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Akrostichon für Gerhard Stebner
Gerhard Stebner, ein Dichter reiner Sprachkultur, hat stets in seinen Versen auf Strenge geachtet, Raum, Zeit und Sinngehalt der Worte zelebriert.
Seines Werkes poeta ductus: tausendfach in seinen Gedichten, engagiert in der Literatur, bis zuletzt, nie zaudernd, nie verzagend.
Ein schmerzhafter Verlust reicht uns die Hand.
Vera Hewener In: Bist Himmel mir und tausend Feuerfunken.2003.
Jahre in La Jenny
Jahre am gekrümmten Horizont Augenblicke ohne Wiederkehr Helden stürzen sich ins wilde Meer ringen unbekümmert mit der Front
eher noch hast du es hier gekonnt ins Gefecht zu ziehen ohne Heer nur der Himmel wirft den heißen Speer loht auf dem der sich darin gesonnt
alle Tage spiegeln mich im Blau jeder Tag ein aufgetragnes Kleid erdverbunden in den Sand gereiht
Nahaufnahme zeitlich ungenau Neigungswinkel der im Licht erschien Yachten ohne Fischfang weiterziehn
© Vera Hewener
Einkehr
Bad Hofgastein umwirbt ein warmes Licht. Am Stubnerkogel blendet es den Gipfel; die Wolken spannen ihre weiten Wipfel, hoch droben trüben Dunstfelder die Sicht.
Ozon bedrängt im Tal die graue Schicht. Folgt Einkehr auf den schlechten Wetterzipfel genügend Ausgleich schaffen mürbe Kipfel auf Sahneeis. Kaffeearoma mischt
sich in den Mittag voller Festtagssprüche, tischt Nobles auf aus edler Sternenküche ein Festmahl, das die Sinne schnell besticht.
In Gaumenfreuden schwelgen trunken Gäste. Nur draußen hellauf knistern alle Äste. Bad Hofgastein umwirbt ein warmes Licht.
© Vera Hewener
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