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Vera Hewener Die Website für Literatur, Kultur und Gesellschaft
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Tonschauer im Saarbrücker Schloss Robert-Schuman-Chor überbrachte erlesenes Chorgeschenk
Saarbrücken. Im Saarbrücker Schloss machte sich ein Sprachengewimmel Platz, Reisegepäck rollte durch die Flure und den Aufzug in den Festsaal. Der Grund: Zum fünfjährigen Jubiläum des Seniorenprogramms des Regionalverbandes Saarbrücken war der Robert-Schuman-Chor angereist. Mit im Gepäck waren erlesene Chorgeschenke in ausgezeichneter Verfassung. Gerade erst aus Kanada zurückgekehrt war Florent Stroesser mit den Sängerinnen und Sängern aus dem europäischen Grenzraum. Neu zusammengesetzt werden mussten die Stimmgruppen, die Integration des Nachwuchses ist eine ständige Herausforderung, sowohl für den französischen Dirigenten als auch für Martin Folz, der die künstlerische Leitung in Deutschland innehat. Eine letzte Probe vor dem Auftritt ließ den musikalischen Hochgenuss bereits vermuten. Komponisten aus allen Teilen der Welt standen Pate bei der Programmauswahl und dies hatte einen besonderen Grund. Der Chor, der aus jungen Menschen aus dem Saarland, Lothringen, Belgien und Luxemburg besteht, feierte letztes Jahr sein 10 jähriges Bestehen und hatte aus diesem Anlass Lieder ausgesucht, die Wegmarker waren auf der Straße des Zusammenwachsens, der Weiterentwicklung bis zur meisterlichen Klangreife. Bereits die ersten Stücke, insbesondere das „o quam suavis est“ vonRoelstraete, strahlten eine nicht zu übertreffende Homogenität aus. Das bekannte „Ubi caritas“ von Duruflé verbreitete warme, innige Liebesgelöbnisse, flüsternde Nachtdämmerung im Lied „My song in the Night“ von Christiansen, ein fröhliches Miteinander der Stimmen, das sich aufgeregt steigerte im „Cantate Domino“ von Miskinis, berührendes Innehalten der Solosopranistin Stefanie Ortega im Auftakt des „Pater Noster“ von Nees. Randvoll war das Programm mit wahren Chorkunststücken, die je nach Textur auch schauspielerisch interpretiert wurden. So konnte man russische Marinesoldaten beim Wodkatrinken erleben, ein afrikanisches Volkslied wurde mit Bongo und Schüttelrohr inszeniert. Wahre Tonschauer liefen einem immer wieder über den Rücken. Frenetischer Beifall des zahlreichen Publikums entlockte dem Ausnahmechor eine Zugabe. Martin Folz versprach ein gutes deutsches Volkslied, „Abschied vom Walde“ von Mendelssohn-Bartholdy. Es geriet, wie konnte es auch anders sein, zum modernen Klanggebilde mit kanonischen Einschüben. 26.09.08 © Vera Hewener
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Geburtsstunde einer neuen Klangkultur Beeindruckendes Konzert in der Stiftskirche des Landesjugendchors mit Alfons Lauer
Saarbrücken (VH). Viel hatte man sich vorgenommen. Die Führungsspitze des saarländischen Chorverbandes, allen voran Präsidentin Marianne Hurth, wollte dazu beitragen, ein repräsentatives Ensemble gehobener Klangkultur aus der Taufe zu heben. Eine Chance für junge Menschen im Alter zwischen 15 und 35 Jahren also, sich intensiv dem Gesang zu widmen. Das Ergebnis war äußerst beeindruckend. Den stimmbildnerischen Nährboden bereitete Gesangspädagogin Stefanie Fels, Einzelbetreuung für die Gesangstalente, die Chorleiter Alfons Lauer aus dem ganzen Saarland zusammensuchte. Es blieb nur eine Woche, um sie zur Konzertreife zu führen. Das Repertoire war nicht ohne Tücken, durchmischt mit alten und neuen Meistern sakraler Tondichtung wie etwa Mendelssohn-Bartholdys „Hebe deine Augen auf“, Faurés „Cantique de Jean Racine“, Nystedts „Gloria“ aus der Missa brevis oder Swiders „Pax“. Lauer nutzte die unterschiedlichen Epochen mit Klangexperimenten, etwa wenn er einzelne Passagen immer wieder solistisch besetzte, Stimmgruppen geschickt platzierte oder wenn er im „Ave Maria“ von Mäntyjärvi die Frauenstimmen mit flüsterndem Sprechgesang auf beiden Seiten des Auditoriums aufstellte, während die Männerstimmen sich im tiefen Altarraum nach Registern getrennt gegenüberstanden. Sein Verzicht auf oberflächliche Effekthascherei tat dem religiösen Impetus der Kirchenmusik sehr gut. Überragend die reinen, glockenklaren Sopranstimmen, wohlklingend die klanggesättigten Männerstimmen, beeindruckend die Homogenität vor allem der Altistinnen. Ob ausgeprägtes polyphones Stimmengewebe, schwebender Tonteppich oder frische Gospelrhythmen, der Chor hatte keine Mühe, dem differenzierten Dirigat Lauers zu folgen. Für Chorpausen sorgte Organist Michael Bottenhorn, der Rink und Messiaen virtuos interpretierte und auch den Chor einfühlsam an der Orgel begleitete. Das Publikum war beeindruckt, lauschte andächtig verzückt den musikalischen Gebeten. Sie erlebten die Geburt einer neuen Klangkultur, die im Saarland sicher noch für viel Furore sorgen wird. Sie dankten für den Ohrenschmaus mit viel, viel Applaus und stehenden Ovationen. Zugabe einbegriffen.
29.10.08 © Vera Hewener
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Nächste Lesungen:
13.07.11 um 16.00 Uhr “Von Woge zu Woge schaukelt mich Gischt” Seniorenresidenz Haus Vita August-Klein-Pfad 4, Saarbrücken
17.09.11 um 17.30 Uhr “Tier-Lesung” im Rahmen der Veran- staltung “Forstgarten im Licht” Jagdschloss und Forstgarten Karlsbrunn Schlossstr. 14, Großrosseln
28.09.11 um 16.00 Uhr ”Alles hat seine Zeit” Seniorenresidenz Haus Vita August-Klein-Pfad 4, Saarbrücken
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Pressesplitter mehr
Saarbrücker Zeitung vom 10.05.11 Deutsch-französischer Dichterfrühling in Saargemünd Zum ersten Mal hat die Katholische Erwachsenenbildung ihren „Printemps des poètes“ mit der Stadt Saargemünd veranstaltet. Schauplatz war der Wintergarten des Keramikmuseums. „Dichterisch auf dieser Erde wohnen“ – ein Hölderlinsatz leitet in den siebten „Printemps des poètes“. „Printemps des poètes“ ist eine französische Initiative, lädt ein zur Beschäftigung mit Dichtung.
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