverbundenen Geist Ewald Maas.
Ein Mann der stillen Töne
Auf Hochsitze mag er im hohen Alter wohl nicht mehr geklettert sein, doch als Gast war er bei Vernissagen stets präsent, wenn es die Gesundheit zuließ. Da ließ er es sich auch nicht nehmen, mit wachem Auge von Bild zu Bild zu schreiten und sich seine eigenen Gedanken zu der gezeigten Ausstellung zu machen. Ewald Maas war ein stiller Kritiker, wir erlebten ihn nie laut. Auch bei seiner eigenen Kunst beschritt er einen eigenen Weg: detailgetreu muss ein Bild sein, naturalistisch. Mit Vorliebe wählte er Motive mit Tieren des Waldes, so ergänzten sich seine beiden Passionen. Ewald Maas, ein genauer Beobachter. Da schreitet der Keiler grimmig ins Bild, setzt die Ente zum Wassern an, begegnen wir Rehen beim Äsen und erleben Hunde beim Apportieren. „Die Kunst muss wieder Brücke sein zwischen der Schöpfung, Natur und der Kreativität des Menschen“, sagte einmal Friedensreich Hundertwasser, ein Zitat, das auf Ewald Maas und seine Kunst zutrifft.
35 Jahre war Maas Pächter des Niedersalbacher Jagdreviers und lange Jahre Mitglied der Künstlerinitiative Köllertal, mit der er viele Ausstellungen im Saarland und unter anderem auch bei der Saar-Vertretung in Berlin bestritten hat.
Für den SV 06 auf Torejagd
Maas hatte aber noch andere Talente, so beschrieb ihn unsere Zeitung einmal als „schussgewaltigen Linksaußen“, der nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem SV 06 Völklingen in der Zonenliga gegen die Brüder Fritz und Ottmar Walter spielte. „Mit 16 Jahren bin ich 1935 in die erste Mannschaft gekommen und habe auch gleich vier Tore geschossen“, erinnerte sich Maas einmal. Ewald Maas war gebürtiger Völklinger, der auch 50 Jahre Mitglied im dortigen Angelsportverein war. Das Fischen, ein mehr oder weniger stilles Vergnügen wie die Jagd und die Kunst, die zu dem stillen Beobachter Maas passten. Seine Bilder zieren gewiss viele Wände von Liebhabern der Natur-Malerei, die sich gerne an Ewald Maas erinnern.
Saarbrücker Zeitung 08.03.06 n Tortenschachteln auf Reisen
„Kunst im Karton“ ist von Berlin ins Köllertal zurückgekehrt
19 Künstler zeigen in der Riegelsberger Rathausgalerie fantasievolle Arbeiten in den unterschiedlichsten Techniken: Collagen, Fotografien, Malerei, Keramiken und vieles mehr.
Riegelsberg. Wenn eine Ausstellung die wichtige Hürde nimmt, in der saarländischen Landesvertretung in Berlin für Furore zu sorgen, dann muss sie schon etwas Besonderes sein. Denn das Gebäude der Landesvertretung ist „mit seinem quadratischen Grundriss, seinen kleinen Räumen ... eigentlich für Ausstellung gar nicht geeignet“, schildert Jürgen Lennartz, der Berliner Landes-Bevollmächtigte. Für die Künstlerinitiative Köllertal (KiK) war der Schuh nicht zu groß. Im Gegenteil – die Männer und Frauen um Mike Siebler fuhren in die Hauptstadt, schauten sich die Räumlichkeiten an, und legten los. Heraus kam eine faszinierende Sammlung verbundener, zweiseitiger Bilder hinter Plexiglas – immer 16 Stück auf einer Seite – von denen jedes ein Format von 9,5 auf 19, 5 Zentimetern hat. Das Quadrat bleibt also quasi als Stilmittel erhalten.
Seit Sonntag sind die Werke nach Art großer Collagen – von insgesamt 19 Künstlern gestaltet – nun in der Riegelsberger Rathausgalerie zu sehen. Es ist ihre erste Station nach Berlin. Siebler: „Mehr als 3000 Menschen haben ,Kunst im Karton' in Berlin gesehen. Eine beachtliche Anzahl.“ Ihren Namen verdankt die Ausstellung übrigens Brigitte Mann vom Köllerbacher Café Kühnen. Denn für den Transport der „Schätze“ vom Köllertal nach Berlin brachte sie quadratische Tortenschachteln ins Spiel, so dass jeder Künstler einfach eine Schachtel mit seinen Werken transportieren konnte. „Die Bilder wurden alle, nachdem sie in Plexiglas gefasst waren, miteinander verbunden. Hierzu nahmen wir Kunstklammern aus dem Museumsshop. Bei meiner Bestellung von 2352 Klammern wurde ich doch vorsichtshalber um Vorkasse gebeten“, berichtet Siebler. „In der Berliner Landesvertretung brachten wir die Werke im Glasatrium an, das über fünf Etagen reicht.“ Die Riegelsberger Rathausgalerie, die mit den eindrucksvollen Werken nun wie ein Labyrinth wirkt, bietet hier andere Möglichkeiten: Alle Arbeiten sind an einem 50 Meter langen Stahlseil aufgefädelt. So hängen sie frei im Raum, man kann um sie herumgehen, sie von rechts und links betrachten, davor verweilen.
Eine einheitliche Technik gibt es übrigens nicht – was die Ausstellung noch spannender und hintergründiger, noch vielseitiger und geheimnisvoller macht: Die 19 Künstler haben fantasievolle Arbeiten in Acryl-, Glas- und Wortkunst, Collagen, Fotografien, Malerei, Stoffkunst und Keramiken geschaffen. lon
Saarbrücker Zeitung 16.02.06 sl-1502.ausstellung Anna Elfriede Pohl im P1
Schwalbacherin zeigt Bilder in Saarlouis
Saarlouis. Anna Elfriede Pohl gehört der Künstlerinitiative Köllertal an, war Gründungsmitglied des Kunstforums Saar und ist als Dozentin an der Volkshochschule in Bous, Völklingen und Saarlouis tätig. Seit mehr als 25 Jahren widmet sich die Schwalbacherin der Malerei. Aquarelle, Bilder in Mischtechnik und Acryl sind ab heute im Bistro P1 in Saarlouis zu sehen.
Die Künstlerin besuchte in den 80ern Kurse bei Clothilde Freichel, wurde malerisch betreut unter anderem von Victor Fontaine, Günter und Cilly Willeke, Hans Maurer, Siegfried Pollack, Karl Michaely und Eugen Grittmann. Pohl stellte ihre Werke bereits in vielen Einzelausstellungen vor, darunter im Gemeindesaalbau Schwalbach, im Theater am Ring, im Haus Ludwig, in der Kreissparkasse Saarlouis, im Rathaus Ottweiler und im Maison de la Culture Freyming-Merlebach. In Gemeinschaftsausstellungen zeigte sie Bilder im Püttlinger Schlösschen, im Kloster Heilig Kreuz Püttlingen, in der Hochwaldklinik Weiskirchen, Fellenbergmühle Merzig, in der Saarlandvertretung in Berlin. Werke von ihr sind im Bistro P1, Handwerkerstraße, Saarlouis, zu sehen. Die Vernissage ist heute um 19 Uhr; Laudatio: Mike Siebler. hth
Die Ausstellung dauert bis Montag, 24. April, und ist zu den Öffnungszeiten des Restaurants zu sehen.
Saarbrücker Zeitung 06.12.05 Eine „Erfolgsgeschichte“
Künstlerinitiative Köllertal feierte 20. Geburtstag mit Kunsttag im Püttlinger Schlösschen
Viele Besucher strömten am Sonntag ins Püttlinger Schlösschen, als die Künstlerinitiative Köllertal ihren 20. Geburtstag feierte. Dabei präsentierten sie gemeinsam ihren Winter-Weihnachts-Wandteppich.
von sz-mitarbeiterin
beatrix hoffmann
Püttlingen. Die Köllertaler Künstleriniative, allseits unter dem Kürzel KiK bekannt, hatte zum 20. Geburtstag ins Püttlinger Schlösschen geladen, und viele, viele kamen. Ebenso stilvoll wie im vorigen Jahr Bundespräsident Horst Köhler in der Stadthalle empfangen wurde, so wurden im Foyer die Gäste begrüßt. Die KiK-Mitglieder hatten in diesen ersten Raum nämlich ihren tollen Winter-Weihnachts-Wandteppich aufgehängt, und diese Gruppenarbeit ist einfach schön. So wünscht man sich, sie über diesen Tag hinaus bewundern zu dürfen und kann sich auch ein sommerliches Pendant vorstellen.
Kunsttag-Schirmherr Gerd Meyer, der seinerzeit zusammen mit dem Püttlinger Autor Georg Fox die KiK aus der Taufe hob, hatte sich für den Anlass eine KiK-Kunstmappe gewünscht. In seiner Funktion als Direktor der Saarland Sporttoto GmbH versprach er im selben Atemzug finanzielle Unterstützung für das Projekt. Meyer nannte die Entwicklung der Künstlerinitiative eine „Erfolgsgeschichte“. Er freute sich, dass die Gruppe so lange fair und freundschaftlich zusammengehalten hat, stets sehr produktiv war und sich, dank einer Ausstellung in der Landesvertretung, die Kreativität des Köllertals sogar bis Berlin herumgesprochen hat.
Eines der Erfolgsgeheimnisse liegt, so Meyer, in der freien und lockeren Organisationsform der Künstlerinitiative. Auch Mike Siebler, seit kurzem als KiK-Sprecher im Amt, warf einen Blick auf die vielfältigen Aktivitäten in der Vergangenheit und schaute wohlgemut in die Zukunft. Schließlich wollen die Künstler aus dem Köllertal in Zukunft zusammen mit der Volkshochschule Kunstfahrten organisieren, sie wollen Kontakte zu anderen Künstlergruppen knüpfen und auch Projekte in Zusammenarbeit mit der Saarbrücker Kunsthochschule auf die Beine stellen.
Zur Theorie gesellte sich am Nachmittag die Praxis. An Werkstischen wurden verschiedene künstlerische Techniken demonstriert, und zwei Lesungen zeigten, dass der Kunstbegriff im Köllertal weit gespannt ist und viel mehr als Malerei meint.
Ganztägig zu besichtigen gab es neue Arbeiten von KiK-Mitgliedern. Gezeigt wurden Gemälde, Fotografien, Tiffany-Arbeiten und Quilts. Bei dieser Präsentation ging man pfiffig vor, hatte neben jedem Objekt die Gruppenfoto-Freecard an die Wand gepinnt, den Namen des Künstlers mit Filzstift markiert und sein Konterfei umrahmt.
Weil zu jeden richtigen Geburtstag Geschenke gehören, konnte man am KiK-Kunsttag Allerlei zum Schnäppchenpreis bis 20 Euro erwerben und beispielsweise ein Minisofa aus Ton in Rakubrand mit elegantem Streifenpolster nach Hause tragen.
Saarbrücker Zeitung 29.11.05 precher-Quartett für KiK – Ausstellung geplant
Künstlerinitiative Köllertal unter neuer Leitung
Mike Siebler, Monika Himber, Birgit Schüller und Gitta Nießen sind die neuen Sprecher der Künstlerinitiative Köllertal. Am kommenden Sonntag öffnet im Püttlinger Schlösschen die Ausstellung „20 Jahre KiK, Kunst bis 20 Euro“.
Von SZ-Mitarbeiter
Walter Faas
Püttlingen. Die Künstler-Initiative Köllertal, kurz KiK genannt, wechselt den Steuermann. Elmar Schirra, seit acht Jahren ehrenamtlicher Sprecher der KiK, gab jetzt das Ruder in jüngere Hände. In die von Mike Siebler, den drei Damen, Monika Himber, Birgit Schüller sowie Gitta Nießen, bei seiner Arbeit unterstützen.
Wie kaum anders zu erwarten, bringt solcher Wachtwechsel auf der Kommando-Brücke neue Ideen, um die in diesem Jahr 20 Jahre alt gewordene Künstler-Initiative auf Kurs zu halten.
Bereits am kommenden Sonntag, 2. Dezember, gibt es im Püttlinger Schlösschen den ersten Kunsttag der KiK. „20 Jahre KiK, Kunst bis 20 Euro“: Unter diesem Motto propagiert bei dieser Gelegenheit die KiK die Idee, Aquarelle und Ölbilder, Tiffany und Keramik, allesamt in der Region entstanden, zu erschwinglichen Preisen an den Kunstfreund zu bringen. Dazu gibt es Lesungen sowie die Möglichkeit, an Werktischen den beteiligten Künstlern beim Zeichnen, Spachteln und Modellieren über die Schulter zu schauen.
In Zukunft wolle man das Spektrum der KiK-Kunst auch um das Medium Fotografie erweitern, sagt Siebler, der es gerne sähe, dass sich begabte Fotografen der Organisation anschließen. Außerdem, so Sprecherin Gitta Nießen, wolle man die Zusammenarbeit mit anderen saarländischen Künstlerkreisen suchen und stärken. Geplant sei im kommenden Jahr auch eine Kunstreise nach Schottland, nicht nur für eingeschriebene KiK-Mitglieder.
Aktuell präsentiert die KiK einen von ihr gestalteten Advents-Kalender (wir berichteten) sowie einen Satz Kunstkarten. Vom Verkaufs-Erlös soll unter anderem das neu gegründete Püttlinger Bündnis für Familien profitieren.
Die Püttlinger Verwaltung sieht so viel ebenso ehrenamtliches wie kreatives Engagement gerne: „Die KiK ist aus dem kulturellen und künstlerischen Leben unserer Stadt nicht mehr wegzudenken“, sagte Bürgermeister Martin Speicher bei der Vorstellung des neuen Sprecher-Quartetts.
Saarbrücker Zeitung 20.07.05 „In guter Gesellschaft“
Künstlerinitiative im Köllertal bringt erste kostenlose Künstlerzeitung heraus
Püttlingen. Die Künstlergruppe Brücke wurde vor 100 Jahren gegründet und unsere Künstlerinitiative im Köllertal (KiK), feiert ihren 20. Geburtstag. „In guter Gesellschaft“ heißt deshalb ein Artikel in der KiK-Zeitung, die auf einer Pressekonferenz im Püttlinger Rathaus vorgestellt wurde. Mike Siebler, Initiator und Herausgeber dieser ersten Ausgabe, vergleicht die regionale Künstlergemeinschaft mit berühmten Vorgängen.
Von realistisch über figurativ und abstrakt bis hin zum freien Spiel der Formen reicht die Ausdrucksmöglichkeit der 26 Künstler. Man malt und druckt, mixt Materialien zu Collagen, fotografiert oder arbeitet mit Farbe und Papier, mit Stoff, Glas, Ton, Holz und Naturmaterialien. In Zukunft soll die Palette noch bunter werden. Denn schließlich sollen Vertreter der Sparten Film, Performance, Videokunst, Architektur und Rauminstallation hinzu kommen. Auch Landart und Modedesign wären denkbar.
So bietet die Zeitschrift Vor- und Rückblick. Man berichtet über Projekte wie „Kunst im Karton“ in Berliner Ministergärten, „Faites vos Jeux“ im Völklinger Rathaus und eine Wandinszenierung zum Empfang des Bundespräsidenten in der Püttlinger Stadthalle. Neben diesen Einzelaktionen gibt es auch jährlich wieder kehrende Kunstaktivitäten wie die Herausgabe eines Adventskalenders.
Die Förderung junger Künstler ist eines der vielen Anliegen der Köllertaler Künstlerinitiative und so führte man vor kurzem in mehren Grundschulen im Köllertal Projekte durch. Die Ergebnisse können in Uhrmachers Haus besichtigt werden.
Ende des Jahres plant die Künstlergruppe im Püttlinger Schlösschen eine Ausstellung als Hommage an Brigitte von Teutul, die im vergangenen Herbst verstarb. hof
Wer noch mehr über die KiK erfahren und nachlesen will, findet die kostenlose KiK-Zeitung im Püttlinger Kulturamt und an anderen wichtigen Stellen in der Stadt. Die Zeitung ist übrigens nicht nur für Köllertaler interessant. Schließlich gehören zur KiK auch Künstler aus der Umgebung, beispielsweise aus Völklingen und sogar dem Kreis Saarlouis.
Saarbrücker Zeitung 16.02.05 Ausstellung in Völklingen
Wenn Künstler spielen
Die Künstlerinitiative Köllertal zeigt im Foyer des Neuen Rathauses in Völklingen ihre Arbeiten. Die Ausstellung steht unter dem Roulette-Motto „Faites vos jeux“ (machen Sie Ihr Spiel), das die teilnehmenden Künstler auf sehr verschiedene Weise gedeutet haben.
Von SZ-Mitarbeiterin Beatrix Hoffmann
Völklingen. In Völklingen hat eine neue Spielhalle aufgemacht. Mitten im Rathaus Foyer. Skandalös? Mitnichten. Schließlich sind in Liebe, Krieg und Kunst alle Mittel erlaubt. „Faites vos jeux!“: Mike Siebler gab den Schlachtruf aus, und alle Mitglieder der Künstlerinitiative Köllertal (Kik) folgten ihm. Das Motto „Machen Sie Ihr Spiel“ packt die Kunst bei den Wurzeln. Kunst entsteht nämlich nur dann, wenn der Künstler, der meist unbewusst einen neuen Weg gefunden hat, Regeln in seinem Schaffen findet und diesen dann folgt. Zwei Künstlerinnen interpretierten das Spiel auf diese Weise, und zwar Rosel Schirra und Hella Klein. Klein geht auch in dieser Ausstellung ihrem großen Thema Bewegung nach. Sie dreht Drucke, setzt sie wie ein Puzzle immer wieder neu zusammen und kommt so spielerisch zu immer anderen Bildern. Die Druckplatten stellte sie wie ein Spielfeld dazu.
Rosel Schirra sammelte rote, gelbe und grüne Blätter. Ihre Farb-Regel: Der Malgrund muss in der Komplementärfarbe gestaltet sein. Alle anderen nahmen die Aufforderung mehr oder weniger wörtlich. Sie betätigten sich als Designer, Illustratoren und Dekorateure. Sehr dekorativ beispielsweise die Mooswürfel mit Torfaugen oder die aufwändig gearbeiteten Quilts. Hier zeigen sich auch die Möglichkeiten und Grenzen der einzelnen Techniken. Gitta Niessen, kreativ wie immer, dachte sich ein komplettes Spiel, „Gib 8“, aus. Sie richtet eine kleine Spielecke ein mit einer Spiel-Landschaft und Collagen aus Silberpapier-Münzen und Spielkarten. Auch Mike Siebler lädt die Ausstellungsbesucher ein zum Mitspielen. Er kreierte ein raffiniertes Holzlegespiel sowie ein Steckspiel aus Styropor.
Fast alle anderen setzten das Motto bildnerisch um. Symbole wie Karten spielen dabei eine große Rolle, und so könnte man sich diese Bilder und Collagen gut in einem Buch über Spielideen vorstellen. Leider entwarf keiner wie einstmals Alfred Kubin oder Sonja Delauney ein eigenes Kartenspiel. Zugegeben: Diese Idee wäre in der recht kurzen Vorlaufzeit auch kaum realisierbar gewesen.
Doris Mueller-Schlang übertrug den Spielbegriff auf eine andere Ebene: Sie malte einen Saxofonspieler in Pastell. Auch eine der Keramikerinnen schaute aus anderer Perspektive und formte eindrucksvolle Spieler-Porträts. Vera Hewener spielte optisch und inhaltlich mit Worten und reimte: „Faites vos jeux, faites vos jeu /désir est bleu, désir est bleu / comme ci, comme ça / c'est le combat / comme ça, comme ci / fauxpas en vie...“ (auf Deutsch etwa: „Machen Sie Ihr Spiel,/ Begehren ist blau,/ mal so, mal so . . .
Alles zusammen ergibt ein reizvolles Gesamtkunstwerk, und man wünscht sich, dass die Kik diesen Weg weiter beschreitet.
Saarbrücker Zeitung 11.03.05 Künstlerische Rockideen
Unterhaltsamer KiK-Abend zum Sehen und Hören mit Musik und Modenschau
Röcke aus Keramik, Kleider aus Tüllknoten und Westchen aus frischen Moos – die Köllertaler Künstleriniative (KiK) hat ungewöhnliche Modeideen in die Tat umgesetzt. Die Schau stieg in Uhrmachers Haus.
Von SZ-Mitarbeiterin
Beatrix Hoffmann
Köllerbach. Ausgefallene Kleiderinterpretationen und feine Musik gaben sich beim A-la-Baroque-Abend in Uhrmachers Haus ein Stelldichein. Mit dem Barock hatte die Veranstaltung, die die Köllertaler Künstlerinitative und Dozenten der Püttlinger Musikschule in Szene setzten, nicht allzu viel am Hut. Vielmehr drehte es sich um den Rock als Kleidungsstück, der sich in diesem Begriff versteckt. Gleich zehn Künstler interpretierten Mode neu und umhüllten die hübschen Modells mit Ideen. So steckte Lotta Resch beispielsweise in einem märchenhaften Blattwerk, das Elfriede Matza aus Moos und Zeitungspapier gezaubert hatte.
Den musikalischen Part dazu übernahm das Querflötenquartett mit Christine Biewer, Monika Kremser, Meta Poppelreiter und Kerstin Lehnert.
Monika Kempf umhüllte Laura Foltin mit zartem Tüll, und statt wie üblich mit Nadel und Faden für Halt zu sorgen, arbeitete die Künstlerin pfiffig mit Verknüpfungen und Knoten. Zu Debussys „Petite Suite“ wehte dies „Frühlingserwachen“ graziös durch Uhrmachers Haus. Monika Himbers Kreation, vorgeführt von Tochter Cornelia, schien direkt einem spanischen Gemälde entsprungen. Birgit Schüller und Erika Steimer zeigten Kleider mit Patchwork- und Quilt-Elementen. Erika Steimer hatte ihre Figurine mit extrabreitem Hüften und einer Cartouche, also einem Mantel im barocken Stil ausgestattet. Hinreißend dazu Sopranistin Bernadette Meyer mit „Songs of Travel“ von Ralph Vaughan Williams. Einen ganz besonderen Leckerbissen spielten die Pianistinnen Natalia Wolfsdorfer und Elena Huber zu Hella Kleins „Elfenkönigin“ (Marina Altmeyer). Mit „Preambulum“ und „Die unmögliche Uhr“ boten sie nämlich zwei temperamentvolle Kompositionen der Dozentin Wolsdorfer.
Alle zehn Künstler hatten sich für den Modeabend etwas Besonderes einfallen lassen. Elisabeth Ertz-Meyer hatte beispielsweise aus bemalter Pappe ein Kostüm mit Umhang und Hut konstruiert, das sich zur Pyramide (Annika Meyer) zusammenpuzzlen ließ. Schwer zu schleppen hatte Lotta Resch an Juta Wagners „Tonspiel“: Gut 15 Kilo wog das Kleid mit Sackleinen-Mieder und Keramik-Rock.
Wie bei jeder Modenschau kommt zum Schluss die Braut auf die Bühne. Mike Siebler hatte sie eingekleidet und in laminierte Drucke gesteckt. Von Ideengeber Mike Siebler stammte auch das Meeresrauschen, ein Gewand aus Fallschirmseide, in dem Christa Hirschmann als Entree durch Uhrmachers Haus rauschte. „Ein Abend zum Sehen und Hören“ hieß die Veranstaltung im Untertitel. Sehr schön war, dass man nach der Vorführung alle Modelle von Nahem betrachten und anfassen durfte.
Saarbrücker Zeitung 11.02.05 Auch „KochArtII “ so gut wie weg
Das begehrteste Buch des Saarlandes wurde zu Gunsten von „Hilf-Mit!“ verkauft
Einen reißenden Absatz bei Gourmets und Kunstkennern fand gestern das Kochbuch „KochArtII“. Die Rezepte stammen von saarländischen Spitzenköchen, so auch von Drei-Sterne-Koch Klaus Erfort.
Saarbrücken. Das begehrteste Buch des Saarlandes? Im vorigen Jahr war es „KochArt“, ein ganz besonderes Kochbuch der Püttlinger Werkstatt für kreatives Gestalten. In diesem Jahr ist es, richtig: „KochArt II“, ein erneut in Handarbeit entstandener Prachtband, der die Talente von Kunsthandwerk und Kochkunst vereint. Mittels Drucktechnik setzten Ilse Bastgen, Astrid Latz, Ursula Meyer, Rita Rohnert und Gitta Nießen Texte und Gedichte bildnerisch um. Treibende Kraft bei dieser Arbeit und hinter dem Gesamtwerk ist der Leiter besagter Werkstatt, der Püttlinger Mike Siebler. Für die Rezepte wurden saarländische Spitzenköche gewonnen: Khalid Arabe, Bernhard Michael Bettler, Alexander Kunz, Wolfgang Quack, Uwe Schäfer, Frank Seimetz, Axel Toussaint, Siegfried Weiler und der frisch mit drei Michelin-Sternen gekrönte Klaus Erfort, der durch „wunderschön unkomplizierte Zusammenarbeit“ (Siebler) begeisterte. Aus Luxemburg arbeitete Lea Linster zu, aus Frankreich Lutz Janisch. Tatort-Kommissar Deininger (Gregor Weber) wirkte als Hobbykoch mit. Literarische Beiträge von Georg Fox und Vera Hewener runden das Kunstwerk ab. Wenige Minuten nach der Vorstellung gestern Nachmittag im Bildungs-Ministerium durch die Hausherrin Annegret Kramp-Karrenbauer war die Auflage von 110 Exemplaren zum Stückpreis von 65 Euro so gut wie vergriffen. Die Hälfte des Erlöses fließt der Aktion „Hilf-Mit!“ zu.
Wer die Knappheit des Angebotes ungerecht findet, der möge den Appell von Siebler befolgen: In Kunstausbildung investieren und selber was machen! wp
Heute versteigert „Hilf-Mit“ zwischen 14 und 16 Uhr ein von den Künstlern und Köchen handsigniertes Exemplar von „KochArt“ aus dem vergangenen Jahr. Mindestgebot: 100 Euro. Geboten werden kann im 5-Euro-Rhythmus. Erfragen Sie den aktuellen Gebotsstand und geben Sie Ihr Angebot ab unter Telefon, (0681) 502-2234.
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