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Sapphische Odenstrophe (nach Sappho um 600 v. Chr.)
Sie wurde von der griechischen Dichterin Sappho ( um 600 v. Chr.) entwickelt. Die ersten drei Verse sind metrisch vollkommen gleich: zwei Trochäen folgt ein Daktylus, dem wiederum zwei Trochäen folgen. Der letzte Vers besteht aus einem Daktylus und einem Trochäus.
Schema:
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Beispiele:
Rosentraum
© Vera Hewener
Rösentöne, dornenumwoben, spielen himmelwärts mit blauen Fahnen. Bald schon leihen Kräfte einer verwelkten Blüte Farben und Haltung
Glücksmaß
© Vera Hewener
Hörst du deine heimlichen Wünsche sprechen, zeigen dir, dass nichts den Verzicht begründet. Suche dich, verweigere dich dem Schatten, jeglichen Nächten.
Morgenwehen
© Vera Hewener
Wolkengletscher, aufgetürmt hoch im Blauen, weißer Gipfel, unbewohnt, unbestiegen. Zieht vorbei Regenfront, luftgetrieben. Graues Gemälde.
Windsturm fegt Verdunklungsgefahr vorüber. Licht blitzt aus des Himmels Gehauf und flimmert. Morgenwehen, schmerzliche Stunde wimmert hellt auf in Bälde.
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